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Projektorientiertes Lernen

im Jahrgang 5 und 6

Eine Neuerung in unserer Lernkultur betrifft das Lernen in Projekten. Die Unterrichtsmethode ermöglicht Schüler*innen ein höheres Maß an Mitgestaltung und Chancen zu selbstständigem und eigenverantwortlichem Lernen.

Wir führen unsere Schüler*innen mit Geduld und entsprechender Unterstützung an Projektarbeit heran. Deshalb bieten wir eine stufenweise Einführung und Hinführung zum Projektlernen an. Eingeführt wird projektorientiertes Arbeiten im Klassenverband in den Jahrgängen 5 und 6 in den Fächern Gesellschaftslehre (GL) und Naturwissenschaften (NW). Dieses Angebot stellt einen wichtigen Gegenpol zur Lernbüroarbeit dar, weil hier vor allem auch kooperative Lernformen im Fokus stehen.
Die Projektarbeit bietet im Idealfall große Handlungsspielräume und ist dadurch gekennzeichnet, dass Schülerinnen und Schüler aus einer problemhaltigen Sachlage heraus ein Thema entwickeln, dazu Informationen sammeln und auswerten. Sie formulieren Ziele für die eigene Arbeit, entwerfen einen Plan für ihr eigenes inhaltliches und prozessbezogenes Vorgehen, korrigieren bei auftretenden Schwierigkeiten und präsentieren ihre Arbeitsergebnisse. In all diesen Phasen arbeiten die Schülerinnen und Schüler in hohem Maße selbstgesteuert.

Alle Schülerinnen und Schülern, die sich nicht für die MUSIK- oder MINT-Projektklasse entscheiden, starten im Jg. 5 und 6 im Rahmen der Fächer NW und GL mit „Projektorientiertem Lernen“. Die Angebote finden immer im Rahmen des Fachunterrichts der Fächer statt. Pro Halbjahr werden an zwei Rahmenthemen des Kernlehrplans projektorientierte Phasen im Umfang von ca. 6-10 Stunden angebunden.

In den höheren Jahrgängen wird projektorientiertes Lernen weiter ausgebaut und zunehmend anspruchsvoller gestaltet werden, so dass wir in den Jahrgängen 9/10 das Ziel Projektlernen erreichen.

Was sind kennzeichnende Merkmale des projektorientierten Unterrichts?

  • Mehr Schülerorientierung, wodurch die Schüler*innen zunehmend selbstständiger, eigenverantwortlicher und produktiver arbeiten lernen.
  • Es wird kooperativ in Gruppen/Teams gearbeitet.
  • Die Kleinprojekte erstrecken sich über einen überschaubaren Zeitraum und sind immer produktorientiert.
  • Digitale Medien kommen verstärkt bei der Recherche, der Informationsverarbeitung und -vermittlung zum Einsatz.
  • Der Lehrer dient als Berater*in und Projektleiter*in.
    Sie/er koordiniert die Projektarbeit innerhalb der Lerngruppe.

Was verlangt Projektlernen von Schüler*innen?

  • Bereitschaft, den Unterricht mit zu planen und mitzugestalten,
  • Bereitschaft mit Teamgeist und in Gruppen zu arbeiten,
  • Bereitschaft für andere Unterrichtsformen offen zu sein,
  • Bereitschaft fachübergreifendes, projektorientiertes Arbeiten aktiv zu unterstützen,
  • Bereitschaft prozess- und produktorientiert zu arbeiten,
  • Bereitschaft mündliche, schriftliche und grafische Gestaltungstechniken (Layout) für die Präsentationen zu erlernen.

Welche Ablaufphasen gibt es im projektorientierten Unterricht?