Miep Gies – ein Vorbild für uns alle

Viele von euch haben sicher schon einmal den Namen Miep Gies gehört, sei es, weil ihr im Unterricht über sie gesprochen, einen Film über Anne Frank gesehen oder gar das Tagebuch gelesen habt.

Miep Gies wurde vor allem deshalb bekannt, weil sie der Familie Frank und deren Freunden geholfen hat sich während der Zeit des Nationalsozialismus im Hinterhaus zu verstecken.

Ohne ihre Hilfe hätte Anne Frank niemals die Möglichkeit gehabt ihr heute weltberühmtes Tagebuch zu schreiben.

Vor etwa 30 Jahren hat in einer Feierstunde in der Sporthalle die Städtische Gesamtschule Gütersloh den Namen „Anne-Frank-Schule“ erhalten. Als Gast zu dieser Feier war Miep Gies persönlich eingeladen und hat den SchülerInnen sowie den LehrerInnen während der Namensgebungsfeier Auszüge aus ihrem Buch ”Meine Zeit mit Anne Frank” vorgelesen. Außerdem beantwortete sie ausführlich die Fragen, die SchülerInnen ihr zu ihrem Leben und zur Unterstützung der Familie Frank stellten. Aus diesem Besuch erwuchs zunächst eine sehr enge Freundschaft mit dem ehemaligen Schulleiter der Schule, Herrn Rolfes, sowie mit der Zeit eine enge Beziehung zwischen ihr und der Schulgemeinde.

Für alle, die mehr über diese mutige Frau wissen wollen, gibt es gute Nachrichten! Initiiert durch Herrn Stienen, einen Lehrer unserer Schule und unterstützt durch weitere engagierte LehrerInnen und den Projektkurs des 12. Jahrgangs “Errinnern für die Zukunft”, dem ich auch angehöre, wird es am 06.07.2018 eine ganz besondere Veranstaltung geben:

An diesem Termin wird nämlich der bisher unbenannte Weg zwischen der Sporthalle und der Bundesstraße den Namen „Miep-Gies-Weg” erhalten, nachdem der Kulturausschuss der Stadt Gütersloh dem Anliegen der Schule einstimmig zugestimmt hat.

Anlässig der Umbenennung wird es an diesem Tag zunächst eine Feierstunde im Forum geben und danach erfolgt die offizielle Kennzeichnung des Weges mit einem Straßenschild. Auch wird (für alle Neugierigen und Interessierten unter euch) eine vom Arbeitskreis extra entworfene Tafel aufgestellt. Sie enthält Informationen und Bilder zur Person und zum Wirken von Miep Gies. Hierbei soll vor allem auch die Beziehung zwischen Miep Gies und Anne Frank deutlich gemacht und somit die Verbundung zur Schule hergestellt werden.

Mittlerweile gibt es schon drei Links zu Miep Gies auf unserer neuen Schulhomepage. Informationen zur Benennung des Weges sowie das neue Schild werden dann natürlich auch online zu finden sein.

Wir hoffen, dass dieses Ereignis von euch positiv aufgenommen und mit großer Freude und Dankbarkeit begrüßt wird. Natürlich hoffen wir auch, dass ihr uns dabei, so gut ihr könnt, unterstützt und das Projekt befürwortet.

Und an alle jüngeren Leserinnen und Leser: Vergesst nicht, dass das Erinnern an diese Geschichte und deren Weitererzählen für uns alle bedeutend und Mahnung für die Zukunft ist.

Vielen Dank für euer Interesse.

Dimosthenis Koutsakis, Jg. 12

Aufstand der Teenager

Nach einem Schulmassaker mit 17 Toten in Parkland demonstrierten tausende Menschen in Florida und anderen Städten der USA  für schärfere Waffengesetze.

Besonders bemerkenswert ist es, dass es Jugendliche waren,  die den Protest gegen das amerikanische Waffengesetz anführten. Jugendliche aller Altersstufen legten sich auf das Straßenpflaster vor dem Weißen Haus und bewegten sich nicht – ein sogenanntes „Die In“ gegen die Waffengesetze. Sie wollten etwas gegen den freizügigen Gebrauch von Waffen tun, denn auch im Leben von Kindern gehören Pistolen und Gewehre leider zum Alltag.

Seit Anfang des Jahres gab es 18 Schießereien an Schulen in den USA. Viele Schüler wollten angesichts der jungen Toten nicht länger schweigen. Sie  fühlen sich nicht mehr sicher an ihren Schulen. Schüler aus verschiedenen Schulen veranstalteten mehrere Aktionen, um eine umfangreiche Diskussion der Waffengesetze und deren Änderung zu erreichen.

So sind z.B. bei den sogenannten „Walkouts“ unter dem Motto „Enough“ für 17 Minuten alle Schüler aus dem Unterricht gegangen, um der 17 Opfer in Parkland zu gedenken. Organisiert wurde diese Aktion von „Empower“, der Jugendabteilung der Vereinigung, die auch große Frauenmärsche (Women’s March) in Amerika organisiert. Insgesamt wurden 3136 „Walkouts“ bei der Organisation angemeldet.

Die amerikanische Regierung hat derweil versucht, mit kleinen Schritten auf die Jugendlichen zuzugehen. So wurde in Florida das Mindestalter für den Waffenkauf von 18 auf 21 Jahren angehoben.

Aber auch wenn sie durch ihre Aktionen einen Schritt weitergekommen sind, geben die Schüler nicht auf und kämpfen weiterhin für strengere Waffengesetze, die ihnen ein Stück Sicherheit bringen.

