Virus 99

Die neue Ausgabe der Schülerzeitung „Virus“ ist fertig. Sie wird ab dem 10.
Dezember in den großen Pausen verkauft. Preis: 50 Cent.

 

Inhaltsverzeichnis

Politik und Gesellschaft
Vorwort

Trump – die Aufregung wert?

Der Halloweenhorror ist vorbei

Ist immer alles richtig?

Das Leben ist zu kurz…

Psychotest

Bist du ein leicht zu manipulierender Mensch?

Aus dem Schulalltag

Die Opfer des NSU

Eine gelungene Exkursion – Baxter Oncology GmbH

Interview mit Frau Beck

Wenn zwei Welten aufeinandertreffen mit Foto, Herr Witteborg

SV-Update

Neues aus der Mediothek

Verschiedenes

Keine Angst vor Veränderungen mit Foto von Amelie Prochner

In und out

Grenzenlos – Der Kletterpark, mit Foto von Katharina

Quod vitae mit Foto von Amelie Prochner

Buchtipps:

Harry Potter und das verschwundene Kind

Es geschah im Nachbarhaus

Dash & Lilys Winterwunder

Rezept Bratäpfel, mit Foto Ricarda

Impressum

Premiere der Young Voices – 8. Kulturabend der AFS

Zum 8. Mal seit 2009 veranstaltete die AFS unter Leitung von Stephan Paulus ihren, inzwischen Tradition gewordenen „Kulturabend“. Fand 2015 die Veranstaltung im Stadttheater statt, so dass Theaterbeiträge überwogen, stand diesmal wieder das konzertante Geschehen im Mittelpunkt, – und es gab eine Premiere: Der neu entstandene Chor „AFS Young Voices“ (Ltg. Felix Janßen-Müller) trat erstmals öffentlich auf. Den zweiten Teil des Abends bestritt dann die bekannte AFS-Big_Band unter der bewährten Stabführung Gudrun Pollmeiers.

Justus Wittop (Jg. 11) und Charlotte Poppa (Jg. 13) führten souverain das Publikum durch den Abend, verstanden es, knapp und präzise den einzelnen Programmnummern einordnende Informationen zu geben. Die Darbietungen der Musikklassen der Jahrgänge 5 bis 7 waren aufgelockert durch Neele Hülser und Adrian Jeschka, die bewiesen, dass Posaune und Klavier recht wohl harmonieren können. Besonders zu erwähnen ist das Repertoire der Musikklasse 7: Zwei Stücke aus dem arabischen Raum kombinierten sich mit der Beatles „Get Back“: Ausdrücklich eine Botschaft gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.

Die Darstellen+Gestalten-Gruppen der Jahrgänge 7, 8, 9 zeigten ihre gerade einstudierten Stücke: einen Theaterbesuch, der pantomimisch nur die Publikumsreaktion zeigte, eine Umschreibung der John-Maynard-Ballade Theodor Fontanes als Beziehungsdrama, eine Zungenbrecherkomödie in „F“ (Froschforscher forschen …). Vier Schüler der Klasse 5 D führten eine selbstentwickelte Tanzvorstellung auf. Besonderes highlight aber war der erste Auftritt des neuen Unterstufenchores Young Voices: Das Publikum gab langen Sonderapplaus: Singfreude, Freude am Auftritt, Qualität – überzeugend.

Überzeugend auch, semiprofessionell und mitreißend gestaltete dann die Big Band in 32er-Besetzung den zweiten Teil des Abends: Swing, Rock, Balladeskes – Evergreens, Gassenhauer, Filmmusiken von „Hey Jude“ (Beatles 1968) bis „Viva la Vida“ ( Coldplay 2008) rissen die Zuhörer (fast) von den Plätzen. Die beiden (wechselnd eingesetzten) Schlagzeuger Eric Fränsing und Leon Wilke waren durchaus Sonderklasse für sich: Spontaner Szenenapplaus dankte es ihnen.

Ein wundervoller Abend. Gehen Sie nach Hause und erzählen Sie von diesem Abend“, schloss Schulleiter Jörg Witteborg seinen Dank an alle Akteure.

