Schuljahr 2015/2016

P1000148Still sitzen die Jugendlichen auf ihren Plätzen im Jüdischen Gemeindezentrum in Krakau. Einen polnischen Zeitzeugen sollen sie treffen, einen ehemaligen Häftling des Konzentrationslagers Auschwitz, einen Überlebenden des Holocaust. Wird er verbittert sein? Gar voller Hass auf die, die ihm seine Jugend gestohlen haben und beinahe auch sein Leben? Dann betritt ein freundlich blickender, rüstiger älterer Herr den Raum. Sein stolzes Alter von 95 Jahren merkt man Karol Tendera nicht an. Mit fester Stimme begrüßt er die Gütersloher Schüler, die ihm zu Ehren aufgestanden sind. Die Begrüßungsworte spricht er auf Deutsch, der Sprache derjenigen, die ihm in jungen Jahren so viel Leid zugefügt haben.

Das Zeitzeugengespräch mit Karol Tendera bildete den Abschluss einer Gedenkstättenfahrt von 30 Oberstufenschülern der Anne-Frank-Gesamtschule nach Oświęcim, in jene Stadt, die die Nationalsozialisten Auschwitz nannten und in der sie das Konzentrationslager errichteten, das zum Synonym für den millionenfachen Mord an Juden, Sinti und Roma, polnischen Bürgern, sowjetischen Kriegsgefangenen und anderen verfolgten Gruppen wurde. Es war eine Reise in die dunkelste Vergangenheit des Landes, in dem die Jugendlichen leben, in dem sie zur Schule gehen und in dem sie glücklich sind.

Schreibwett2016Am Freitag, dem 15.04 fand in der Mediothek unserer AFS die schulinterne Preisverleihung für den Schreibwettbewerb statt. Junge Hobbyautoren und Autorinnen hatten zum Thema „Zuhause“ vielfältige Texte eingereicht. Dafür dankte Ihnen Mediotheksleiterin Louisa Korczak herzlich. Insgesamt neun Schüler und Schülerinnen wurden mit einem Preis für die gelungensten Texte ausgezeichnet. Ioanna Anastassiadou (6e), Suzan Jundi (8b) und Amelie Prochner (Jg. 12) belegten in diesem Jahr in ihren Jahrgangsgruppen jeweils den ersten Platz. Während Ioanna in Form ihres Gedichts „Jeder hat ein Zuhause. Das ist meins“ dem Publikum einen Einblick in ihre Familie ermöglicht, erfasste Suzan in ihrer Geschichte „Zuhause“ die Schwierigkeit nach einem Umzug sein wahres Zuhause zu entdecken. Amelie brachte mit „Zuhause – ein Gefühl von Unendlichkeit“ ein sensibles Gedankenspiel über das Gefühl von Heimat und Zuhause zu Papier.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer des Wettbewerbs!

Foto CellomädchenDie Stiftung Begegnung. Deutsch-Palästinensisches Jugendwerk und das Jugendfriedensprojekt der Anne-Frank-Gesamtschule laden ein zu der außergewöhnlichen Ausstellung:

„Übe das Leben jetzt - Live Now“. Fotoausstellung über Kunst und Kultur in Palästina von Wolfgang Sréter.

Die Fotografien zeigen junge Palästinenserinnen und Palästinenser, die auf der Suche nach einer eigenen kulturellen Identität innere und äußere Grenzen überwinden. Sie haben es aufgegeben auf Friedensverhandlungen zu warten, die zu keinem Ergebnis führen. Sie leben jetzt und wollen jetzt ihre Stärken ausdrücken und ihre künstlerischen Vorstellungen umsetzen. Es sind Bilder, die Hingabe und Konzentration, Lebensfreude und Optimismus ausstrahlen.

Die Eröffnung der Ausstellung findet statt am Montag, dem 25. April 2016 um 19.30 Uhr.

Zur Ausstellungseröffnung liest der Münchner Schriftsteller und Fotograf Wolfgang Sréter aus eigenen Texten, in denen er Erlebnisse und Erfahrungen seiner zahlreichen Reisen nach Israel und Palästina verarbeitet hat.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Monika Paskarbies wird Grußworte der Stadt Gütersloh überbringen.

