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Der Klimawandel schert sich nicht um Landesgrenzen und wir tun es auch nicht

Die Bewegung „Fridays for Future“ existiert nun schon seit gut einem Jahr und am 21. Juni hat nun die erste offizielle internationale Demonstration in Aachen stattgefunden. Unter den 35.000 bis 40.000 Demonstranten waren auch Schülerinnen und Schüler unserer Schule vertreten.

Den Feiertag am Donnerstag nutzten wir, um die Reise nach Aachen anzutreten; die Demonstration selbst fand wie immer am Freitag statt.  Es gab insgesamt fünf verschiedene Treffpunkte, von denen aus gestartet wurde; für uns begann die Demo am Hauptbahnhof.  

Die Organisatoren hatten mit 10000 Teilnehmern gerechnet und die Polizei hatte sich auf 20.000 Demonstranten vorbereitet.  Diese Zahlen wurden bei weitem übertroffen, denn alleine am Bahnhof fanden sich geschätzt 24.000 Menschen zusammen.

Nach einer kleinen Verspätung, setzte sich der Demonstrationszug in Richtung Innenstadt in Bewegung. Das eigentliche Ziel war das Stadion „Tivoli“. Zweieinhalb Stunden marschierten wir  durch die Innenstadt, vorbei am Haus der Kohle und am Aachener Dom. Dabei wurden bekannte Slogans in verschiedenen Sprachen gerufen, wie beispielsweise „Wer nicht hüpft, der ist für Kohle“ und „ What do we want? – Climate-Justice! – When do we want it? – Now!”.

Die Slogans und das gute Wetter sorgten bis zum Ende für eine gute Stimmung, obwohl durch das langsame Fortbewegen vielen von uns so langsam die Füße schmerzten.  Daher waren wir froh, als wir schließlich am Tivoli-Stadion ankamen, wo es bis 18 Uhr ein Musik-und Vortragsprogramm gab.

Die Polizei war während der gesamten Veranstaltung präsent und der Protest verlief friedlich.

Nun besteht die Hoffnung, dass die Forderung  von uns und den anderen Fridays for Future Anhängern, die aus 15 weiteren Ländern angereist waren, genug Aufsehen erregt hat, damit sich die Politik mehr für den Klimaschutz einsetzt.

Henrike Kuckelt, Anna Kötter, Thore Brandau und Linus Martinschledde (EF)

Erfolgreiche Teilnahme am Europäischen Wettbewerb

Unter dem Titel „YOUrope – es geht um dich!“ fand in diesem Jahr der 66. Europäische Wettbewerb statt, an dem sich Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 6, 7, 8, 9 und 11 mit vielfältigen Beiträgen beteiligten.

Besonders erfolgreich waren einige Schülerinnen aus dem achten Jahrgang, die jeweils einen Landespreis erhielten.

Joy Louice Köntges belegte in der Kategorie Einzelarbeit mit ihrem Bild „Tränen und Schweiß“ den dritten Platz in der Einzelwertung zum Thema „Influencer“. Zum gleichen Thema gestalteten Paige Campbell, Katharina Horsthemke und Juliet Schrull eine Collage zum Thema „Real Life – Insta Leben“, wofür sie ebenfalls den dritten Platz belegten, und zwar in der Kategorie „Gruppenarbeit“.

Den stolzen Gewinnerinnen wurden die Preise am 28. Juni von Christian Schneider, dem Landesbeauftragten des Europäischen Wettbewerbs für NRW, in der Geschwister-Scholl-Realschule verliehen, zu der alle Preisträgerinnen und Preisträgern aus Ostwestfalen eingeladen waren. Im Rahmen einer Feierstunde wurden nicht nur die Preise überreicht, sondern es wurden auch alle Gewinnerbeiträge präsentiert.

Ein herzlicher Glückwunsch an die vier Preisträgerinnen.

Die Europawahl 2019

Die Europawahl ist die zweitgrößte demokratische Wahl weltweit. Mit über 400 Millionen Wahlberechtigten ist sie jedoch deutlich kleiner als die Parlamentswahl in Indien.

Zunächst einmal ist zu sagen, dass das europäische Parlament ähnlich aufgebaut ist wie der Bundestag und es folgende Fraktionen gibt: die konservative Europäische Volkspartei, die Sozialdemokraten, die Liberalen, die Linken und die Grünen.