Romfahrt 2016

Seit 2009 fahren die Lateinkurse der Jahrgangsstufen 11 und 12 regelmäßig nach Rom, – in diesem Jahr zum fünften Male. Vom 2. Bis zum 7. Juli war es in diesem Jahr wieder so weit: 22 Schüler hatten für fünf Tage außerschulischen Unterricht im ehemaligen Zentrum der antiken Welt. Aber neben den zumeist ruinösen Überresten römischer Vergangenheit glänzte auch das barocke Rom und erdrückten seine Probleme als Groß- und Hauptstadt im 21. Jahrhundert.

„Denn die Stadt stieg immer deutlicher und prächtiger vor mir herauf, und die hohen Burgen und Tore und goldenen Kuppeln glänzten so herrlich im hellen Mondschein, als ständen wirklich die Engel in goldenen Gewändern auf den Zinnen und sängen durch die stille Nacht herüber. So zog ich denn endlich, erst an kleinen Häusern vorbei, dann durch ein prächtiges Tor in die berühmte Stadt Rom hinein,“ lässt v. Eichendorff seinen ich-erzählenden Taugenichts berichten, – und durch das nämliche Tor zog die AFS-Gruppe und betrachtete gleich dem Wanderer vor gut 200 Jahren staunend die piazza del popolo, blickte schnurgraden den corso entlang, erblickte in der Ferne an der piazza Venezia das monumentale, beeindruckende, zugleich und auch hässliche Denkmal zur Erinnerung an die geglückte Einigungspolitik der italienischen Nationalbewegung im 19. Jh. und stand vor dem ersten der ach so vielen, mit viel Kunstsinn geschaffenen Brunnen: Jeder für sich Wasserquelle und Wissensquelle als mythologisch-allegorischer Unterrichtsstoff. Viel wichtiger waren aber bei Temperaturen von um die 36 Grad die Fontanelle: Öffentliche, kostenfreie Wasserbrunnen von ausgezeichneter Qualität und genau passender Temperatur, ein Versorgungsnetz, das bereits in römisch-republikanischer Zeit per Gesetz geschaffen war, – und das Gesetz gilt unverändert. Man muss schon wenigstens Tourist sein, kauft man gegen Geld plastikverpacktes Wasser.

Das Colosseum, die Kaiserforen, die Traianssäule, die ara pacis des Augustus und andere alte Bekannte aus dem Lehrbuch mussten natürlich besucht werden, ebenso wie S. Pietro (nebst Kuppelrundblick), San Paolo, der Trevi-Brunnen, die Piazza Navona usw., – das touristische Grundprogramm eben, – und von der Augustuszeit bis heute benutzt (wenn auch um seine Kupferbedachung um San Pietros willen beraubt): das Pantheon, ursprünglich ein Gemeinschaftstempel für alle (auch die eventuell nicht bekannten) Götter, dann christliche Kirche und heute Grablege um Italien verdienter Persönlichkeiten. Daneben setzte das Programm aber auch (tlw. freiwillige) Akzente, neben und abseits des touristischen Pflichtprogramms: der Friedhof der Unkatholischen mit dem Grab des Goethe Sohns schuf viele Bezüge zum Deutsch-Unterricht, der palazzo Altemps führte in die Ikonographie der antiken Mythologie ein, der palazzo Spada schuf die Verbindung zum Kunstunterricht (von den musei Vaticani gar nicht erst zu reden) und, und, und … Und immer wieder diese lateinischen Widmungsinschriften, deren (unterrichtlich unbedingt nötige) Übersetzung den eiligen Schritt der Bildungsdurstigen so gräßlich hemmte.

Viel gäbe es noch zu berichten, über das Frühstück der ersten und zweiten Klasse, über das Camping Roma an der via Aurelia, über leere und überfüllte öffentliche Verkehrsmittel (nicht nur in Rom), über defekte Flugmaschinen, über …, über …, aber das alles gehört in keinen offiziellen Bericht für eine öffentliche Hausseite. Nur so viel: Es gab keine Zwischenfälle, keine Unfälle, keine unschönen Vorfälle, es gab nur eine sehr lobenswerte soziale Kompetenz der ganzen Gruppe.

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