Solaranlagenreinigung: fast wie eine Szene von der Spargelernte …

Tatsächlich aber fand die Aktion auf den Dächern der Anne-Frank-Schule statt: Die Solaranlage sollte gereinigt werden. Einer Anregung des Solar-Fördervereins folgten 10 Teamer der AG Sportklettern und befreiten am 15.4.20 die Oberflächen der 486 Solarmodule (!) von dem Schmutz der letzten Jahre – natürlich unter Einhaltung angemessener Abstände voneinander.

Fotos: Norbert Künzel

Eine durchaus anstrengende Tagesaktion, wobei aber die Arbeit im gut gelaunten und perfekt eingespielten Team bei traumhaftem Frühlings­wetter auch eine willkommene Abwechslung in der Corona-Pause darstellt. Nochmals ein herzliches Dankeschön an die fleißigen HelferInnen!

Sexismus im Netz

Viele Menschen behaupten, Frauen und Männer seien schon vollständig gleichberechtigt, aber leider ist Sexismus immer noch etwas, das den Menschen täglich begegnet.  Männer und Frauen mögen zwar vor dem Gesetz gleichberechtigt sein, aber für den alltäglichen Umgang miteinander gilt das in unserer Gesellschaft leider noch nicht. Immer noch werden zu oft Männer und Frauen unterschiedlich behandelt oder sogar diskriminiert, selbst von Menschen des eigenen Geschlechts.

Dabei gehen die Diskriminierungen in beide Richtungen. Schuld sind die Rollenbilder, die sich seit Jahrhunderten in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben. Der Mann gilt als starker Anführer, der das Geld nach Hause bringt und nie Gefühle zeigt, geschweige denn seine Schwächen offenbart. Im Gegensatz dazu steht die emotionale Frau, die zur Unterstützung des Mannes zu Hause bleibt und sich um die Kinder kümmert.

Auch wenn heute die Rollenklischees vielleicht nicht mehr so extrem sind, lassen sich Reste davon noch deutlich in der Gesellschaft finden. Frauen werden häufig oder auf ihr Aussehen reduziert oder in Bezug auf bestimmte Sportarten belächelt, wohingegen Männer immer noch für viele als Memmen gelten, wenn sie weinen oder vor etwas Angst haben.

Eine besonders unrühmliche Rolle bei der Verbreitung dieser Gedanken spielt das Internet. Wie in so vielen anderen Bereichen auch nutzen viele Menschen diesen Ort der Anonymität, um ihre Einstellung offen zu zelebrieren. Aus diesen Gruppen entwickeln sich teilweise ganze Bewegungen, in deren Posts mit veralteten Rollenbildern und Vorurteilen nur um sich geworfen wird. Und häufig kommt in diesen Äußerungen ein regelrechter Hass auf das jeweilige andere Geschlecht zum Ausdruck.

Da fragt man sich doch, woher ein solcher Hass kommen kann. Darüber lässt sich nur mutmaßen. Oft hört man den Spruch „Dort wo zu viel Hass ist, befindet sich zu wenig Liebe.“  Es könnte also sein, dass die Menschen, die so etwas schreiben Personen sind, die selbst zu wenig geliebt werden. Häufig sind es auch Außenseiter der Gesellschaft oder Menschen mit großen Minderwertigkeitskomplexen.

Manche suchen sich ein Feindbild, um sich nicht mit den eigenen Problemen auseinandersetzen zu müssen. Im Internet finden sie dann Gleichgesinnte, bekommen ein für sie seltenes Gefühl von Zugehörigkeit und werden in ihrem Denken bestätigt.

Ein großes Problem ist, dass im Netz der extreme Sexismus häufig gepaart ist mit Homophobie und Rassismus. So ist man nicht selbst in der Außenseiterrolle, sondern kann diese anderen zuweisen.

Solche Formen von Sexismus, Homophobie und Rassismus lehne ich aufs Schärfste ab, frage mich aber, was zu tun ist, wenn sie mir begegnen, sei es im Alltag oder im Netz. Die widerlichen Kommentare Im Internet sollte man einfach ignorieren, da viele nur darauf warten, dass man ihnen seine Aufmerksamkeit schenkt und sie die Reaktionen einfach nicht wert sind.

