Europaquiz – Wer wird Europameister?

Europaquiz – Wer wird Europameister?

Am 27.03.2019 fand im Forum unserer Schule ein Europaquiz mit dem Titel „Wer wird Europameister?“ im Stil der Show „Wer wird Millionär?“ statt. Beteiligt waren die E-Kurse aus dem 10. Jahrgang von Frau Fetahaj, Herrn Kolb und Herrn Flöper.

Um 8 Uhr wurden wir vom Moderator Herrn Heiko Fröhlich vom Verein „Bürger Europas“ begrüßt. Er stellte uns ein paar Fragen und anschließend sagte er uns, dass unser Thema die Europäische Union sei. Manche von uns wurden gefragt, ob wir persönlich etwas damit zu tun hätten. Dann redeten wir über den beschlossenen Artikel 13 des EU-Urheberrechts.

Im Verlauf der Veranstaltung wurden uns kleine Fernbedienungen ausgeteilt und Herr Fröhlich erklärte uns, wie wir mit den Fernbedienungen umgehen sollten. Er sagte uns noch, dass wir nur die Nummern 1 bis 3 drücken sollten (drei Antwortmöglichkeiten). Dann wurden uns die Preise gezeigt und das Spiel fing an. Insgesamt stehen 8 Themen mit je 6 Fragen zur Verfügung, wovon zwei Themen für uns ausgewählt wurden. Unser erstes Thema war „Nordrhein-Westfalen und Europa“.

Kennt ihr die ersten drei größten Länder der Europäischen Union? Das größte Land der Europäischen Union ist Deutschland gefolgt von Großbritannien und dann kommt Frankreich.

Unser zweites Thema war „Jugend in Europa“. Einer der Fragen war zum Beispiel: „Welches sind die beliebtesten Länder deutscher ERASMUS-Studierender?“ Die Antwort lautete „Spanien, Frankreich und Großbritannien“. Eine andere Frage war, was man mit dem Europass machen könne. Die Antwort lautete: „Mit dem Europass können sich junge Europäer mit einheitlichen Dokumenten für Jobs und Praktika bewerben.“

Die Schüler, die am schnellstens die richtige Antwort mit ihren Fernbedienungen eingegeben hatten, bekamen sofort nach der Auswertung ihren Preis ausgehändigt. Es gab USB-Sticks, Frisbees, Sattelschoner und eine Freikarte für ein Spiel von Arminia Bielefeld.

Dann kamen wir zum Ende und Herr Fröhlich bedankte sich bei uns. Er verabschiedete sich noch und dann durften wir gehen.

Meiner Meinung nach war es eine gute Abwechslung vom Unterricht und eine lustige und lehrreiche Veranstaltung. 90 Minuten sind vielleicht zu kurz, weil es interessanter wäre, wenn wir auch andere Themen noch kennengelernt hätten, aber im Großen und Ganzen war es gut.

Von: Sandra Moldoveanu

Klasse: 10C

Jugendbegegnung in Katalonien

Jugendbegegnung in Katalonien

Anfang Februar haben sich 20 Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank Gesamtschule aus Gütersloh mit der Lehrerin Stefania Salamon und Anne Schulte aus dem Droste-Haus zum ersten Mal für ein neues internationales Jugendbegegnungsprojekt auf den Weg nach Sant Celoni in Katalonien (Spanien) gemacht.

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Was ist für euch Heimat? Was ist Fremde?

Was ist für euch Heimat? Was ist Fremde?

Diese Fragen haben wir Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs der Anne-Frank-Gesamtschule von unserer Deutschlehrerin Frau Hinrichs gestellt bekommen. Wir äußerten unsere Gedanken und Vorstellungen, die so unterschiedlich waren, dass wir viel diskutierten, über unsere Meinung nachdachten und sie zum Teil revidierten.

Manche dachten bei dem Begriff „Heimat“ an ihr Zuhause, für andere wiederum ist Heimat mit einem Gegenstand oder mit bestimmten Gefühlen verbunden. Und auch der Begriff „Fremde“ wurde sehr unterschiedlich erläutert.  Wir stellten uns darunter nicht nur den Umzug in ein fremdes Land oder eine neue Kultur vor, sondern definierten ihn auch als Übergang in eine neue Situation, zum Beispiel den Schulwechsel zu Beginn dieses Schuljahres.

