6. Rom-Exkursion 

6. Rom-Exkursion 

(FahB) Seit 2009 findet im Rahmen der Latein-Ausbildung alle zwei Jahre für die Kurse 11/12 eine Exkursion nach Rom statt: Antikes, mittelalterliches, v.a. barockes, heutiges Rom werden in ihren Problemen und den dahinter stehenden historischen Fragestellungen vermittelt, – und akatholici erleben vertieftes Eindringen in die römisch-katholische Welt. Diesjährig war sogar der Papst in persona ipsa zu sehen. Die Begegnung mit der modernen italienischen Sprache macht jedem klar, dass diese Sprache eigentlich nur ein weiterentwickelter lateinischer Dialekt ist, indem Sprachentwicklungsgesetze aufgezeigt werden. Tief taucht der Schüler ein in die Grundlagen des heutigen Europa, nicht nur prägen unsere Lebensverhältnis aus römischer Zeit stammende Rechtsvorschriften, noch viel mehr prägt unsere Vergangenheit die Funktion des Papsttums, die aus Italien, sich in Rom bündelnden, stammenden kulturellen Impulse der Renaissance und des Barock, – und diese Prägungen sind bis heute in ihrer Wirkung nicht verebbt.

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Europatag an der AFS

Europatag an der AFS

Jedes Jahr um den 9. Mai feiern die Länder der Europäischen Union eine Woche lang die Gründung der EU, denn der 9. Mai gilt als der „Europatag“.

Schon seit Jahren beteiligen sich viele Schulen im Kreis Gütersloh und in ganz Europa mit Projekten am Programm der „Europawoche“ und in diesem Jahr haben auch wir erstmalig einen „Europatag“ gestaltet, und zwar durch die SchülerInnen der Klassen des 7. Jahrgangs.

In den ersten vier Stunden erarbeiteten die einzelnen Klassen verschiedene Projekte zum Thema „Europa“ deren Ergebnisse sie dann im Rahmen einer kleinen Feier in der 5. und 6. Stunde  im Forum vorstellten. Eingeladen zu dieser Feier waren auch die Eltern der SchülerInnen sowie als Ehrengast Frau Kammertöns von  „Europe direct“, dem Informationszentrum zum Thema im Kreis Gütersloh.

Zu Beginn eröffnete die Musiklasse die Feierstunde mit der eigens einstudierten  Eurovisionshymne „Te Deum Prelude“ und Auszügen aus der  offiziellen Europahymne, der „Ode an die Freude“.

Anschließend begrüßten Frau Peters und Frau Singil, die gemeinsam mit Frau Ehemann und Herrn Dabisch das Projekt vorbereitet hatten, die Anwesenden. Danach stellte sich  Frau Kammertöns den Gästen in einer kleinen Ansprache vor, in der sie die Bedeutung dieser Woche und der europäischen Gemeinschaft erläuterte. Da sie selbst aus Estland, einem der 28 Länder der EU, kommt, verdeutlichte sie uns anschaulich an ihrem persönlichen Beispiel, welche Möglichkeiten die EU ihr selbst und natürlich auch anderen Menschen eröffnet.

Nach den Begrüßungen wurden in einem ersten Block einige Ergebnisse präsentiert. SchülerInnen verschiedener Klassen zeigten allen Interessierten die zuvor entwickelten Plakate und erläuterten ihre Gedanken zu den unterschiedlichen Themen. Das Spektrum reichte hierbei von Themen wie Fußball-EM über Mode, Stierkampf, Familienfeste, Baudenkmäler bis hin zu invasiven Tierarten, die sich im Laufe der Jahre in Europa ausgebreitet haben.

Nebenbei und in der anschließenden Pause war es auch möglich, von den Kindern der 7e selbst gebackene Pizza oder Cantuccini sowie vom European Studies Kurs der Oberstufe angefertigte belgische Waffeln in der Teestube zu genießen. Parallel dazu wurde ein kleines Europaquiz angeboten, das von vielen Anwesenden gerne angenommen wurde.

Im zweiten Block wurden  dann die restlichen Projekte vorgestellt, z.B. die Ergebnisse des Theaterworkshops der 7C zum Thema „We are United“ .

Als Abschluss der Feier präsentierte die 7E ihr Projekt; sie hatte zu einer von Herrn Dabisch und Herrn Janßen-Müller vorbereiteten Musik Textbausteine für eine eigene Europahymne in fünf Sprachen geschrieben und trug das Ergebnis in einer Sprechcollage vor.