Kein Schüler sollte sich jeden Tag fürchten in die Schule zugehen. Wenn die Sicherheit fehlt, besteht das Leben nur aus der Angst. Es ist schon tragisch genug, dass in so weniger Zeit 18 Schießereien stattfanden und eine Vielzahl an jungen Menschen ihr Leben lassen mussten.

Die amerikanische Regierung sollte die Gesetze endlich ändern, denn Waffen sollten nicht zum Alltag von Kindern und Jugendlichen gehören. Jeder hat das Recht auf Sicherheit und ein angstfreies Leben.

Nicole Faut, Jg. 11

Autorenlesung mit Salah Naoura

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5c und 5e durften am Dienstag, den 08.05.18 den deutschsyrischen Autor Salah Naoura in der Mediothek hautnah erleben. Nach einer Begrüßung durch Herrn Witteborg las der Autor einzelne Textpassagen aus seinem Buch „Star“ vor. Ein Kinderbuch, das die Schattenseiten von Castingshows und Supertalent-Suchen behandelt. In spannenden und lustigen Szenen schildert Naoura, wie Marko ein zwölfjähriger Junge aus Kreuzberg, auf der Galoppbahn einen Tipp bekommt, sein Taschengeld verwettet und 6000 Euro gewinnt. In einem Zeitungsartikel wird er zum Hellseher stilisiert, zum Wunderkind. Marko tritt nun in einer Fernsehshow „Little Star“ auf und wird zum Star. Während seine Mutter das glamouröse Leben genießt, bemerkt Marko, wie schwierig das Berühmtsein ist …

Im Anschluss hatten die Schülerinnen und Schüler noch die Möglichkeit, viele interessante Fragen rund um das Buch und das Autorenleben zu stellen. Auch Autogrammwünsche wurden erfüllt.

Wir sind dankbar, dass der Autor und Übersetzer Salah Naoura unseren Schülern eine lebendige Schulstunde schenkte.

Britta Witte (Leitung Mediothek)

Klasse 4a der Blücherschule zu Besuch an der AFS-Kletterwand

Trotz wenig günstiger Wetterbedingungen machte sich am Dienstag (24.4.18) die Klasse 4a – zu Fuß! – auf den Weg zur Anne-Frank-Schule. Dort angekommen, gab es nach einer kurzen Einweisung die Klettergurte, und auf ging´s, gesichert von den erfahrenen Teamerinnen der AFS-AG-Sportklettern.

Ruck-zuck waren die ersten KlettererInnen schon oben angekommen: eine ungewöhnlich fitte Klasse!

Aber natürlich „fliegt“ nicht jede(r) gleich die Wand hoch, denn was von unten so einfach und unspektakulär aussieht, erscheint von oben betrachtet oft doch GAAAAANZ anders. Und das braucht Zeit: man muss sich an die Höhe erst gewöhnen! Und man muss Vertrauen fassen, zu dem Material, an das man sein Leben hängt, und zu dem Sicherungspartner, der unten steht.

Klettern ist individuell. Jeder hat seinen „Knackpunkt“, aber jeder an einer anderen Stelle. Deshalb lacht auch niemand, wenn es eine(r) nicht gleich bis nach oben schafft. Es ist spannend, das heraus­zufinden und es tut gut zu spüren, wie sich die eigenen Grenzen Schritt für Schritt erweitern. Beeindruckend, wie sich die SchülerInnen der Klasse 4a gegenseitig aufmerksam beobachten, Anspornen oder Mut machen und Tipps geben! Ja, auch die drei erwachsenen Begleiter haben einen Aufstieg gewagt, anerkennend beobachtet von ihren Kids.

Nach knappen 2 Stunden waren schließlich auch die fittesten KlettererInnen allmählich rechtschaffen ermüdet und die Teamer im frischen Wind ziemlich durchgekühlt. Während letztere mit dem Abbau begannen, um die Kletterwand wieder abzuschließen, machte sich die 4a auf den Rückweg zur Blücherschule – wiederum zu Fuß. Respekt! Tschüß, liebe 4a, das war ein toller Nachmittag mit euch! Vielleicht sehen wir ja den einen oder die andere von euch bald wieder …

Norbert Künzel

Anne-Frank-PhysikerInnen schnuppern Hörsaal-Luft

65 Schülerinnen und Schüler der Physikkurse der EF bis Q2 folgten am Mittwoch, dem 7.3. der Einladung der Uni Bielefeld, um gemeinsam mit einer Gruppe des Gymnasiums Steinhagen an einem Programm im Rahmen der „Herbstakademie Physik“ der Fachschaft Physik teilzunehmen.

Eine Vorlesung zum Foto-Effekt stand am Beginn der Veranstaltung: kein leichter Stoff und eher ein Ausblick für die EF, immerhin teilweise bekannte Aspekte für die Q1 und willkommene Wiederholung für die Q2 kurz vor dem Abi.

Ein Genuss für alle war nach der Mittagspause die „Show-Physik“-Vorführung, in der erstaunliche physikalische Phänomene mit Knall- und Oha-Effekt vorgeführt wurden. Etwas neidisch registrierten die begleitenden Physiklehrer die materielle und personelle Ausstattung des Instituts. Insbesondere beeindruckten die beiden Experimentaltechniker, die den Referenten Dr. Schmalhorst bei der Versuchs­durchführung unterstützten.

Bei der abschließenden Führung durch die Labore stellten einige Doktoranden ihre aktuelle For­schungs­arbeit im Bereich der Oberflächenphysik, der Physik dünner Schichten und der Lasermikroskopie vor und ermöglichten den Besuchern einen vagen Einblick in deren Arbeit. Ganz sicher kein Job für alle, aber vielleicht konnte bei dem Einen oder der Anderen das Interesse geweckt oder verstärkt werden.

Eine lohnende Veranstaltung – gerne wieder!

Norbert Künzel

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