Im Anschluss analysierten und diskutierten wir unterschiedliche Gedichte zum Thema „Fremdheitserfahrungen in lyrischen Texten“ , von modernen Autoren wie Nevfel Cumart, die der interkulturellen Lyrik zuzuordnen sind, bis zu älteren Dichtern wie Heine oder Mascha Kaléko, die sich in ihren Gedichten mit ihrer Exilsituation auseinandersetzten.

In der letzten Phase haben wir unsere Gedanken zum Thema in eigenen Texten niedergeschrieben. Wir sammelten Ideen, erstellten Rohfassungen, feilten stundenlang an unseren entwickelten Gedichten und verfeinerten Formulierungen, sprachliche Mittel und natürlich die Rechtschreibung und Interpunktion. Auf diese Weise setzte sich jeder von uns intensiv mit seiner eigenen Interpretation von Heimat und/oder Fremde auseinander.

Und was ist Heimat für Sie? Was ist Fremde für Sie?

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen hoffen,  dass wir Ihnen mit unseren Gedichten auch einige Denkanstöße  geben können.

Unbekannte fremde

 

Warum in der gewohnten Umgebung

bleiben,

wenn die Fremde

dich ruft.

 

Der Rucksack

voll gepackt

die Füße

bereit zu laufen

doch

das Gefühl vom Vertrauten

hält dich fest.

 

Wer versichert dir,

dass du zurückkehren kannst?

Wer versichert dir,

dass die Fremde

deine Heimat wird?

 

Chiara E.

geteiltes ich

 

weiß-rot sind meine wurzeln

doch auch schwarz-rot-gold

geboren in dem einen land

doch drei jahre gelebt in dem anderen

 

heimat ist mehr als nur ein wort

die leute die ich liebe

auch wenn wir nicht vereint sind

trage ich sie in meinem inneren

 

welche seite werde ich wählen

Den schwarzen oder weißen adler

ich fühle mich zerrissen

entscheiden kann ich mich

nicht

 

Sarah Kowalski

Neue Heimat in der Fremde?

Heimat
ist der Ort
des inneren Wohlempfindens
es sind die Menschen
und ihre Vielfalt

Heimat
ist der Ort
der sich Familie nennt
der Ort der Gemeinschaft
und der Liebe

Fremde
ist der Ort
der Angst
der Unsicherheit
des Verlustes
der vertrauten Umgebung

Aber auch der Ort
des Neuanfangs
der Entdeckung
unerwarteter Möglichkeiten

Juliana

Millennials

 

Gefangen im Land der Perfektion.

dort wo kein Platz ist

für Ausnahmen,

für Fehler,

für Einzigartigkeit.

 

Gefangen im Bann des Netzes,

um dich herum Gitter.

Das Schloss

schon lange verriegelt,

der Schlüssel,

für die Freiheit unerreichbar.

 

Verbunden mit jedem und allem,

außer mit dir selbst.

Durch Lügen statt Realität,

gelingt der Schein der Perfektion.

 

Bis du endgültig aufgibst,

verstrahlt,

vernebelt,

verblendet,

und verblasst im Schein des Bildschirms.

 

-Bennet de Boer-

Meine Wurzeln

 

Meine Heimat ist wie ein Baum

voller Zweige

mit Wurzeln im Herzen,

die mir Sicherheit gewähren

 

Ein Zweig

voller wunderbarer Momente,

der Tag für Tag wächst.

Daneben ein zweiter,

der sich windet

im Wind

mit Melodien,

die leise klingen.

 

Eine Wurzel

Mit den Tieren

Der Kindheit.

Eine Wurzel

Mit einzigartigen Menschen.

 

Die Wurzeln

sind tief verankert

sind alles

was mich am Boden hält.

 

Meine Heimat ist wie ein Baum,

der wächst durch die Liebe

hoch hinaus

und

ich wachse durch ihn

über mich hinaus.

