Schuljahr 2014/2015

Abitur2015 1

Am 17. Juni war es für 73 Schülerinnen und Schüler der Jg.-Stufe 13 soweit: Sie beendeten erfolgreich ihr Dasein an der AFS, nahmen die Abiturzeugnisse in Empfang freuten sich auf den Abi-Ball am 27. Juni 2015, - und mit ihnen die Stufenleiterin Marita Kappler sowie die Jahrgangsleiter Katrin Bokeloh und Norbert Künzel. Und im 30 Jahr ihres Bestehens überschritt die Anne-Frank-Schule die Tausendergrenze: Sophie Krusch erhielt das 1000. Abiturzeugnis.

Bielefeld 1

16 Produktionen wurden während der diesjährigen Schultheaterwoche im Bielefelder Theater am Alten Markt aufgeführt, die vom Theater Bielefeld zum 13. Mal veranstaltet wurde.

Erstmals nahm auch der Theaterkurs (Jg. 12) der Anne-Frank-Schule mit seiner selbstverfassten tragischen Komödie „Die nackte Wahrheit“ an diesem Festival teil. „Die nackte Wahrheit“ greift ein neues, Sexting genanntes Problem der sogenannten neuen Medien auf und bestätigt Dürrenmatts Aussage von 1950: „Uns kommt nur noch die Komödie bei.“ In einer Zeit, in der allen verbindliche moralische Werte offensichtlich abhanden kommen, sind die Tragiken unserer Zeit nach Dürrenmatt nur noch als Komödie darstellbar. Dieser unverändert aktuellen Feststellung folgte der Theaterkurs in seiner Darstellung des Schicksals der Schülerin Lara, eines naiven, schutzlosen, hilfslosen Netzopfers.

Abschluss2015 1

Am Freitag entließ die Anne-Frank-Schule ihren 10er-Jahrgang, - und dieser hatte sich „We are Heroes“ als Wahlspruch gewählt: Johann Seel und Liam Poggengerd erläuterten als Jahrgangssprecher die Vorgeschichte des Mottos und betonten das im Jahrgang über die Jahre entstandene Gemeinschaftsgefühl und den Respekt aller gegen jeden und jedes für alle: heldenhaft. Zitate aus dem Tagebuch Anne Franks zwischen den einzelnen Programmteilen unterstrichen, dass sich die Stufe dem Leitziel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verpflichtet hat.

181 „Helden“ beendeten ihre Schulzeit, darunter 60 mit dem Q-Vermerk, der zum Besuch der gymnasialen Oberstufe berechtigt. Sichtlich stolz gratulierte die Stufenleiterin Dorothee Temme den Absolventen, erinnerte zugleich aber an die Mitwirkung der Eltern und Lehrer, denn „auch Helden brauchen ein Umfeld.“

Virus95Die letzte Schülerzeitung des Schuljahres 2014/15 ist erschienen. Der Verkauf findet von Dienstag, 16. Juni bis Freitag, 19. Juni statt, immer in den großen Pausen. 

Hier nun das Vorwort:

Liebe Schülerinnen, liebe Schüler,

die Sommerferien stehen kurz bevor. Um die lange Zeit sinnvoll überbrücken und nutzen zu können oder als Andenken an die alte Schule und die tolle Zeit dort, gibt es jetzt die letzte „Virus“ dieses Schuljahres – mit vielen spannenden Themen.

So könnt ihr einen Artikel über das geplante Freihandelsabkommen und den Haaranalyseskandal in Amerika lesen sowie ein Interview mit Maria Unger, die 21 Jahre unsere Bürgermeisterin war und im Herbst in den Ruhestand geht. Und ihr erfahrt auch, was ihr in den Ferien in Gütersloh unternehmen könnt.

In dieser Ausgabe erscheinen besonders viele Berichte aus dem Schulalltag, z.B. zu der Veranstaltung „Theater im Theater“ und dem tollen Konzert mit der Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano zusammen mit der „Mikrophon Mafia“.

Irgendwo in Deutschland, in der anheimelnden Atmosphäre bleicher Beton-fassaden einer Schule, deren Name nicht genannt werden soll, gerät Lara, eine eher schüchterne Schülerin, in eine Lage, die unseren fortschrittlichen Zeiten völlig angemessen ist, Lara aber völlig überfordert.

Auch Mitschüler, Lehrer, Mutter, ja gar die Polizei können nicht oder wollen nicht helfen. Wie so oft allerdings kommt beides zusammen, nicht können und nicht wollen.

Mit seiner selbstverfassten tragischen Komödie, in der selbstverständlich die klassischen Einheiten von Raum, Zeit und Handlung strengstens beachtet werden, greift der Literarturkurs ein aktuelles, gleichwohl höheren Ortes scheinbar völlig unterschätztes Problem auf, dem sich - oh Wunder - noch keine spezielle Didaktik angenommen hat:

Die Herrschaft der sozialen Netzwerke über den Menschen“,

und zeigt, wie berechtigt das bereits 1950 getroffene Verdikt des Altmeisters Friedrich Dürrenmatt ist: „Uns kommt nur noch die Komödie bei.“

Das Programmheft als Download.

Termine:

09. Juni 2015 um 19.30 - 21.00 im Forum der Anne-Frank-Schule (Freier Eintritt)

10. Juni 2015 um 10.00 - 11.30 im Forum der Anne-Frank-Schule (Geschlossene Vorstellung)

11. Juni 2015 um 13.30 - 15.00 im Theater am Alten Markt in Bielefeld

Big Band 1 29.5.15Einmal im Jahr gestaltet die AFS Big Band unter Leitung von Gudrun Pollmeier ein Konzert in der Schule und gibt einen Einblick in ihr Können. Anlässlich des 30jährigen Schulbestehens geriet es in diesem Jahr zu einem musikalischen Leckerbissen der besonderen Art, denn die 40 jungen Musiker aus den Jahrgängen 8-13 traten gemeinsam mit der Westfalen Big Band, einer professionellen Gruppe aus Beckum, unter Leitung von Werner Thome auf.

