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Optimale Voraussetzungen für das Distanzlernen schaffen

Am 14. Dezember 2020 haben wir unseren Schulbetrieb gemäß der Coronaschutzverordnung auf Online-Unterricht umgestellt. Um unsere Schüler*innen dabei bestmöglich zu unterstützen, wurde an der Anne-Frank-Schule einiges in Bewegung gebracht.

Wir haben dazu mehr als 200 iPads an unsere Schüler*innen verliehen, um die Chancengleichheit in der Digitalisierung zu sichern. Alle Lernenden der Anne-Frank-Schule haben die Möglichkeit, sich ein Endgerät zu leihen, um so auf unsere digitalen Formate zuzugreifen.

Unser gesamtes Kollegium hat sich Anfang Januar für das Computerprogramm „Microsoft-Teams“ schulen lassen. Dort führen wir täglich Videokonferenzen mit den Lerngruppen durch, um unseren Grundsätzen der pädagogischen und inhaltlichen Arbeit in einem digitalen Format nachzukommen. Außerdem können die Schülerinnen und Schüler diese App nutzen, um bearbeitete Aufgaben abzugeben oder die Fachlehrer*innen zu kontaktieren. In den Sekundarstufen haben wir den „Offenen-Anfang“ als tägliches Ritual eingeführt. In diesem Format starten die Lerngruppen gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer*innen in den Online-Schultag. 

Das Konzept der Lernbüros unterstützt uns dabei, unsere Lernenden im Jahrgang 5 und 6 nahezu ohne Einschränkungen mit Unterrichtsmaterial zu versorgen. Die ersten Wochen im „Lockdown“ haben uns gezeigt, dass die Durchführung der Lernpfade auch außerhalb der Klassenräume funktioniert. Zum einen sind die Schüler*innen durch den Besuch der Lernbüros darin erprobt, eigenverantwortlich zu arbeiten. Zum anderen sind einige Lernpfade bereits digitalisiert. Dieses Zusammenspiel begünstigt beste Voraussetzungen, um die Zeit der Schulschließungen ertragreich zu nutzen. Obwohl wir einen guten Weg gefunden haben, das Distanzlernen gewinnbringend zu nutzen, freuen wir uns schon sehr darauf, die Schüler*innen bald wiederzusehen.

Text und Foto: Leon Thumel (Referendar)

Klasse 5C meets Africa – Jerusalema-Challenge

 

Corona erschwert uns nicht nur den Alltag, auch der schulische Sportunterricht ist davon massiv betroffen. Auch hier gelten Abstandsregeln und viele Sportangebote sind uns nicht gestattet. Also müssen Lösungen her. Und zum Tanzen braucht es glücklicherweise nur Musik. Daher fanden die Schülerinnen und Schüler die Idee, die Jerusalema-Challenge in Angriff zu nehmen, eine tolle Abwechslung.

Das Lied Jerusalema von Master KG kommt aus Südafrika und begeisterte weltweit mit seinen Rhythmen. Und plötzlich tanzte man weltweit zu diesem Lied. Im Internet lassen sich unzählige Tanzvideos dazu finden. Und so entstand die Idee, unser eigenes Video zu drehen.

 

An einem kalten Mittwochmorgen (4 °C) tanzten wir uns quer übers gesamte Schulgelände und hatte mega Spaß dabei. Wir hoffen es gefällt euch allen.

Das Video musste leider entfernt werden.

 

Weihnachtliche Grüße

 

Die Klasse 5C und ihr Sportlehrer GraM

 

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Corona erschwert uns nicht nur den Alltag, auch der schulische Sportunterricht ist davon massiv betroffen. Auch hier gelten Abstandsregeln und viele Sportangebote sind uns nicht gestattet. Also müssen Lösungen her. Und zum Tanzen braucht es glücklicherweise nur Musik. Daher fanden die Schülerinnen und Schüler die Idee, die Jerusalema-Challenge in Angriff zu nehmen, eine tolle Abwechslung.

Das Lied Jerusalema von Master KG kommt aus Südafrika und begeisterte weltweit mit seinen Rhythmen. Und plötzlich tanzte man weltweit zu diesem Lied. Im Internet lassen sich unzählige Tanzvideos dazu finden. Und so entstand die Idee, unser eigenes Video zu drehen.

