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Am 18. Juni erscheint nach 34 Jahren die letzte Schülerzeitung unter der Leitung von Frau Hinrichs

Coronabedingt kann auch diese Ausgabe nur durch Vorbestellung (beate.hinrichs@afs-gt.de) erworben werden, und zwar bis Montag, den 14. Juni. Verteilt wird sie gegen einen Beitrag von 50 Cent (bitte Kleingeld bereithalten) ab dem 18. Juni durch Frau Hinrichs oder Redaktionsmitglieder. Bitte gebt/geben Sie bei der Vorbestellung die Klasse an.
Und hier noch ein Hinweis: Einige der Texte erscheinen zusätzlich in der nächsten Ausgabe der GT-Info.

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Politik und Gesellschaft
Der Sinn in der Sinnlosigkeit
Wenn Fakten mit Meinungen gleichgesetzt werden
Ein kleiner Wald mit großer Bedeutung
“UnVerlpackt” – Einkaufen geht auch verpackungsfrei
Impfen – ja bitte
Milliardengeschäft Fußball
Warum Fußball, wenn doch alles geschlossen ist?
Die Pelzindustrie in Deutschland
Glücksspiel in Deutschland

Aus dem Schulalltag
Abschied nach 34 Jahren VIRUS
Die AFS soll grüner werden
Der ökologische Fußabdruck der AFS
Die AFS als Europaschule

Psychotest

Wie nachhaltig ist Dein Leben?

Verschiedenes
Blockchain — Das Update für das Internet
Buchtipp: “Mein Sommer auf dem Mond”

Abschied nach 34 Jahren „Virus“

Jede/r an unserer Schule hat bestimmt schon einmal etwas von Frau Hinrichs gehört, denn sie leitet seit 34 Jahren die Redaktion unserer Schülerzeitung. Ich habe ein Gespräch mit ihr geführt und erfahren, wie alles angefangen hat und wie es jetzt weitergeht.

Als Frau Hinrichs 1987 an unserer Schule kam, wurde sie von den SchülerInnen zur SV-Lehrerin gewählt. Und sie war erst vier Wochen an unserer Schule, als die damalige SV sich eine Schülerzeitung wünschte und Frau Hinrichs fragte, ob sie diese zusammen mit ihnen entwickeln könnte. Sie wusste zwar nicht wirklich, was dazu alles nötig war, machte sich aber gemeinsam mit den SchülerInnen, von denen die ältesten übrigens damals erst in der siebten Klasse waren, an die Arbeit.
Zunächst hieß die Zeitung noch „West Side Story“, aber schon nach einem Jahr gefiel den Jugendlichen der Name nicht mehr und die Zeitung wurde nach vielen Diskussionen in „Virus“ umbenannt – und so heißt sie auch heute noch.
In den vergangenen 34 Jahren leitete Frau Hinrichs ungefähr 1200 Redaktionssitzungen, half mit beim Layout von 111 Zeitungen und betreute mehr als 150, wenn nicht sogar 200 RedakteurInnen.

Am meisten hat ihr an ihrer Arbeit gefallen, dass sie immer wieder neue nette und engagierte SchülerInnen kennen gelernt hat, mit denen sie interessante Gespräche über die verschiedensten Themen führen konnte, bei denen sie viel dazu gelernt hat. Auffällig sei gewesen, dass sich die Themenbereiche und Interessen der Jugendlichen in bestimmten Wellen geändert hätten. So sei in den 80iger-Jahren der Umweltschutz sehr wichtig gewesen, später hätten andere Themen im Fokus gestanden und jetzt sei Klimaschutz wieder von großer Bedeutung.
Es sei der Redaktion immer wichtig gewesen, sich kritisch mit gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzten; manche Texte wie ein Artikel über eine Pelztierfarm seien so brisant gewesen, dass Frau Hinrichs bei der Schulleitung um Erlaubnis fragen musste, ob diese veröffentlicht werden durften.

Frau Hinrichs wird die Schule jetzt verlassen, doch die „Virus“ bleibt weiterhin bestehen, denn mit Herrn Flöper hat sie einen engagierten Nachfolger gefunden, der die Arbeit der Redaktion auch in den letzten Jahren schon durch die Verknüpfung mit der Homepage und mit Facebook unterstützt hat.

Zum Schluss des Gesprächs sagte Frau Hinrichs, dass es eine sehr tolle Zeit war, die unglaublich schnell vergangen ist. Sie hätte nie gedacht, dass aus der spontanen, verrückten Idee, eine Schülerzeitung zu machen, ohne davon die geringste Ahnung zu haben, fast 35 Jahre Redaktionsarbeit werden würden.
Sie freut sich, dass die Zeitung weiterhin erhalten bleibt und sie diese weiterhin verfolgen kann, als Printausgabe oder als Online-Medium.

Text: Alexandra Wlasnew, Jg. 10
Foto: Fabian Flöper