Vielen
ist sicher bekannt, dass die SchülerInnen unserer Schule im Jahrgang 9 ein
dreiwöchiges Praktikum absolvieren, manche von euch wissen aber vielleicht
nicht, dass ein weiteres Praktikum für
die ZwölftklässlerInnen Pflicht ist. Dieses liegt meistens eine Woche vor den
Herbstferien, sodass die Möglichkeit besteht, den Aufenthalt in die Ferienzeit
hinein zu verlängern.
Das
Praktikum allein ist für die meisten schon eine aufregende Erfahrung, da sie in
eine neue Umgebung kommen, mit völlig neuen Leuten zusammenarbeiten und eine
neue Situation kennenlernen. Wenn jedoch noch dazu kommt, dass das gewohnte Zuhause
Kilometer weit entfernt liegt und man in ein anderes europäisches Land reist, wird
aus einem gewöhnlichen Schulbetriebspraktikum ein kleines Abenteuer.
In
solch ein kleines Abenteuer haben sich vier SchülerInnen des diesjährigen
zwölften Jahrgangs gestürzt, zu denen auch ich gehörte. Zwei von uns erhielten
hierbei die Unterstützung durch die Osthushenrich-Stiftung, die die Fahrtkosten
bezahlt hat.
In
dem folgenden Interview möchten wir euch unseren ganz Individuellen Erlebnissen
und Eindrücke nahebringen.
Wo
bist du gewesen und in welchem Bereich hast du dein Praktikum absolviert?
Celine: Ich war in Preston, das
ist in England, und zwar bei der Firma Direct Heating Spares, einer Firma für
Ersatzteile, zum Beispiel von Heizkesseln oder Duschen. Tätig war ich in
verschiedenen Bereichen, wie zum Beispiel in der IT, im Call Centre, im
Wareneingang, im Lager usw.
Finn: Ich war in „Graudenz”, der polnischen Partnerstadt Güterslohs und habe dort als Lehrer an unserer Partnerschule gearbeitet, die ich schon durch den Schüleraustausch kannte.
Finn auf der Heide als „Lehrer“ in Polen.
Lisa: Ich war zusammen mit Anna in
Dänemark. Dort haben wir auf einem kleinen Reiterhof gearbeitet.
Anna: Der Ort, an dem wir waren, hieß
Hvide Sande und wir haben in den Bereichen Pferdewirtschaft und Touristik
gearbeitet. Den Hof kenne ich schon sehr lange und bin auch schon oft da
gewesen.
Welche
Aufgaben hast du übernommen?
Celine: Bei den Bürotätigkeiten
durfte ich nur zuschauen beziehungsweise bei den Anrufen zuhören und im Lager
durfte ich dann alles Mögliche machen, wie zum Beispiel den Wareneingang
kontrollieren, also zuschauen, ob alles da ist, die Papiere für den weiteren Verlauf
drucken oder die Produkte etikettieren. Außerdem musste ich auch durch das gesamte
Lager laufen und Produkte „einsammeln”. Das sind allerdings nur einige der
vielen Aufgaben, die ich hatte.
Finn: Ich habe den Lehrern dabei
geholfen, ihren Unterricht zu gestalten, mit den SchülerInnen Deutsch geredet,
aber auch eigene Deutschstunde gestaltet, zum Beispiel durch Vorträge über
meinen Aufenthalt in Argentinien.
Lisa und Anna: Wir haben uns um
das Füttern der Pferde und der restlichen Tiere gekümmert, haben sauber gemacht,
Reitstunden gegeben und sind bei Strandausflügen vorgeritten.
Freiheit,
Demokratie und Menschenrechte – Inwieweit werden diese Werte in dem Land
umgesetzt, in dem du warst?