Im Alltag sieht es allerdings etwas anders aus. Man sollte solchen Äußerungen entgegentreten, jedoch sollte man darauf achten, dass man nicht versucht Hass mit Hass zu bekämpfen. Am besten weist man sein Gegenüber freundlich darauf hin, dass das, was  er oder sie gesagt hat, sexistisch ist und erklärt ihm oder ihr, warum man das so empfindet, denn leider ist Sexismus trotz aller gesetzlichen Regelungen in unserer Gesellschaft weiterhin ein massives Problem und es bedarf noch  einer intensiven Aufklärung, um die verkrusteten Vorurteile zu überwinden.

Emily Niehaus, Q1

Buchtipp: Gregs Tagebuch

„Gregs Tagebuch“ ist eine mehrbändige Buchreihe von Jeff Kinney, in der es um Greg und seine Probleme mit der Familie und in der Schule geht.

Er hat es nicht immer leicht zu Hause, da er viel Stress mit seinem großen Bruder Rodrick hat, der ihm häufig das Leben zur Hölle macht.

Rodrick hat außerdem eine eigene Band namens  „Folle Vindl“, die im Keller von Gregs Elternhaus probt. Sein Dad findet,  dass Rodrick mit den falschen Typen abhängt,  weshalb er seinen Sohn ständig beobachtet.

Und auch mit seinem kleinen Bruder Manni hat Greg viel Ärger, da er alles verpetzt, was Greg falsch macht, seitdem er sprechen kann, und ihn ständig ärgert. So hat er einmal einen Keks in Gregs Spielkonsole gesteckt hat, was dazu führte, dass sie nicht mehr funktionierte.

Gregs Mutter möchte,  dass die Familie so wie früher lebt, als es noch keine Medien gab. Sie findet, dass ihre Kinder zu viel mit dem Handy beschäftigt sind  und zu viel fernsehen. Daher wirft sie die Kinder oft aus dem Haus und lässt sie erst abends wieder herein.

Und dann gibt es natürlich noch viele andere Personen, mit denen Greg zu tun hat. Er erlebt viele lustige, aber auch stressige Momente. Ich finde die Bücher witzig und spannend, weshalb ich sie euch empfehlen würde.

Hannah Sandfort, Jg. 6

Buchtipp: Eve of Man

Es ist das Jahr 3000,  seit einem halben Jahrhundert wurden keine Mädchen mehr geboren.  Daher besteht für die Menschheit die Gefahr bald auszusterben. Ständig gibt es neue Tests, um die Fruchtbarkeit der übriggebliebenen Frauen festzustellen, doch leider ohne Erfolg.

Eines Tages bekommt ausgerechnet eine Frau, die vorher viele Fehlgeburten hatte, ein Mädchen.

Da es als Retterin der Menschheit gilt, wird sofort ein Hochsicherheitsgebäude mit 4000 Stockwerken erbaut, um Eve, so der Name des Mädchens,  geschützt aufwachsen zu lassen, abgeschottet von der Realität.

Dieses Szenario haben sich vielleicht einige von euch schon einmal vorgestellt. Doch was ist, wenn es zur Realität wird?

Genau darum geht es in dem Science-Fiction Roman „Eve of Man, die letzte Frau“ von Giovanna & Tom Fletcher.

Als Eve 16 Jahre alt  ist, soll sie aus drei Kandidaten einen Partner auswählen, mit dem sie Kinder zeugen wird. Aber es kommt alles ganz anders, denn sie trifft Bram, darf aber nicht mit ihm zusammenkommen. Sogar der Kontakt wird ihr verboten.

Ob und wie es trotzdem mit den beiden weitergeht, erfährst du, wenn du das Buch liest.

Das Buch ist empfohlen für Jugendliche ab 14 Jahren.

Alexandra Wlasnew, Jg.9

Die Glocke: „Schüler üben an Kochbuch Firmengründung“

Gütersloh (dop) –  Früh übt sich, wer ein Unternehmer sein will. Erstmals hat es im zwölften Jahrgang der Gütersloher Anne-Frank-Schule einen Projektkursus im Fach Sozialwissenschaften gegeben. Unter der Leitung von Lehrerin Dagmar Klein probten 13 Schüler Firmengründung und Projektentwicklung, klärten Finanz-, Marketing- und Vertriebsfragen.

„Amazing Food Styles“: Das Kochbuch ist im ersten Projektkursus der Anne-Frank-Gesamtschule im Fach Sozialwissenschaften entstanden. Anna Kötter, die Allrounderin im Team, präsentiert das Kochbuch mit 150 Rezepten.
 Bild: Pieper

Und weil das herzustellende Produkt auch etwas mit der Schule und der Vielfalt der dortigen Schüler aus den unterschiedlichen Nationen zu tun haben sollte, war – passend zu den Initialen der Bildungseinrichtung – die Idee zu „Amazing Food Styles“ geboren: ein Kochbuch.

