78 Absolventen mit dem Abitur entlassen

Fetzig der Big-Band-Sound, kurzweilig die Reden, sonnig das Wetter, heiter gelöst die Stimmung: Die Anne-Frank-Schule feierte und entließ ihre diesjährige Abiturientia. Für 78 Absolventen der gymnasialen Oberstufe begann ein neuer Lebensabschnitt: Der bisher zahlenmäßig stärkste Jahrgang der inzwischen vierzügigen Oberstufe der ASF. Schulleiter Jörg Witteborg zeigte sich erfreut, war doch den meisten beim Verlassen der Grundschule keine gymnasiale Befähigung attestiert worden: „Abios Amigos [so das Jahrgangsmotto], Ihr habt gezeigt, dass Ihr ein herzliches ‚Glück auf!‘ redlich Euch verdient habt.“

Traditionell wurde die Feier von der hauseigenen Big Band unter Leitung von Gudrun Pollmeier umrahmt: „Die beste Schul-Band im Kreis Gütersloh“, betonte Bürgermeister Matthias Trepper, bevor er das eher ironische Motto „13 Jahre Siesta, jetzt Fiesta“ aufgriff und dem die Wirklichkeit der letzten drei Jahre: Fleiß, Disziplin und Durchhaltevermögen“ entgegensetzte, Glück und Erfolg wünschte und prophezeite, dass man sich allen früheren Erfahrungen zum Trotz in wenigen Jahren die Schulzeit zurückwünschte. Hannah Weiss aus der Jahrgangsstufe verstand es, mit zwei gefühlvoll dargebrachten Gesangseinlagen, genau den Ton zwischen Freude und Feierlichkeit zu treffen, während Norania Khalili für die Abiturientia sprach, über Randereignisse plauderte, das Anwesenheitslistenunwesen und einiges mehr ironisch aufspießte, aber auch die Unterstützung durch die Lehrpersonen dankbar hervorhub und den Spaß, den letztlich man in der Schule gehabt habe, betonte.

Die Jahrgangsleiterinnen Dagmar Klein und Beate Hinrichs wählten eine Mauermetaphorik als Gerüst ihrer Ansprache; Mauern zu überwinden habe es gegolten, auch seien manche dabei abgerutscht, aber nun sei der Mauern Höchste, das Abitur, geschafft, aber nur um zu sehen, dass es nun gelte, neue, weitere Mauern zu erklettern.  Dazu wünschten sie alles, alles Gute. Sie versinnbildlichten aber auch durch Aufstehenlassen der Betroffenen die Internationalität der AFS: In 17 verschiedenen Nationen haben die Absolventen ihre Wurzeln, von Kasachstan über Jordanien und den Kongo bis in die Dominikanische Republik; hinzuzuzählen sind Ostwestfalen und sonstige deutsche Landschaften; – ein Befund, der deutlich macht, dass Rassismus an der AFS Fremdwort ist und bleiben wird.

Besonders geehrt wurden Carena Unkell als beste Schülerin und Felix Werner als bester Schüler; Leonhard Steinbeck für sein Engagement in SV und Jugendparlament, Luis Haßmann als Photo- und Filmdokumentator fast aller Schulveranstaltungen, Anisa Berisha, Amelie Prochner, Golo Hanhart für langjährige Mitarbeit in der Schülerzeitung „Virus“; letzterer auch für seinen Erfolg im Bundeswettbewerb Philosophie. Auf alle warteten Buchgeschenke, die der Schulverein bereithielt.

Der Social Award der Volksbanken für besonderes schulisches und außerschulisches Engagement ging an Julia Angelina Reyres Ramirez, – nicht zuletzt für ihren Einsatz im Flüchtlingshilfeprojekt und weiteren schulischen Projekten.

