Tough Mudder 2019

Tough was? Ein Tough Mudder ist ein Hindernislauf der besonderen Art über 16 bis 18 Kilometer mit 20 bis 25 Hindernissen. Und Hindernis bedeutet nicht etwa Sackhüpfen oder mit einem Fußball im Slalomlauf zwischen Hütchen hindurchdribbeln. Bei einem „Tough Mudder“ taucht man durch Eiswasser, robbt sich unter einem Zaun durch den Schlamm oder weicht Elektroschocks aus.

Wer tut sich sowas an? Schon im dritten Jahr in Folge nahm vom 12-14.7.19 eine kleine Gruppe von OberstufenschülerInnen und Ehemaligen, begleitet von Herrn Epkenhans und Herrn Schwartze, an diesem Spektakel in Hermannsburg bei Celle teil. Initiiert und organisiert vom ehemaligen Schüler Justus Wittop verbrachte die Gruppe das Wochenende auf einem naheliegenden, familiären Campingplatz. Am Samstag brach man schon gegen 5:30 Uhr auf, um als Volunteer bei dem Hindernislauf bei der Anmeldung, an der Garderobe, an den Hindernissen (für ausreichend Schlamm sorgen) oder im Ziel beim Empfangen der Zieleinläufer zu helfen.

Der Sonntag verlief dann ganz im Zeichen des Laufes. Nach dem Einstimmen durch einen Einpeitscher ging es für die Gruppe endlich auf den Parcours. Und dort warteten dann die Hindernisse: Dabei wurde über hohe Steilwände geklettert, unter Stacheldrahtzaun durch Schlamm gerobbt, durch einen See geschwommen, über eine Röhre in 4° kaltes Wasser gerutscht oder eine Halfpipe hochgelaufen. Jedoch muss und kann man viele dieser Hürden nicht allein meistern. Eine der wichtigsten Regeln bei einem Tough Mudder ist deshalb, dass man sich gegenseitig hilft. Nicht die Zeit ist im Ziel entscheidend, sondern dass alle die Hindernisse bewältigen und man als Team Spaß hat. Ein Hindernis zieht sich durch den ganzen Lauf. Schon nach drei Kilometern war man das erste Mal voller Schlamm, durchnass und die Farbe der Sportkleidung kaum zu erkennen. Auch wenn der Schweiß über das verdreckte Gesicht lief, die Anstrengung, Qual und die völlige Erschöpfung zu erahnen waren, liefen alle mit einem Lächeln immer weiter dem Ziel entgegen. Dort angekommen warteten schon andere Volunteers mit einem Stirnband und einem Finisher-Shirt.

Der Spaß kam das ganze Wochenende nicht zu kurz. Auf dem Campingplatz wurde viel gelacht und auf dem Veranstaltungsgelände konnten viele neue interessante Leute kennengelernt werden. Für den Großteil der Gruppe war nach der kalten Dusche nach dem Lauf schnell klar: Ich habe diese Herausforderung bestanden und will hier im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei sein.

Schülerdialog zum Thema „Europa“ in der Anne-Frank-Gesamtschule

Mehr als 70 Jahre herrscht nun schon Frieden in Europa. Dies allein begründet die Wichtigkeit des Verbundes der 28 Mitgliedstaaten. Aber was bedeutet Europa eigentlich für Jugendliche?

Am 7. Mai fand anlässlich der Europawoche und der bevorstehenden Europawahl ein Schülerdialog zum Thema „Europa“ im Forum der Anne-Frank-Gesamtschule statt. Hierbei konnten die Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs zeigen, dass sie über die Bedeutung Europas Bescheid wissen. Außerdem machten sie deutlich, dass sie sich für den Fortbestand und die Weiterentwicklung der Europäischen Union einsetzen wollen.

Die Idee zu dem Projekt entstand schon eineinhalb Jahre vorher, denn die Veranstaltung,  die gemeinsam von der VHS und der AFS geplant und durchgeführt wurde, bedurfte einer langen Vorbereitung.