Am 26. Mai gab es wieder einmal eine Europawahl und es stellt sich die Frage, wie die einzelnen 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gewählt  haben und inwieweit sich die Ergebnisse in Deutschland von denen in den anderen Mitgliedsstaaten unterscheiden.

In Deutschland sind die Grünen, die  mit über 20% ihr bislang bestes Ergebnis erzielt haben, die deutlichen Wahlgewinner; insgesamt haben sie in Europa allerdings nicht so viele Stimmen bekommen wie in Deutschland. 

Klare Verlierer der Wahl sind bei uns die beiden Volksparteien CDU/CSU und SPD. Zwar ist die Union noch die stärkste Kraft in Deutschland, hat aber im Vergleich zu den vorherigen Wahlen einige Prozente verloren. Gründe für diesen Rückgang sind wahrscheinlich die Debatte um den Artikel 13 und das zu geringe Engagement der Partei im Bereich der Umweltpolitik. Denn diese beiden Themen waren für die jungen Wählerinnen und Wähler von großem Interesse, weshalb viele Jungwähler nicht für die Union gestimmt haben.

Noch schlimmer hat es die SPD getroffen, die satte 10% verloren hat und nur noch bei 15% liegt. Das schlechte Ergebnis lässt sich höchstwahrscheinlich auf die aktuelle GroKo-Regierung zurückführen, da die Bürgerinnen und Bürger zunehmend das Gefühl haben, dass die Sozialdemokraten nicht ihre vorher versprochenen Forderungen durchsetzen konnten und sich zu sehr von der CDU beeinflussen lassen, weshalb die SPD an Glaubwürdigkeit verloren hat.

Die FDP und die Linken sind in dem meisten Teilen Deutschlands nur Randerscheinungen und kommen jeweils nur auf ca. 5,5% der Stimmen. Dies sieht in anderen Ländern anders aus, weshalb die europäischen Linken und Liberalen im Europaparlament recht stark sind, was frischen Wind in die Politik bringen wird.

Erstaunlich ist, dass entgegen aller Befürchtungen die Anzahl der Stimmen für die AFD im Gegensatz zur Bundestagswahl deutlich zurückgegangen ist, was daran liegen kann, dass die Klimapolitik insbesondere für jugendliche Wähler deutlich wichtiger ist als die Flüchtlingspolitik.

Dies sieht in anderen Ländern allerdings anders aus. In Frankreich, Ungarn, Tschechien, Polen, Kroatien, Italien, Finnland und Dänemark haben vor allem konservative, rechtskonservative und nationalliberale Parteien die meisten Stimmen bekommen.

Dagegen haben in Spanien, in den Niederlanden, in Schweden, Griechenland, Rumänien, Malta und Portugal vor allem die Sozialisten und Sozialdemokraten gewonnen, wodurch sie sich im Europäischen Parlament deutlich etablieren konnten. Und die Liberalen wiederum haben in Litauen, Estland und Luxemburg die meisten Stimmen erhalten und sind somit die zweitgrößte Fraktion im EU-Parlament.

Wie schon erwähnt waren für dieser Wahl vor allem die Erstwähler und Wähler unter 30 sehr wichtig; sie haben vor allem liberale, linke und grüne Parteien gewählt, da ihnen eine Zukunft mit offenen Grenzen, einer geschützten Umwelt und einer umfassenden Digitalisierung wichtig ist.

Im Gegensatz dazu wählten die älteren Generationen eher  Sozialdemokraten, Rechte und Konservative, da sie auf Beständigkeit setzen.

Vor der Wahl gab es große Befürchtungen im Hinblick auf einen Rechtsruck in Europa und die damit verbundene Gefährdung des europäischen Gedankens. Und obwohl der Rechtsruck deutlich schwächer ausgefallen ist als erwartet, darf man die Gefahr nicht unterschätzen, die von Politikern wie Salvini, Le Pen oder Orban ausgeht.

Aleksandar Mitrovic, Q2

Begegnung mit unseren polnischen Partnern

Anfang Juni verbrachten wir eine Woche in unserer polnischen Partnerstadt Grudziądz, auf Deutsch Graudenz.

