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Die Glocke vom 19. März 2021

Anne-Frank-Schule erhält Zertifikat

Die Anne-Frank-Gesamtschule ist neuerdings Europaschule. Daran mitgewirkt haben Beate Hinrichs, Schulleiter Jan Rüter (links) und
Fabian Flöper, Arbeitskreismitglied und Lehrer. Foto: Grund

Gütersloh (gg). Die Anne-Frank-Gesamtschule in Gütersloh ist jüngst als Europaschule ausgezeichnet worden. Seit 2015 hat sich ein Arbeitskreis aus Lehrern, einer Schülerin und einer Mutter darum bemüht, die Auszeichnung zu erlangen. Damit ist die Bildungseinrichtung nach der Geschwister-Scholl-Realschule, der Grundschule Nordhorn und dem Städtischen Gymnasium die vierte Europaschule in Gütersloh. Weiter lesen…
Aktuell besuchen 1150 Schüler die Anne-Frank-Schule (AFS). Treibende Kraft für die Zertifizierung war Sprachenkoordinatorin Beate Hinrichs. Nach einer Schulung zum Thema Europaschulen und den damit verbundenen Kriterien stellte die Pädagogin fest, dass die AFS bereits die meisten Anforderungen für eine Europaschule erfüllt: ein erweitertes Fremdsprachenangebot und Projekte, Austauschprogramme sowie Wettbewerbe mit Partnerschulen in Europa. Gemeinsam mit dem aus zwölf Mitgliedern bestehenden Arbeitskreis habe sie ausgelotet, welche Standards im Bereich der interkulturellen Zusammenarbeit erfüllt werden müssen, um das Gütesiegel Europaschule zu erhalten.
So wurden die bestehenden Schulpartnerschaften mit Grudziadz (Polen) und Ramallah (Palästina) vor zwei Jahren in Kooperation mit dem Verler Droste-Haus um eine Partnerschaft im katalanischen Sant Celoni (Barcelona) erweitert. Dazu kamen vermehrt europäische Schulprojekte, Austauschreisen und Auslandspraktika, Teilnahmen am Europatag der Stadt Gütersloh sowie Exkursionen ins europäische Ausland.
Große Anerkennung zollen Beate Hinrichs und Schulleiter Jan Rüter all jenen Lehrerkollegen, die sich in der Vergangenheit gegenseitig in ihren Heimatländern besucht haben. „Zudem haben ein Deutschlehrer aus Spanien sowie eine Kollegin aus Kirgisen bei der AFS hospitiert“, so Beate Hinrichs. Durch einen mehrsprachigen und interkulturellen Schulalltag und die Förderung von interkulturellen Kompetenzen lebe man die Anforderungen einer Europaschule schon deutlich länger.

Im nächsten Schritt soll das Europa-Curriculum, in dem Konzepte über Lehrziele, Unterrichtsinhalte und Lernprozesse zur Vertiefung von europaorientiertem Wissen verankert sind, in allen regulären Fächern Anwendung finden. In der weiteren Planung findet sich zudem eine Beteiligung am „E-Twinning“-Programm der Europäischen Kommission. Das Portal fördert und begleitet europäische Schulpartnerschaften, Weiterbildungsmöglichkeiten für Pädagogen sowie schulische Online-Vernetzungen und Kooperationen. Gern würde man auch mal einen EU-Politiker für eine Diskussion in der Anne-Frank-Schule begrüßen, so Beate Hinrichs.

Zertifizierung als Europaschule

Weitere Informationen zur Anne-Frank-Gesamtschule als Europaschule sind dem Film und dem Link zu entnehmen.

Wir als Europaschule

Gemeinsam mit elf weiteren Schulen erhielt die Anne-Frank-Gesamtschule das Zertifikat „Europaschule Nordrhein-Westfalen“. Damit ist unsere Schule in den Kreis der 237 Europaschulen in NRW aufgenommen.

Wichtige Grundlagen für dieses Zertifikat sind ein erweitertes Fremdsprachenangebot, vielfältige Schulpartnerschaften und mit dem Thema „Europa“ verbundene Projekte sowie die Vermittlung europaorientierter Kenntnisse im Unterricht.

Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner: „Die Schülerinnen und Schüler von heute werden Europas Zukunft gestalten – ein tolerantes, weltoffenes und handlungsstarkes Europa, das für seine Überzeugungen und Werte einsteht. Die Europaschulen legen durch ihr Engagement den Grundstein dafür.“

Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer: „Der Zusammenhalt in Europa und der Blick über Grenzen hinweg wird in unserer globalisierten Welt immer wichtiger. Europaschulen ermöglichen erweiterte Fremdsprachenangebote und vertiefen europaorientiertes Wissen sowie interkulturelle Kompetenzen. Deshalb freue ich mich mit den Schülerinnen und Schülern der Europaschulen, dass dieses besondere Profil ihrer Schule eine prägende Säule ihrer Schullaufbahn sein wird und sie so motiviert werden, die Zukunft in Europa mitzugestalten.“

Europaschulen zeichnen sich durch ein erweitertes Fremdsprachenangebot und die vertiefte Vermittlung europaorientierter Kenntnisse aus. Durch Austauschprogramme mit europäischen Partnern und durch die Vermittlung von Berufspraktika im europäischen Ausland fördern sie die interkulturellen Kompetenzen ihrer Schülerinnen und Schüler.

Begegnungen fördern – Grenzen überwinden

Begegnungen fördern –  dieser Gedanke bildet die Grundlage für eine Vielzahl von Projekten an der AFS wie zum Beispiel die internationalen Begegnungen mit unseren Partnerschulen in Grudziadz (Polen), Ramallah (Palästina) und San Celoni (Spanien) oder der Mailkontakt mit einer Schule in der französischen Partnerstadt Châteauroux.

Sprachliche Grundlagen für diese Begegnungen werden im Englischunterricht ab Klasse 5 und im Französisch- oder Spanischunterricht ab Klasse 7 gelegt.  Eine Besonderheit unserer Schule ist hierbei der bilinguale Unterricht. Ab Klasse 6 erhalten die Schülerinnen und Schüler dieser Kurse zwei zusätzliche Englischstunden und von Klasse 7 bis Klasse 10 nehmen sie an zwei Wochenstunden bilingualem Unterricht im Fach Gesellschaftslehre teil, in dem das Thema „Europa“ von besonderer Bedeutung ist.

Das Thema „Europa“ ist in vielerlei Hinsicht präsent in unserer Schule. So findet im Jahrgang 7 regelmäßig im Rahmen der Europawoche ein Projekttag zum Thema „Unsere europäischen Nachbarn und wir“ statt.

Grenzen überwunden werden auch im Rahmen verschiedener, an einzelne Unterrichtsfächer angebundene Exkursionen ins europäische Ausland, seien es die Englandfahrten der bilingualen Oxfordkurse, die Fahrten der Französisch- und Lateinkurse oder aber die Exkursionen der Anne-Frank-AG, der Geschichte-Leistungskurse und des Projektkurses „Erinnern für die Zukunft“.

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