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Europatag an der AFS

Seit 1986 wird der „Europatag“ am 9. Mai als Feiertag der Europäischen Union mit zahlreichen Veranstaltungen und Festlichkeiten begangen. In diesem Jahr nahm die AFS nun schon zum zweiten Mal in Form eines Projekttages des Jahrgangs 7 an der Würdigung von Frieden und Einheit in Europa teil.

Dazu erarbeiteten die einzelnen Klassen von der ersten bis zur sechsten Stunde verschiedene Projekte zum Thema „Europa“. Ihre Ergebnisse präsentierten sie dann im Rahmen einer kleinen Feier in der 8. und 9. Stunde im Forum. Geladen waren auch die Eltern der SchülerInnen sowie als Ehrengast Frau Kammertöns von „Europe direct“, die Koordinatorin des EU-Informationszentrums im Kreis Gütersloh.

Zu Beginn gestaltete die Musikklasse 7d mit der eigens einstudierten Eurovisionshymne einen feierlichen Auftakt der Veranstaltung.

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Großes Finale beim BOBBY CAR SOLAR CUP 2018

Bevor wir am Sonntag (16. September) beim großen Abschlussrennen des Bobby Car Solar Cup 2018 auf dem Gelände der Stadtwerke Bielefeld an den Start gehen können, haben wir in dieser Woche noch einige Restarbeiten an unserem Bobby Car erledigt. Unser Fahrer Tim Jannik hatte beim Run & Roll Day festgestellt, dass unsere Lenkung noch zu viel Spiel hatte. Diese haben wir nun korrigiert. Außerdem mussten wir noch einen Schlauch austauschen, da unser Bobby Car einen Platten hatte. Unser größtes Projekt aber war die Verkleidung der Technik. Nachdem wir intensiv gearbeitet hatten, war gestern Abend um 18 Uhr endlich der letzte Pinselstrich geschafft. Nun sind wir alle sehr gespannt wie es beim großen Rennen am Sonntag für uns läuft. Um 11 Uhr startet der Geschicklichkeitsparcour und um 13 Uhr schließlich das finale Kopf-an-Kopf-Rennen. Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei unserem Kooperationspartner der Firma Teckentrup, die uns tatkräftig beim Bau unterstützt hat.

Highlight zum Schuljahresende: Märchen und Harfe in der Anne-Frank-Gesamtschule

Highlight zum Schuljahresende:

Märchen und Harfe in der Anne-Frank-Gesamtschule

Kurz vor den Sommerferien gab es für die Schüler der Anne-Frank-Schule noch eine willkommene Abwechslung vom Schulalltag: Märchenerzählerin Michaela Brinkmeier besuchte die Gütersloher Gesamtschule und erzählte Märchen der Brüder Grimm und Volksmärchen aus aller Welt.

Mit dabei hatte sie auch ihre Harfe, und so gab es zwischen den frei erzählten Märchen auch immer kleine Zwischenmusiken. Einen ganzen Vormittag trat die Rietberger Erzählerin auf Einladung von Britta Witte (Leitung der Mediothek) an der Anne-Frank-Gesamtschule auf. Für jede Klasse der 5. Jahrgangsstufe gab es eine eigene Vorstellung. So konnten sich alle Anwesenden auf die Geschichten und die Musik einlassen. In der Schulbibliothek entstand eine tolle Atmosphäre, bei der  alle still und gespannt zuhören konnten. Auch die verschiedenen Interessen der Schüler konnten so Berücksichtigung finden: Michaela Brinkmeier beantwortete auch Fragen zum Instrument, zur Bauart, Akustik und Spielweise, und das waren bei der MINT-Klasse ganz andere als bei den Musik-Klassen. Glück hatte die Musik-Klasse (6d) der 6. Jahrgangsstufe, die auch spontan teilnehmen durfte. Rund 180 Schüler kamen so in den Genuss einer Vorstellung.

