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Buchtipp: How to – Wie man’s hinkriegt

Jeder weiß, wie nervig es ist umzuziehen. Manchmal fragt man sich, ob man nicht auch umziehen kann, ohne Kartons zu packen oder ob man nicht gleich das ganze Haus mitnehmen kann?

Und habt ihr euch schon einmal gefragt, wie man eine Notlandung sicher meistern kann? Diese und viele weitere Fragen werden im Buch „How to, wie man’s hinkriegt. Absurde, wirklich wissenschaftliche Empfehlungen für alle Lebenslagen“ beantwortet.

Mit vielen Zeichnungen und wenig Rechnungen werden uns komplizierte und absurde Dinge leicht erklärt. Allerdings sollte man die Ratschläge eher mit  Humor aufnehmen, denn vieles, was dort beschrieben wird,  wirkt sehr  unrealistisch, wenn es auch trotzdem machbar ist.

Bitte nichts aus dem Buch nachmachen! Die Schülerzeitung übernimmt keine Haftung!

Alexandra Wlasnew Jg.9

Wenn der häusliche Schreibtisch zur Schulbank wird

Als Ende 2019 das Coronavirus in China ausbrach, rechnete niemand damit, dass es solche verheerenden Folgen haben würde. Doch schnell breitete es sich auch außerhalb Chinas aus, sodass es bald Europa und damit auch Deutschland in einem Ausmaß erreichte, dass es innerhalb kürzester Zeit zu Schulschließungen, zu Einschränkungen in Handel, Dienstleistungen und Gewerbe und schließlich sogar zum Kontaktverbot kam.

Mein letzter Schultag war der 13. März. Als wir am Tag davor diskutiert haben, welche Studienfahrten nach den Osterferien noch stattfinden sollten, haben wir noch gar nicht daran gedacht, dass sich ganz schnell alles für uns ändern würde. Durch die Nachrichten in den Tagen zuvor wussten wir zwar, dass die Lage aufgrund des sich immer schneller ausbreitenden Coronavirus immer kritischer wurde und in anderen Ländern der Schulbetrieb schon eingestellt und Grenzen geschlossen waren, aber so richtig ahnten wir nicht, was kommen würde.

Es gab Gerüchte, dass die Schulen geschlossen werden sollten, sodass der letzte Schultag, von Ungewissheit geprägt war. Niemand wusste, ob am kommenden Montag der Unterricht stattfinden würde. SchülerInnen und LehrerInnen verfolgten den ganzen Tag über die Nachrichten und obwohl die Wahrscheinlichkeit der Schulschließung stündlich stieg, wurde versucht die Normalität beizubehalten.

In der sechsten Stunde kam dann die Durchsage, dass alle Schulbücher und sonstige Materialien mit nach Hause genommen werden sollten, obwohl es immer noch keine offiziellen Aussagen zur Schulschließung gab. Erst um ca. halb zwei – nachdem die meisten SchülerInnen schon gegangen waren – wurden die Gerüchte Wirklichkeit.

Für zunächst fünf Wochen sollte der normale Unterricht jetzt ausfallen und stattdessen sollten wir die Aufgaben zuhause bearbeiten. Für viele SchülerInnen ging ein Traum in Erfüllung – drei Wochen Extraferien – für andere war es eher beängstigend und vor allem für die angehenden AbiturientInnen war es eine große Enttäuschung, da sie sich schon sehr auf ihre Mottowoche gefreut hatten.

Ich wusste zunächst nicht, wie ich reagieren sollte. Zwar war der Gedanke verlockend, für fünf Wochen nicht schon um acht Uhr morgens in der Schule sein zu müssen, aber die Maßnahme bedeutete auch, dass die Osterferien anders ausfallen würden als erwartet und der gewohnte Alltag sich komplett ändern würde.

Auch machte ich mir Sorgen, da ich noch nicht alle Klausuren geschrieben hatte, was mich aufgrund der Unsicherheit, wann der Unterricht wieder aufgenommen werden würde, nicht in Begeisterung ausbrechen ließ.

