Die Europawahl 2019

Die Europawahl ist die zweitgrößte demokratische Wahl weltweit. Mit über 400 Millionen Wahlberechtigten ist sie jedoch deutlich kleiner als die Parlamentswahl in Indien.

Zunächst einmal ist zu sagen, dass das europäische Parlament ähnlich aufgebaut ist wie der Bundestag und es folgende Fraktionen gibt: die konservative Europäische Volkspartei, die Sozialdemokraten, die Liberalen, die Linken und die Grünen.

Am 26. Mai gab es wieder einmal eine Europawahl und es stellt sich die Frage, wie die einzelnen 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gewählt  haben und inwieweit sich die Ergebnisse in Deutschland von denen in den anderen Mitgliedsstaaten unterscheiden.

In Deutschland sind die Grünen, die  mit über 20% ihr bislang bestes Ergebnis erzielt haben, die deutlichen Wahlgewinner; insgesamt haben sie in Europa allerdings nicht so viele Stimmen bekommen wie in Deutschland. 

Klare Verlierer der Wahl sind bei uns die beiden Volksparteien CDU/CSU und SPD. Zwar ist die Union noch die stärkste Kraft in Deutschland, hat aber im Vergleich zu den vorherigen Wahlen einige Prozente verloren. Gründe für diesen Rückgang sind wahrscheinlich die Debatte um den Artikel 13 und das zu geringe Engagement der Partei im Bereich der Umweltpolitik. Denn diese beiden Themen waren für die jungen Wählerinnen und Wähler von großem Interesse, weshalb viele Jungwähler nicht für die Union gestimmt haben.

Noch schlimmer hat es die SPD getroffen, die satte 10% verloren hat und nur noch bei 15% liegt. Das schlechte Ergebnis lässt sich höchstwahrscheinlich auf die aktuelle GroKo-Regierung zurückführen, da die Bürgerinnen und Bürger zunehmend das Gefühl haben, dass die Sozialdemokraten nicht ihre vorher versprochenen Forderungen durchsetzen konnten und sich zu sehr von der CDU beeinflussen lassen, weshalb die SPD an Glaubwürdigkeit verloren hat.

Die FDP und die Linken sind in dem meisten Teilen Deutschlands nur Randerscheinungen und kommen jeweils nur auf ca. 5,5% der Stimmen. Dies sieht in anderen Ländern anders aus, weshalb die europäischen Linken und Liberalen im Europaparlament recht stark sind, was frischen Wind in die Politik bringen wird.

Erstaunlich ist, dass entgegen aller Befürchtungen die Anzahl der Stimmen für die AFD im Gegensatz zur Bundestagswahl deutlich zurückgegangen ist, was daran liegen kann, dass die Klimapolitik insbesondere für jugendliche Wähler deutlich wichtiger ist als die Flüchtlingspolitik.

Dies sieht in anderen Ländern allerdings anders aus. In Frankreich, Ungarn, Tschechien, Polen, Kroatien, Italien, Finnland und Dänemark haben vor allem konservative, rechtskonservative und nationalliberale Parteien die meisten Stimmen bekommen.

Dagegen haben in Spanien, in den Niederlanden, in Schweden, Griechenland, Rumänien, Malta und Portugal vor allem die Sozialisten und Sozialdemokraten gewonnen, wodurch sie sich im Europäischen Parlament deutlich etablieren konnten. Und die Liberalen wiederum haben in Litauen, Estland und Luxemburg die meisten Stimmen erhalten und sind somit die zweitgrößte Fraktion im EU-Parlament.

Wie schon erwähnt waren für dieser Wahl vor allem die Erstwähler und Wähler unter 30 sehr wichtig; sie haben vor allem liberale, linke und grüne Parteien gewählt, da ihnen eine Zukunft mit offenen Grenzen, einer geschützten Umwelt und einer umfassenden Digitalisierung wichtig ist.

Im Gegensatz dazu wählten die älteren Generationen eher  Sozialdemokraten, Rechte und Konservative, da sie auf Beständigkeit setzen.

Vor der Wahl gab es große Befürchtungen im Hinblick auf einen Rechtsruck in Europa und die damit verbundene Gefährdung des europäischen Gedankens. Und obwohl der Rechtsruck deutlich schwächer ausgefallen ist als erwartet, darf man die Gefahr nicht unterschätzen, die von Politikern wie Salvini, Le Pen oder Orban ausgeht.

