Europawoche 2026 im Jahrgang 7

Mit ihrer Europawoche im Jahrgang 7 beteiligte sich die Anne-Frank-Schule nun bereits zum 9. Mal an der Europawoche im Kreis Gütersloh. Im Vorfeld zum zentralen Europa-Feier- und Gedenktag am 9. Mai gestalteten die Schülerinnen und Schüler „ihren“ ganz eigenen Europatag vom 4. bis 5. Mai 2026 an der AFS. Dazu beschäftigten sie sich im Rahmen eines Projekttages (4. Mai) mit aktuellen und drängenden Fragen und Entwicklungen der Europäischen Union und konnten dabei ihren ganz individuellen Interessen nachgehen, die sich von naturwissenschaftlichen bis hin zu gesellschaftswissenschaftlichen Themen erstreckten. Gemeinsam mit ihren Klassenlehrkräften gingen sie beispielsweise in „Europas Parklandschaften“ der Frage nach der Balance von Naturschutz und Freizeitnutzung nach (7a), erstellten ein Würfelspiel zu den Biotopen in Europa (7e) oder trugen einen digitalen Reiseführer durch die Metropolen Europas zusammen (7b). Gerahmt vom musikalischen Schwerpunkt der Klasse 7c und der 7d, welche die Esskulturen in Europa beleuchtete (inklusive köstlicher Kostprobe!) ergab sich in diesem Jahr ein besonders buntes und abwechslungsreiches Programm, was das Ausstellen und Anschauen lohnend machte. Der Einladung, dem nachzukommen und Einblick in die Arbeit und die Ergebnisse der Schüler*innen zu nehmen, folgten zahlreiche Eltern und Verwandte, Vertreter*innen der Schulöffentlichkeit und auch der Leiter des Europe Direct Zentrums im Kreis Gütersloh, Herr Piesch. Der Präsentationstag am 5. Mai begann mit einem feierlichen Auftakt mit Musik im Forum. Danach erkundeten die Schüler*innen eigenständig in einem Rundlauf die als Präsentationsräume gestalteten Klassen ihrer Mitschüler*innen. Ein Biparcours-Quiz leitete sie auf ihrem Weg und forderte ihre Aufmerksamkeit beim Lösen von Fragen zu den einzelnen Präsentationen. Zur Preisverleihung trafen sich alle wieder im Forum zu einem gemeinsamen Abschluss. Den ersten Preis konnte ein Team aus der 7a erringen, herzlichen Glückwunsch wünscht der Arbeitskreis Europa!

Lesen gegen das Vergessen: Stimmen der Erinnerung in Wort und Musik

Die Veranstaltung am 9. Mai um 11 Uhr in der Martin-Luther-Kirche verknüpfte Lesung, Musik und Gedenken.

Lesungen:
Renate Welsh: Die Ohrfeigen – Mila Markovic (Anne-Frank-Schule)
Ilse Losa: Die Welt, in der ich lebte – Lilian Wohnhas (FB Kultur)
Cato Bontjes van Beek: Leben will ich, leben, leben – Nicole Beck (AFS)
Ellinor Wohlfeil: Kein menschlicher Makel – Maja Suchoka (Anne-Frank-Schule)
Gamze Kubasik / Semiya Simsek / Christine Werner:
Unser Schmerz ist unsere Kraft – Aliya Akgün (AFS)
Hildegard Knef: Der geschenkte Gaul – Almuth Wessel
Hanna Arendt: Kindheitserinnerungen – Astrid Kusch (Omas gegen Rechts)
Mariella Mehr: Daskind (Gedicht) – Elke Volkmann (Seniorenbeirat)
Anna Achmatowa: Requiem – Ludger Funke (Forum russische Kultur)
Hans Rosenthal: Zwei Leben in Deutschland – Melina Wilms (AFS)
Wilfried Schäfer: Tagebuch – Almuth Wessel
Christina Christiansen: Brief an Nikolaus Groß
Rita Fleiter-Wurg (Seniorenbeirat / Omas gegen Rechts)

Grußworte: Markus Kottmann, Stellvertr. Bürgermeister Stadt Gütersloh
Musik am Cello: Felix Janßen-Müller, Anne-Frank-Schule
Friedensgebet: Erika Engelbrecht
Moderation: Lilian Wohnhas, Fachbereich Kultur Stadt Gütersloh

Fotos: Fabian H. Flöper

v.l.n.r.: Felix Janßen-Müller (Anne-Frank-Schule), Christina Gößling-Arnold (VHS Gütersloh), Michael Schüthuth (Anne-Frank-Schule), Anja Krokowski (Stadtbibliothek Gütersloh), Lena Jeckel (Fachbereich Kultur Stadt Gütersloh), Almuth Wessel (Mitinitiatorin von Lesen gegen das Vergessen), Elke Volkmann (Seniorenbeirat Stadt Gütersloh), Erika Engelbrecht (Pfarrerin a.D.), Lilian Wohnhas (Fachbereich Kultur Stadt Gütersloh) freuen sich auf „Lesen gegen das Vergessen“ am 9. Mai, in der Martin-Luther-Kirche. Foto: Stadt Gütersloh.