Miep-Gies-Weg

Mit Ratsbeschluss vom 29. April 1988 erhielt vor 30 Jahren die Anne-Frank-Schule ihren Namen, der von der Schulgemeinschaft als allfälliges Bekenntnis gegen Rassismus und fortwährenden Einsatz für Menschenrechte verstanden wird.

Anne Frank und ihre Familie konnten in ihrem Versteck nur ausharren, weil Miep und Jan Gies sie versorgten. Miep Gies war es dann auch, die das heute weltbekannte Tagebuch sicher stellte. Mehrfach war sie Gast in der Anne-Frank-Schule, von der sie sagte: „Ich habe viele Schulen in Europa besucht, aber so treu wie die Schule in Gütersloh ist keine andere.“ und regelmäßig begrüßte sie in Amsterdam die Anne-Frank-AG unter Leitung von Wilfried Limper. Anne Frank und Miep Gies, „beide Namen gehören zusammen“, stellte Bürgermeister Henning Schulz fest und sprach den Dank des Rates für die Initiative der AFS aus, Miep Gies durch eine Straßenbenennung zu ehren. Am 6. Juli 2018 wurde diese Ehrung in einem Festakt im Forum der Schule begangen und anschließend durch Schildenthüllung und Aufstellen einer Gedenk- und Informationstafel vollzogen.

Ton Lansink, niederländischer Generalkonsul in Düsseldorf, führte aus,  Miep Gies sei „kein Held, sondern ein normaler Mensch in schrecklicher Zeit“ gewesen, einer Zeit, deren Wiederkehr alle gewöhnlichen Menschen verhindern müssen, die die Freiheit verteidigen wollen und sich jeden Tag neu für die Freiheit entscheiden. Auch der Leiter des Anne-Frank-Zentrums in Berlin, Patrick Siegele,  charakterisierte Miep Gies als bescheidenen, zugleich entschlossenen Menschen: Sie hätte sich sicherlich gefreut, nicht um ihrer Ehrung willen, sondern weil die Benennung ein Denkanstoß sei. Ausführlich erinnerte der frühere und an der Namengebung aktiv beteiligte Schulleiter Reinhard Rolfes des Prozesses der Namensfindung, ausführlich legte er dar, mit welchen konkreten Schritten die Schulgemeinde in den Folgejahren ihrer Selbstverpflichtung, für Demokratie und Menschenrechte einzustehen, nachgekommen ist: „Diese Traditionslinie wird weiterlaufen und sie wird ermöglicht durch die tiefe Identifikation der Schule mit ihrer Namenspatronin.“

Anne Franks Auftrag lebt: v.l. Dimosthenis Koutsakis, Aleksandar Mitrović, Johannes Robers.

Dimosthenis Koutsakis (Schülersprecher), Aleksandar Mitrović (Anne-Frank-AG) und Johannes Robers (Projektkurs Jg. 12) zeigten, dass das Anliegen Miep Gies‘, sich gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung  zur Wehr zu setzen, in der Schulgegenwart vielfältig auf fruchtbaren Boden gefallen ist.

Bürgermeister Henning Schulz und Schulleiter Jörg Witteborg enthüllten dann Straßenschild und Informationstafel, während wie bereits zu Beginn das AFS Bläserensemble und der Schulchor Young Voices Beethovens „Ode an die Freude“ intonierten: „Alle Menschen werden Brüder …!“

Bild: Enthüllung der Informationstafel. v.l.: Altbürgermeister Karl Ernst Strothmann, Gert-Jan Jimmink (Amsterdam, Freund der Familie Gies)., Patrick Siegele, Johannes Robers, Dimosthenis Koutsakis, Wilfried Limper, Aleksandar Mitrović, Jörg Witteborg, Henning Schulz, Reinhard Rolfes, Ton Lansink

Fotos: Norbert Künzel