Schuljahr 2015/2016

LiebeLove1"Eigentlich ist Lucy gar nicht sein Typ und voll peinlich: Sie trägt eine Brille und ist gut in Biologie. Und eigentlich ist für Robin das Wichtigste, mit seinen Kumpels Kicken zu gehen. Eigentlich …   Doch was tun, wenn die Hände schwitzen und der Magen kribbelt? Soll das jetzt Liebe sein?

Für Jungen und Mädchen des 7. Jahrgangs der Anne-Frank-Gesamtschule gehört das Thema nicht zum alltäglichen Unterricht. Dennoch bewegen diese und ähnliche Fragen viele unserer jüngeren Jungen und Mädchen. Vor diesem Hintergrund bot sich die Gelegenheit ein Theaterstück in die Anne Frank Gesamtschule zu holen, das sich mit diesen Thema beschäftigt.

Oltmer 5 9 2016Der Fachbereich Kultur und Sport der Stadt Gütersloh organisiert im Zeitraum September bis November 2016 eine Reihe von Veranstaltungen zur Frage „Was ist Heimat?“. Ausstellungen, Vorträge, Konzert und Podiumsdiskussion, Schülerwerkstatt und Autorenlesung vereinigen sich zu einem Veranstaltungsstrauß, dessen Ziel es ist Kenntnisse zu vermitteln, Vorurteile zu überwinden, Verständnis zu wecken.

Eine Reihe dieser Veranstaltungen findet in der AFS statt, die als „Schule gegen Rassismus“ nun sicherlich ein sehr geeigneter Ort für den ersten der Vorträge gewesen ist, verbunden mit der Eröffnung der Ausstellung „geflohen, vertrieben – angekommen!? Aspekte der Gewaltmigration im 20. und 21. Jahrhundert“ (die bis zum 16.9.2016 in der Mediothek der AFS zu sehen ist). Den Einführungsvortrag hielt apl. Prof. Dr. Jochen Oltmer, der dem 1991 von Klaus J. Bade gegründeten „Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien“ der Universität Osnabrück angehört, dem einzigen universitären Institut in der Bundesrepublik, das, interdisziplinär angelegt, Migrationsforschung betreibt, - ein Hinweis darauf, dass Migrationsforschung, ganz entgegen ihrer Aktualität, in der akademischen Welt der Bundesrepublik eher ein Nischendasein lebt. Im Gegensatz dazu stand, dass neben dem Bürgermeister der Stadt Gütersloh, Henning Schulz, auch der zuständige Dezernent Jochen Martensmeier, Prof. Dr. Rolf Wischnath als Vertreter des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge sowie Schulleiter Jörg Witteborg anwesend waren. Felix Janßen-Müller wusste mit Auszügen aus Bachschen Cello-Suiten der Veranstaltung eine trefflich ernste Umrahmung zu verleihen.

Lit a z1Die Schülerinnen und Schüler des Theaterkurses des 12. Jahrgangs haben mit großem Erfolg ihr selbstgeschriebenes Theaterstück „Eine Frage der Zeit“ im Forum der Anne-Frank-Gesamtschule aufgeführt.

Sie machten in vielen Einzelszenen, z.B. als Zeitreisende, als Patientinnen einer Anstalt und durch verschiedene Alltagssituationen auf die Bedeutung der Zeit aufmerksam. Die Schülerin Qendresa Rexhaj sang dabei solo ihr eigens für das Theaterstück selbst geschriebenes Lied „Dreh die Zeit zurück“.

Es handelt von der Veränderung durch die Jahre und den Wert der Zeit und hat laut ihren Mitschülern für Gänsehaut bei manchem Zuschauer gesorgt.