Alle Beteiligten empfanden diesen Projekttag als produktiv und gut gelungen, wenn auch noch kleine organisatorische Verbesserungen angeregt wurden. So wurde zum Beispiel festgestellt, dass es sinnvoller ist, den gesamten Vormittag an den Themen zu arbeiten und erst am Nachmittag zu präsentieren.

Die SchülerInnen haben motiviert gearbeitet und empfanden diesen Vormittag als gelungene Abwechslung zum Schulalltag. Sie erkannten aber – ebenso wie ihre LehrerInnen –  auch, dass ihre Kenntnisse zum Thema „Europa“ noch nicht sehr ausgeprägt sind.

Umso wichtiger ist es, den „Europatag“ in Zukunft regelmäßig an unserer Schule durchzuführen.

Ronja Kuhlmann, Jg. 10

 

Neues Forscher- und Entdeckerlabor im Schulgarten

Neues Forscher- und Entdeckerlabor im Schulgarten

Natur in der Schule – Schule in der Natur

Dank der Unterstützung und dem Engagement von Herrn Buddenberg und Frau Krause des Fachbereichs Grünflächen der Stadt Gütersloh bereichert seit letztem Monat ein sehr schön angelegtes Holzhaus unseren Schulgarten, das wir künftig als „Forscher- und Entdeckerlabor“ einrichten und nutzen wollen. So kommen wir unserer Idee von regelmäßigem Unterricht außerhalb des Klassenzimmers immer näher.

Nicht nur unsere MINT-Gruppen sollen davon profitieren, sondern es ist uns ein Anliegen Naturerfahrungen draußen für alle Schüler der Jahrgänge zu ermöglichen. Die Arbeit in und mit der Natur ist bei uns gezielt an bestimmten Stellen des Schulalltags verortet. Unser Ziel ist es, unseren Schülern ein tieferes Verständnis für Natur und über sie sowie einen nachhaltigeren Umgang mit ihr nahe zu bringen. In einer animierenden Lernumgebung können sie Pflanzen und Tiere beobachten, sammeln, untersuchen. Die Pflege und den Erhalt der Natur (er-)lernen, durch ausgewählte biologische Inhalte und die Anbindung an Fachprojekte wie Teich- und Bodenuntersuchungen“ problemorientierte, häufig selbstständig zu erarbeitende Inhalte behandeln. Das neue Haus bietet einen Ort an dem geforscht, untersucht, im Team getagt oder Bearbeitungen erledigt werden können.

Wie die Bilder zeigen haben unser Schüler große Freude am aktiven Tun und sind fleißig bei der Sache. Sie freuen sich sehr über das neue Haus im Garten. Das alte Haus wir gegenwärtig von einer Schüler- und Lehrer-Technikgruppe im Rahmen der MINT-Klasse und des Projektlernens renoviert.

Zudem haben mithilfe Unterstützung einiger Lehrkräfte engagierte Schüler mittlerweile einen  Lehm-Ofen gebaut. Bei Inbetriebnahme können Schüler Erfahrungen im Backen von Pizza oder Brot gewinnen.

Man sieht, wir sind auf verschiedenen Wegen unterwegs, um Natur und Schule so stark wie möglich miteinander zu verbinden

Elke Wenzel, Team „Schulgarten“

Miep Gies – ein Vorbild für uns alle

Viele von euch haben sicher schon einmal den Namen Miep Gies gehört, sei es, weil ihr im Unterricht über sie gesprochen, einen Film über Anne Frank gesehen oder gar das Tagebuch gelesen habt.

Miep Gies wurde vor allem deshalb bekannt, weil sie der Familie Frank und deren Freunden geholfen hat sich während der Zeit des Nationalsozialismus im Hinterhaus zu verstecken.

Ohne ihre Hilfe hätte Anne Frank niemals die Möglichkeit gehabt ihr heute weltberühmtes Tagebuch zu schreiben.

Vor etwa 30 Jahren hat in einer Feierstunde in der Sporthalle die Städtische Gesamtschule Gütersloh den Namen „Anne-Frank-Schule“ erhalten. Als Gast zu dieser Feier war Miep Gies persönlich eingeladen und hat den SchülerInnen sowie den LehrerInnen während der Namensgebungsfeier Auszüge aus ihrem Buch ”Meine Zeit mit Anne Frank” vorgelesen. Außerdem beantwortete sie ausführlich die Fragen, die SchülerInnen ihr zu ihrem Leben und zur Unterstützung der Familie Frank stellten. Aus diesem Besuch erwuchs zunächst eine sehr enge Freundschaft mit dem ehemaligen Schulleiter der Schule, Herrn Rolfes, sowie mit der Zeit eine enge Beziehung zwischen ihr und der Schulgemeinde.