Aleksandar Mitrovic, Q2

Begegnung mit unseren polnischen Partnern

Anfang Juni verbrachten wir eine Woche in unserer polnischen Partnerstadt Grudziądz, auf Deutsch Graudenz.

Als wir am Sonntagabend in Gütersloh abfuhren, war eine aufgeregte Stimmung im Bus und wir alle freuten uns auf Polen und unsere polnischen Gastgeber. In der Nacht wurde natürlich nicht viel geschlafen und dementsprechend waren wir auch alle ziemlich erschöpft, als wir in Graudenz ankamen. Dort wurden von unseren Austauschschülern freudig erwartet und begrüßt.

Nachdem wir unsere Sachen in der Schule deponiert und gefrühstückt hatten, folgte eine Begrüßung durch den Direktor unserer Partnerschule, der  Jana Pawła II.

Anschließend lernten wir bei einigen Kennenlernspielen wichtige polnische Wörter für die Begrüßung und Ähnliches und bekamen eine Führung durch die Schule, die uns beeindruckte, da vieles so anders als bei uns ist.

Nach einer ersten Rundfahrt durch die Stadt und einem gemeinsamen Mittagessen kam der spannende Moment – wir lernten die Familien unserer Austauschschüler und unser neues Zuhause kennen, in dem wir eine Woche verbringen würden.

Am nächsten Tag stand dann eine Fahrt nach Torun auf dem Programm, wo wir die Altstadt besichtigten, uns in einer Trampolinhalle austobten und im Lebkuchenhaus lernten, wie Lebkuchen gemacht wird. Hierbei konnten wir auch eigene Erfahrungen als Lebkuchenbäcker machen. Den Abend verbrachten wir in unseren neuen Familien.

Am Mittwochmorgen hieß es sehr früh aufstehen, da eine Fahrt nach  Danzig anstand.  Bei der Besichtigung der wunderschönen Altstadt beeindruckte uns vor allem der Neptunbrunnen. Nach etwas Freizeit, in der wir mit unseren Partnern durch die Stadt bummelten,  fuhren wir in den alten Badeort Sopot. Am Meer war eine tolle Atmosphäre und die kühle Seeluft war eine willkommene Abwechslung zu den fast 30 Grad, die uns den Rest der Woche begleiteten.

Donnerstag war dann schon unser letzter gemeinsamer Tag. Nach weiteren Spielen zur Intensivierung des Zusammenhalts erstellten wir ein Modell aus Knete zu der Aktion, die uns in der Austauschwoche am besten gefallen hat. Anschließend fuhren wir zum See, um in der Sonne zu liegen oder zu schwimmen und abends verbrachten wir einen letzten Abend in unserer Gastfamilie.

Am Freitagmorgen trafen wir uns schon um halb sieben, um die Rückfahrt anzutreten.  Die Verabschiedung von unseren neuen Freunden war sehr herzlich und es flossen auch einige Tränen. Aber bald gibt es ja schon ein Wiedersehen, denn im September kommen unsere polnischen Austauschschüler nach Gütersloh.

Die Woche war spannend und es hat uns gut gefallen,  die neue Kultur kennen zu lernen und so ganz nebenbei auch noch unser Englisch zu verbessern.

Larissa Heitmann, EF

Umweltpreise verliehen

Der gemeinnützige Solarenergie-Fördervereins der AFS, gegründet 2003, ist inzwischen Betreiber dreier Photovoltaikanlagen. Der wesentliche Zweck dieses Vereins ist es aber, den Umweltgedanken zu fördern und zu diesem Zweck hat er jetzt auch einen (mit symbolischen Geldsummen dotierten) Umweltpreis für die jährlichen Abschlussklassen eingerichtet. Dieser Preis soll schülerseitiges Umwelt-Engagement anerkennen und fördern.
Die diesjährigen Preisträger sind Nick Nolkemper und Isabelle Hahn im Jahrgang 13 und Carla Fode im Jahrgang 10. Der erstere setzt sich im Rahmen seiner Leitertätigkeit in der Messdienerschaft seit Jahren dafür ein, dort umweltverantwortliches Denken und Handeln zu vermitteln, die beiden anderen engagieren sich in erster Linie im Bereich des Tierschutzes. Die Laudationes im Rahmen der Entlassfeiern hielten seitens des Vereins Ludger Klein-Ridder und Dr. Bernward Fahlbusch. Sie betonten, dass es nicht die großen Einzeltaten seien bzw. sein müssten, sondern dass die Verantwortung für unsere Lebenswelt im Kleinen anfange und Umweltschutz auf ganz vielen Gebieten stattfinden könne. Handelten alle im Kleinen so wie Nick, Isabelle und Carla, dann werde es in der Summe etwas Großes: Und das sei bitter nötig, um die Zukunft der Menschheit lebenswert zu bewahren. Sie hofften, dass dieser Preis Ansporn und Vorbild für andere sein werde.