Hier eine kleine Erinnerung an die Zeiten zu Schulbeginn:

Unterrichtsbeginn: 8:00 Uhr

5. Jg.: Begrüßung im Forum: 9:00 Uhr

11. Jg.: Begrüßung im Forum: 10:00 Uhr

Rom 1 Forum RomanumSeit 2009 fahren die Lateinkurse der Jahrgangsstufen 11 und 12 regelmäßig nach Rom, - in diesem Jahr zum fünften Male. Vom 2. Bis zum 7. Juli war es in diesem Jahr wieder so weit: 22 Schüler hatten für fünf Tage außerschulischen Unterricht im ehemaligen Zentrum der antiken Welt. Aber neben den zumeist ruinösen Überresten römischer Vergangenheit glänzte auch das barocke Rom und erdrückten seine Probleme als Groß- und Hauptstadt im 21. Jahrhundert.

„Denn die Stadt stieg immer deutlicher und prächtiger vor mir herauf, und die hohen Burgen und Tore und goldenen Kuppeln glänzten so herrlich im hellen Mondschein, als ständen wirklich die Engel in goldenen Gewändern auf den Zinnen und sängen durch die stille Nacht herüber. So zog ich denn endlich, erst an kleinen Häusern vorbei, dann durch ein prächtiges Tor in die berühmte Stadt Rom hinein,“ lässt v. Eichendorff seinen ich-erzählenden Taugenichts berichten, - und durch das nämliche Tor zog die AFS-Gruppe und betrachtete gleich dem Wanderer vor gut 200 Jahren staunend die piazza del popolo, blickte schnurgraden den corso entlang, erblickte in der Ferne an der piazza Venezia das monumentale, beeindruckende, zugleich und auch hässliche Denkmal zur Erinnerung an die geglückte Einigungspolitik der italienischen Nationalbewegung im 19. Jh. und stand vor dem ersten der ach so vielen, mit viel Kunstsinn geschaffenen Brunnen: Jeder für sich Wasserquelle und Wissensquelle als mythologisch-allegorischer Unterrichtsstoff. Viel wichtiger waren aber bei Temperaturen von um die 36 Grad die Fontanelle: Öffentliche, kostenfreie Wasserbrunnen von ausgezeichneter Qualität und genau passender Temperatur, ein Versorgungsnetz, das bereits in römisch-republikanischer Zeit per Gesetz geschaffen war, - und das Gesetz gilt unverändert. Man muss schon wenigstens Tourist sein, kauft man gegen Geld plastikverpacktes Wasser.

Abitur2016 1Man mag das Wetter am Nachmittag des Freitags als Sinnbild verstehen: Heftige Regenschauer, Wolken, - und als die Abiturzeugnisse verteilt wurden: Strahlender Sonnenschein. So mag es auch vielen, wohl allen, die nun als Abiturienten entlassen wurden, im Laufe der letzten knapp drei Jahre ergangen sein: Regen und Sonne, Ruhe und Sturm

64 Schüler der AFS erhielten am 17. Juni 2016 ihr Abschlusszeugnis: Das Attest der unbeschränkten Hochschulfähigkeit. Insgesamt hat die AFS in den 30 Jahren ihres Bestehens nun 1095 Abiturienten entlassen; dieses Jahr mit der Nummer 1074 ihre bisher beste Schülerin: Charlotte Poppa mit einem Durchschnitt von 1,1. Aber noch weitere vier konnten die magische „1“ vor dem Komma, sie soll und darf nicht überbetont werden, in diesem Jahr erreichen. 12,5% der Absolventen war übrigens am Ende der Klasse 4 eine Hauptschulempfehlung gegeben worden.

