Seite wählen

Hidden Classics, die Schülerinnenfirma der Anne-Frank-Schule, stellt Willkommensbeutel für neue Mitschülerinnen aus der Ukraine zusammen

11 Schüler*innen der Q2 bilden die Belegschaft der Schülerfirma „Hidden Classics“. Von der Finanzabteilung über die Einkaufsabteilung, den Vertrieb bis zum Design funktioniert hier alles genau wie in einem echten Unternehmen.

Die Geschäftsidee der Firma besteht darin, Schulkleidung für die Anne-Frank-Schule zu produzieren. Hoodys, Polos, T-Shirts und Sweat-Shirts wurden nach Markterkundungen in das Programm aufgenommen. Die Kleidung soll die Schule repräsentieren und gleichermaßen für Schüler*innen und das Kollegium den Zusammenhalt stärken.
Es entwickelte sich so ein Merchandise Geschäft mit einem besonderen Design. Dies verweist auf Anne Frank und ihre Geschichte. Vorne sieht man das „AFS“ Logo, der Druck auf dem Rücken zeigt ein Bücherregal. Es steht für das Regal, welches den Eingang zu dem Hinterhaus verbarg, in welchem Anne Frank sich zwei Jahre vor den Nationalsozialisten versteckte.

Nachdem infolge des Krieges gegen die Ukraine viele Geflüchtete auch die AFS besuchen, entstand bei Hidden Classics die Idee, Willkommenspakete für die neuen Mitschüler*innen zu organisieren.
Die Mitarbeitenden ließen Turnbeutel mit dem AFS-Logo drucken und füllten diese mit allem, was für den Schulstart notwendig ist: Schreibutensilien, Mappen, Farbkästen, Brotdosen und Trinkflaschen.

Die Finanzierung übernahm die Schulleitung und so lobte Jan Rüter, Schulleiter der AFS, bei der Übergabe der Beutel ausdrücklich die neue Geschäftsidee von Hidden Classics. Selbstverständlich trug er zu diesem Anlass ein von Hidden Classics produziertes Polo-Shirt.

Perspektiven – Fotografiekurs (Literatur/Medien)

Foto: Noel Toma

In der Q 1 unserer Oberstufe bieten wir traditionell einen Kurs „Literatur/Medien -analoge Fotografie“ an. Wie schon im Vorjahr konnten wir jedoch unter den Corona-Bedingungen in diesem Schuljahr 2021/22 die engen Räumlichkeiten des Fotolabors nicht nutzen und mussten digital fotografieren.

Foto: Alexander Rodschenko

Der Kurs begann mit der Auseinandersetzung mit Werken bekannter Fotokünstler, die ein breites Spektrum der modernen und historischen Fotografie abdecken. In dieser Phase schärften die Teilnehmer ihren Blick für die künstlerische Gestaltung von Fotos und entwickelten ein Qualitätsbewusstsein für gute Fotos.

Foto: Sebastiao Salgado

Die inhaltliche und gestalterische Breite der im Kurs besprochenen Fotos brachte die Teilnehmer auf eine Fülle an Ideen für die eigene Praxis, machte es aber ausgesprochen schwierig, sich auf ein gemeinsames Thema zu verständigen.
Ein Begriff tauchte immer wieder auf: Perspektive / Perspektiven hatten wir bei der Betrachtung verschiedener Künstler immer wieder diskutiert: A. Rodschenko, D. Hockney, A. Gursky, S. Salgado u.v.a.m.

Perspektive meint zunächst einmal den Blickwinkel des Betrachters auf ein beobachtetes, gemaltes, fotografiertes Objekt, eine Landschaft, …….

„Perspektive (von lateinisch perspicere, hindurchsehen, hindurchblicken‘) bezeichnet die räumlichen, insbesondere linearen Verhältnisse von Objekten im Raum: das Abstandsverhältnis von Objekten im Raum in Bezug auf den Standort des Betrachters. Damit ist die Perspektive stets an den Ort des Betrachters gebunden und kann nur durch Veränderung der Orte der Objekte und des Betrachters im Raum verändert werden.“ (Wikipedia)

Foto: Andreas Gursky

Schnell wurde der Begriff erweitert im Sinne des philosophischen Perspektivismus, der die Wirklichkeit abhängig von Standpunkt, Befindlichkeit, Lebensbedingungen, Gewohnheiten, Erfahrungen, Gefühlen, Herkunft, Alter, kognitiver Entwicklung, Gedanken, Wissensstand, Bildung, Gesundheit, Werten und Normen, kulturellem Hintergrund, … des betrachtenden Individuums sieht.

Foto: David Hockney

In der praktischen Umsetzung des gewählten Themas tendierten dann viele Schüler*innen dazu, alltägliche und banale Objekte der physischen Welt so zu fotografieren, dass sie uns neu, ungewohnt und manchmal fast abstrakt erscheinen.

Foto: Laszlo Moholy-Nagy

Text: WeyG

Einen Ausschnitt der Schüler*innen-Ergebnisse bekommen Sie mit einem Klick auf die Namen.

Praktikumsausstellung einmal anders

Nach den Osterferien haben unsere Schüler*innen des neunten Jahrgangs ihr Praktikum absolviert und währenddessen viele interessante und spannende Eindrücke erlebt. Diese haben sie in den Nachbereitungstagen erstmals in digitaler Form zusammengestellt.

