Nach dem Schulabschluss stehen Schüler*innen heute vor einer überwältigenden Auswahl an Möglichkeiten, wie ihr Berufsweg verlaufen könnte. Manch einer resigniert und schiebt die Entscheidung vor sich her. Um das zu verhindern und den jungen Menschen Orientierung im Berufswahldschungel zu geben, arbeitet die Anne-Frank-Schule mit Haus Neuland in Sennestadt zusammen.
Das Seminarhaus in der Senne bot der Jahrgangsstufe 12 der Anne-Frank-Gesamtschule die Gelegenheit, losgelöst aus der normalen schulischen Umgebung, einen neuen Blick auf die Zukunft zu entwickeln. Sie setzten sich mit ihren Wünschen und Chancen in der Berufswelt auseinander. Wo stehe ich in meiner beruflichen Orientierung? Welche Stärken bringe ich mit? Wie stelle ich mir meine Zukunft vor? Welche Ausbildungs- und Studienwege gibt es und welche passen zu meiner Lebensplanung? Zu all diese Fragen informierten sich die Schüler*innen und diskutierten unter fachkundiger Begleitung.
„Die Schüler*innen lernen kritisch zu recherchieren und eine reflektierte Entscheidung zu treffen,“ so Carola Brindöpke, Leiterin der Jugendbildung in Haus Neuland. „Wenn die Schüler*innen nach dem Abitur in der Lage sind, ihre Ziele und Werte in einer Ausbildung oder einem Studium umzusetzen, sind auch die Lehrer zufrieden. Diesen Weg zu erleichtern, dabei hilft das Seminar in Haus Neuland“, ergänzt Dagmar Klein, Verantwortliche für die Berufsorientierung an der AFS.
Bei den angehenden Abiturienten kam das Seminar gut an. Dennis gefiel, dass er Unterstützung bekam, um „ganz individuell die nächsten Schritte“ planen zu können. Manjot hebt hervor, dass besonders die Rückmeldungen der Mitschüler*innen ihr eine genauere Einschätzung der eigenen Begabungen ermöglichten.
Berufsorientierung genießt an der AFS hohe Priorität, mit dem Siegel als „Berufswahlfreundliche Schule“ wurde sie fünf Mal ausgezeichnet. Das Seminar „Was kommt nach dem Abitur? “ ist nur ein Baustein eines umfangreichen Berufsorientierungsprogramms, das alle Schüler*innen absolvieren. Ermöglicht wurde es auch durch die Unterstützung der Osthushenrich-Stiftung, die als Sponsor das Projekt förderte.
Text: KleD
Foto: FlöF