 

Henrike Kuckelt

Fotos: Fabian Flöper

Ausland ja – aber wie? Eine informative Veranstaltung

Ausland ja – aber wie? Eine informative Veranstaltung

Viele Schülerinnen und Schüler möchten während ihrer Schullaufbahn oder nach der Schulzeit für eine bestimmte Zeit ins Ausland gehen, wissen aber nicht, wo und wie sie sich informieren können. Für diese Jugendlichen kam der Informationsabend  der AFS zum Thema „Ausland ja – aber wie?“ gerade richtig.

Der 21-jährige Student Sven Sutthoff  berichtete engagiert über die Möglichkeiten einen Auslandsaufenthalt zu organisieren. Er informierte ausführlich über Highschool-Aufenthalte während der Schulzeit, aber auch über die Arbeit  in Freiwilligendiensten oder als Au-pair nach Beendigung der Schullaufbahn. Und auch das beliebte „Work and Travel“ mit seinen Vor- und Nachteilen sowie die Möglichkeit, als Familie einen ausländischen Gast aufzunehmen, wurden vorgestellt. Besonders beeindruckend waren neben dem umfangreichen Wissen über die verschiedenen Angebote die vielen persönlichen Anmerkungen des jungen Mannes, der einige der Programme aus eigenem Erleben kennt und zum Beispiel von seinen Erfahrungen als Austauschschüler in China berichten konnte.

Im Anschluss an die überzeugende Präsentation konnten die interessierten Schüler und ihre Eltern Fragen stellen, bei denen keine Antwort offen blieb, sei es zu Kosten, zu Unterbringungsmöglichkeiten oder zu Zeiträumen in Bezug auf die verschiedenen Möglichkeiten eine Zeit im Ausland zu verbringen.

Sven Sutthoff begeisterte die Zuhörer durch seine lebhaften Schilderungen und sein umfangreiches Wissen zu allen angesprochenen Bereichen und der Referent selbst freute über das rege Interesse der Gäste sowie die vielen detaillierten Nachfragen als Resonanz auf seinen Vortrag.

Der Bürgerdialog

Der Bürgerdialog

Bürgerdialog – habt ihr dieses Wort schon einmal gehört? Und könnt ihr euch darunter etwas vorstellen? Wahrscheinlich nicht, daher möchte ich euch an einem konkreten Beispiel beschreiben, was ein Bürgerdialog ist.

Am 02.10. habe ich gemeinsam mit einigen anderen Schülern in der Volkshochschule Gütersloh an einem  Bürgerdialog zum Thema „Europa“ teilgenommen. Dort trafen wir uns mit anderen Gütersloher Bürgern verschiedener Altersstufen, um über Europa und die Bedeutung der Europäischen Union für unser Leben zu sprechen.

Anwesend war bei diesem Gespräch auch der ostwestfälische Europaabgeordnete Elmar Brok, der uns sehr kompetent alle Fragen beantworten konnte, die wir zu diesem Thema hatten.

Aber noch interessanter als die Informationen war der Diskurs mit unseren Mitbürgern an unseren einzelnen Gruppentischen. Als Diskussionsimpuls dienten drei Fragen: Welchen Einfluss hat die Europäische Union auf unser tägliches Leben? Worin sehen wir in Zukunft die größten Herausforderungen für die Europäische Union? Welche Vorschläge haben wir zur Lösung dieser Herausforderungen?

Diese Fragen haben wir an jeweils drei verschiedenen Gruppentischen diskutiert und dabei ist schnell aufgefallen, dass auch die jüngsten Teilnehmer an unserem Tisch meist eine sehr konkrete Meinung zu Europa hatten und auch konstruktive Kritik an der Umsetzung des europäischen Gedankens üben konnten.

Interessant war es, zu beobachten, wie unterschiedlich die verschiedenen Generationen aufgrund ihrer verschiedenen Biographien die europäische Verbundenheit betrachten wertschätzen. So sprachen die  älteren Mitbürger immer wieder von der Bedeutung der EU für den Frieden, da Jahrhunderte alte Konflikte aus der Welt geschafft wurden, wohingegen wir Jüngeren oftmals die Bedeutung der offenen Grenzen für die Reisefreiheit betonten.

Die Gespräche waren sehr spannend und ich kann es nur jedem ans Herz legen, an einem Bürgerdialog, egal zu welchem Thema teilzunehmen, weil jeder zu jedem Thema eine bestimmte Meinung hat und diese in diesem Rahmen kundtun kann.