Die musikalische Begleitung gestaltet die Big Band der Anne-Frank Gesamtschule unter der Leitung von Gudrun Pollmeier. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Unsere Wahrnehmung von Palästina ist überwiegend durch Bilder geprägt, die den Konflikt illustrieren. Durch die Fotos erhalten wir Einblick in eine weitgehend unbekannte Kunstszene, die sich trotz der einschränkenden Bedingungen der Nahostkonfliktes entwickelt hat. Es ist eine ungewöhnliche und rege Kulturszene, die in ihrer Vitalität überrascht und in ihrer Vielfalt fasziniert.

Diese Ausstellung wurde 2015 im Österreichischen Hospiz in Jerusalem gezeigt und ist vom 26. April bis zum 20. Mai 2016 im Forum der Anne-Frank-Gesamtschule Gütersloh, Düppelstraße 25b zu sehen. Öffnungszeiten: Mo - Fr 8.00 - 16.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Den Flyer hierzu gibt es hier.

virus April 2016 Seite001Die neue Ausgabe der Schülerzeitung "Virus" ist fertig. Sie wird ab Montag, dem 18.4., in den großen Pause in der Pausenhalle verkauft. Die Redaktion freut sich über euer/Ihr Interesse.

Das Inhaltsverzeichnis dieser Ausgabe:

Politik und Gesellschaft
Stirbt die Welt durch ihren einzigen Feind – den Menschen?
Die Medien als Pusher
14 Tage ohne

Parisfahrt II 2016Französisch ist wie Englisch und Spanisch eine Fremdsprache, die an Deutschlands Schulen gelernt wird.

Viele Schüler glauben, das sei sehr monoton, das ist aber überhaupt nicht so. An unserer Schule ist der Französischunterricht z.B. geprägt von interessanten Geschichten und eigenen Dialogen, die in Rollenspielen umgesetzt werden.

Der Höhepunkt der fünf Jahre Französischunterricht ist aber die Parisfahrt der Französischkurse des 8. bzw. 9. Jahrgangs. Und um diese soll es auch im Folgenden gehen.

Pünktlich um 8.00 Uhr starteten die drei Kurse an der Schule. Es lagen zehn Stunden Fahrt vor uns, was uns Schülern und den Lehrern viel Geduld abverlangte. Je näher wir Paris kamen, desto größer war unsere Aufregung, aber auch unsere Vorfreude.

YoungV2Zum 8. Mal seit 2009 veranstaltete die AFS unter Leitung von Stephan Paulus ihren, inzwischen Tradition gewordenen „Kulturabend“. Fand 2015 die Veranstaltung im Stadttheater statt, so dass Theaterbeiträge überwogen, stand diesmal wieder das konzertante Geschehen im Mittelpunkt, - und es gab eine Premiere: Der neu entstandene Chor „AFS Young Voices“ (Ltg. Felix Janßen-Müller) trat erstmals öffentlich auf. Den zweiten Teil des Abends bestritt dann die bekannte AFS-Big_Band unter der bewährten Stabführung Gudrun Pollmeiers.

Justus Wittop (Jg. 11) und Charlotte Poppa (Jg. 13) führten souverain das Publikum durch den Abend, verstanden es, knapp und präzise den einzelnen Programmnummern einordnende Informationen zu geben. Die Darbietungen der Musikklassen der Jahrgänge 5 bis 7 waren aufgelockert durch Neele Hülser und Adrian Jeschka, die bewiesen, dass Posaune und Klavier recht wohl harmonieren können. Besonders zu erwähnen ist das Repertoire der Musikklasse 7: Zwei Stücke aus dem arabischen Raum kombinierten sich mit der Beatles „Get Back“: Ausdrücklich eine Botschaft gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.

AFS Philosophie„Wage zu denken!“ Kants Wahlspruch schmückt die Urkunden, die vier Schüler jetzt aus der Hand des Schulleiters Jörg Witteborg entgegennehmen konnten: Auszeichnung und Anerkennung für ihre Leistung im diesjährigen Bundes- und Landeswettbewerbs Philosophischer Essay.

Jährlich wird seit 1999 unter Federführung der Bezirksregierung Münster dieser Wettbewerb durchgeführt. In der ersten Runde verfassen bundesweit über 1000 Schüler im Rahmen ihres Unterrichts einen Philosophischen Essay, wobei sie aus vier vorgegebenen Themata eines auswählen können.

Regelmäßig in der letzten Woche des Halbjahres 13.1, wenn die Leistungskurse Erziehungswissenschaft ihr Klinikprojekt durchführen, absolviert der Rest des Jahrgangs außerschulischen Unterricht.

