Autorenlesung mit Salah Naoura

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5c und 5e durften am Dienstag, den 08.05.18 den deutschsyrischen Autor Salah Naoura in der Mediothek hautnah erleben. Nach einer Begrüßung durch Herrn Witteborg las der Autor einzelne Textpassagen aus seinem Buch „Star“ vor. Ein Kinderbuch, das die Schattenseiten von Castingshows und Supertalent-Suchen behandelt. In spannenden und lustigen Szenen schildert Naoura, wie Marko ein zwölfjähriger Junge aus Kreuzberg, auf der Galoppbahn einen Tipp bekommt, sein Taschengeld verwettet und 6000 Euro gewinnt. In einem Zeitungsartikel wird er zum Hellseher stilisiert, zum Wunderkind. Marko tritt nun in einer Fernsehshow „Little Star“ auf und wird zum Star. Während seine Mutter das glamouröse Leben genießt, bemerkt Marko, wie schwierig das Berühmtsein ist …

Im Anschluss hatten die Schülerinnen und Schüler noch die Möglichkeit, viele interessante Fragen rund um das Buch und das Autorenleben zu stellen. Auch Autogrammwünsche wurden erfüllt.

Wir sind dankbar, dass der Autor und Übersetzer Salah Naoura unseren Schülern eine lebendige Schulstunde schenkte.

Britta Witte (Leitung Mediothek)

Klasse 4a der Blücherschule zu Besuch an der AFS-Kletterwand

Trotz wenig günstiger Wetterbedingungen machte sich am Dienstag (24.4.18) die Klasse 4a – zu Fuß! – auf den Weg zur Anne-Frank-Schule. Dort angekommen, gab es nach einer kurzen Einweisung die Klettergurte, und auf ging´s, gesichert von den erfahrenen Teamerinnen der AFS-AG-Sportklettern.

Ruck-zuck waren die ersten KlettererInnen schon oben angekommen: eine ungewöhnlich fitte Klasse!

Aber natürlich „fliegt“ nicht jede(r) gleich die Wand hoch, denn was von unten so einfach und unspektakulär aussieht, erscheint von oben betrachtet oft doch GAAAAANZ anders. Und das braucht Zeit: man muss sich an die Höhe erst gewöhnen! Und man muss Vertrauen fassen, zu dem Material, an das man sein Leben hängt, und zu dem Sicherungspartner, der unten steht.

Klettern ist individuell. Jeder hat seinen „Knackpunkt“, aber jeder an einer anderen Stelle. Deshalb lacht auch niemand, wenn es eine(r) nicht gleich bis nach oben schafft. Es ist spannend, das heraus­zufinden und es tut gut zu spüren, wie sich die eigenen Grenzen Schritt für Schritt erweitern. Beeindruckend, wie sich die SchülerInnen der Klasse 4a gegenseitig aufmerksam beobachten, Anspornen oder Mut machen und Tipps geben! Ja, auch die drei erwachsenen Begleiter haben einen Aufstieg gewagt, anerkennend beobachtet von ihren Kids.

Nach knappen 2 Stunden waren schließlich auch die fittesten KlettererInnen allmählich rechtschaffen ermüdet und die Teamer im frischen Wind ziemlich durchgekühlt. Während letztere mit dem Abbau begannen, um die Kletterwand wieder abzuschließen, machte sich die 4a auf den Rückweg zur Blücherschule – wiederum zu Fuß. Respekt! Tschüß, liebe 4a, das war ein toller Nachmittag mit euch! Vielleicht sehen wir ja den einen oder die andere von euch bald wieder …

Norbert Künzel

Anne-Frank-PhysikerInnen schnuppern Hörsaal-Luft

65 Schülerinnen und Schüler der Physikkurse der EF bis Q2 folgten am Mittwoch, dem 7.3. der Einladung der Uni Bielefeld, um gemeinsam mit einer Gruppe des Gymnasiums Steinhagen an einem Programm im Rahmen der „Herbstakademie Physik“ der Fachschaft Physik teilzunehmen.

Eine Vorlesung zum Foto-Effekt stand am Beginn der Veranstaltung: kein leichter Stoff und eher ein Ausblick für die EF, immerhin teilweise bekannte Aspekte für die Q1 und willkommene Wiederholung für die Q2 kurz vor dem Abi.

