Schülerdialog zum Thema „Europa“ in der Anne-Frank-Gesamtschule

Mehr als 70 Jahre herrscht nun schon Frieden in Europa. Dies allein begründet die Wichtigkeit des Verbundes der 28 Mitgliedstaaten. Aber was bedeutet Europa eigentlich für Jugendliche?

Am 7. Mai fand anlässlich der Europawoche und der bevorstehenden Europawahl ein Schülerdialog zum Thema „Europa“ im Forum der Anne-Frank-Gesamtschule statt. Hierbei konnten die Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs zeigen, dass sie über die Bedeutung Europas Bescheid wissen. Außerdem machten sie deutlich, dass sie sich für den Fortbestand und die Weiterentwicklung der Europäischen Union einsetzen wollen.

Die Idee zu dem Projekt entstand schon eineinhalb Jahre vorher, denn die Veranstaltung,  die gemeinsam von der VHS und der AFS geplant und durchgeführt wurde, bedurfte einer langen Vorbereitung.

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Europatag an der AFS

Seit 1986 wird der „Europatag“ am 9. Mai als Feiertag der Europäischen Union mit zahlreichen Veranstaltungen und Festlichkeiten begangen. In diesem Jahr nahm die AFS nun schon zum zweiten Mal in Form eines Projekttages des Jahrgangs 7 an der Würdigung von Frieden und Einheit in Europa teil.

Dazu erarbeiteten die einzelnen Klassen von der ersten bis zur sechsten Stunde verschiedene Projekte zum Thema „Europa“. Ihre Ergebnisse präsentierten sie dann im Rahmen einer kleinen Feier in der 8. und 9. Stunde im Forum. Geladen waren auch die Eltern der SchülerInnen sowie als Ehrengast Frau Kammertöns von „Europe direct“, die Koordinatorin des EU-Informationszentrums im Kreis Gütersloh.

Zu Beginn gestaltete die Musikklasse 7d mit der eigens einstudierten Eurovisionshymne einen feierlichen Auftakt der Veranstaltung.

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Europaquiz – Wer wird Europameister?

Am 27.03.2019 fand im Forum unserer Schule ein Europaquiz mit dem Titel „Wer wird Europameister?“ im Stil der Show „Wer wird Millionär?“ statt. Beteiligt waren die E-Kurse aus dem 10. Jahrgang von Frau Fetahaj, Herrn Kolb und Herrn Flöper.

Um 8 Uhr wurden wir vom Moderator Herrn Heiko Fröhlich vom Verein „Bürger Europas“ begrüßt. Er stellte uns ein paar Fragen und anschließend sagte er uns, dass unser Thema die Europäische Union sei. Manche von uns wurden gefragt, ob wir persönlich etwas damit zu tun hätten. Dann redeten wir über den beschlossenen Artikel 13 des EU-Urheberrechts.

Im Verlauf der Veranstaltung wurden uns kleine Fernbedienungen ausgeteilt und Herr Fröhlich erklärte uns, wie wir mit den Fernbedienungen umgehen sollten. Er sagte uns noch, dass wir nur die Nummern 1 bis 3 drücken sollten (drei Antwortmöglichkeiten). Dann wurden uns die Preise gezeigt und das Spiel fing an. Insgesamt stehen 8 Themen mit je 6 Fragen zur Verfügung, wovon zwei Themen für uns ausgewählt wurden. Unser erstes Thema war „Nordrhein-Westfalen und Europa“.

Kennt ihr die ersten drei größten Länder der Europäischen Union? Das größte Land der Europäischen Union ist Deutschland gefolgt von Großbritannien und dann kommt Frankreich.