Jetzt war also Homeoffice angesagt, und da die IT gerade vorher eine Arbeitsplattform für die innerschulische Kommunikation eingerichtet hatte, kamen die angekündigten Aufgaben schnell und es waren auch nicht gerade wenig. Erschreckend war zu Anfang vor allem, dass der Berg an Aufgaben immer größer wurde und es nicht möglich war, alle direkt zu erledigen, weshalb ich eine individuelle Einteilung finden musste. Zeitmanagement war also gefragt.

Auch der Hintergedanke, dass jeden Moment wieder neue Aufgaben dazu kommen könnten und mein Zeitplan bis zur Abgabe nicht ausreichen würde, war zu Beginn durchaus beängstigend. Hinzu kam, dass es kein einheitliches Vorgehen gab – manche LehrerInnen wollten die gelösten Aufgaben zugeschickt bekommen und andere nicht –  sodass ich auch, was das anging, erst einmal einen Überblick bekommen musste.

Im Laufe der drei Wochen bin ich allerdings mit der neuen Situation dann ganz gut zurechtgekommen, sodass ich mir einen guten Tagesablauf entwickeln konnte. Wie für viele andere auch gab es für mich keinen Grund schon um acht Uhr morgens anzufangen oder mich bezüglich der Fächer an meinen Stundenplan zu halten, was auch unmöglich gewesen wäre. Stattdessen haben sich meine Abende mit Schulaufgaben gefüllt. Es dauert eben doch länger, wenn man alles selbstständig erarbeiten muss und es keine Lehrkraft gibt, die vorne steht und den Stoff in kleinen Portionen präsentiert, bis es auch der Letzte verstanden hat.

Kurzfristig gesehen kann ich mich mit dieser Art des Unterrichts durchaus anfreunden und ich kann mir gut vorstellen, dass Anteile davon auch in Zukunft übernommen werden. Langfristig aber möchte ich nicht auf meinen gewohnten Unterricht verzichten.

Gut gefällt mir die selbstständige Zeiteinteilung. Ich kann Pausen einlegen, wenn ich sie brauche und bei schönem Wetter die Aufgaben eben abends oder früh am Morgen erledigen.

Foto: Anna Kötter

So kann ich mir auch täglich die Zeit nehmen an der frischen Luft Sport zu machen und gleichzeitig dem Schreibtisch für ein paar Stunden zu entfliehen.

Foto: Anna Kötter

Aber diese eigenständige Einteilung erfordert natürlich Ehrgeiz und Disziplin. Wer nicht lernen will, der lernt eben nicht und verpasst dadurch möglicherweise wichtigen Lernstoff. Immerhin stört er in Zeiten von Homeschooling durch destruktives Verhalten nicht die anderen, sondern schadet nur sich selbst.

Leider brachte der Lockdown nicht nur eine abrupte Änderung des schulischen Alltags mit sich, sondern es mussten auch alle Freizeitaktivitäten bis auf weiteres auf Eis gelegt werden. Und an Urlaub zu Ostern war überhaupt nicht zu denken. Statt dessen sind die drei Wochen vor und auch die Zeit in den Osterferien  von der sozialen Abschottung geprägt.

Wir wissen noch gar nicht, wie es weitergeht, und ob die verhängten Maßnahmen sinnvoll waren, wird erst die Zukunft zeigen. Die Lage ist noch unsicher und niemand weiß, wann die Normalität wieder erreicht werden kann. Daher bleibt mir und meinen MitschülerInnen jetzt nichts anderes übrig, als darauf zu warten, dass es irgendwann vorbei ist und wir zurück in unseren Alltag und in die Schule können.

Fotos und Text: Anna Kötter, Q1

Sexismus im Netz

Viele Menschen behaupten, Frauen und Männer seien schon vollständig gleichberechtigt, aber leider ist Sexismus immer noch etwas, das den Menschen täglich begegnet.  Männer und Frauen mögen zwar vor dem Gesetz gleichberechtigt sein, aber für den alltäglichen Umgang miteinander gilt das in unserer Gesellschaft leider noch nicht. Immer noch werden zu oft Männer und Frauen unterschiedlich behandelt oder sogar diskriminiert, selbst von Menschen des eigenen Geschlechts.