EhrungenAm Freitag begann für 179 junge Menschen beginnt ein neuer Lebensabschnitt: Die AFS entließ ihren 10. Jahrgang. 76 Schüler (= 42,45%) erreichten den Qualifikationsvermerk und werden ihre Ausbildung in der gymnasialen Oberstufe der AFS fortsetzen. Stellv. Bürgermeister Matthias Trepper, Abteilungsleiterin Dorothea Temme, Schulleiter Jörg Witteborg und Elternvertreter Uwe Linnhoff gratulierten, zeigten sich erfreut, dass durchweg die Abschlussleistungen die Grundschulprognosen übertrafen und riefen dazu auf, auch weiterhin respektvoll, tolerant und hilfsbereit zu bleiben und niemals zu vergessen: „Never stop learning.“

Traditionsgemäß wurde die Feier von Darbietungen der hauseigenen Big Band unter Leitung von Gudrun Pollmeier umrahmt, ergänzt durch zwei Auftritte des neuen Schulchors „Young Voices“ unter Leitung von Felix Janssen-Müller, aber auch die Schüler selber trugen zum Gelingen bei. Rahel Engels und Christian Harthun (aus der 10 D) nahmen Kollegium, Schüler und Gäste an die Hand und führten durch ein kurzweiliges Programm, dessen teilweise selbstironisch-amüsante und mit viel Einfallsreichtum erstellte Einlagen ihren verdienten Beifall erhielten.

BB06Als ich nach 3 Jahren Bläserklasse die Möglichkeit hatte, in der Big Band musikalisch weiter zu machen, habe ich diese Chance sofort ergriffen. Am Anfang war es doch eine recht große Umstellung, die Big Band hat ein ganz anderes Niveau als unsere Bläserklassen. Doch schon nach ein paar Proben, als wir die ersten Namen unserer Mitmusiker gelernt hatten, fühlte man sich in der Gemeinschaft wohl.

Schnell kam auch schon unser erster Auftritt: der Tag der offenen Tür! Trotz der Nervosität davor (die sich zum Glück auch schnell legte) gab es einen tollen Auftritt. Es hat wirklich Spaß gemacht, und wir fühlten uns ein kleines bisschen älter. Wir Achtklässler waren stolz, als Mitglied der AFS Big Band zu spielen!

Luftballonaktion 1Die gut 200 Schüler der Jahrgangstufen 11 und 12 der Anne-Frank-Schule wohnten am Mittwoch einer Information der besonderen Art bei, die von der Schülervertretung initiiert und organisiert worden war.

Jessica Bönemann von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (gGmbH) informierte über den Blutkrebs, eine Krankheit, die zu einer, letztlich tödlichen Überproduktion weißer Blutkörper führt: eine Krankheit, die zumeist in jugendlichem Alter auftritt. Sie kann, als einzige Krebserkrankung zu 100%, geheilt werden: Durch eine Stammzellentransplantation, d.h., eine fremde Spenderperson ist bereit, eigene Stammzellen dem Patienten zu spenden. Die Wirkung: Die unkontrollierte Vermehrung weißer Blutkörper wird gestoppt, die Blutregeneration nimmt wieder normale Maße an. Problem: Die Gewebemerkmale des Spenders und des Patienten müssen miteinander verträglich sein.

Virus98Die neue Ausgabe der Schülerzeitung "Virus" ist fertig. Sie wird ab dem 1. Juli in den großen Pausen verkauft. Preis: 50 Cent.

 

Der Inhalt dieser Ausgabe:

 

Vorwort

Politik und Gesellschaft
Habe Mut, dich deines Verstandes zu bedienen
Interview mit dem Bürgermeister Henning Schulz
Ein Tag im Landtag
Muss es immer eine Plastiktüte sein?

Der Literaturkurs des 12. Jahrgangs lädt herzlich zur Premiere seines Theaterstückes "Eine Frage der Zeit"  am 20. Juni 2016 um 19.00 Uhr im Forum der Anne-Frank-Schule ein.  Der Eintritt ist kostenlos, jedoch bitten wir um eine kleine Spende für unsere Theaterkasse. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher!"Lit12 2016

 

Was bedeutet dir Zeit? Hast Du jemals das Gefühl gehabt, deine Zeit nicht richtig zu nutzen, zu wenig Zeit zu haben oder deine Zeit nicht in die „wichtigen“ Dinge investiert zu haben?