 

An einem kalten Mittwochmorgen (4 °C) tanzten wir uns quer übers gesamte Schulgelände und hatte mega Spaß dabei. Wir hoffen es gefällt euch allen.

Das Video musste leider entfernt werden.

 

Weihnachtliche Grüße

 

Die Klasse 5C und ihr Sportlehrer GraM

 

Die Neue Westfälische zu Besuch bei der Schülerzeitung “Virus”

Am 25.11.2020 besuchte Larissa Kirchhoff die Redaktionssitzung der “Virus”, um mit den Redakteurinnen und Redakteuren über ihre Arbeit und ihre Motivation zur Mitarbeit in einer Schülerzeitung zu sprechen.

Nachdem die Jugendlichen zunächst die letzten Texte für die vor Beginn der Ferien erscheinende Ausgabe diskutiert und korrigiert hatten, stellten sie sich anschließend den Fragen der NW-Mitarbeiterin.
Mit großem Engagement sprachen sie über gesellschaftliche, wissenschaftliche und schulische Themen, die sie bewegen, und erläuterten sehr überzeugend, warum es ihnen auch und gerade in der heutigen Zeit wichtig ist, sich öffentlich zu äußern. 
Näheres zu dem Besuch ist im unten stehenden Artikel von Frau Kirchhoff zu lesen.

Neue Westfälische vom 05. Dezember 2020 – Text: Larissa Kirchhoff:

Altbacken oder noch zeitgemäß? Gütersloher Schülerzeitungen im Jahr 2020

Virus-Layouterin Sarah (v.l.) und Cover-Designerin Alexandra präsentieren ihre Arbeit in der Konferenz. | © Larissa Kirchhoff

Früher gehörte sie zum Schulalltag dazu. Aber ist das heute überhaupt noch zeitgemäß? Gibt es überhaupt noch die klassische Schülerzeitung? Die NW hat sich in Gütersloher Schulen umgehört.

Gütersloh. Gibt es sie eigentlich noch, die Schülerzeitung? Diente sie früher noch als wichtiges Sprachrohr für die Interessen der Schüler, gerät sie heute augenscheinlich in Vergessenheit. Wichtige Themen werden schnell über die sozialen Medien verbreitet und die Kommunikation untereinander erfolgt in WhatsApp-Gruppen.
Die NW hat sich in Gütersloher Schulen umgehört und zwei Schülerzeitungs-Redaktionen entdeckt, die allerdings grundverschieden an die Sache herangehen.

Schülerblog statt Schülerzeitung
Keine Reporter, sondern Blogger – das sind die Redaktionsmitglieder vom Evangelisch Stiftischen Gymnasiums Gütersloh (ESG). “Wir sind 11 Mitglieder in der Redaktion. Das Alter und die Stufe sind gemischt”, sagt Sonja Rapp, Lehrerin und Koordination des Blogs. In ihrem EsbloG veröffentlichen die Blogger einige Artikel, aufgeteilt in 14 verschiedene Kategorien.
“In den Redaktionskonferenzen, die aktuell virtuell stattfinden, besprechen wir unsere Themen. Schwerpunkte sind alles rund um unsere Schule, aber auch Politik wie beispielsweise die Fridays-for-future-Bewegung”, erklärt Rapp.
Ihre Arbeit präsentiert die Redaktion allerdings nicht nur auf dem Blog, sondern auch auf den Plattformen Instagram und Twitter. “Ich möchte die sozialen Medien, die ohnehin aus dem Alltag der Schüler nicht mehr wegzudenken sind, mit der traditionellen Schülerzeitung verknüpfen. Das kommt bei den Schülern super an”, sagt Rapp.
Gerade die Coronakrise habe gezeigt, wie wichtig der Blog für einige Schüler ist. “Wir haben durch den Blog eine Informationsplattform für die Lehrer und Schüler, aber auch eine Emotionsplattform. In dieser schweren Zeit stärkt der Blog unser Wir-Gefühl ungemein”, berichtet die Koordinatorin.
Es sei toll, dass nun auch viele Lehrer zum Teil des Blogs würden. “Wir saßen alle lange im Homeoffice. Wenn dann also sowohl Lehrer als auch Schüler mal einen Einblick in ihren heimischen Arbeitsplatz geben, stärkt das den Zusammenhalt”, sagt Rapp. Für die Zukunft plane sie einen ‘Klassenblogger’ in jeder Klasse. Ähnlich demokratisch wie die Wahl zum Klassensprecher soll das stattfinden. Das Ziel: Aus jeder Klasse exklusive Themen. Das sei wichtig, damit der Blog ein Angelpunkt für Schüler bleibt.