150 Rezepte auf 194 Seiten

„Allein die 13 Mitglieder unserer Gruppe im Sowi-Kursus rekrutieren sich schon aus sieben Staaten, darunter Russland, Polen und diversen arabischen Ländern“, erklärt Anna Kötter, die als sogenannte Allrounderin in den verschiedenen Sparten mitgearbeitet hat. Drei Monate lang sind sie und ihre Mitstreiter bei Mitschülern, Lehrern und Eltern auf Rezeptsuche gegangen. Am Ende kamen 150 zusammen, die nun auf 194 Seiten aufbereitet, in den Kategorien Backen, Kochen und Süßspeisen unterteilt und mit manchem Foto versehen als gebundenes Kochbuch vorliegen. Von angebratenen süßsauren Garnelen nach vietnamesischer Art über Indien Chicken mit Pfirsich und Ananas sowie „Hackos und Knister“ (Mett mit Kartoffeln) bis hin zu Käsekuchen ohne Boden und Holunderbeersuppe ist so manche Überraschung dabei. Nicht fehlen dürfen die Lieblingsrezepte. Selbst Schulleiter Jan Rüter steuerte eines bei und verriet seine Lieblingspizza.

Anteilsscheine und Vorbestellungen

Wie man Geld für die Buchherstellung bekommt, das lernten die Schüler in Kooperation mit der Organisation Junior, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, bei Schülern das Interesse an Wirtschaft zu wecken und altersgemäß passgenaue Programme für junge Existenzgründer anbietet. „Wir haben in der Schule und bei unseren Eltern Anteilsscheine verkauft und Gelder durch Vorbestellungen akquiriert“, listet Anna auf. Das füllte die Kasse und deckte die Druckkosten der 250er-Auflage, in der das Kochbuch erschienen ist.

Jungunternehmer bieten Lieferservice

Pech nur, dass das Coronavirus einen Strich durch den Verkaufsstart gemacht hat. Der sollte am Tag der offenen Tür in der Anne-Frank-Schule sein. Davon lassen sich die jungen Firmengründer aber nicht abhalten, ihr Produkt zu vermarkten. „Das Buch kann per E-Mail unter amazingfoodstyles@gmail.com oder über unseren Instagram-Account (amazing.food.styles) für 12 Euro geordert werden. 14 Euro kostet das Kochbuch, wenn es gebracht werden soll. Denn auch einen Lieferservice haben die Jungunternehmer mittlerweile organisiert. „Der macht eigentlich am meisten Spaß, weil es toll ist zu sehen, wie sehr sich die Leute freuen, wenn sie das Buch in Händen halten“, sagt Anna Köster. Und das tun sie ganz unabhängig davon, ob sie selbst ein Rezept beigesteuert haben oder nicht.

Aus: https://www.die-glocke.de/lokalnachrichten/kreisguetersloh/Schueler-ueben-an-Kochbuch-Firmengruendung–cbabebe3-bab8-41b2-9a08-f57245bd509b-ds

Depressionen

Was fällt dir als erstes ein, wenn du hörst, dass jemand an Depressionen leidet? Vielleicht denkst du, dass diese Menschen nur übertreiben und nach Aufmerksamkeit suchen. Solltest du solche Gedanken haben,  liegt das vermutlich daran, dass du nicht richtig über die Krankheit informiert bist. Und warum ist das so? Weil sie in unserer Gesellschaft ein Tabuthema ist.

Das Wort „Depressionen“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „niederdrücken“.  Depressionen sind eine psychische Krankheit, die du dir im Vergleich mit einer schweren Erkältungskrankheit so vorstellen kann: Zuerst geht es dir ein bisschen schlecht. Du erkennst Anzeichen eines Schnupfens. In der nächsten Stufe sind weitere Symptome zu erkennen wie z.B. Husten. Bald geht es dir immer schlechter und du bekommst heftigere gesundheitliche Beeinträchtigungen wie bei einer Grippe. Und wenn du dann immer noch nicht auf deine Symptome eingehst, ist die Lungenentzündung nicht mehr weit entfernt.

Der beschriebene Verlauf lässt sich mit der Entwicklung einer Depression vergleichen. Deshalb hat auch nicht jeder, dem es vielleicht einmal nicht so gut geht, eine Depression. Oft ist es schwierig, zwischen Traurigkeit, Einsamkeit, Unwohlsein und Depression zu unterscheiden. Daher diagnostizieren sich viele selbst zu voreilig entweder als depressiv oder einfach nur als „etwas schlecht drauf“  und liegen damit häufig falsch.