Für alle, die mehr über diese mutige Frau wissen wollen, gibt es gute Nachrichten! Initiiert durch Herrn Stienen, einen Lehrer unserer Schule und unterstützt durch weitere engagierte LehrerInnen und den Projektkurs des 12. Jahrgangs “Errinnern für die Zukunft”, dem ich auch angehöre, wird es am 06.07.2018 eine ganz besondere Veranstaltung geben:

An diesem Termin wird nämlich der bisher unbenannte Weg zwischen der Sporthalle und der Bundesstraße den Namen „Miep-Gies-Weg” erhalten, nachdem der Kulturausschuss der Stadt Gütersloh dem Anliegen der Schule einstimmig zugestimmt hat.

Anlässig der Umbenennung wird es an diesem Tag zunächst eine Feierstunde im Forum geben und danach erfolgt die offizielle Kennzeichnung des Weges mit einem Straßenschild. Auch wird (für alle Neugierigen und Interessierten unter euch) eine vom Arbeitskreis extra entworfene Tafel aufgestellt. Sie enthält Informationen und Bilder zur Person und zum Wirken von Miep Gies. Hierbei soll vor allem auch die Beziehung zwischen Miep Gies und Anne Frank deutlich gemacht und somit die Verbundung zur Schule hergestellt werden.

Mittlerweile gibt es schon drei Links zu Miep Gies auf unserer neuen Schulhomepage. Informationen zur Benennung des Weges sowie das neue Schild werden dann natürlich auch online zu finden sein.

Wir hoffen, dass dieses Ereignis von euch positiv aufgenommen und mit großer Freude und Dankbarkeit begrüßt wird. Natürlich hoffen wir auch, dass ihr uns dabei, so gut ihr könnt, unterstützt und das Projekt befürwortet.

Und an alle jüngeren Leserinnen und Leser: Vergesst nicht, dass das Erinnern an diese Geschichte und deren Weitererzählen für uns alle bedeutend und Mahnung für die Zukunft ist.

Vielen Dank für euer Interesse.

Dimosthenis Koutsakis, Jg. 12

Aufstand der Teenager

Aufstand der Teenager

Nach einem Schulmassaker mit 17 Toten in Parkland demonstrierten tausende Menschen in Florida und anderen Städten der USA  für schärfere Waffengesetze.

Besonders bemerkenswert ist es, dass es Jugendliche waren,  die den Protest gegen das amerikanische Waffengesetz anführten. Jugendliche aller Altersstufen legten sich auf das Straßenpflaster vor dem Weißen Haus und bewegten sich nicht – ein sogenanntes „Die In“ gegen die Waffengesetze. Sie wollten etwas gegen den freizügigen Gebrauch von Waffen tun, denn auch im Leben von Kindern gehören Pistolen und Gewehre leider zum Alltag.

Seit Anfang des Jahres gab es 18 Schießereien an Schulen in den USA. Viele Schüler wollten angesichts der jungen Toten nicht länger schweigen. Sie  fühlen sich nicht mehr sicher an ihren Schulen. Schüler aus verschiedenen Schulen veranstalteten mehrere Aktionen, um eine umfangreiche Diskussion der Waffengesetze und deren Änderung zu erreichen.

So sind z.B. bei den sogenannten „Walkouts“ unter dem Motto „Enough“ für 17 Minuten alle Schüler aus dem Unterricht gegangen, um der 17 Opfer in Parkland zu gedenken. Organisiert wurde diese Aktion von „Empower“, der Jugendabteilung der Vereinigung, die auch große Frauenmärsche (Women’s March) in Amerika organisiert. Insgesamt wurden 3136 „Walkouts“ bei der Organisation angemeldet.

Die amerikanische Regierung hat derweil versucht, mit kleinen Schritten auf die Jugendlichen zuzugehen. So wurde in Florida das Mindestalter für den Waffenkauf von 18 auf 21 Jahren angehoben.

Aber auch wenn sie durch ihre Aktionen einen Schritt weitergekommen sind, geben die Schüler nicht auf und kämpfen weiterhin für strengere Waffengesetze, die ihnen ein Stück Sicherheit bringen.

Kein Schüler sollte sich jeden Tag fürchten in die Schule zugehen. Wenn die Sicherheit fehlt, besteht das Leben nur aus der Angst. Es ist schon tragisch genug, dass in so weniger Zeit 18 Schießereien stattfanden und eine Vielzahl an jungen Menschen ihr Leben lassen mussten.

Die amerikanische Regierung sollte die Gesetze endlich ändern, denn Waffen sollten nicht zum Alltag von Kindern und Jugendlichen gehören. Jeder hat das Recht auf Sicherheit und ein angstfreies Leben.

Nicole Faut, Jg. 11