Bild: Ludger klein-Ridder bei der Laudatio für Nick Nolkemper

(Photo: Norbert Künzel)

Bild: Carla Fode mit Urkunde

(Photo: Fabian Flöper)

168 Schülerinnen und Schüler des Jahrgang 10 entlassen

168 Schüler des Jahrgangs 10 entlassen

Am Freitag begann für 168 junge Menschen  ein neuer Lebensabschnitt: Die AFS entließ ihren 10. Jahrgang.  60 Schüler (= 35,7%) erreichten den Qualifikationsvermerk und werden ihre Ausbildung zumeist in der gymnasialen Oberstufe der AFS fortsetzen, was der Schulleiter Jörg Witteborg in seinen einleitenden Gruß- und Glückwunschworten gebührend herausstrich. Zugleich dankte er dem Jahrgang für das „tolle Erlebnis der Mottotage“, die die Jahrgangsstufe zwischenfallsfrei und voller Esprit bewältigt habe.

Traditionsgemäß wurde die Feier von Darbietungen der hauseigenen Big Band unter Leitung von Gudrun Pollmeier umrahmt, deren Leistungen hervorzuheben sich Roland Thiesbrummel als Vertreter der Stadt nicht nehmen ließ. Er griff das Jahrgangsmotto „The world is all ours“ auf und betonte, jeder müsse, was auch komme, seine Ziele in dieser Welt nun selbst bestimmen. Er mahnte die richtige Balance zwischen Arbeit und Freizeit an, er warnte vor falschen Freunden, wünschte, jeder nehme seine Erfolgschancen wahr, und schloss mit einem Zitat aus Andreas Bouranis Song „Auf uns“: „Ein Hoch auf das, was vor uns liegt, Dass es das Beste für uns gibt. Ein Hoch auf das, was uns vereint, auf diese Zeit“ [das Original hat keine Zeichensetzung!], das auch auffordere, die stete Erinnerung an die AFS zu bewahren.

Tosenden Beifall erhielt Katja Brestel (10 C) für eine Tanzeinlage, die sie zusammen mit Freundinnen darbot.

Abteilungsleiterin Wiebke Kißner betonte in ihrer Ansprache die großen Entwicklungen im sozialen Lernen und in den schulischen Leistungen, die sich auch in der großen Qualität der Abschlüsse widerspiegelten.  Sie würdigte vor allem die vielen Talente, die im Jahrgang versammelt seien, und forderte auf, diese verantwortungsvoll einzusetzen, um Änderungen nicht nur nachzumachen, sondern selbständig voranzutreiben. Dabei sei der Blick vor allem auf Umwelt und Mitmenschen zu richten. Dafür wünschte sie Mut, Kraft, Durchhaltevermögen, dabei solle man aber auch Freude für sich und andere erleben. Zugleich dankte sie den Klassenlehrerinnen und Lehrern. Dem schloss sich Elternsprecher Andreas Brickenkamp ebenso an, wie er dem Jahrgang herzlich gratulierte.

Mit Buchgeschenken seitens des Schulvereins wurden die jeweils zwei besten Absolventen der sieben Klassen geehrt (Namen unten zum Bild). Carla Fode aus der 10 D erhielt zudem für ihr Umweltengagement der Förderpreis des Solarenergiefördervereins der AFS (à eigener Artikel eingesandt).

Nach der Zeugnisausgabe beschloss, wie üblich, furios die Big Band die Feier, durch die souverain Thies Consbruch und Aleyna Turan geführt hatten.

