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„Wage zu denken!“ Kants Wahlspruch schmückt die Urkunde, die Golo Hanhart (Jg. 13) aus der Hand des Schulleiters Jörg Witteborg entgegennehmen konnte: Sein Essay im Rahmen des Landes- und Bundeswettbewerbs Philosophischer Essay wurde ausgezeichnet.

Jährlich wird seit 1999 unter Federführung der Bezirksregierung Münster dieser Wettbewerb durchgeführt. In der ersten Runde verfassen bundesweit über 1000 Schüler im Rahmen ihres Unterrichts einen Philosophischen Essay, wobei sie aus vier vorgegebenen Themata eines auswählen können.

Mehrere 100 Essays werden von den Philosophielehrern auf die Länderebene weitergeben. Nur 25 Teilnehmer umfasst dann die jährlich im Februar stattfindende Schlussrunde:, deren zwei Erstplatzierte Deutschland dann im Rahmen der Internationalen Philosophie-Olympiade, die 2017 in Rotterdam stattfindet, vertreten.

Aber auch bemerkenswerte Arbeiten der zweiten Runde werden ausgezeichnet. Eine dieser Auszeichnungen ging nun an Golo Hanhart, der sich kritisch auseinandersetzte mit Hannah-Arendt-Zitat „Auf die Frage nach dem Sinn von Politik gibt es eine so einfache und in sich so schlüssige Antwort, dass man meinen möchte, weitere Antworten erübrigten sich ganz und gar. Die Antwort lautet: Der Sinn von Politik ist Freiheit.“

„Wir führen die Schüler systematisch ab der Stufe 11 in die Textart „Philosophischer Essay“ ein“, so Dr. Bernward Fahlbusch, „und freuen uns natürlich, wenn unsere Schüler Erfolge haben.“ Auch sei das Format dieses Wettbewerbs dem Fach Philosophie besonders angemessen, denn philosophisches Denken unter dem Zeitdruck von Klausuren sei widersinnig. Leistungswillen fördern, statt Leistungsdruck erzeugen, heiße das Credo der Fachschaft Philosophie an der AFS.