Gegründet 1992/1993 ist die AFS Big Band aus dem Schulleben, aber auch dem Kulturleben Güterslohs nicht mehr wegzudenken; so trat sie 2012 als erste Big Band im gerade neuen Theater auf. Schwerpunkte sind Stücke des Pop, Rock, Latin und Jazz im Big Band Sound.

Da trifft sich die Band musikalisch mit der Westfalen Big Band aus Beckum, bestehend aus 18 Instrumentalisten und einer Sängerin, die sich vor allem der Latin-Music, Pop-Oldies und Swing-Klassikern verpflichtet hat.

Auto15.1Aktion zur Verkehrserziehung im 5. Schuljahr AFS in Kooperation mit dem ADAC Verkehrssicherheitskreis Nordrhein-Westfalen e.V.

Zum zweiten Mal fand im 5. Schuljahr die Aktion „Achtung Auto!“ an der Anne-Frank-Schule statt. Das Programm trägt wesentlich dazu bei, Schülerinnen und Schüler - vor allem der fünften Jahrgangsstufe – kritische Situationen im alltäglichen Straßenverkehr zu verdeutlichen. Sie sollen Unfallgefahren erkennen und durch vorausschauendes Handeln richtig reagieren. In zwei Schulstunden hatten alle Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrganges die Gelegenheit, mit einem ausgebildeten Moderator des ADAC und mit ihrem Verkehrserzieher beziehungsweise Klassenlehrer reale Verkehrssituationen handlungsorientiert zu erleben. Die Kinder lernen vor allem praktische Übungen und Demonstrationen. Sie erleben den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Reaktionszeit und Bremsweg, auch in Abhängigkeit von verschiedenen Fahrbahnzuständen, und können so den Anhalteweg von Fußgängern und Fahrzeugen besser einschätzen.

kaenguruBereits zum 8. Mal nahmen Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule am Känguru-Wettbewerb teil. Fast 300 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 5 bis 10 stellten sich am 19. März der Herausforderung die etwas anderen Mathematikaufgaben zum Knobeln, Grübeln, Rechnen und Schätzen zu lösen. Dabei kam so mancher Schüler ganz schön ins Schwitzen, erwiesen sich einige der gestellten Aufgaben doch als besonders knifflig.

Bejerano 7.5.1530 Jahre Anne-Frank-Schule, deren Name symbolhaft das Schulprofil „Für Frieden und Verständigung, gegen Rassismus“ beinhaltet: Mit vielen einzelnenVeranstaltungen begeht die Schule dieses Jubiläum, - am Donnerstag mit einem Konzert Esther Bejaranos und der Microphone Mafia, „der einzigen Mafia, die man braucht“, so die Eigenwerbung der Gruppe.

Esther Bejarano ist in Gütersloh keine Unbekannte mehr. Als eine der letzten Überlebenden des Mädchen-Orchesters in Auschwitz, kämpft sie, inzwischen 90jährig, unermüdlich mit Wort und Musik gegen das Vergessen, für das Motto „Leben statt Krieg.“ 2007 nimmt eine deutsch-italienisch-türkische Hipp-Hopp Gruppe aus Köln-Flittard, die Microphone Mafia, mit ihr Kontakt auf, eine gemeinsame Arbeit entsteht: Widerstand gegen Unrecht und Rassismus mit einem Lächeln auf dem Gesicht, so nennen sie ihre modernisierte Erinnerungsarbeit.

Kulturabend 8.5.15(FahB) Zum 7. Mal seit 2009 veranstaltete die AFS unter Leitung von Stephan Paulus ihren „Kulturabend“. Wurde ansonsten das gesamte Spektrum kulturellen Schaffens vorgestellt, so stand dieser Abend nur im Zeichen des Sprech- und Tanztheaters. Folgerichtig war das Spektakel ins Stadttheater verlegt worden, eben Theater (der AFS) im richtigen Theater, - und die Akteure zeigten sich fast professionell dem „genio loci“ vollkommen gewachsen.

Gekonnt nahmen die Moderatoren Marius Krone (Jg. 11) und Charlotte Poppa (Jg. 12) das Publikum an die Hand und führten es durch die manchmal steilen Klippen der Darbietungen. Die Darstellen+Gestalten-Gruppe des zehnten Jahrgangs eröffnete mit „Liebeszeiten – Kriegszeiten“ und variierte traurig, wenngleich mit etwas Hoffnung auf bessere Zeiten das offenbar menschheitsbegleitende Dauerstigma „Liebe in den Zeiten des Krieges“, von der Antike bis Vietnam. Die Theaterklasse des 5. Jahrgangs, nach noch nicht einmal einem Jahr Theaterunterricht, brillierte mit zwei selbsterfundenen Stücken. „unsichtbar“ und „Wie war das noch einmal?“ – vermischten Sichtbares und Unsichtbares, Erinnern und Vergessen.

elefant1Am Montag, den 11. Mai machte sich die Klasse 5d gemeinsam mit ihren Klassenlehrerinnen Gudrun Hönemann und Gudrun Pollmeier auf den Weg nach Bielefeld-Einschlingen zur Orchesterfahrt. Dabei sollten eigentlich für die 27 Schüler der Bläserklasse „Best of Music“ die Proben für das erste große Konzert im Vordergrund stehen, doch ein Elefant hat dieses Unternehmen durchkreuzt.
Wie kam es dazu?