Die Klassenbesten

v.l.       1. Reihe: Sebastian Wixforth, Martin Albert, Sören Sandbaumhüter

2. Reihe: Marie Hülsmann, Samira Hujer, Linda Marie Wilke, Florentina Stork, Majken Prinz, Kathrin Radzik

3. Reihe: Tobias Branson, Carla Fode, Alex Sebastian Rus, Sebastian Braun

4. Reihe: Jason Genuit

(Foto: Fabian Flöper)

Namen der Absolventinnen und Absolventen (in Klammern: Namen der Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer)

Klasse 10 a (Silke Scheck, Markus Skotarzik):

Ibrahim Admary, Farhan Badran Morad Al Yazdin, Kevin-Johann Coskun, Jonas Cuypers, Milad Darweesh, Mario Doll, Leon Feldhinkel, Aleyna Güresci, Maximilian Hoffmann, Samira Hujer, Phil Kampmann, Dlchosch Keder, Dinah-Seda Kizmaz, Felix Knocke, David Maroka, Berk Mutlu, Jakub Rejmus, Felix Rother, Katharina Sommer, Nico Pierre Steinkolk, Vasvija Suljić, David Tse, Kevin Unruh, Philipp Wecker, Aalijah Westbeld, Max Wittkop, Sebastian Wixforth

Klasse 10 b (Elke Sundermann, Erhan Toksözlü):

Lea Akyol, Martin Peter Albert, Robert Auhan, Suban Chaudhry, Selin Cizmeci, Toprak Duğan, Sekou Eickholt, Nick Geier, Fabian Gericke, Heja Halaji, Berat Kasumaj, Calvin Klassen, Ahmed-Amir Kouki-Amri, Malin Lindner, Scharbel Issa Mirza, Pascal Neufang, Celine Nikolova, Kilian Offergeld, Dennis Pohlmann, Jessica Reimer, Daniel Seibel, Sinan Elyesa Sezer, Eduard Völker, Malin Julika Westmark, Linda Marie Wilke, Amanuel Yilmaz

Klasse 10 c (Ines Tarlinski, Mostapha Belmahi):

Emir Beşok, Nico Bock, Tobias Branson, Katja Brestel, Jennifer Brunstein, Maik Buchholz, Tibelya Celik,Thies Consbruch, Alexander Dokurnaev, Charleen Holdijk, Marie Hülsmann, David KaracaLea Malke, Sandra Moldoveanu, Slifo Odecho, Merve Önder, Eva Plaßmann, Lisa Rüschenpöhler, Mohamed Salheen, Emilia Scheppeit, Leonie Schönen, Emma Tänzer, Sara Jasmin Tiemann, Aleyna Turan, Muhabat Khider Yousef, Wiktoria Zokowski

Klasse 10 d (Stefania Salamon, Michael Jendrzey):

Beyhan Adigüzel, Julia Beck, Anna Brickenkamp, Felix Buchen, Jaqueline Budde, Tia DawsonLisa Arjeta Edinger, Jana Michelle Engelmann, Carla Fode, Jason Emanuel Genuit, Melisa Gruda, Melissa Andrea Günther, Laura Chiara Hanswillemenke, Maximilian Herkströter, Ricardo Herzig, Umut Kapcak, Jamie-Lee Ledder, Celine Leikom, Marcel Neufang, Agata Pawela, Elias Plaßmann, Ann-Kristin Radtke, Philipp Alexander Schaff, Lea-Marie Siebert, Katharina Wehmeyer, Emily Lara Zimmermann

Klasse 10 e (Anastasia Peters, Ingmar Kolb):

Anuar Al Hussain, Lucia-Hope Bajohr, Amy-Lalycha Betancourt-Vazquez, Ali Emre Cinar,Janine Drescher, Atilla Eren, Lars Gutmann, Lukas Haido, Veronika Lederwasch, Stefan Marouka, Jolina Mischke, Ilda Murtovi, Sazkar Omar, Yannis Plath, Clieven Roham, Alex Sebastian Rus, Faria Sabani, Lara-Elisah Saglam, Dennie Scharton, René Schreiber, Florentina Stork, Diyar Suleyman, David Weirich

Klasse 10 f (Donjeta Fetahaj, Daniel Brinckmann):

