Schuljahr 2015/2016

Hier eine kleine Erinnerung an die Zeiten zu Schulbeginn:

Unterrichtsbeginn: 8:00 Uhr

5. Jg.: Begrüßung im Forum: 9:00 Uhr

11. Jg.: Begrüßung im Forum: 10:00 Uhr

Rom 1 Forum RomanumSeit 2009 fahren die Lateinkurse der Jahrgangsstufen 11 und 12 regelmäßig nach Rom, - in diesem Jahr zum fünften Male. Vom 2. Bis zum 7. Juli war es in diesem Jahr wieder so weit: 22 Schüler hatten für fünf Tage außerschulischen Unterricht im ehemaligen Zentrum der antiken Welt. Aber neben den zumeist ruinösen Überresten römischer Vergangenheit glänzte auch das barocke Rom und erdrückten seine Probleme als Groß- und Hauptstadt im 21. Jahrhundert.

„Denn die Stadt stieg immer deutlicher und prächtiger vor mir herauf, und die hohen Burgen und Tore und goldenen Kuppeln glänzten so herrlich im hellen Mondschein, als ständen wirklich die Engel in goldenen Gewändern auf den Zinnen und sängen durch die stille Nacht herüber. So zog ich denn endlich, erst an kleinen Häusern vorbei, dann durch ein prächtiges Tor in die berühmte Stadt Rom hinein,“ lässt v. Eichendorff seinen ich-erzählenden Taugenichts berichten, - und durch das nämliche Tor zog die AFS-Gruppe und betrachtete gleich dem Wanderer vor gut 200 Jahren staunend die piazza del popolo, blickte schnurgraden den corso entlang, erblickte in der Ferne an der piazza Venezia das monumentale, beeindruckende, zugleich und auch hässliche Denkmal zur Erinnerung an die geglückte Einigungspolitik der italienischen Nationalbewegung im 19. Jh. und stand vor dem ersten der ach so vielen, mit viel Kunstsinn geschaffenen Brunnen: Jeder für sich Wasserquelle und Wissensquelle als mythologisch-allegorischer Unterrichtsstoff. Viel wichtiger waren aber bei Temperaturen von um die 36 Grad die Fontanelle: Öffentliche, kostenfreie Wasserbrunnen von ausgezeichneter Qualität und genau passender Temperatur, ein Versorgungsnetz, das bereits in römisch-republikanischer Zeit per Gesetz geschaffen war, - und das Gesetz gilt unverändert. Man muss schon wenigstens Tourist sein, kauft man gegen Geld plastikverpacktes Wasser.

Abitur2016 1Man mag das Wetter am Nachmittag des Freitags als Sinnbild verstehen: Heftige Regenschauer, Wolken, - und als die Abiturzeugnisse verteilt wurden: Strahlender Sonnenschein. So mag es auch vielen, wohl allen, die nun als Abiturienten entlassen wurden, im Laufe der letzten knapp drei Jahre ergangen sein: Regen und Sonne, Ruhe und Sturm

64 Schüler der AFS erhielten am 17. Juni 2016 ihr Abschlusszeugnis: Das Attest der unbeschränkten Hochschulfähigkeit. Insgesamt hat die AFS in den 30 Jahren ihres Bestehens nun 1095 Abiturienten entlassen; dieses Jahr mit der Nummer 1074 ihre bisher beste Schülerin: Charlotte Poppa mit einem Durchschnitt von 1,1. Aber noch weitere vier konnten die magische „1“ vor dem Komma, sie soll und darf nicht überbetont werden, in diesem Jahr erreichen. 12,5% der Absolventen war übrigens am Ende der Klasse 4 eine Hauptschulempfehlung gegeben worden.

EhrungenAm Freitag begann für 179 junge Menschen beginnt ein neuer Lebensabschnitt: Die AFS entließ ihren 10. Jahrgang. 76 Schüler (= 42,45%) erreichten den Qualifikationsvermerk und werden ihre Ausbildung in der gymnasialen Oberstufe der AFS fortsetzen. Stellv. Bürgermeister Matthias Trepper, Abteilungsleiterin Dorothea Temme, Schulleiter Jörg Witteborg und Elternvertreter Uwe Linnhoff gratulierten, zeigten sich erfreut, dass durchweg die Abschlussleistungen die Grundschulprognosen übertrafen und riefen dazu auf, auch weiterhin respektvoll, tolerant und hilfsbereit zu bleiben und niemals zu vergessen: „Never stop learning.“

Traditionsgemäß wurde die Feier von Darbietungen der hauseigenen Big Band unter Leitung von Gudrun Pollmeier umrahmt, ergänzt durch zwei Auftritte des neuen Schulchors „Young Voices“ unter Leitung von Felix Janssen-Müller, aber auch die Schüler selber trugen zum Gelingen bei. Rahel Engels und Christian Harthun (aus der 10 D) nahmen Kollegium, Schüler und Gäste an die Hand und führten durch ein kurzweiliges Programm, dessen teilweise selbstironisch-amüsante und mit viel Einfallsreichtum erstellte Einlagen ihren verdienten Beifall erhielten.

BB06Als ich nach 3 Jahren Bläserklasse die Möglichkeit hatte, in der Big Band musikalisch weiter zu machen, habe ich diese Chance sofort ergriffen. Am Anfang war es doch eine recht große Umstellung, die Big Band hat ein ganz anderes Niveau als unsere Bläserklassen. Doch schon nach ein paar Proben, als wir die ersten Namen unserer Mitmusiker gelernt hatten, fühlte man sich in der Gemeinschaft wohl.

