Die Anne-Frank-Gesamtschule hat die Rezertifizierung als Europaschule für den Zeitraum 2025 bis 2030 erfolgreich abgeschlossen. Für mich ist das eine ziemlich coole Nachricht, weil ich in den letzten Jahren selbst bei vielen Fahrten und Projekten mitgemacht habe und weiß, wie viel Arbeit dahintersteckt.

Dass die Rezertifizierung geklappt hat, liegt neben den vielen schulischen Aktivitäten auch an den vielen neuen Austauschmöglichkeiten, die wir jetzt haben, da unsere Schule seit 2023 offiziell bei Erasmus+ akkreditiert ist, wodurch die Aktivitäten finanziell unterstützt werden. In diesem Schuljahr z. B.  fand einen   Austausch mit der italienischen Stadt Aprilia zum Thema Digitalisierung statt, andere reisten zu Projektpartnern nach Krakau in Polen, nach Brüssel, nach Parla in Spanien und auch natürlich nach Irland, wo ich vier Wochen lang in unserer Partnerschule den Unterricht besuchen durfte. Manche von uns konnten sogar ein Auslandspraktikum unter anderem in Irland absolvieren. Wer nicht direkt verreist ist, hat über das eTwinning-Programm zumindest digital mit verschiedenen Schulen an interessanten Projekten gearbeitet, zum Beispiel mit Partner*innen in Irland, Italien, Spanien, Portugal, Schweden und der Türkei.

Auch im Unterrichtsprogramm und bei Projekten zeigt sich, dass wir Europaschule sind. Das bilinguale Angebot in den Oxford-Kursen startet schon in Klasse 6 und zieht sich hoch bis zu den „European Studies“ in der Oberstufe. Außerdem nimmt die Schule regelmäßig an Europäischen Wettbewerben teil, und wir haben die Chance, offizielle Cambridge-Sprachzertifikate zu erwerben. Ein fester Bestandteil ist zudem die Europawoche, die in den Jahrgängen 7 und 11 (als Bürgerdialog in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule) und im Jahrgang 13 stattfindet.

Als Europaschule engagieren wir uns aber auch direkt vor Ort in unserer Stadt. Wir sind Partner im Netzwerk Europe Direct für den Kreis Gütersloh und nehmen an verschiedenen Aktionen teil. Im Jahr 2025 fanden so zum Beispiel die Demo gegen Rechts in Gütersloh im Februar und die mehrsprachige Lesung des Anne-Frank-Tagebuchs im Juni statt.

Die ganze Organisation läuft über den Arbeitskreis Europaschule, der sich um die Koordinierung aller Aktivitäten kümmert. Die Leitung hat Carla Weitkamp für die Gesamtkoordination und Erasmus+. Weitere Verantwortliche sind unter anderem Steffi Ehemann und Gülsen Sen für die Europawoche in der Sekundarstufe I, Michael Schüthuth für die Europawoche in der Sekundarstufe II, Sabrina Pemberton für den Bili-Unterricht, Beate Hinrichs für den Kontakt zu Europe Direct, Regina Avramovic für die Wettbewerbe und Fabian Flöper für die Öffentlichkeitsarbeit.

Dass diese Rezertifizierung so reibungslos geklappt hat, ist ein riesiger Erfolg für unsere Schule. Aus eigener Erfahrung durch die Teilnahme an verschiedenen Fahrten und Aktivitäten kann ich sagen: Diese Projekte sind viel mehr als nur Theorie im Unterricht. Man lernt neue Kulturen kennen, findet Freunde in anderen Ländern, tauscht sich aus, lebt Demokratie und wächst total daran. Ein großer Dank geht an den Arbeitskreis und alle Mitschüler*innen, die sich dafür eingesetzt haben. Ohne dieses Engagement wäre das nicht gelungen.

Vladalina Sirghi, Jahrgang 11

TaskCard: https://www.taskcards.de/#/board/78564297-d071-4e7d-8a22-942575a64eb1/view?token=f2040a84-f6b1-4211-a71e-b5ae378c984b

Consent Management Platform von Real Cookie Banner