Klare Aufgabenverteilung in der Schülerzeitung der Anne-Frank-Gesamtschule
Im Kern gleich, aber in der Umsetzung ganz anders ist die Schülerzeitung der Anne-Frank-Gesamtschule. Seit 1987 existiere die Schülerzeitung schon und sie sei noch immer gefragt, sagt Lehrerin und Redaktionsleitung Beate Hinrichs. “Wir haben mittlerweile eine Print-Zeitung, die dreimal jährlich erscheint und eine Online-Zeitung, die regelmäßig bespielt wird. Beides unter dem Namen ‘Virus’. Das bedeutet, dass wir Anstechen und Nachbohren”, sagt die Redaktionsleiterin.

Aktuell seien die neun Redaktionsmitglieder aus den Jahrgangsstufen 10, Q1 und Q2. “Das ist aber so nicht die Regel. Eigentlich sind wir bunter gemischt und greifen dann Themen aus allen Jahrgangsstufen auf. Ab Klasse fünf kann jeder mitmachen, das macht unsere Zeitung auch besonders”, erklärt Schülerin Anna.
Themenschwerpunkte seien immer die eigenen Interessen der Schüler, sagt Hinrichs. “Wir besprechen in unserer Redaktionssitzung, was die Schüler bewegt. Meistens sind es aktuelle Themen, Politik und natürlich die Pandemie und ihre Auswirkungen auf den Schulalltag.” In der Konferenz kenne aber jeder Schüler seine Aufgabe.
Redaktionsmitglied Alexandra ist zum Beispiel für das Cover zuständig, Sarah macht das Layout. “Die Texter haben meistens auch ihre speziellen Themen. Der eine schreibt viele Kommentare, der andere thematisiert die sozialen Medien”, erklärt die Redaktionsleiterin.

Darum ist die Schülerzeitung immer noch beliebt
Die Redaktionsmitglieder der Anne-Frank-Schule sehen die Schülerzeitung als tolles Engagement – auch für die Zukunft. Für Layouterin Sarah ist die Arbeit mit der Zeitung ein erster Schritt Richtung Traumberuf. “Ich kann mich schon mit dem Mediendesign vertraut machen, das möchte ich nach dem Abitur sowieso lernen. Das passt einfach super.”
Auch Texterin Anna sagt, dass sie es nicht ausschließt, in Zukunft im Journalismus tätig zu sein. Andere Mitglieder der Redaktion schätzen vor allem die Möglichkeit über das zu schreiben, was ihnen wichtig ist. “Ich kann in den Texten einfach mal meine Meinung sagen. Schüler bekommen durch die Zeitung eine Stimme”, sagt Redaktionsmitglied Bennet.

Die neue Printausgabe der Schülerzeitung “Virus” erscheint in der Woche vor den Ferien

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Hallo liebe Leserinnen und Leser!

So kurz vor den Weihnachtsferien haben wir noch eine neue Ausgabe für euch, um euch über die Ferien mit Lesestoff zu versorgen und euch die Tage zu versüßen.

Eine kleine Anmerkung vorab. Wir haben uns dafür entschieden auf das Gendern zu verzichten, aber trotzdem sollten sich alle angesprochen fühlen, die die Zeitung lesen.

Thematisch haben wir wie immer verschiedene Bereiche abgedeckt, von den Wahlen in Amerika und geplanten Erweiterungen bei Storck  in Halle über die Probleme beim Busfahren in Gütersloh bis hin zu der Frage, warum die SV so wichtig ist.