Anne-Frank-Schule mit Erasmus+ Qualitätssiegel 2025 im Schulbereich ausgezeichnet!

Als Wertschätzung für unsere Projektarbeit im Rahmen der durchgeführten europäischen Mobilitäten seit unserer Erasmus + Akkreditierung in 2022 wurde unsere Schule mit dem Qualitätssiegel gewürdigt. Somit gelten wir als Beispiel guter Praxis in der Durchführung von Erasmus + Projekten.

Die Urkunde Erasmus+ Qualitätssiegel im Schulbereich erhalten wir zu einem späteren Zeitpunkt.

Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung unserer Arbeit und bedanken uns ganz herzlich bei allen Kolleg*innen und Schüler*innen, die sich dabei außerordentlich engagiert haben!

Carla Weitkamp
Europa-Koordinatorin

DiscoverEU – Travel-Pässe kostenlos. Jetzt bewerben!

Ab dem 30. Oktober startet die neue Bewerbungsrunde von DiscoverEU. Zum 40-jährigen Jubiläum des Schengen-Raumes verlost die Europäische Union dieses Mal 40.000 Travel-Pässe, mit denen junge Menschen Europa bis zu 30 Tage lang mit öffentlichen Verkehrsmitteln bereisen können.

DiscoverEU ist eine Initiative von Erasmus+. Sie bietet jungen Menschen die Möglichkeit, Europas Vielfalt, Kultur und Geschichte zu entdecken und andere Europäerinnen und Europäer kennenzulernen. Neben dem Travel-Pass erhalten die Teilnehmenden eine Rabattkarte, die Vergünstigungen für Unterkunft Kultur, Sport und weitere Angebote bietet.

Bewerben können sich alle, die im Jahr 2007 geboren sind und in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder einem mit dem Erasmus+-Programm assoziierten Nicht-EU-Land wohnen. Die Frist endet am 13. November um 12:00 Uhr mittags (Ortszeit Brüssel).

https://youth.europa.eu/discovereu_de

Über Grenzen hinweg: Videokonferenz mit palästinensischen Schüler*innen

Seit 25 Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen unserer Anne-Frank-Gesamtschule und der Evangelical Lutheran School of Hope in Ramallah (Palästina). In diesem Jahr 2025 hätte turnusgemäß wieder ein Austausch stattfinden sollen. Angesichts der Lage vor Ort in Palästina ist das jedoch auf absehbare Zeit nicht möglich. Trotzdem versuchen wir, den Kontakt in diesen schwierigen Zeiten aufrechtzuerhalten.

Am Donnerstag, dem 15. Mai 2025, führten die Schüler*innen der Klassen 10b und 10f unserer Schule eine Videokonferenz mit Schüler*innen des Jahrgangs 11 der Evangelical Lutheran School of Hope in Ramallah (Palästina) durch.

Diese Videokonferenz fand im Rahmen des Religionsunterrichts statt. In Vorbereitung auf das Gespräch setzten wir uns mit den historischen, politischen und religiösen Hintergründen des aktuellen Israel-Palästina-Konflikts auseinander.

Nach einer kurzen gegenseitigen Vorstellung tauschten wir uns auf Englisch über den Schulalltag, Hobbys und – aus palästinensischer Perspektive – über das Leben unter israelischer Besatzung aus. Dabei entwickelte sich ein sehr spannendes Gespräch zwischen den deutschen und palästinensischen Schüler*innen. Wir erhielten einen realen Eindruck von der aktuellen Lage in Palästina und konnten uns aus den persönlichen Erfahrungen der palästinensischen Schüler*innen ein Bild von den Herausforderungen des Alltags unter militärischer Besatzung machen.

Die palästinensischen Schüler*innen fragten uns nach der deutschen Perspektive und wie wir aus unseren Medien die Situation vor Ort in Palästina wahrnehmen.

Auf unsere Fragen hin gewährten die Schüler*innen der School of Hope uns außerdem Einblicke in ihre persönlichen Ziele und Wünsche für die Zukunft.

Das Gespräch fand in einer respektvollen, offenen Atmosphäre statt und wurde von Lehrkräften beider Schulen moderiert. Die Jugendlichen zeigten Interesse an fortführenden Schüleraustauschprojekten in der Zukunft.

Insgesamt wurde die Begegnung von den Schüler*innen beider Seiten positiv aufgenommen. Es war ein beeindruckender Beitrag zum internationalen Austausch und zur Förderung des Verständnisses des aktuellen Israel-Palästina-Konflikts.

Sina, Rezvan & WeyG

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