Höhepunkt war die Zeugnisausgabe, die von Farshad Bigham mit virtuosem Guitarrenspiel untermalt wurde, bevor 78 Luftballons in den Himmel stiegen und die neue Freiheit symbolisierten. Dem Schulleiter blieb zum Schluss nur noch, allen an der Durchführung Beteiligten zu danken, bevor Sandra Stromberg und Lisanne Ebert als souveraine Moderatorinnen des Abends zu Umtrunk und Imbiss einluden und die Big Band mit ihrem Haussong „Viva la vida“ die Feier beschloss.

Namen der Abiturienten

Jannis Adrian, Gabriela Akgün, Yasemin Akköse, Taha Alzaben, Victoria Barton, Remo Baumotte, Stefan Becker, Svenja Beierlipp, Anita Berch, Anisa Berisha, Leon Borrée, Melda Cil, Eva Cordfulland, Lisanne Ebert, Angelina Ermolayeva, Christian Feiertag,Janina Goletz, Golo Hanhart, Caroline Hanneforth, Luis Haßmann, Brigitte Heinz, Farina Fuangfa Herold, Lea Hirsch, Sara Huggett, Neele Sophie Hülser, Arbnora Ibrahimi, Sven Instenberg, Theresa Johanntoberens, Henrik Kalka, Tozo Khalid Namer, Norania Khalili, Manuel Kintrup, Stefan Klück, Leonie Knocke, Marvin Kornfeld, Josephin Kramer, Romina Kramer, Lena Kroll, Marius Krone, Jan Kropat, Fabian Kropat, Jendrik Malte Lakebrink, Alana Lückemeyer, Melanie Luft, Denis Middendorf, Violetta Nawrocki, Erika Nesterova, Nadia Neugebauer, Linda Osmani, Luca Oswald, Pepe Manuel Plaßmann, Amelie Prochner, Julia Angelina Reyes Ramirez, Marie-Sophie Richter, Karla Rieckhaus, Corinna Ringkamp, Vivienne Rudziewski, Annemarie Schmidt, David Schwab, Kevin Siya, Leonard Steinbeck, Nele Stickling, Sandra Stromberg, Tom Strototte, Moritz Yannick Theuss, Alexander Töws, Ninib Toma, CarenaUnkell, Marlon Vahrenhorst, Maria Wagner, Hannah Julia Weiss, Veronique Wenning, Felix Werner, Marie Westerhoven, Anja Wittenstein, Anna-Luisa Wortmeier, Mithat Kahan Yaman, Mazlum

75 Jahre Tagebuch der Anne Frank

Am 12. Juni 1942 erhielt Anne Frank als Geburtstagsgeschenk ein rotweißes Poesiealbum. Sie nutzte es als Tagebuch, – heute wohl eines der bekanntesten Bücher, in über 70 Sprechen übersetzt, vielfach verfilmt und als Bühnenstück dramatisiert, seit 2009 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe gehörig: Ein erschütterndes Zeugnis über den Terror der NS-Zeit und zugleich ein Zeichen der Hoffnung auf eine bessere Welt. Die 75. Wiederkehr des Tagebuchbeginns war Anlass für einen Anne-Frank-Tag an der gleichnamigen Gütersloher Schule.

„Es ist ein Wunder, daß ich all meine Hoffnungen noch nicht aufgegeben habe, denn sie erscheinen absurd und unerfüllbar. Doch ich halte daran fest, trotz allem, weil ich noch stets an das Gute im Menschen glaube.“ Dieser Eintrag vom 15.7.1944 war der Ausgangspunkt für ein Philosophisches Café spezial, in dem Schüler des 10 bis 12 Jahrgangs engagiert und nachdenklich die anthropologische und staatsphilosophische Dimension des Zitats ergründeten.