Celine: Ich kann natürlich nicht
für das ganze Land sprechen, aber in dem Betrieb, in dem ich war, wurden alle
gleich behandelt, egal, ob jemand im Büro oder im Lager arbeitet. Jeder hat
jeden akzeptiert und auch der Chef hat sich nicht so aufgeführt, wie man es
sich manchmal vorstellt. Alle konnten sagen, wenn sie ein Problem hatten,
solange es sich um berufliche Belange handelte. Und in England selbst habe ich
mich sehr frei gefühlt.
Finn: Soweit ich es mitbekommen
habe, wurden diese Werte gut umgesetzt, aber man müsste sich länger in Polen
aufhalten, um eine vollständige Antwort auf die Frage geben zu können. Aufgefallen
ist mir aber, wie gastfreundlich die Polen sind, was dazu geführt hat, dass ich
mich nie fremd oder als nicht willkommen gefühlt habe. Alles schien mir von der
ersten Sekunde an sehr vertraut.
Lisa: Ich war zum ersten Mal in
Dänemark und da wir sehr lange Arbeitszeiten hatten, war ich fast immer auf dem
Hof und hatte nur wenig Zeit, das Land kennenzulernen.
Anna: Da ich schon häufiger in Dänemark war, habe ich das Land etwas besser kennengelernt.
Ich würde sagen, dass die Werte gut umgesetzt werden. Vor allem die Freiheit
ist in Dänemark sehr wichtig. Zwar ist es schwer zu beschreiben, wie sie direkt
umgesetzt wird, aber jedes Mal, wenn ich nach Dänemark komme, habe ich
ebenfalls dieses Gefühl von Freiheit, von dem mein Chef auch schon oft
gesprochen hat. Auffällig ist auch, dass die Dänen ausgesprochen tolerant sind.
Die große Bedeutung der Freiheit ist
wahrscheinlich auch der Grund, für einen weiteren Wert, der außerhalb
Skandinaviens noch wenig bekannt ist. Er wird als “hygge” bezeichnet und lässt
sich schwer übersetzen, beschreibt jedoch treffend das Land, die Menschen und
deren Lebensweise. Die deutsche Übersetzung des entsprechenden Adjektivs ist
vielleicht “gut”, “gemütlich” oder
“nett”. Jedoch wird diese Übersetzung dem Begriff nicht gerecht, da sich eigentlich
viel mehr hinter ihm verbirgt, was sich jedoch nicht erklären, sondern nur
selbst erleben lässt. Fakt ist, man fühlt sich in diesem Land einfach nur wohl.
Hast
du landesspezifische Rituale oder Traditionen kennengelernt?
Celine: Ich habe schon des Öfteren
gehört, dass die Engländer viel Tee trinken würden und das kann ich definitiv
unterschreiben. Die Mitarbeiter trinken den ganzen Tag Tee und Kaffee und ich
glaube, ich habe in der Woche mehr Tee getrunken als in meinem ganzen Leben.
Finn: Ich hatte leider keine
Möglichkeit, an Traditionen, die ausschließlich in Polen praktiziert werden, teilzunehmen.
Ich habe aber gehört, dass religiöse Feste von großer Bedeutung sind. Besonders
Weihnachten wird in dem katholisch geprägten Polen sehr aufwändig gefeiert. An
Heiligabend werden zwölf Gerichte serviert, allerdings aus einer alten
Tradition heraus alle ohne Fleisch.
Lisa: An den Wochenenden gab es mittags
immer selbstgebrannten Schnaps und es war sehr familiär, da alle Mahlzeiten
immer zusammen mit allen menschlichen Bewohnern des Hofes eingenommen wurden.
Können
wir Deutschen von den Menschen in deinem Gastgeberland etwas lernen?
Celine: Definitiv. Ich konnte
nicht glauben, wie offen die Menschen in meinem Betrieb nach nur wenigen
Sekunden waren. Außerdem hatte ich überhaupt keine Probleme, lustige Gespräche
führen, was mir normalerweise sehr schwer fällt. Ich habe dort auch Leute
kennengelernt, mit denen ich noch in Kontakt stehe. Da ich mein dreiwöchiges Praktikum
in der neunten Klasse auch im Büro und Lager absolviert habe und es deswegen
vergleichen kann, weiß ich, dass die Kontaktaufnahme in Deutschland viel
einfacher ist.