Auch haben wir extra für die wissenschaftlich Interessierten unter euch eine neue Rubrik eingeführt; wir berichten über die Genschere CRISPR und die schwarzen Löcher.

Der Psychotest darf natürlich auch nicht fehlen! In Zeiten von WhatsApp und TikTok solltet ihr einmal darüber nachdenken, ob ihr ein gläserner Mensch seid.

Wir wünschen euch schöne Weihnachtsferien, lasst euch reichlich beschenken und  kommt  gut und gesund ins neue Jahr.

Viel Freude beim Lesen!

Eure Virusredaktion

INHALT

 

Politik und Gesellschaft

 

 

 

Spannung jenseits des Atlantiks

 

 

 

Warum quer denken, wenn man nicht einmal mehr gerade denken kann Busfahren in Gütersloh – eine Sache für sich

 

 

 

Gütersloh – eine Großstadt?

 

 

 

Arbeiten bei Tönnies – Moderne Sklaverei vor unserer Haustür

 

 

 

Bonbons für Bäume

 

 

 

Tiktok – eine weitere Gefahr aus dem Netz

 

 

 

Psychotest: Bist du ein gläserner Mensch?

 

 

 

Aus dem Schulalltag

 

 

 

SV Update – Warum die SV so wichtig ist

 

 

 

Lehrerinterview mit Frau Meste

 

 

 

Interessante Gespräche bei Kaffee und Kuchen

 

 

 

Im Spagat zwischen Spaß und Corona

 

 

 

Wissenschaft

 

 

 

CRISPR – die Genschere, die das Leben verändern wird

 

 

 

Nobelpreis für Erkenntnisse über schwarze Löcher

 

 

 

Verschiedenes

 

 

 

Buchtipp: Das Labyrinth des Fauns

 

 

 

Impressum

 

 

 

 

 

 

Illustration des Deckblatts und der Rückseite: Alexandra Wlasnew

 

 

Tiktok – eine weitere Gefahr aus dem Netz

Die Videoapp TikTok dürfte mittlerweile jedem Jugendlichen ein Begriff sein, denn die Plattform ist der neue „Rising Star“ am Social Media Himmel. Mit über 418000 Downloads im Oktober nur in Deutschland hängt TikTok bereits lange etablierte Dienste wie Instagram, Snapchat und Co. ab.

Begonnen hat alles damit, dass Alex Zhu eine Plattform namens Musical.ly gegründet hat, auf der jeder Nutzer seine eigenen Musikvideos produzieren konnte. Man filmte sich dabei, wie man Tanz und Mundbewegungen ausführte, die im besten Fall zu der später eingefügten Musik passten. Besonders Jugendliche nutzten die App, um angesagte Videos zu drehen und diese zu veröffentlichen. Musical.ly wuchs enorm schnell und bald gab es erste Stars wie die deutschen Zwillinge Lisa und Lena.

2016 startete dann der chinesische Multimilliardär Zhang Yiming die App Douyin, die ein vergleichbares Konzept wie Musical.ly verfolgt. Da Yiming mit seiner Firma Bytedance die in China sehr schnell erfolgreiche App Douyin auch in den westlichen Staaten populär machen wollte, kaufte er Musical.ly für 800 Millionen Dollar auf und im August 2018 wurde die App außerhalb von China in TikTok umbenannt.

Im Laufe der letzten beiden Jahre wurde die App dahingehend weiterentwickelt, dass man nicht nur  Videos mit Musik unterlegen, sondern auch durch unterschiedliche Effekte und Einstellungen eigene Kurzvideos produzieren kann.

Mit dem Wechsel änderte sich jedoch auch die Firmenphilosophie – von dem recht offenem gestalteten Musical.ly, bei dem alle Nutzer die gleichen Bedingungen hatten, zu einer Plattform, die die Beiträge zensiert.

Das Unternehmen Bytedance sichtet die meisten Videos vor der Veröffentlichung, um gewalttätigen oder menschenverachtenden Filmen keine Plattform zu bieten, so wie es andere Social Media Unternehmen auch machen.