Als wir am Sonntagabend in Gütersloh abfuhren, war eine aufgeregte Stimmung im Bus und wir alle freuten uns auf Polen und unsere polnischen Gastgeber. In der Nacht wurde natürlich nicht viel geschlafen und dementsprechend waren wir auch alle ziemlich erschöpft, als wir in Graudenz ankamen. Dort wurden von unseren Austauschschülern freudig erwartet und begrüßt.

Nachdem wir unsere Sachen in der Schule deponiert und gefrühstückt hatten, folgte eine Begrüßung durch den Direktor unserer Partnerschule, der  Jana Pawła II.

Anschließend lernten wir bei einigen Kennenlernspielen wichtige polnische Wörter für die Begrüßung und Ähnliches und bekamen eine Führung durch die Schule, die uns beeindruckte, da vieles so anders als bei uns ist.

Nach einer ersten Rundfahrt durch die Stadt und einem gemeinsamen Mittagessen kam der spannende Moment – wir lernten die Familien unserer Austauschschüler und unser neues Zuhause kennen, in dem wir eine Woche verbringen würden.

Am nächsten Tag stand dann eine Fahrt nach Torun auf dem Programm, wo wir die Altstadt besichtigten, uns in einer Trampolinhalle austobten und im Lebkuchenhaus lernten, wie Lebkuchen gemacht wird. Hierbei konnten wir auch eigene Erfahrungen als Lebkuchenbäcker machen. Den Abend verbrachten wir in unseren neuen Familien.

Am Mittwochmorgen hieß es sehr früh aufstehen, da eine Fahrt nach  Danzig anstand.  Bei der Besichtigung der wunderschönen Altstadt beeindruckte uns vor allem der Neptunbrunnen. Nach etwas Freizeit, in der wir mit unseren Partnern durch die Stadt bummelten,  fuhren wir in den alten Badeort Sopot. Am Meer war eine tolle Atmosphäre und die kühle Seeluft war eine willkommene Abwechslung zu den fast 30 Grad, die uns den Rest der Woche begleiteten.

Donnerstag war dann schon unser letzter gemeinsamer Tag. Nach weiteren Spielen zur Intensivierung des Zusammenhalts erstellten wir ein Modell aus Knete zu der Aktion, die uns in der Austauschwoche am besten gefallen hat. Anschließend fuhren wir zum See, um in der Sonne zu liegen oder zu schwimmen und abends verbrachten wir einen letzten Abend in unserer Gastfamilie.

Am Freitagmorgen trafen wir uns schon um halb sieben, um die Rückfahrt anzutreten.  Die Verabschiedung von unseren neuen Freunden war sehr herzlich und es flossen auch einige Tränen. Aber bald gibt es ja schon ein Wiedersehen, denn im September kommen unsere polnischen Austauschschüler nach Gütersloh.

Die Woche war spannend und es hat uns gut gefallen,  die neue Kultur kennen zu lernen und so ganz nebenbei auch noch unser Englisch zu verbessern.

Larissa Heitmann, EF

Aleksandar Mitrović (Jg. 13) auf Einladung beim Bundespräsidenten

(FahB) Aleksandar Mitrović (Jahrgangsstufe 13, LK Geschichte) hatte am Bundeswettbewerb Geschichte mit einer Arbeit über die serbisch-orthodoxe Kirche in Osnabrück teilgenommen und einen ersten Landespreis in NRW erstritten. Als Folge davon war er jetzt  zusammen mit 15 weiteren Preisträgern am 3. April 2019 zu einem Treffen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eingeladen. Das Treffen fand statt im Haus der Geschichte in Berlin, dessen Leipziger Ableger im Januar Ziel der Exkursion des LK Geschichte war. Zusammen mit dem Präsidenten und seiner Frau besuchte die Gruppe eine Ausstellung über die Weimarer Republik vor deren offizieller Eröffnung. Dem schloss sich ein engagiertes Gespräch mit dem Präsidentenpaar über die Gründe des Scheiterns der ersten Republik an: Weniger die demokratiefeindlichen Kräfte, sondern vielmehr die Gleichgültigkeit und Uninteressiertheit der Mehrheit seien verantwortlich. Daran knüpfte der Präsident in seiner folgenden Rede über Gefährdung und Verletzlichkeit der bundesrepublikanischen Demokratie an.

Bild (DHM/Thomas Bruns): Das Präsidentenpaar und seine Gäste. Dritter von links: Aleksandar.

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