Samantha Bachmeier, Janina-Sophie Bernzen, Sebastian Braun, Alexander DeppeMaria Ergün, Benjamin Gottschalk, Virginia Heinze, Jonas-Maximilian Hippe, Günel Isazade, Hewar Jamal Shamo, Moriel Julie Joseph, Rostislaw Kablow, Weronika Leja, Jamila Losada Camba, Leonhard Majcher, Anita Nickel, Melanie Nouri, Majken-Sophia Prinz, Jason-Lee Rolling, Fabio Saalfeld, Solan Noel Sambale, John Schimpf, Saskia Schuck, Nico Strothmann, Julia Unruh, Louisa Westhues

Praktikumsklasse (Sabine Hollmann, Isabelle Schulze-Bockholt)

Vahit Arslan, Leon de Las Heras Garcia, Manuel Ekart, Max Eustergerling, Lars Huber, Julia Jedrzejczyk, Halil Ibrahim Karacoban, Melanie Kasing, Felix Kwilman, Den Rugi, Sören Sandbaumhüter, Soyaslan  Ercan, Luis Udewenz

25. Abiturjahrgang entlassen

(FahB) 54 Absolventen umfasst der 25. Abiturjahrgang der AFS, 1308 sind es bisher seit 1994: Die AFS hat einen festen Platz in der akademischen Bildungs-landschaft Güterslohs gewonnen. Am Donnerstag wurden die diesjährigen Absolventen entlassen, – in eine Welt, die sich im Umbruch befindet und in der sich jeder selbst bewähren muss. So wunderte es nicht, dass Elternsprecher Uwe Linnhoff, Jahrgangssprecher Dimosthenis Koutsakis und die Jahrgangsleiter Dr. Bernward Fahlbusch und Ina Janßen-Müller in unterschiedlichen Zugriffen alle auf die Verantwortung hinwiesen, die nun auf jeden zukomme, für sich, für andere, für die Lebenswelt aller.

Während die Außentemperatur erfreulich moderat war, stieg die Temperatur in der Festaula von Programmpunkt zu Programmpunkt. Wie üblich umrahmte die hauseigene Big Band unter der Stabführung Gudrun Pollmeiers musikalisch das Programm, hatte aber Ergänzung durch die Jahrgangsband „Farewell Company“ und durch Judith Linnhoff als Solosängerin, die stimmgewaltig und facettenreich Sara Bareilles Ballade „She used to be mine“ (mit Felix Janßen-Müller am Klavier) vortrug.

Ludger Klein-Ridder erinnerte kurz an die Gründung der Schule 1984 und berichtete dann, dass eine seiner ersten Schülerinnen zum ersten Abiturjahrgang 1994 gehört habe und zum jetzigen Jahrgang deren Sohn, den er ebenfalls 2010 als Klassenlehrer unterrichtete, zähle. Er habe also zwei Generationen derselben Familie mit zum Abitur gebracht. Dies sei ein Beispiel, dass die AFS inzwischen ihre eigene Geschichte entwickelt habe, die deutliche Profilakzente zu setzen wusste: die Bläserklassen, die Big Band, die Partnerschaft mit Ramallah oder die Romexkursionen, der Schulgarten und eben auch der Umweltgedanke formten ein erkennbares Profil, das nicht der Beliebigkeit ausgesetzt werden dürfte. Er wünsche sich, dass auch beim 50. Abiturjahrgang die AFS immer noch als das zu erkennen sei, was einst ihre Wurzeln ausmacht habe.

Zugleich verlieh er an Isabelle Hahn und Nick Nolkemper den Umweltpreis 2019, der kürzlich seitens des Solarenergiefördervereins der AFS ins Leben gerufen worden ist, um schülerseitiges Umwelt-Engagement anzuerkennen und zu fördern.