Unser zweites Thema war „Jugend in Europa“. Einer der Fragen war zum Beispiel: „Welches sind die beliebtesten Länder deutscher ERASMUS-Studierender?“ Die Antwort lautete „Spanien, Frankreich und Großbritannien“. Eine andere Frage war, was man mit dem Europass machen könne. Die Antwort lautete: „Mit dem Europass können sich junge Europäer mit einheitlichen Dokumenten für Jobs und Praktika bewerben.“

Die Schüler, die am schnellstens die richtige Antwort mit ihren Fernbedienungen eingegeben hatten, bekamen sofort nach der Auswertung ihren Preis ausgehändigt. Es gab USB-Sticks, Frisbees, Sattelschoner und eine Freikarte für ein Spiel von Arminia Bielefeld.

Dann kamen wir zum Ende und Herr Fröhlich bedankte sich bei uns. Er verabschiedete sich noch und dann durften wir gehen.

Meiner Meinung nach war es eine gute Abwechslung vom Unterricht und eine lustige und lehrreiche Veranstaltung. 90 Minuten sind vielleicht zu kurz, weil es interessanter wäre, wenn wir auch andere Themen noch kennengelernt hätten, aber im Großen und Ganzen war es gut.

Von: Sandra Moldoveanu

Klasse: 10C

Was ist für euch Heimat? Was ist Fremde?

Diese Fragen haben wir Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs der Anne-Frank-Gesamtschule von unserer Deutschlehrerin Frau Hinrichs gestellt bekommen. Wir äußerten unsere Gedanken und Vorstellungen, die so unterschiedlich waren, dass wir viel diskutierten, über unsere Meinung nachdachten und sie zum Teil revidierten.

Manche dachten bei dem Begriff „Heimat“ an ihr Zuhause, für andere wiederum ist Heimat mit einem Gegenstand oder mit bestimmten Gefühlen verbunden. Und auch der Begriff „Fremde“ wurde sehr unterschiedlich erläutert.  Wir stellten uns darunter nicht nur den Umzug in ein fremdes Land oder eine neue Kultur vor, sondern definierten ihn auch als Übergang in eine neue Situation, zum Beispiel den Schulwechsel zu Beginn dieses Schuljahres.

Im Anschluss analysierten und diskutierten wir unterschiedliche Gedichte zum Thema „Fremdheitserfahrungen in lyrischen Texten“ , von modernen Autoren wie Nevfel Cumart, die der interkulturellen Lyrik zuzuordnen sind, bis zu älteren Dichtern wie Heine oder Mascha Kaléko, die sich in ihren Gedichten mit ihrer Exilsituation auseinandersetzten.

In der letzten Phase haben wir unsere Gedanken zum Thema in eigenen Texten niedergeschrieben. Wir sammelten Ideen, erstellten Rohfassungen, feilten stundenlang an unseren entwickelten Gedichten und verfeinerten Formulierungen, sprachliche Mittel und natürlich die Rechtschreibung und Interpunktion. Auf diese Weise setzte sich jeder von uns intensiv mit seiner eigenen Interpretation von Heimat und/oder Fremde auseinander.

Und was ist Heimat für Sie? Was ist Fremde für Sie?

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen hoffen,  dass wir Ihnen mit unseren Gedichten auch einige Denkanstöße  geben können.

Unbekannte fremde

 

Warum in der gewohnten Umgebung

bleiben,

wenn die Fremde

dich ruft.

 

Der Rucksack

voll gepackt

die Füße

bereit zu laufen

doch

das Gefühl vom Vertrauten

hält dich fest.

 

Wer versichert dir,

dass du zurückkehren kannst?

Wer versichert dir,

dass die Fremde

deine Heimat wird?

 

Chiara E.

geteiltes ich

 

weiß-rot sind meine wurzeln

doch auch schwarz-rot-gold

geboren in dem einen land

doch drei jahre gelebt in dem anderen

 

heimat ist mehr als nur ein wort

die leute die ich liebe

auch wenn wir nicht vereint sind

trage ich sie in meinem inneren

 

welche seite werde ich wählen

Den schwarzen oder weißen adler

ich fühle mich zerrissen

entscheiden kann ich mich

nicht

 

Sarah Kowalski

Neue Heimat in der Fremde?

