Nach erfolgreichem Casting Probenstart der AFS Young Voices

Jeden Dienstag in der Mittagspause kommen rund 35 Kinder der Jahrgangsstufen 5 und 6 im Forum der Schule zusammen, um im neuen Chor – den AFS Young Voices – zu singen.

Alle Kinder hatten sich zuvor in einem Casting für die Teilnahme am Chor qualifiziert. Bereits Anfang November hatten sich rund 50 Kinder der beiden Jahrgänge 5 und 6 zum Vorsingen angemeldet, um hier ihre musikalischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Wie bei den bekannten Casting-Shows aus dem Fernsehen mussten alle Teilnehmer einen vorbereiteten Song vortragen und die Jury von ihrer stimmlichen Treffsicherheit überzeugen. Eine Prise Nervosität war bei allen zu spüren. Umso größer war die Erleichterung bei den Jungen und Mädchen, die nach dem Casting eine Einladung zum Chor in den Händen hielten.
Seitdem erarbeiten die jungen Nachwuchssängerinnen und -sänger verschiedene internationale Songs und Lieder. Mit Michael Jacksons „Earth Song“ oder dem Hit „Lieblingsmensch“ stehen Klassiker und aktuelle Songs auf dem Probenplan. Daneben erhalten die Kinder Stimmbildung und Tipps um den richtigen Ton zu treffen. Die AFS Young Voices und ihr Leiter Herr Janßen-Müller freuen sich auf ihren ersten Auftritt beim Kulturabend am Donnerstag, 17.03.2016, zu dem alle Schülerinnen und Schüler, Eltern und Freunde herzlich eingeladen sind!

Das Aufnahmeverfahren für Jahrgang 5 ist beendet

Das Aufnahmeverfahren für den neuen Jahrgang 5 ist mittlerweile abgeschlossen. Für beide Gesamtschulen der Stadt Gütersloh galt ein identischer Aufnahmezeitraum.
Auch in diesem Jahr sind an der Anne Frank-Gesamtschule wieder mehr Anmeldungen für den neuen Jahrgang 5 als zur Verfügung stehende Plätze eingegangen.

Daher können wieder nicht alle Aufnahmewünsche erfüllt werden und müssen Kinder leider abgelehnt werden. Dieses gilt auch für Kinder, die an der anderen Gesamtschule keinen Platz gefunden haben.
Für das uns entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich.

Das Anmeldeverfahren für die Einführungsphase (Jahrgang 11) der gymnasialen Oberstufe beginnt am Montag, 15.02.2016 und endet am Mittwoch, 17.02.2016.

Flüchtlinge in der Sporthalle – VIRUS-Interview mit dem Schulleiter

Herr Witteborg, wie schätzen Sie denn die derzeitige Situation um die Flüchtlinge in Gütersloh ein?

Wie wir ja mittlerweile alle wissen, hat uns die Stadt Gütersloh mitgeteilt, dass unsere Schule neben der Janusz-Korczak-Schule zur Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehen ist.
Wir haben immer gesagt, dass Schule nicht ein geeigneter Raum zur Unterbringung von Flüchtlingen ist.
Aber wir haben auch gesagt, wenn draußen vor der Tür Menschen stehen, die vor Krieg und Gewalt geflüchtet sind und kein Dach über den Kopf haben, dann vernageln wir nicht unsere Tür. Dieses hat auch die Schulkonferenz unserer Schule so beschlossen.

Wie wird denn der Sportunterricht zukünftig organisiert werden, wenn tatsächlich unsere Sporthalle für die Unterbringung für Flüchtlinge von der Stadt benötigt werden sollte?

Die Sporthalle ist momentan im Blick der Stadt. Da haben wir für den Fall der Fälle schon vieles geregelt, falls es tatsächlich zu einer Belegung kommt. Der Sportunterricht wird zu großen Teilen in einer Sporthalle des Städtischen Gymnasiums stattfinden. Die Schulen in der Innenstadt sind bereit gewesen, ihren Sportunterricht zu kürzen, so dass wir die Sporthalle komplett zur Verfügung haben werden. Wir werden dann in einem Pendelbus mit den einzelnen Klassen dort hinfahren.

Welche weiteren Auswirkungen wird es für die Schule geben, zum Beispiel auf dem Schulhof oder in der Mensa?

Die Mensa wird nach meinem Kenntnisstand davon nicht betroffen sein. Die Verpflegung der Flüchtlinge, die in der Sporthalle leben, findet an einer anderen Stelle statt. Das ist auch bei den anderen betroffenen Sporthallen bisher so gewesen.
Wir wissen, dass die Sporthalle ja direkt auf dem Schulgelände liegt. Die Frage, wie dort die Abläufe organisiert werden können, werden wir mit der Stadt genau besprechen.