Uwe Linnhoff forderte im Namen der Eltern dazu auf, den je ganz persönlichen Weg zu gehen, Niederlagen als Herausforderung zu sehen, Verantwortung zu übernehmen, die Natur zu respektieren  und die politischen Gestaltungsmöglichkeiten wahrzunehmen. Dabei seien die Eltern die eigentlichen Wurzeln, und diese Eltern freuten sich, dass ihre Kinder nun Flügeln bekommen haben: Dazu gratulierte er herzlich.  Auch Bürgermeister Henning Schulz gratulierte und forderte ein, Haltung zu zeigen und aus der Geschichte zu lernen. Dimosthenis Koutsakis schlug einen gar großen Bogen vom Persönlichkeitsentfaltungsprozess der Einzelnen in den letzten drei Jahren über die gemeinsamen Veranstaltungen, wie Prag-, Rom-, Leipzig- oder Palästinafahrt und anderen, hin zu den Erfordernissen der Zukunft: Menschlichkeit und Toleranz seien ebenso gefordert wie eine Erweiterung der klassischen Ethik angesichts der Umweltkatastrophen, deren Drohung zu viele nicht wahrhaben wollen, die stattdessen ihren Profit und ihr eigenes kurzes Leben in der Vordergrund stellten. Greta Thunberg und die „Fridays for Future“-Bewegung nähmen die Verantwortung bereits ernst, die ebenso ernst zu nehmen, er alle aufrief. Johannes Robers dankte im Namen der Jahrgangsstufe den Lehrpersonen und Eltern: „Unser Erfolg wäre ohne diese wohl kaum möglich gewesen.“  Die Jahrgangsleiter Dr. Bernward Fahlbusch und Ina Janßen-Müller ließen zunächst in munter-ironischem Dialog, gehörig mit Spitzen gegen das real existierende Schulsystem garniert, ihre Sicht der vergangenen drei Jahre passieren, um dann „in diesem engen Bretterhaus, den Kreis der Schöpfung auszuschreiten“: Sie warnten vor den Gefahren der neuen Freiheit, betonten aber auch das Glück dieser Freiheit, rieten davon ab, unaufgeklärt, aber bequem den Obrigkeiten zu folgen und forderten „Verantwortung für sich und alle ander’n, für Umwelt, Frieden und Gerechtigkeit“ zu übernehmen.

Die Oberstufenleiterin Katrin Bokeloh nahm die Ehrung der Jahrgangsbesten vor. Auch dankte sie besonders Jannik Dotzki, Tobias Lyko und Dominik Stickling für ihren mühevollen Einsatz als Schulsanitäter und hob die Verdienste Dimosthenis Koutsakis als Schülersprecher, Schulkonferenzmitglied und Mitglied vieler Einstellungskommissionen hervor. Auch in diesem Jahr begleitete Farshad Bigham auf der Guitarre die Zeugnisausgabe.  Nach Gratulation und Dank des Schulleiters Jörg Witteborg bekamen 25 silberfarbige Luftballons Flügel und entschwanden: das 25. Abitur an der AFS.

Namen der Abiturienten

Jahrgangsleiter: Dr. Bernward Fahlbusch, Ina Janßen-Müller

Robin Beck, Mert Çınar, Jannik Dotzki, Wiebke Dreessen, Medih Džanko, Henrike Eifler, Joyce Elias, Philipp Engel, Rahel Marie Engels, Theodora Esen, Tom Glitt, Henrik Günther, Linus Hachenberg, Isabelle Hahn, Paula Hirsch, Michael Jan, Şevval Kandemir, Marie Kisse, Liam Kosfeld, Dimosthenis Koutsakis, Jasmin Kowalski, Oskar Krusch, Johnny Long Le, Judith Linnhoff, Tobias Lyko, Andrei Madfouni, Maik Marek, Noelia Meier, Aleksandar Mitrović, Lara Morkes, Nick Nolkemper, Sabahat Öcel, Shpresim Osmani, Sandra Peter, Clemens Pohl, Jannik Rehkemper, Anna Robers,  Johannes Robers, Nick Schneider, Roman Selengin, Idris Shafiq, Nasser Shafiq, Ronas Sino, Dominik Stickling, Anna Maria Tangianu, Sara Tuma, Melinda Tuz, Daniel Vollmer, Svenja Wächter, Alina Weinhold, Julia Winkler, Illya Yefanov, Malte Zick, Karolina Zokowski

Die Abiturientia 2019

Die Abiturientia 2019

Auszeichnungen für besondere (schulische oder soziale) Leistungen erhielten:

(v.l.) vorne: Anna Maria Tangianu (beste Philosophie-Schülerin), Dominik Stickling (Schulsanitäter), Michael Jan (bester Mathematik-Schüler)

hinten: Jannik Dotzki (Schulsanitäter), Anna Robers (Jahrgangsbeste), Johannes Robers (Jahrgangszweitbester), Nick Nolkemper (Umweltpreis), Isabelle Hahn (Umweltpreis), Tobias Lyko (Schulsanitäter), Dimosthenis Koutsakis (Schülersprecher, Schulkonferenz)

Consent Management Platform von Real Cookie Banner