Heuer fand er in Berlin statt (12.-15. Januar 2016). 36 Schüler waren mit ihren Jahrgangsleitern Wiebke Kißner und Dr. Bernward Fahlbusch für vier Tage in der Hauptstadt. Das Programm orientierte sich an den Fächern Geschichte und Sozialwissenschaften mit ausgesprochen zeitgeschichtlichen Schwerpunkten, aber auch mit deutlichem Blick auf die für das Zentralabitur vorgeschriebenen Themata. Einzig der historische Stadtrundgang am ersten Abend, der das mittelalterliche und frühneuzeitliche Wachsen der einst unabhängigen Städte Berlin und Cölln zur Residenzstadt im ausgehenden 18. Jh. topographisch imaginierte (denn außer Nikolai- und Marienkirche sowie den Flußverläufen gibt es keine mittelalterlichen Originalbefunde mehr) fiel aus diesem Rahmen. Im Arbeitsministerium stand die Entwicklung der sozialen Vorsorge im 19./20. Jh., im Deutschen Historischen Museum die Umsetzung des Nationalstaatsgedankens, in Hohenschönhausen der Überwachungsstaat der DDR, im Museum „Topographie des Terrors“ das NS-Unterdrückungssystem, im Haus der Wannseekonferenz die Vernichtung des europäischen Judentums im Mittelpunkt, usw. Bewusst waren typische touristische Punkte ausgeschlossen worden.

„AFS-Kulturabend“ trifft „AFS BIG BAND“ am 17.03.2016 18.30 Uhr im Forum

Nachdem der Kulturabend im letzten Jahr - “Theater im Theater“ - im Rahmen unseres Schuljubiläums nicht nur im Stadttheater stattfand sondern auch eine reine Theaterveranstaltung war, werden beim diesjährigen Kulturabend die musikalischen Beiträge überwiegen.

War es in früheren Jahren so, dass die AFS Big Band mit einigen Stücken jeweils den Abschluss des Kulturabends gestaltete und häufig nur wenig später ihr eigenes Konzert

„In A Big Band Hour“ gab, wird es in diesem Jahr, wie schon 2013 eine Kombination aus dem AFS-Kulturabend und einem größerem Auftritt der AFS BIGBAND sein.

Im ersten Teil des Programms wird neben unterschiedlichen Theaterpräsentationen und Beiträgen aller Bläserklassen auch unser neuer Chor „Young Voices“ seine Premiere haben. Auch werden wir eine Tanzpräsentation zu sehen bekommen die zwei Schülerpatinnen - Joelle und Lotta aus der 9d -mit Schülern der Klasse 5d im letzten Jahr erarbeitet haben.

Des weiteren präsentieren Nele Hülser und Adrian Jeschka ein Stück für Posaune und Klavier.

Der zweite Teil der Veranstaltung wird dann - wie schon oben erwähnt - von der AFS BIG BAND gestaltet.

Charleen Marie Sanni und Justus Wittop aus dem 11. Jahrgang werden den Abend moderieren.

Beginn der Veranstaltung wird um 18.30 Uhr sein.

Wir laden hiermit ganz herzlich zu diesem kulturellen Ereignis ein.

Klinik16Schülerprojekt der Anne-Frank-Gesamtschule im LWL-Klinikum für Psychiatrie Gütersloh

Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Erziehungswissenschaft (Jg. 13) der Anne Frank-Gesamtschule erhielten im Januar 2016 die Möglichkeit, das LWL-Klinikum Gütersloh mit den unterschiedlichen Fachabteilungen der Psychiatrie kennenzulernen.

Begrüßt wurden Kursleiterin Marita Kappler und ihre Schüler von der Pflegedirektorin Rita Elpers und der stellv. Pflegedirektorin Hedwig Rottmann. Die Gruppe wurde an den vier Praktikumstagen durch Krankenschwester Edith Mathmann begleitet.

Neben Vorträgen zu psychiatrischen Erkrankungen, Therapiemöglichkeiten, Entwicklungen in der Psychiatrie und Behandlungsangeboten erhielten die Oberstufenschüler durch Hospitationen Einblicke in die stationäre oder teilstationäre Behandlung auf den Psychiatrie-Stationen.

Der vierte Elternbrief steht nun auch online zur Verfügung.