Ein Genuss für alle war nach der Mittagspause die „Show-Physik“-Vorführung, in der erstaunliche physikalische Phänomene mit Knall- und Oha-Effekt vorgeführt wurden. Etwas neidisch registrierten die begleitenden Physiklehrer die materielle und personelle Ausstattung des Instituts. Insbesondere beeindruckten die beiden Experimentaltechniker, die den Referenten Dr. Schmalhorst bei der Versuchs­durchführung unterstützten.

Bei der abschließenden Führung durch die Labore stellten einige Doktoranden ihre aktuelle For­schungs­arbeit im Bereich der Oberflächenphysik, der Physik dünner Schichten und der Lasermikroskopie vor und ermöglichten den Besuchern einen vagen Einblick in deren Arbeit. Ganz sicher kein Job für alle, aber vielleicht konnte bei dem Einen oder der Anderen das Interesse geweckt oder verstärkt werden.

Eine lohnende Veranstaltung – gerne wieder!

Norbert Künzel

Was steckt wirklich in der Wurst?

Vor den Osterferien waren wir, der Biologie Leistungskurs des 12. Jahrgangs, im Teutolab an der Universität Bielefeld. Dort konnten wir mittels verschiedener gentechnischer Verfahren, wie z.B. der Polymerase-Kettenreaktion und der Gelelektrophorese, feststellen, welche Tierarten wirklich in unserer mitgebrachten Wurst stecken (Schwein und Pute, wie deklariert!). Solche Methoden werden vor allem im Bereich der Gentechnik angewandt, um – wie bei dem Pferdefleisch-Skandal im Jahr 2013 – nachweisen zu können, was wirklich in der Wurst steckt.

Im Teutolab haben wir die Möglichkeit bekommen, die oben genannten molekulargenetischen Verfahren, die wir zuvor theoretisch im Unterricht erarbeitet haben, praktisch anzuwenden. Dadurch erhielten wir einen Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten im Labor und wurden gleichzeitig über zukünftige Berufschancen im Bereich der Biotechnologie informiert.

 Wir können dieses Erlebnis auf jeden Fall weiterempfehlen, da wir viel gelernt haben und auch eine Menge Spaß hatten. Zudem hilft uns dieses Praktikum ebenfalls bei den Vorbereitungen auf das Abitur, weil wir uns aufgrund der praktischen Erfahrungen sämtliche Methoden viel besser einprägen konnten und bestimmt auch sicher anwenden können.

von Paula Hirsch (Jahrgang Q1)

Studienfahrt der Anne-Frank-AG nach Berlin

Die Nationalsozialisten gaben sich Mühe ihre Opfer nur als „Ziffern“, nicht als Menschen zu betrachten. Doch jedes Opfer hat seine Geschichte: eine Familie, die zerrissen wurde, einen Beruf, der genommen wurde und Wünsche und Träume, die man ihm raubte. Anfang  März fuhren die Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Arbeitsgemeinschaft nach Berlin, um dort etwas über die Geschichten der Menschen, die den nationalsozialistischen Verbrechen zum Opfer fielen, zu erfahren. Sie besuchten Plätze des Gedenkens, der Erinnerung und der Information und erfuhren, wie sehr die Vergangenheit unsere Gegenwart prägt.

Die Arbeitsgemeinschaft besuchte das Anne-Frank-Zentrum, lernte das Schicksal von Inge Deutschkron kennen, die die Shoah überlebte (Blindenwerkstatt Otto Weidt, Theaterstück „Ab heute heißt du Sara“), besuchte das Museum unter dem Stelenfeld sowie das Denkmal „Gleis 17“ am Bahnhof Grunewald, von welchem damals die Transporte in die KZ´s ausgingen. Abschluss der gemeinsamen Fahrt war ein Besuch der Steglitzer Spiegelwand (Foto), auf der 1723 Namen von aus Berlin deportierten Juden dokumentiert sind. Jeder Schüler und jede Schülerin legte hier eine weiße Rose nieder und gedachte der ermordeten Menschen.

(LimW/SheS)

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