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Die Glocke: „Schüler üben an Kochbuch Firmengründung“

Gütersloh (dop) –  Früh übt sich, wer ein Unternehmer sein will. Erstmals hat es im zwölften Jahrgang der Gütersloher Anne-Frank-Schule einen Projektkursus im Fach Sozialwissenschaften gegeben. Unter der Leitung von Lehrerin Dagmar Klein probten 13 Schüler Firmengründung und Projektentwicklung, klärten Finanz-, Marketing- und Vertriebsfragen.

„Amazing Food Styles“: Das Kochbuch ist im ersten Projektkursus der Anne-Frank-Gesamtschule im Fach Sozialwissenschaften entstanden. Anna Kötter, die Allrounderin im Team, präsentiert das Kochbuch mit 150 Rezepten.
 Bild: Pieper

Und weil das herzustellende Produkt auch etwas mit der Schule und der Vielfalt der dortigen Schüler aus den unterschiedlichen Nationen zu tun haben sollte, war – passend zu den Initialen der Bildungseinrichtung – die Idee zu „Amazing Food Styles“ geboren: ein Kochbuch.

150 Rezepte auf 194 Seiten

„Allein die 13 Mitglieder unserer Gruppe im Sowi-Kursus rekrutieren sich schon aus sieben Staaten, darunter Russland, Polen und diversen arabischen Ländern“, erklärt Anna Kötter, die als sogenannte Allrounderin in den verschiedenen Sparten mitgearbeitet hat. Drei Monate lang sind sie und ihre Mitstreiter bei Mitschülern, Lehrern und Eltern auf Rezeptsuche gegangen. Am Ende kamen 150 zusammen, die nun auf 194 Seiten aufbereitet, in den Kategorien Backen, Kochen und Süßspeisen unterteilt und mit manchem Foto versehen als gebundenes Kochbuch vorliegen. Von angebratenen süßsauren Garnelen nach vietnamesischer Art über Indien Chicken mit Pfirsich und Ananas sowie „Hackos und Knister“ (Mett mit Kartoffeln) bis hin zu Käsekuchen ohne Boden und Holunderbeersuppe ist so manche Überraschung dabei. Nicht fehlen dürfen die Lieblingsrezepte. Selbst Schulleiter Jan Rüter steuerte eines bei und verriet seine Lieblingspizza.

Anteilsscheine und Vorbestellungen

Wie man Geld für die Buchherstellung bekommt, das lernten die Schüler in Kooperation mit der Organisation Junior, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, bei Schülern das Interesse an Wirtschaft zu wecken und altersgemäß passgenaue Programme für junge Existenzgründer anbietet. „Wir haben in der Schule und bei unseren Eltern Anteilsscheine verkauft und Gelder durch Vorbestellungen akquiriert“, listet Anna auf. Das füllte die Kasse und deckte die Druckkosten der 250er-Auflage, in der das Kochbuch erschienen ist.

Jungunternehmer bieten Lieferservice

Pech nur, dass das Coronavirus einen Strich durch den Verkaufsstart gemacht hat. Der sollte am Tag der offenen Tür in der Anne-Frank-Schule sein. Davon lassen sich die jungen Firmengründer aber nicht abhalten, ihr Produkt zu vermarkten. „Das Buch kann per E-Mail unter amazingfoodstyles@gmail.com oder über unseren Instagram-Account (amazing.food.styles) für 12 Euro geordert werden. 14 Euro kostet das Kochbuch, wenn es gebracht werden soll. Denn auch einen Lieferservice haben die Jungunternehmer mittlerweile organisiert. „Der macht eigentlich am meisten Spaß, weil es toll ist zu sehen, wie sehr sich die Leute freuen, wenn sie das Buch in Händen halten“, sagt Anna Köster. Und das tun sie ganz unabhängig davon, ob sie selbst ein Rezept beigesteuert haben oder nicht.