Wissen Sie etwas über die Dauer des Aufenthaltes?
Nicht genau, aber die Stadt hat bisher gesagt, dass wir, wenn es zu einer Belegung kommt, den Herbstbeginn beziehungsweise vielleicht eine Zeit bis November vorsehen müssen.

Wie können wir Schüler und Schülerinnen auf den Aufenthalt der Flüchtlinge vorbereitet werden?

Das ist eine ganz wichtige und mitentscheidende Frage: Wie bereiten wir uns alle darauf vor? Zurzeit bilden wir eine Arbeitsgruppe aus Lehrkräften, aus Schülerinnen und Schülern aus der SV und auch aus der Elternvertretung. Diese Arbeitsgruppe soll dann gemeinsam einen Plan erstellen, wie wir uns auf diesen Aufenthalt vorbereiten können und Konzepte für den gemeinsamen Umgang miteinander entwickeln und diese dann auch umsetzen.
Aber ganz konkret kann man ja auch sagen, es werden nicht 120 Flüchtlinge auf einmal in die Sporthalle ziehen. Da wird es wichtig sein, gleich zu den ersten von ihnen Kontakt aufzunehmen, sie z.B. in den Unterricht einzuladen, um mit ihnen über die beidseitigen Interessen ins Gespräch zu kommen.
Von ihrem Leben und ihren Schicksalen zu erfahren, wird ein persönliches Kennenlernen erleichtern und beiden Seiten die Chance geben, gut miteinander umzugehen.

Wie können denn wir Schüler und Eltern weiterhin eingebunden werden?
Ich denke, dass wir wirklich versuchen müssen, gemeinsam einen Plan zu entwickeln und dann auch schauen müssen, was wir in den einzelnen Klassen tun können. Wir müssen uns zum Beispiel fragen, ob Menschen, die dort untergebracht sind, bestimmte Hilfen brauchen, z.B. Kleidungsstücke oder Sachen des täglichen Bedarfs. Oder uns die Frage stellen, ob bestimmte Hilfen von einer Klasse organisiert werden können?
Vielleicht können wir zum Beispiel die Flüchtlinge bei Behördengängen, Arztbesuchen, Einkäufen oder der Kinderbetreuung unterstützen, ihnen die Stadt zeigen oder Ähnliches.
können sie auch zu gemeinsamen Aktivitäten einladen, mit ihnen Sport treiben oder gemeinsam unsere Schulküchen nutzen, um miteinander zu kochen?

Sehen Sie den Aufenthalt der Flüchtlinge auch als Bereicherung für uns Schüler?

Ja, ich denke, der Aufenthalt kann wirklich zu einer Bereicherung werden. Dieses ist sicherlich davon abhängig, wie beide Seiten letztendlich zueinander finden. Andere Kulturen kennenzulernen, ist immer eine Bereicherung und insofern kann dies eben auch einen sehr positiven Effekt für uns haben. Dazu gehört auch, dass wir über unsere gegenseitigen Erwartungen sprechen sollten.

Vielen Dank Herr Witteborg

Unterbringung von Flüchtlingen in Räumen der Anne-Frank-Gesamtschule

Die Schulkonferenz hat hierzu am Montag, 18.01.2016, folgenden Beschluss gefasst:

Die Schulkonferenz der Anne-Frank-Gesamtschule wendet sich gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in schulischen Räumen.
Dieses gilt auch für die Anne-Frank-Gesamtschule, da die räumliche Situation der Schule nicht geeignet ist, die Unterbringung von Flüchtlingen und den täglichen schulischen Betrieb miteinander zu vereinbaren. Beide vorgesehene Räumlichkeiten (Sporthalle und Forum der Schule) sind baulich in die Schule integriert und liegen zentral auf dem Schulgelände, das in Pausen (einschließlich der Mittagspause) als Pausen- und Aufenthaltsfläche für bis zu 1300 Schülerinnen und Schüler dient.
Die Anne-Frank-Gesamtschule sieht ihre Aufgabe vielmehr in der Mithilfe bei der Integration von Flüchtlingen. Die Schule hat in den vergangenen Wochen dieses mit verschiedenen Maßnahmen in Kooperation mit der Unterkunft in Friedrichsdorf unterstützt (z.B. Sprachunterricht, gemeinsames Sporttreiben, (Klein-)Kinderbetreuung, gemeinsames Kochen etc.).
Die Schulgemeinde der Anne-Frank-Gesamtschule hat großes Verständnis für die Not der Flüchtlinge.
Sollte als Ultima Ratio nur noch schulische Räumlichkeiten in der Stadt Gütersloh für die Unterbringung von Flüchtlingen in Betracht kommen, so kommt als Unterbringungsmöglichkeit an der Anne-Frank-Gesamtschule aus Sicht der Schule nur die Sporthalle in Frage.

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