Dabei bleibt es jedoch nicht, denn jegliche politische Meinung und Kritik an staatlichen Institutionen wird zensiert. Und auch das Auftreten der  Menschen in den Filmen sowie deren Umgebung wird bewertet. So werden Nutzer, die ihr Leben in ärmlichen Verhältnissen präsentieren, also z.B. in Wellblechhütten leben, oder die ärmlich aussehen, absichtlich weniger Leuten angezeigt.

Auch das Aussehen spielt eine Rolle bei dem Vorschlagen neuer Videos. Menschen mit Übergewicht, Narben oder mit einem hässlichen Gesicht – wie es in einem Angestellten-Protokoll steht -, sollen absichtlich weniger Leuten vorgeschlagen werden.

TikTok sagte über diese Anschuldigungen, dass die Vorauswahl nur Mobbing vorbeugen soll und dass die Richtlinien neu angepasst werden. Aber ob diese Aussage stimmt, ist ungewiss.

Weitere Kritikpunkte sind Sexismus und fehlender Jugendschutz. Dem Unternehmen wurde schon mehrfach vorgeworfen zu wenig Aufklärung gegenüber Jugendlichen zu betreiben. Gerade Sexismus und Cybermobbing wurden in der Vergangenheit zu häufig nicht unterbunden. Auch sind Videos, in denen sich zum Beispiel zur Homosexualität geäußert wird, verboten und sie dürfen somit durch die Firma gelöscht werden.

Zudem weist TikTok enorme Sicherheitslücken auf, bereits mehrere Hackerangriffe gelangten durch die Sicherheitsschranken.

Da das Unternehmen seinen Firmensitz in China hat, muss es sich an die Gesetze des Landes  halten. Und die chinesischen Gesetze sagen unter anderem aus, dass ein Social Media Unternehmen alle gespeicherten Informationen auf Anfrage an die Regierung weitergeben muss.

Aus diesem Grund möchte der amerikanische „Noch-Präsident“ Donald Trump auch die Plattform verbieten, denn er befürchtet Spionage der chinesischen Regierung durch TikTok.

Auch in anderen Ländern ist TikTok gesperrt, z.B.in Indien, Indonesien und Pakistan. Die Begründung dafür ist die Verbreitung von unmoralischen und unanständigen Inhalten.

Ein großes Problem solcher Plattformen ist die Datenspeicherung, denn durch einen Algorithmus werden alle Informationen über uns gespeichert, z.B. wie lange man auf ein Video schaut oder welche Art von Video man liked.

Das Internet merkt sich alles,  um uns interessengeleitete Inhalte zu liefern, so dass man sich problemlos stundenlang von Videos berieseln lassen kann, ohne große Langeweile zu bekommen, da nur Sachen vorgeschlagen werden, die einen auch wirklich interessieren.

TikTok hat dieses System bis zur Perfektion ausgebaut. Kaum ein anderer Algorithmus schafft es so präzise, auf den Nutzer zugeschnittene Vorschläge zu machen. Das hört sich zwar erst einmal gut an, aber die damit verbundene Gefahr ist ziemlich offensichtlich. Menschen kommen in „Bubbles“, auch Filterblasen genannt, in denen ihnen nur gezeigt wird, was sie hören oder sehen sollen. Ob die Beiträge korrekt sind und der Wahrheit entsprechen, wird nicht mehr hinterfragt.

Daher ist es absolut erforderlich, solche Plattformen kritisch zu betrachten und sich die Frage zu stellen, wie das System funktioniert und was mit den persönlichen Daten passiert. In der  Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt, dass TikTok und Co. große Mängel aufweisen. Vom Datenschutz bis zur Zensierung von Inhalten fehlt jegliche Regulierung.

Jetzt sind die Regierungen in der Pflicht, solchen Plattformen  Paroli zu bieten. Eine Regulierung muss her, denn Unternehmen dürfen nicht größer als der Staat werden und machen, was sie wollen. Mobbing, Hass und Weitergabe von illegalen Inhalten müssen staatlich geprüft und unterbunden werden. Wir, die Konsumenten, müssen auf lange Sicht davor geschützt werden, dass das Internet, besonders die sozialen Medien zu einem rechtsfreien Raum mutieren.

Bennet de Boer, Q2