Anna: Die Dänen sind immer sehr
offen und sehr entspannt. Außerdem hatte man mit ihnen immer etwas zu lachen,
trotz mancher Verständigungsprobleme. Davon könnten wir Deutschen uns ruhig
etwas abschauen.
„Schülerinnen oder Schüler der Anne-Frank-Schule in Gütersloh haben an dem Projektkurs „Erinnern für die Zukunft“ teilgenommen. Dazu gehörte auch ein Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz. Ihre Erlebnisse fassen sie in einer Radiosendung zusammen. Dabei geben sie auch geschichtliche Hintergrundinformationen zum Nationalsozialismus und seinen Folgen für die jüdische Bevölkerung. Auch Zeitzeugen-Berichte von ehemaligen Auschwitz-Häftlingen sind Teil der Sendung.“ (NRWision)
Machen gemeinsam Radio (v.l.): Dr. Elmar Schnücker, stellvertretender Leiter VHS Gütersloh, Julia Kroneberger, Dr. Birgit Osterwald, Leiterin VHS Gütersloh, Usman Yattara, Jörg Witteborg, Leiter Anne-Frank-Gesamtschule, Michael Schüthuth, Projektlehrer und Karina Stepurko.
Moderationen, Interviews, Musik – aus diesen Einzelteilen formen Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule eine Radiosendung. Das Ziel der Sendung: Die Studienfahrt in das Konzentrationslager Auschwitz dokumentieren und die Erfahrungen der Schüler wiedergeben. Einmal die Woche, jeden Donnerstagnachmittag, treffen sich 26 Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule, um an dem Projekt „Erinnern für die Zukunft“ zu arbeiten. Gut zwei Stunden Sendung wollen sie produzieren. „Zu Beginn steht aber erstmal ganz viel Recherchearbeit an“, erklärt Michael Schüthuth, Koordinator für Gesellschaftswissenschaften und Projektleiter. Über Expertengruppen zu Unterthemen wie dem Mädchenorchester, den Sonderkommandos oder den noch lebenden Zeitzeugen, nähern sich die Schüler inhaltlich dem nur kaum zu fassenden Thema Auschwitz.
„Wir werden einen
Laptop samt Schnittprogramm und natürlich einige Aufnahmegeräte mit nach Polen
nehmen“, sagt Usman Yattara. Nicht nur während der Fahrt, sondern auch jeden
Donnerstag kümmert sich Usman mit seiner Expertengruppe um die technischen
Abläufe. Die Mikrofone müssen angeschlossen werden, die Aufnahmegeräte
einwandfrei laufen und die Pegler hochgefahren sein. Die Technik für das
Projekt stellt die Volkshochschule Gütersloh. Anne-Frank-Gesamtschule und
Volkshochschule haben im Sommer diesen Jahres eine Bildungspartnerschaft
gestartet und seitdem bereits zahlreiche und ganz vielfältige Projekte
gemeinsam durchgeführt. Für das gemeinsame Radioprojekt hat die Volkshochschule
nicht nur neueste Aufnahme- und Wiedergabetechnik beigesteuert. Manfred Nöger,
Medientrainer an der Volkshochschule, unterstützt die Schüler zudem bei ihrem
Projekt. „Es geht natürlich zum einen darum, die Geräte technisch nutzen zu
können, aber eben auch darum zu wissen, wie man ein Interview führt und wie man
es in eine Sendung einbaut. Manfred Nöger bringt uns bei beiden Aspekten
richtig voran“, sagt Schüthuth.