Dabei gehen die Diskriminierungen in beide Richtungen. Schuld sind die Rollenbilder, die sich seit Jahrhunderten in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben. Der Mann gilt als starker Anführer, der das Geld nach Hause bringt und nie Gefühle zeigt, geschweige denn seine Schwächen offenbart. Im Gegensatz dazu steht die emotionale Frau, die zur Unterstützung des Mannes zu Hause bleibt und sich um die Kinder kümmert.

Auch wenn heute die Rollenklischees vielleicht nicht mehr so extrem sind, lassen sich Reste davon noch deutlich in der Gesellschaft finden. Frauen werden häufig oder auf ihr Aussehen reduziert oder in Bezug auf bestimmte Sportarten belächelt, wohingegen Männer immer noch für viele als Memmen gelten, wenn sie weinen oder vor etwas Angst haben.

Eine besonders unrühmliche Rolle bei der Verbreitung dieser Gedanken spielt das Internet. Wie in so vielen anderen Bereichen auch nutzen viele Menschen diesen Ort der Anonymität, um ihre Einstellung offen zu zelebrieren. Aus diesen Gruppen entwickeln sich teilweise ganze Bewegungen, in deren Posts mit veralteten Rollenbildern und Vorurteilen nur um sich geworfen wird. Und häufig kommt in diesen Äußerungen ein regelrechter Hass auf das jeweilige andere Geschlecht zum Ausdruck.

Da fragt man sich doch, woher ein solcher Hass kommen kann. Darüber lässt sich nur mutmaßen. Oft hört man den Spruch „Dort wo zu viel Hass ist, befindet sich zu wenig Liebe.“  Es könnte also sein, dass die Menschen, die so etwas schreiben Personen sind, die selbst zu wenig geliebt werden. Häufig sind es auch Außenseiter der Gesellschaft oder Menschen mit großen Minderwertigkeitskomplexen.

Manche suchen sich ein Feindbild, um sich nicht mit den eigenen Problemen auseinandersetzen zu müssen. Im Internet finden sie dann Gleichgesinnte, bekommen ein für sie seltenes Gefühl von Zugehörigkeit und werden in ihrem Denken bestätigt.

Ein großes Problem ist, dass im Netz der extreme Sexismus häufig gepaart ist mit Homophobie und Rassismus. So ist man nicht selbst in der Außenseiterrolle, sondern kann diese anderen zuweisen.

Solche Formen von Sexismus, Homophobie und Rassismus lehne ich aufs Schärfste ab, frage mich aber, was zu tun ist, wenn sie mir begegnen, sei es im Alltag oder im Netz. Die widerlichen Kommentare Im Internet sollte man einfach ignorieren, da viele nur darauf warten, dass man ihnen seine Aufmerksamkeit schenkt und sie die Reaktionen einfach nicht wert sind.

Im Alltag sieht es allerdings etwas anders aus. Man sollte solchen Äußerungen entgegentreten, jedoch sollte man darauf achten, dass man nicht versucht Hass mit Hass zu bekämpfen. Am besten weist man sein Gegenüber freundlich darauf hin, dass das, was  er oder sie gesagt hat, sexistisch ist und erklärt ihm oder ihr, warum man das so empfindet, denn leider ist Sexismus trotz aller gesetzlichen Regelungen in unserer Gesellschaft weiterhin ein massives Problem und es bedarf noch  einer intensiven Aufklärung, um die verkrusteten Vorurteile zu überwinden.

Emily Niehaus, Q1

Buchtipp: Gregs Tagebuch

„Gregs Tagebuch“ ist eine mehrbändige Buchreihe von Jeff Kinney, in der es um Greg und seine Probleme mit der Familie und in der Schule geht.

Er hat es nicht immer leicht zu Hause, da er viel Stress mit seinem großen Bruder Rodrick hat, der ihm häufig das Leben zur Hölle macht.

Rodrick hat außerdem eine eigene Band namens  „Folle Vindl“, die im Keller von Gregs Elternhaus probt. Sein Dad findet,  dass Rodrick mit den falschen Typen abhängt,  weshalb er seinen Sohn ständig beobachtet.