Für über 20 Klassen mit mehr als 500 Schülern begann am Montag der Unterricht mit einer „Post It“-Aktion: „Meine Wünsche zum Zusammenleben der Menschen“, deren Ergebnisse dann im Foyer vorgestellt wurden. Im Forum der AFS war eine Ausstellung „75 Jahre Tagebuch der Anne Frank“ aufgebaut, stündlich wurde der Dokumentarfilm „Das kurze Leben der Anne Frank“ gezeigt und um 11.45 fand auf Anregung der Schülervertretung eine schulweite Schweigeminute „zum Gedenken an alle Opfer von Rassismus, Fremdenhass und Terror“ statt: Viele Anregungen, viel Nachdenklichkeit und viel Bereitschaft, sich gegen Intoleranz und Hass aufzulehnen. „Unser Name „Anne-Frank-Schule“ ist seinerzeit bewusst als Verpflichtung gewählt worden“, so Schulleiter Jörg Witteborg, „und dieser kommen wir auch mit solchen Aktionstagen nach.“ Michael Schüthuth ergänzte als Organisator des Tages: „Es tut gut zu spüren, wie die Botschaft unserer Namensgeberin gerade auch heute noch bei den Schüler ankommt.“

Juniorwahl an der AFS

„Würdest du wählen gehen, wenn du am 14. Mai 2017 schon wahlberechtigt wärst?“

So oder ähnlich lautete die Frage, die auf Initiative unserer Kollegin Dina Gavrilov einige Lehrkräfte ihren Schülerinnen und Schülern vor ein paar Wochen stellten. Viele Jugendliche bejahten und ihr Interesse wurde nach Unterrichtsstunden, in denen sie sich gemeinsam auf den real simulierten Wahlakt vorbereiteten und sich dabei u.a. gegenseitig die Programme der zur Wahl stehenden Parteien vorstellten, am ges­trigen 11. Mai in tatsächliches Handeln umgesetzt: Schülerinnen und Schüler der Klassen 7e, 10a, 10d, 10f und der Sowi-Kurse des Jahrgangs 11 nahmen an der Juniorwahl 2017 parallel zur Landtagswahl NRW teil.

(mehr …)

Virus 100

Am 3. April ist es wieder so weit: Die nächste Ausgabe der Schülerzeitung „Virus“ erscheint. Und da es die hundertste Ausgabe der Zeitung ist, erscheint sie ausnahmsweise im DinA 4-Format.
Die Redaktion wünscht viel Freude beim Lesen!

Inhalt

Vorwort

Politik und Gesellschaft

Was heißt denn hier „normal“?

America first???

Frank Walter Steinmeier – unser zwölfter Bundespräsident

Malala Yousafzai- ein mutiges Mädchen

Psychotest:

Bist du ein ehrlicher Mensch?

Aus dem Schulalltag

Die hundertste Ausgabe der Virus – ein Interview mit Frau Hinrichs

Spanisch mal anders – EINE INTERESSANTE BEGEGNUNG

Rauchverbot an Schulen – für alle?

Was Lehrer nicht dürfen

Interview mit Herrn Graff

Mit der Anne-Frank-AG nach Polen

Eine Reise in die deutsch-französische Vergangenheit

Die Judo AG

Retro-Kreativ-Werkstatt

SV-Update

Neues aus der Mediothek

Was bedeutet für mich die Einrichtung Mediothek?

Verschiedenes x

Ist das menschliche Leben endlich?

„Das Tagtägliche erschöpft mich“ – Ludwig von Beethoven

Goldenes Leben

Buchtipp „blueprint-blaupause“

AFS BIG BAND produziert neue CD im professionellen WATT MATTERS STUDIO in Bielefeld

Es ist Freitag, der 3.März 2017, 9.00 Uhr: die 27 Musikerinnen und Musiker der Big Band der
Anne-Frank-Gesamtschule Gütersloh finden sich im WATT MATTERS STUDIO in Bielefeld ein.
Toningenieur und Musikproduzent Henning Strandt und Bandleaderin Gudrun Pollmeier sind
schon seit einer Stunde vor Ort, um letzte Details für die zweitägige Aufnahme der neuen CD
„GOOD TIME“ abzusprechen.

Consent Management Platform von Real Cookie Banner