Wenn es dir über einen längeren Zeitraum schlecht geht, solltest du handeln und  professionelle Hilfe aufsuchen. Denn nur Fachleute können feststellen, ob du wirklich an einer Depression erkrankt bist. Um diese Krankheit diagnostizieren zu können, muss eine bestimmte Anzahl an Symptomen über einen gewissen Zeitraum bestehen.

Doch welche Beschwerden können die Symptome einer Depression sein? Menschen mit dieser Krankheit fühlen sich häufig bedrückt, grübeln viel und hängen oft in einer Denkschleife fest. Sie fühlen sich oft antriebslos und ihre Leistungsfähigkeit ist beschränkt. Sie verspüren Trauer sowie Einsamkeit und sind oft sauer und wütend auf sich oder andere, denn zu viel Trauer löst einen Schutzmechanismus im Körper aus, der die Trauer in Wut umwandelt.  Ansonsten könnte die Traurigkeit zu Hilflosigkeit führen und das ist auf Dauer untragbar für das seelische Wohlbefinden.

Von dieser Krankheit Betroffene denken häufig anders als Nichterkrankte, weshalb Therapeuten oft von einem  „Denkfehler“  im Zusammenhang mit Depressionen sprechen. So sieht der Betroffene sich selbst oft als Verursacher negativer Ereignisse.  Viele scheuen sich aber trotz ihres schlechten Befindens professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, denn in unsere heutigen Wettbewerbsgesellschaft ist es schwer, sich eine Depression einzugestehen, z.B. weil man sich den Mitmenschen gegenüber minderwertig fühlt. Dies führt allerdings zu Stress, der wiederum zu stärkeren Depressionen führen kann.

Doch warum bekommt man Depressionen?  Diese Frage ist kaum zu beantworten, da die Ursachen der Krankheit vielfältig sind. Eine Depression  muss nicht immer mit einer traumatischen Kindheit oder mit einem Schicksalsschlag in Verbindung stehen. Auch das wohlhabendste und wohlbehütetste  Kind kann aus den verschiedensten Gründen erkranken.

Wichtig ist zu akzeptieren, dass eine Depression  eine Krankheit ist wie jede andere auch. 5,3 Millionen Deutsche sind an ihr erkrankt, wobei nur ein Drittel von ihnen professionelle Hilfe erhält.

Leider führen Unwissenheit und Vorurteile dazu, dass wir diese Krankheit häufig nicht akzeptieren und die Betroffenen manchmal belächeln. Aber es ist  wichtig, jederzeit respektvoll und verständnisvoll mit jedem Menschen umzugehen. Denn jeder trägt sein Päckchen.

Ich finde es nicht richtig, dass viele Menschen die Krankheit abwerten mit Aussagen wie „Probleme habe ich auch, aber ich habe noch lange keine Depression“, „Es ist persönliches und schuldhaftes Versagen und keine Erkrankung“ oder „Sie/Er hat doch alles, was man sich wünschen kann“, denn  solche Äußerungen sind respektlos und wenig empathisch. Allerdings glaube ich, dass Unwissenheit und Unsicherheit häufig die Ursache für solche Aussagen sind.

Außerdem kann ich kein Verständnis dafür aufbringen, wie mit Depressionen im alltäglichen Leben umgegangen wird. Ich finde es nämlich legitim, nicht nur bei körperlichen, sondern auch bei psychischen Beschwerden ein Treffen abzusagen, einfach mal zu Hause zu bleiben oder irgendwas einfach mal nicht hinzukriegen. Aber viele andere Menschen begegnen solchen Situationen mit wenig Verständnis. Dabei sollte die psychische  Gesundheit nicht weniger Aufmerksamkeit bekommen als die körperliche.

Mit Depressionen  umzugehen, ist nicht einfach, sowohl für die Betroffenen als auch für die Mitmenschen.  Denn diese können eben auch nur bis zu einem gewissen Punkt helfen. Daher rate ich euch einfach nur Verständnis aufzubringen und das Gefühlsleben eures Gegenübers zu akzeptieren. Vor allem solltet ihr niemanden in eine Schublade stecken, denn ihr könnt den meisten Menschen nur vor den Kopf gucken und wisst nicht, womit diese Person zu kämpfen hat.

Daher ist mein Anliegen an euch: Be kind!

Johanna Löhr, Jg. 10

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