Und auch mit seinem kleinen Bruder Manni hat Greg viel Ärger, da er alles verpetzt, was Greg falsch macht, seitdem er sprechen kann, und ihn ständig ärgert. So hat er einmal einen Keks in Gregs Spielkonsole gesteckt hat, was dazu führte, dass sie nicht mehr funktionierte.

Gregs Mutter möchte,  dass die Familie so wie früher lebt, als es noch keine Medien gab. Sie findet, dass ihre Kinder zu viel mit dem Handy beschäftigt sind  und zu viel fernsehen. Daher wirft sie die Kinder oft aus dem Haus und lässt sie erst abends wieder herein.

Und dann gibt es natürlich noch viele andere Personen, mit denen Greg zu tun hat. Er erlebt viele lustige, aber auch stressige Momente. Ich finde die Bücher witzig und spannend, weshalb ich sie euch empfehlen würde.

Hannah Sandfort, Jg. 6

Buchtipp: Eve of Man

Es ist das Jahr 3000,  seit einem halben Jahrhundert wurden keine Mädchen mehr geboren.  Daher besteht für die Menschheit die Gefahr bald auszusterben. Ständig gibt es neue Tests, um die Fruchtbarkeit der übriggebliebenen Frauen festzustellen, doch leider ohne Erfolg.

Eines Tages bekommt ausgerechnet eine Frau, die vorher viele Fehlgeburten hatte, ein Mädchen.

Da es als Retterin der Menschheit gilt, wird sofort ein Hochsicherheitsgebäude mit 4000 Stockwerken erbaut, um Eve, so der Name des Mädchens,  geschützt aufwachsen zu lassen, abgeschottet von der Realität.

Dieses Szenario haben sich vielleicht einige von euch schon einmal vorgestellt. Doch was ist, wenn es zur Realität wird?

Genau darum geht es in dem Science-Fiction Roman „Eve of Man, die letzte Frau“ von Giovanna & Tom Fletcher.

Als Eve 16 Jahre alt  ist, soll sie aus drei Kandidaten einen Partner auswählen, mit dem sie Kinder zeugen wird. Aber es kommt alles ganz anders, denn sie trifft Bram, darf aber nicht mit ihm zusammenkommen. Sogar der Kontakt wird ihr verboten.

Ob und wie es trotzdem mit den beiden weitergeht, erfährst du, wenn du das Buch liest.

Das Buch ist empfohlen für Jugendliche ab 14 Jahren.

Alexandra Wlasnew, Jg.9

Depressionen

Was fällt dir als erstes ein, wenn du hörst, dass jemand an Depressionen leidet? Vielleicht denkst du, dass diese Menschen nur übertreiben und nach Aufmerksamkeit suchen. Solltest du solche Gedanken haben,  liegt das vermutlich daran, dass du nicht richtig über die Krankheit informiert bist. Und warum ist das so? Weil sie in unserer Gesellschaft ein Tabuthema ist.

Das Wort „Depressionen“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „niederdrücken“.  Depressionen sind eine psychische Krankheit, die du dir im Vergleich mit einer schweren Erkältungskrankheit so vorstellen kann: Zuerst geht es dir ein bisschen schlecht. Du erkennst Anzeichen eines Schnupfens. In der nächsten Stufe sind weitere Symptome zu erkennen wie z.B. Husten. Bald geht es dir immer schlechter und du bekommst heftigere gesundheitliche Beeinträchtigungen wie bei einer Grippe. Und wenn du dann immer noch nicht auf deine Symptome eingehst, ist die Lungenentzündung nicht mehr weit entfernt.

Der beschriebene Verlauf lässt sich mit der Entwicklung einer Depression vergleichen. Deshalb hat auch nicht jeder, dem es vielleicht einmal nicht so gut geht, eine Depression. Oft ist es schwierig, zwischen Traurigkeit, Einsamkeit, Unwohlsein und Depression zu unterscheiden. Daher diagnostizieren sich viele selbst zu voreilig entweder als depressiv oder einfach nur als „etwas schlecht drauf“  und liegen damit häufig falsch.