Einen genauen Plan für die Sendung gibt es noch nicht. „Wir glauben, dass der Besuch in Auschwitz den roten Faden vorgeben wird. Wir wollen nicht im Vorfeld zu viel festlegen, sondern die Stimmung vor Ort auf die Schüler wirken lassen und sie entscheiden dann, was in die Sendung soll“, sagt Schüthuth. Ende Januar steht die Fahrt nach Polen an. Im Gepäck sind dann nicht nur Aufnahmegeräte und Schnittprogramme, sondern auch Gesprächs- und Interviewtechniken. Fertig sein soll die Radiosendung dann Ende Mai. Genau genommen werden es sogar zwei Sendungen. „Wir werden mit zwei Sendungen á 52 Minuten im Bürgerfunk auf Sendung gehen“, sagt Projektleiter Schüthuth. Für die Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs ist die Arbeit mit dem Mikrofon und der Tonschere neu und spannend. „Es macht total Spaß, weil es für uns natürlich mal etwas anderes ist. Das motiviert uns. Wir wollen eine richtig gute Sendung machen“, sagt Schülerin Julia Kroneberger. Dr. Birgit Osterwald, Leiterin der Volkshochschule Gütersloh, zeigt sich begeistert von dem Engagement der Schüler: „Ich finde es klasse, dass ihr euch diesem schwierigen und wichtigen Thema mit diesem Projekt widmet – und das in den Stunden nach der Schule.“ Die Begeisterung der Schüler für das Projekt zeige, dass die Bildungspartnerschaft „eine sehr gute und erfolgreiche Sache“ sei, so Osterwald. Der Radiobeitrag aus Auschwitz wird nicht nur ‚live‘ im Bürgerfunk zu hören sein. Er soll zudem als Podcast online und auf Abruf verfügbar sein.
Am Montagabend, den 09.09.2019, bekam die Anne-Frank-Gesamtschule den erwarteten Besuch aus dem schönen Graudenz in Polen. Die deutschen Schüler/innen hatten ihre Gäste bereits erwartet und sich auf diese gefreut, denn das erste Treffen fand bereits im Juli des Jahres 2019 statt. Das Wiedersehen war rührend und danach ging es zunächst in die Gastfamilien, um dort den Abend ausklingen zu lassen. In den nächsten Tagen gab es für unsere kleine Gruppe von 23 Schüler/innen und vier Lehrern ganz schön viel Spannendes zu tun. Neben gemeinsamen Baseballspielen, sportlichen Aktivitäten und dem Besuch der DASA in Dortmund, stand noch das Schwimmen in der Welle auf dem Programm. Kommuniziert wurde so, wie es gerade möglich war. Mal versuchte man sich auf Englisch, mal auf Deutsch oder die Schüler/innen halfen sich gegenseitig beim Übersetzen. Obwohl nicht jeder polnische Schüler/in Deutsch konnte und nicht jeder deutsche Schüler/in Polnisch, war das kein Hindernis auf dem Weg zu neuen Freundschaften. Am Ende des Besuches hatten sich die jungen Teilnehmer einzelne Wörter und Sätze in der jeweils anderen Sprache beigebracht.
Schließlich kam der Abschied und wie bereits im Juli flossen auch diesmal Tränen, denn neu gewonnene Freunde mussten verabschiedet werden. Damit das auch gewürdigt werden konnte, wurde ein Abschlussgrillen veranstaltet. Dabei hatte man noch einige Gelegenheiten miteinander zu sprechen und sich zu verabschieden. Am nächsten Morgen brachte ein kleiner, gemütlicher Bus unseren Besuch wieder in die Heimat zurück. Doch trotz der Distanz bleiben die neuen Verbindungen bestehen.