Heimat
ist der Ort
des inneren Wohlempfindens
es sind die Menschen
und ihre Vielfalt

Heimat
ist der Ort
der sich Familie nennt
der Ort der Gemeinschaft
und der Liebe

Fremde
ist der Ort
der Angst
der Unsicherheit
des Verlustes
der vertrauten Umgebung

Aber auch der Ort
des Neuanfangs
der Entdeckung
unerwarteter Möglichkeiten

Juliana

Millennials

 

Gefangen im Land der Perfektion.

dort wo kein Platz ist

für Ausnahmen,

für Fehler,

für Einzigartigkeit.

 

Gefangen im Bann des Netzes,

um dich herum Gitter.

Das Schloss

schon lange verriegelt,

der Schlüssel,

für die Freiheit unerreichbar.

 

Verbunden mit jedem und allem,

außer mit dir selbst.

Durch Lügen statt Realität,

gelingt der Schein der Perfektion.

 

Bis du endgültig aufgibst,

verstrahlt,

vernebelt,

verblendet,

und verblasst im Schein des Bildschirms.

 

-Bennet de Boer-

Meine Wurzeln

 

Meine Heimat ist wie ein Baum

voller Zweige

mit Wurzeln im Herzen,

die mir Sicherheit gewähren

 

Ein Zweig

voller wunderbarer Momente,

der Tag für Tag wächst.

Daneben ein zweiter,

der sich windet

im Wind

mit Melodien,

die leise klingen.

 

Eine Wurzel

Mit den Tieren

Der Kindheit.

Eine Wurzel

Mit einzigartigen Menschen.

 

Die Wurzeln

sind tief verankert

sind alles

was mich am Boden hält.

 

Meine Heimat ist wie ein Baum,

der wächst durch die Liebe

hoch hinaus

und

ich wachse durch ihn

über mich hinaus.

 

Henrike Kuckelt

Fotos: Fabian Flöper

Ausland ja – aber wie? Eine informative Veranstaltung

Viele Schülerinnen und Schüler möchten während ihrer Schullaufbahn oder nach der Schulzeit für eine bestimmte Zeit ins Ausland gehen, wissen aber nicht, wo und wie sie sich informieren können. Für diese Jugendlichen kam der Informationsabend  der AFS zum Thema „Ausland ja – aber wie?“ gerade richtig.

Der 21-jährige Student Sven Sutthoff  berichtete engagiert über die Möglichkeiten einen Auslandsaufenthalt zu organisieren. Er informierte ausführlich über Highschool-Aufenthalte während der Schulzeit, aber auch über die Arbeit  in Freiwilligendiensten oder als Au-pair nach Beendigung der Schullaufbahn. Und auch das beliebte „Work and Travel“ mit seinen Vor- und Nachteilen sowie die Möglichkeit, als Familie einen ausländischen Gast aufzunehmen, wurden vorgestellt. Besonders beeindruckend waren neben dem umfangreichen Wissen über die verschiedenen Angebote die vielen persönlichen Anmerkungen des jungen Mannes, der einige der Programme aus eigenem Erleben kennt und zum Beispiel von seinen Erfahrungen als Austauschschüler in China berichten konnte.

Im Anschluss an die überzeugende Präsentation konnten die interessierten Schüler und ihre Eltern Fragen stellen, bei denen keine Antwort offen blieb, sei es zu Kosten, zu Unterbringungsmöglichkeiten oder zu Zeiträumen in Bezug auf die verschiedenen Möglichkeiten eine Zeit im Ausland zu verbringen.

Sven Sutthoff begeisterte die Zuhörer durch seine lebhaften Schilderungen und sein umfangreiches Wissen zu allen angesprochenen Bereichen und der Referent selbst freute über das rege Interesse der Gäste sowie die vielen detaillierten Nachfragen als Resonanz auf seinen Vortrag.