Wenn es dir über einen längeren Zeitraum schlecht geht, solltest du handeln und  professionelle Hilfe aufsuchen. Denn nur Fachleute können feststellen, ob du wirklich an einer Depression erkrankt bist. Um diese Krankheit diagnostizieren zu können, muss eine bestimmte Anzahl an Symptomen über einen gewissen Zeitraum bestehen.

Doch welche Beschwerden können die Symptome einer Depression sein? Menschen mit dieser Krankheit fühlen sich häufig bedrückt, grübeln viel und hängen oft in einer Denkschleife fest. Sie fühlen sich oft antriebslos und ihre Leistungsfähigkeit ist beschränkt. Sie verspüren Trauer sowie Einsamkeit und sind oft sauer und wütend auf sich oder andere, denn zu viel Trauer löst einen Schutzmechanismus im Körper aus, der die Trauer in Wut umwandelt.  Ansonsten könnte die Traurigkeit zu Hilflosigkeit führen und das ist auf Dauer untragbar für das seelische Wohlbefinden.

Von dieser Krankheit Betroffene denken häufig anders als Nichterkrankte, weshalb Therapeuten oft von einem  „Denkfehler“  im Zusammenhang mit Depressionen sprechen. So sieht der Betroffene sich selbst oft als Verursacher negativer Ereignisse.  Viele scheuen sich aber trotz ihres schlechten Befindens professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, denn in unsere heutigen Wettbewerbsgesellschaft ist es schwer, sich eine Depression einzugestehen, z.B. weil man sich den Mitmenschen gegenüber minderwertig fühlt. Dies führt allerdings zu Stress, der wiederum zu stärkeren Depressionen führen kann.

Doch warum bekommt man Depressionen?  Diese Frage ist kaum zu beantworten, da die Ursachen der Krankheit vielfältig sind. Eine Depression  muss nicht immer mit einer traumatischen Kindheit oder mit einem Schicksalsschlag in Verbindung stehen. Auch das wohlhabendste und wohlbehütetste  Kind kann aus den verschiedensten Gründen erkranken.

Wichtig ist zu akzeptieren, dass eine Depression  eine Krankheit ist wie jede andere auch. 5,3 Millionen Deutsche sind an ihr erkrankt, wobei nur ein Drittel von ihnen professionelle Hilfe erhält.

Leider führen Unwissenheit und Vorurteile dazu, dass wir diese Krankheit häufig nicht akzeptieren und die Betroffenen manchmal belächeln. Aber es ist  wichtig, jederzeit respektvoll und verständnisvoll mit jedem Menschen umzugehen. Denn jeder trägt sein Päckchen.

Ich finde es nicht richtig, dass viele Menschen die Krankheit abwerten mit Aussagen wie „Probleme habe ich auch, aber ich habe noch lange keine Depression“, „Es ist persönliches und schuldhaftes Versagen und keine Erkrankung“ oder „Sie/Er hat doch alles, was man sich wünschen kann“, denn  solche Äußerungen sind respektlos und wenig empathisch. Allerdings glaube ich, dass Unwissenheit und Unsicherheit häufig die Ursache für solche Aussagen sind.

Außerdem kann ich kein Verständnis dafür aufbringen, wie mit Depressionen im alltäglichen Leben umgegangen wird. Ich finde es nämlich legitim, nicht nur bei körperlichen, sondern auch bei psychischen Beschwerden ein Treffen abzusagen, einfach mal zu Hause zu bleiben oder irgendwas einfach mal nicht hinzukriegen. Aber viele andere Menschen begegnen solchen Situationen mit wenig Verständnis. Dabei sollte die psychische  Gesundheit nicht weniger Aufmerksamkeit bekommen als die körperliche.

Mit Depressionen  umzugehen, ist nicht einfach, sowohl für die Betroffenen als auch für die Mitmenschen.  Denn diese können eben auch nur bis zu einem gewissen Punkt helfen. Daher rate ich euch einfach nur Verständnis aufzubringen und das Gefühlsleben eures Gegenübers zu akzeptieren. Vor allem solltet ihr niemanden in eine Schublade stecken, denn ihr könnt den meisten Menschen nur vor den Kopf gucken und wisst nicht, womit diese Person zu kämpfen hat.

Daher ist mein Anliegen an euch: Be kind!

Johanna Löhr, Jg. 10