Text und Fotos: PetA
Förderung des deutsch-polnischen Austausches an der Anne-Frank-Gesamtschule
Ein schöner und bereichernder Austausch der Gütersloher Anne-Frank-Gesamtschule und dem III. Llyceum Ogólnokształcące im Jana Pawła II in Graudenz, Polen. Die Verbindung zu Graudenz besteht bereits seit dem Jahr 1995 und wurde zunehmend zu einem Austausch ausgebaut. Dieser wäre jedoch zum Teil nicht möglich, wenn das Programm nicht von dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW) unterstützt werden würde. Seit diesem Jahr danken wir auch der Stadt Gütersloh, die durch ihre Unterstützung zum Gelingen der Fahrt beigetragen hat.
Traditionell beziehen wir in jede Ausgabe der Virus auch unsere Lehrerinnen und Lehrer mit ein, z.B. durch ein Lehrerinterview. Für unsere Sonderausgabe haben wir uns jedoch etwas Besonderes ausgedacht, und zwar wollten wir die Meinung möglichst vieler unserer Lehrerinnen und Lehrer einholen und haben daher eine Umfrage zum Thema „Europäische Werte“ erstellt, deren Ergebnisse ihr in diesem Artikel lesen könnt.Untere Reihe von links nach rechts: Gülsen Şen (Türkei), Donjeta Fetahaj (Kosovo), Carla Weitkamp (Portugal). Obere Reihe von links nach rechts: Stefania Salamon (Italien), Anastasia Peters (Russland), Erhan Toksözlü (Türkei), Sebastian Schmeding (Deutschland), Michael Jendrzey (Polen). Foto: FlöF
Dies war besonders deshalb interessant, weil wir nicht nur im Hinblick auf unsere Schülerschaft eine „Multikulti-Schule“ sind, sondern auch viele unserer Lehrerinnen/Lehrer internationale Wurzeln haben; einige von ihnen haben sich bereit erklärt, für unser Foto (s.u.) zur Verfügung zu stellen.
Die Redaktion freut sich darüber, dass wir sehr viele, nämlich über 60 Fragebögen zurückbekommen haben und bedankt sich noch einmal bei allen Teilnehmenden.
Unsere erste Frage lautete, ob unseren Lehrerinnen/Lehrern die Europäische Union wichtig sei, was einstimmig mit „ja“ beantwortet wurde.
Außerdem wollten wir von ihnen wissen, welche Werte sie mit der EU verbinden. Dabei sind 55 verschiedene Werte genannt worden, die wir hier natürlich nicht alle nennen können. Am häufigsten jedoch wurden die Werte Freiheit, Frieden, Toleranz, Demokratie und Vielfältigkeit aufgezählt, dicht gefolgt von den Begriffen Zusammenarbeit/-halt, Gemeinschaft, Menschenrechte und -würde, Sicherheit, Solidarität, Offenheit und Respekt.
Eng verbunden mit dieser Frage war die nächste, in der es darum ging, welche dieser Werte unseren Lehrerinnen/Lehrern am wichtigsten sind. Am häufigsten wurde die Freiheit genannt und mit einer Stimme weniger folgten Demokratie und Frieden sowie kurz dahinter die Toleranz.
Auf die folgende Frage, ob die notierten Werte an der AFS vermittelt werden, antwortete eine große Mehrheit mit „ja“, aber ungefähr 13 Prozent haben „nein“ angekreuzt und für ca. 10 Prozent der Lehrerinnen/Lehrer werden sie nur teilweise übermittelt.
Bei der nächsten Frage ging es darum, für welche der aufgezählten Werte sich Deutschland während seiner EU-Ratspräsidentschaft einsetzen sollte. Diesmal stand Demokratie an erster Stelle, dicht gefolgt von Frieden, Zusammenhalt bzw. Gemeinschaft, Toleranz, Vielfalt und Menschenrechte.
Auf die anschließende Frage, was unsere Lehrerinnen/Lehrer vermissen würden, wenn Deutschland nicht mehr in der EU wäre, wurde, wie fast zu erwarten war, am häufigsten die Offenheit der Grenzen und somit die Reisefreiheit angesprochen. Auch würden viele den Euro vermissen sowie die Tatsache, dass wir nicht mehr Teil eines großen Ganzen wären und somit der Austausch und die Gemeinschaft verloren gingen.