Auch kann ein Bürgerdialog Menschen zum Umdenken bewegen, da die Meinungen und Vorschläge anderer Menschen häufig von den eigenen Gedanken abweichen. Genau dieses Aufeinandertreffen von verschiedensten Menschen und Meinungen macht den Bürgerdialog so reizvoll, denn nur so kann man lernen in angemessener Weise seine Überzeugungen zu verteidigen oder sich gar zu ändern, indem man sich von anderen überzeugen lässt.

Im Anschluss an die Veranstaltung nahm Elmar Brok unsere Vorschläge mit nach Brüssel und Straßburg, damit sich dort die unterschiedlichen Gremien damit befassen. Und wer weiß, ob nicht demnächst sogar im Europäischen Parlament über unsere Ideen diskutiert wird. Dann wäre unser Bürgerdialog tatsächlich ein erster Schritt zu gelebter direkter Demokratie.

Aleksandar Mitrovic, Q2

Fotos: Rolf Jostkleigrewe

Ein Jahr in Down-Under

Ein Jahr in Down-Under

Die Idee zu einem Austauschjahr bekam ich von einer Lehrerin unserer Schule und sie veränderte mein Leben für immer.

Nach Beendigung der zehnten  Klasse ging es für mich los, weit weg nach Australien am anderen Ende der Welt. Genauer gesagt: Ich reiste  an die Gold Coast, an der ich nun  ein Jahr lang leben würde.

Die erste Zeit war natürlich aufregend,  weshalb sie auch wie im Flug verging: neue Schule, neue  Freunde und vor allem eine neue Sprache.

Während der zwölf  Monate habe ich bei fünf verschiedenen Gastfamilien gewohnt und bin ein Teil der Familien geworden –  vom gemeinsamen Abendessen bis hin  zu Familienfesten und Urlauben.

Ich habe  den  Austausch mit der Service Organisation „Rotary“ gemacht, genau wie  acht andere Austauschschüler aus den verschiedensten Ländern der Welt, die ganz in meiner Nähe lebten.

Insgesamt machen über 30.000 junge Erwachsene jedes Jahr einen Austausch mit „Rotary“.  Einige von ihnen sind durch die gemeinsam verbrachte Zeit heute zu meinen besten Freunden geworden.

Freunde habe ich aber auch in der Schule sehr leicht gefunden.

In meiner Schule, dem Marymount College, gab es zwar sehr strenge Regeln,  aber ich hatte auch eine große Kursauswahl und viele  sportliche Möglichkeiten. So konnte ich Kurse belegen  wie zum Beispiel Business oder Jura. Ich habe außerdem für das Rugbyteam „Makos“ der Schule gespielt und beim Schwimmtraining mitgemacht.  Mit dem Team gab es nicht nur sportliche, sondern auch andere Aktivitäten. So haben wir oft Spenden für unser Team, aber auch für gemeinnützige Zwecke gesammelt.

Die wahrscheinlich prägendsten Erlebnisse habe ich auf meinen vielen Reisen erlebt. So reiste ich zum Beispiel über einen Monat im eigenen Auto mit meiner Cousine die Küsten hoch von Melbourne bis nach Fraser Island. Über diese Zeit haben wir im Auto oder unter freiem Himmel geschlafen. Unterwegs haben wir unzählige neue Freunde kennengelernt und waren an Stränden, die  schöner sind, als ich es mir hätte ausmalen können.

 

Eine weitere Tour führte mich einmal quer durch Australien. Mit 50 anderen Austauschschülern ging es über drei Wochen und 15.000 Kilometer in einem Bus von Sydney nach Melbourne, über Adelaide und Alice Springs bis zum Uluru und weiter nördlich nach Cairns und wieder zurück zur Gold Coast.

Am Ende möchte ich noch einmal sagen, dass mein Austauschjahr eine lebensverändernde Erfahrung war und ich so einen Austausch  jedem ans Herz legen möchte, der etwas Spannendes, aber auch Herausforderndes erleben will, denn wie sagte Gigi, eine gute Freundin von mir:

“My exchange wasn’t a year of my life, it was a life in a year. “

Luca Müller, Q1