Viel Spaß beim Hören, Schauen, …

Katharina Heikel

Mila und Celina stellen den Beruf von Anwält*innen vor.

Die Präsentationen der Schüler*innen in einer Bildergalerie:

Aktion zur Verkehrserziehung im 5. Schuljahr – AFS in Kooperation mit dem ADAC Verkehrssicherheitskreis Nordrhein-Westfalen e.V. „Achtung Auto!“

Zum siebenten Mal fand im 5. Schuljahr die Aktion „Achtung Auto!“ an der Anne-Frank-Schule statt (01. Bis 03. Juni 2022). Das Programm trägt wesentlich dazu bei, Schülerinnen und Schüler – vor allem der fünften Jahrgangsstufe – kritische Situationen im alltäglichen Straßenverkehr zu verdeutlichen. Sie sollen Unfallgefahren erkennen und durch vorausschauendes Handeln richtig reagieren. In zwei Schulstunden hatten alle Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrganges die Gelegenheit, mit einem ausgebildeten Moderator des ADAC und mit ihrem Verkehrserzieher beziehungsweise Klassenlehrer reale Verkehrssituationen handlungsorientiert zu erleben.

Die Kinder lernen vor allem praktische Übungen und Demonstrationen. Sie erleben den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Reaktionszeit und Bremsweg, auch in Abhängigkeit von verschiedenen Fahrbahnzuständen, und können so den Anhalteweg von Fußgängern und Fahrzeugen besser einschätzen.

Die Aktion „Achtung Auto“ wird mit finanzieller Unterstützung der „ADAC Stiftung“ und „Ein Herz für Kinder“ durchgeführt. Pro Jahr nehmen an diesem Programm bundesweit rund 180.000 Schülerinnen und Schüler teil.

Besonderer Dank gilt dem Moderator Herrn Lehmann vom ADAC, der mit viel Engagement den Schülerinnen und Schülern die theoretischen und praktischen Lerninhalte vermittelte. Ebenfalls danken möchten wir Herrn Poggengerd von der Polizei, der die Aktion tatkräftig unterstützte und zudem die Straße zeitweise absicherte. Außerdem danken wir den Sponsoren für diese kostenlose Aktion, die wir gerne auch im nächsten Schuljahr wieder durchführen möchten.

Text: Michael Koschmieder

Musikalisches Statement zum Ukraine-Konflikt in Anlehnung an Karlheinz Stockhausens Hymnen

Lerngruppeninternes Interview zum Entstehungsprozess:

Frage: Was soll das Stück überhaupt darstellen?

Antwort: Das Stück stellt eine Vertonung des russischen Überfalls auf die friedliche Ukraine dar. Bei der Erstellung des Stücks hat unsere Gruppe versucht den Verlauf beziehungsweise die voranschreitende Eskalation des Konfliktes in Musik zu fassen.

Frage: Wie habt ihr die Eskalation des Konfliktes genau dargestellt?

Antwort: Zunächst haben wir die initialen Nachrichtenberichte, über die russische Invasion der Ukraine, verschiedenster europäischer Länder ertönen lassen und mit voranschreitender Zeit immer mehr eingefügt, sodass sich ein Chor aus Nachrichten bildet. Dies soll vermitteln, wie die Nachricht des Krieges nach und nach den gesamten europäischen Kontinent erreicht und diesen erschüttert. Die Nachrichten werden anschließend von den Kriegsgeräuschen, wie Sirenen und Bombeneinschlägen, gefolgt, welche die Bürger der Ukraine leider tagtäglich hören müssen.

Frage: Wie stellt ihr die beiden Kriegsparteien in eurem Stück dar?

Antwort: Wir haben versucht, die Ukraine als friedliches und idyllisches Land darzustellen, indem wir die ukrainische Nationalhymne zu Beginn des Stücks abspielen und diese mit Vogelgesängen untermalen. Im Gegensatz dazu haben wir die russische Nationalhymne an das Ende des Stücks gelegt, diese verzerrt und mit dem Abfeuern von Raketen unterlegt, um den Aggressor des Konflikts klar darzustellen.

Frage: Wie seid ihr überhaupt auf die Idee gekommen, den Überfall auf die Ukraine auf diese Art zu vertonen?

Antwort: Bevor wir unser Stück erstellt haben, hatten wir zuvor, im Musikunterricht, eine ähnliche Bearbeitung und Verzerrung der deutschen Nationalhymne, in Bezug auf den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg, analysiert und da der Überfall auf die Ukraine eine ähnlich schreckliche Situation, aber deutlich aktueller Situation ist, bot es sich an diesen auf die gleiche Weise darzustellen, um den Horror dieses Krieges in Musik zu fassen. Natürlich ging es uns auch darum ein Zeichen gegen diesen verwerflichen Angriffskrieg und die Zerstörung, die dieser mit sich bringt zu setzen.

Frage: Warum endet das Stück so abrupt?

Aus jetziger Sichtweise erscheint ein baldiges Ende des Konflikts leider als unwahrscheinlich und wir wollten uns nicht anmaßen, ein Ende für einen Konflikt zu vertonen, der noch lange nicht entschieden ist. Wir hoffen natürlich dennoch, dass wir eines Tages auf das Stück zurückschauen und uns das Ende als erneut friedlich spielende Nationalhymne der Ukraine vorstellen können.

Betreuender Lehrer: Adam Gal