Aus: https://www.die-glocke.de/lokalnachrichten/kreisguetersloh/Schueler-ueben-an-Kochbuch-Firmengruendung–cbabebe3-bab8-41b2-9a08-f57245bd509b-ds

Katalanische und deutsche Jugendliche möchten gemeinsam Verantwortung übernehmen

„Verantwortung für mich, dich und Europa“ war das Thema des diesjährigen deutsch-katalanischen Jugendbegegungungsprojektes des Droste-Hauses in Verl. Zu diesem Thema haben sich 15 Schüler*innen der Anne-Frank Gesamtschule aus Gütersloh bereits am  12. Februar 2020 haben mit der Lehrerin Oksan Singil und der pädagogischen Mitarbeiterin des Droste-Hauses Anne Schulte für den ersten Teil des Projektes auf den Weg nach Sant Celoni in Spanien gemacht.

Bei der ersten Begegnung in Katalonien haben sich die katalanischen und deutschen Jugendlichen mit der Frage auseinandergesetzt, in welchen Bereichen sie als Jugendliche Verantwortung übernehmen können. Dabei haben die deutschen Jugendlichen gemerkt, dass Traditionen und Bräuche in Katalonien immer noch eine sehr wichtige Rolle spielen und durften zwei davon selbst einmal ausprobieren und erleben: Den Ball des Gitanes, einem katalanischen Volkstanz, der sich in jedem Dorf z.B. in der Ausführung und in den Trachten unterscheidet und die Festumzüge mit den populären Figuren der Gigantes  und Cabezudos. Die Jugendlichen haben dazu die Werkstatt Sarandaca in Granollers besucht, in der in alter Familientradition die riesigen Figuren für die Umzüge hergestellt werden und durften anschließend einen eigenen kleinen Straßenumzug nachspielen.

Ein weiteres Highlight im Programm war der Besuch der Kooperative „La Fageda“ in der Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten. In dem nicht kommerziellen Betrieb werden Milchprodukte und Marmeladen hergestellt unter dem Einsatz innovativer Methoden, wie z.B. Klassische Musik und Massagerollen für die Kühe während des Melkens. 

Während des Aufenthaltes in Spanien haben die Jugendlichen aus dem Kreis Gütersloh in Gastfamilien in kleinen Städten in und um Sant Celoni in der Nähe von Barcelona am Fuße des landschaftliches wunderschönen Gebirges Montseny verbracht und dort die Gelegenheit bekommen, tolle Einblicke in den authentischen Familienalltag, die Traditionen und die Essgewohnheiten der Katalanen zu bekommen und natürlich die Gelegenheit, sich von der herzlichen Gastfreundschaft der Katalanen selbst zu überzeugen.

Als Zeichen der Freundschaft und auch als Ausgleich des ökologischen Fußabdrucks haben die Jugendlichen gemeinsam mit den Gastfamilien einen Baum und verschiedene Blumen im Garten der Schule Institut Baix Montseny gepflanzt. Die Jugendlichen möchten aktuell in Zeiten von Fridays For Future natürlich insbesondere im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes Verantwortung übernehmen und haben gemerkt, dass das Wissen über einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen in den beiden Ländern derzeit noch sehr unterschiedlich ist.

Der WDR berichtet über die neue Lernkultur an der AFS

Der WDR war heute zu Gast an unserer Schule und filmte die 5. Klasse beim gemeinsamen Anfang und im Lernbüro Mathematik. Schüler*innen äußerten in Interviews ihre Meinung zur neuen Lernkultur und Kolleg*innen erläuterten ihre neue Rolle als Lernbegleiter. Herr Rüter gab dem ganzen einen Rahmen, indem er erklärte, warum das Konzept gerade für unsere Schule Vorteile bei der individuellen Förderung aufweise. 

Der ganze Beitrag kann unter folgendem Link angesehen werden: 

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-ostwestfalen-lippe/video-lernbueros-statt-klassenzimmer-100.html oder HIER!