Schnell kam auch schon unser erster Auftritt: der Tag der offenen Tür! Trotz der Nervosität davor (die sich zum Glück auch schnell legte) gab es einen tollen Auftritt. Es hat wirklich Spaß gemacht, und wir fühlten uns ein kleines bisschen älter. Wir Achtklässler waren stolz, als Mitglied der AFS Big Band zu spielen!

Luftballonaktion 1Die gut 200 Schüler der Jahrgangstufen 11 und 12 der Anne-Frank-Schule wohnten am Mittwoch einer Information der besonderen Art bei, die von der Schülervertretung initiiert und organisiert worden war.

Jessica Bönemann von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (gGmbH) informierte über den Blutkrebs, eine Krankheit, die zu einer, letztlich tödlichen Überproduktion weißer Blutkörper führt: eine Krankheit, die zumeist in jugendlichem Alter auftritt. Sie kann, als einzige Krebserkrankung zu 100%, geheilt werden: Durch eine Stammzellentransplantation, d.h., eine fremde Spenderperson ist bereit, eigene Stammzellen dem Patienten zu spenden. Die Wirkung: Die unkontrollierte Vermehrung weißer Blutkörper wird gestoppt, die Blutregeneration nimmt wieder normale Maße an. Problem: Die Gewebemerkmale des Spenders und des Patienten müssen miteinander verträglich sein.

Virus98Die neue Ausgabe der Schülerzeitung "Virus" ist fertig. Sie wird ab dem 1. Juli in den großen Pausen verkauft. Preis: 50 Cent.

 

Der Inhalt dieser Ausgabe:

 

Vorwort

Politik und Gesellschaft
Habe Mut, dich deines Verstandes zu bedienen
Interview mit dem Bürgermeister Henning Schulz
Ein Tag im Landtag
Muss es immer eine Plastiktüte sein?

Der Literaturkurs des 12. Jahrgangs lädt herzlich zur Premiere seines Theaterstückes "Eine Frage der Zeit"  am 20. Juni 2016 um 19.00 Uhr im Forum der Anne-Frank-Schule ein.  Der Eintritt ist kostenlos, jedoch bitten wir um eine kleine Spende für unsere Theaterkasse. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher!"Lit12 2016

 

Was bedeutet dir Zeit? Hast Du jemals das Gefühl gehabt, deine Zeit nicht richtig zu nutzen, zu wenig Zeit zu haben oder deine Zeit nicht in die „wichtigen“ Dinge investiert zu haben?

London2016 2Am Morgen des neunten Mais 2016 machten

sich 32 Schüler und zwei Lehrerinnen auf den Weg in Englands Hauptstadt London. Von Dortmund aus hob der Flieger ab und landetete mittags bei strahlendem Sonnenschein sicher am Flughafen Luton. Am Nachmittag machten wir direkt eine Stadtführung zu Fuß, um die vielen Sehenswürdigkeiten, die London zu bieten hat, zu betrachten und einiges darüber zu lernen. Dienstag stand u.a. eine Besichtigung des Nachbaus des Globe Theatres von Shakespeare auf dem Plan. Abends nahm eine Teilgruppe an einer gruseligen Jack the Ripper Tour teil, auf der die verschiedenen Tatorte des legendären Mörders besucht und einiges über Londons Geschichte gelernt wurde.

Praktikumsausstellung3Im Anschluss an ein dreiwöchiges Praktikum, das die fast 180 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der Anne-Frank-Gesamtschule direkt nach den Osterferien absolvierten, stellten sie ihre Tätigkeiten in den Praktikumsbetrieben in einer großen Praktikumsausstellung im Forum Lehrern und Mitschülern vor.

In acht unterschiedliche Berufsfelder aufgeteilt, präsentierten die Jugendlichen Plakate und Werkstücke und erläuterten die Arbeitsabläufe, die sie kennen gelernt hatten. Es entstanden viele interessante Gesprächsrunden und es war für alle Beteiligten eine tolle Erfahrung, die jungen Menschen so engagiert und motiviert über „ihre“ Berufe sprechen zu hören. Vor allem ging es darum, dass die Praktikumsprofis des 9. Jahrgangs den Mitschülern aus dem 8. Jahrgang geeignete Betriebe empfehlen konnten.

P1000148Still sitzen die Jugendlichen auf ihren Plätzen im Jüdischen Gemeindezentrum in Krakau. Einen polnischen Zeitzeugen sollen sie treffen, einen ehemaligen Häftling des Konzentrationslagers Auschwitz, einen Überlebenden des Holocaust. Wird er verbittert sein? Gar voller Hass auf die, die ihm seine Jugend gestohlen haben und beinahe auch sein Leben? Dann betritt ein freundlich blickender, rüstiger älterer Herr den Raum. Sein stolzes Alter von 95 Jahren merkt man Karol Tendera nicht an. Mit fester Stimme begrüßt er die Gütersloher Schüler, die ihm zu Ehren aufgestanden sind. Die Begrüßungsworte spricht er auf Deutsch, der Sprache derjenigen, die ihm in jungen Jahren so viel Leid zugefügt haben.

Das Zeitzeugengespräch mit Karol Tendera bildete den Abschluss einer Gedenkstättenfahrt von 30 Oberstufenschülern der Anne-Frank-Gesamtschule nach Oświęcim, in jene Stadt, die die Nationalsozialisten Auschwitz nannten und in der sie das Konzentrationslager errichteten, das zum Synonym für den millionenfachen Mord an Juden, Sinti und Roma, polnischen Bürgern, sowjetischen Kriegsgefangenen und anderen verfolgten Gruppen wurde. Es war eine Reise in die dunkelste Vergangenheit des Landes, in dem die Jugendlichen leben, in dem sie zur Schule gehen und in dem sie glücklich sind.