Abschließend war es uns noch wichtig zu wissen, ob die Befragten uns sonst noch etwas zu dem Thema mitteilen wollten. Häufig wurde genannt, dass die EU mehr Verantwortung in den Bereichen Flüchtlingspolitik und Umweltschutz übernehmen sollte, und es wurde gefordert, dass Deutschland sich dafür auch deutlich einsetzen sollte. Außerdem gab es den Wunsch nach einer Ausweitung der Möglichkeiten einer Kontaktaufnahme zwischen Jugendlichen in Europa, z.B. durch Schulpartnerschaften, was damit begründet wurde, dass diese zum Wachstum der europäischen Identität beitragen würden.
Auch wurde gesagt, die EU müsse von allen gelebt werden, um sie zu erhalten und Problemen, die nur gemeinschaftlich lösbar seien, entgegentreten zu können. Eine weitere Forderung war, sich verstärkt gegen nationale Züge in der Politik einzusetzen und sich dabei nicht nur auf Europa zu beschränken, sondern die gesamte Welt im Blick zu haben.
Da alle die Freiheit hatten, ihre eigene Meinung zum Thema kundzutun, waren die Antworten so vielfältig, dass wir sie nicht alle nennen können. Auffällig war aber die häufige Nennung zentraler Werte wie z.B. Demokratie, Frieden, Gemeinschaft, Freiheit und Toleranz, was zeigt, dass viele mit dem Begriff Europa die gleichen Werte in Verbindung bringen.
Abschließend möchte ich noch einen Satz zitieren, der Europas Eigenschaften besonders gut beschreibt: „Heimat sollte nicht als Land, sondern als Gefühl identifiziert werden“.
Der Arbeitskreis „Europa“ bittet um Teilnahme an zwei europäischen Wettbewerben.
3. Was ist Nachhaltigkeit für dich? – Nachhaltigkeitsprojekte gesucht!
Das Projekt verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche dazu zu bringen, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit weiter auseinanderzusetzen, selbst aktiv zu werden und eigenes Handeln zu reflektieren, um nicht nur für Nachhaltigkeit durch Demonstrationen für beispielsweise „Fridays for Future“ auf die Straßen zu gehen.
Hinzu kommen die nachhaltigen Projekte, die dadurch ins Leben gerufen werden, wodurch das Thema in der Öffentlichkeit weiter in den Vordergrund gerückt wird.
Die GTSVK entscheidet hier nach den Kriterien Nachhaltigkeit, Reichweite, Kreativität und Umsetzung, welche Klasse das Preisgeld, ein Kino Besuch oder ein Lasertag Ausflug, erhält.
Projektbeispiele könnten ein Konzept für die Müllreduktion in Schulen oder das Design eines nachhaltigen Produkts sein.
Meldet euch mit euren Klassen, Kleingruppen oder AGs mit einem Nachhaltigkeitsprojekt bei der GTSVK – der Gütersloher Schülervertretungskooperative.
Bis zum 30.11.19 muss eine Projektentwicklung, die Umsetzung sowie die Dokumentation an
sv-kooperative-gt@gmx.de gesendet werden. Sobald eure Teilnahme feststeht, meldet euch bitte bei Pia Görlich (eine Rückmeldung in der ersten Woche nach den Ferien wäre großartig).
Das beste Projekt wird von der GTSVK ausgewählt und mit einem Preis belohnt.
Beispiele für Projektthemen sind: Handysammelaktion, Mobilität mit dem Fahrrad, „Konsumdetektive“, Trinkwasserstation ohne Plastik, Fair Trade an unserer Schule
Bei Fragen wendet euch an die SV oder an ShwN, UlrN oder GörP
Unter folgendem Link stellt die GTSVK „Was ist Nachhaltigkeit für dich?“ in einem Video vor.