Erstmals absolvieren Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule ein
Auslandspraktikum
Gütersloh (gpr). Nicht nur für die
Schüler eine ganz neue Erfahrung, auch für die Anne-Frank-Gesamtschule: Zum
ersten Mal waren jetzt zwei Oberstufenschüler für ein Praktikum im europäischen
Ausland. Mit Unterstützung durch die Europäische Praktikumsbörse, ein Projekt
der Stadt Gütersloh, und durch eine Förderung der Osthushenrich-Stiftung
absolvierten Celine Waschke und Finn Auf der Heide von der
Anne-Frank-Gesamtschule ihre Berufsorientierungspraktika im englischen Preston
beziehungsweise in Grudziądz (Graudenz) in Polen.
Für Celine
Waschke und Finn Auf der Heide stand schnell fest: Das Praktikum im Rahmen der
Berufsorientierung der Q1-Stufe sollte ihnen nicht nur zur beruflichen
Erfahrung verhelfen, sondern ihnen auch Einblicke in eine andere Kultur
ermöglichen. So entschieden sich die beiden Oberstufenschüler dazu, für eine
Woche im Oktober im Ausland zu arbeiten. Für Celine Waschke ging es ins
englische Preston: Kundenbetreuung im Kontaktcenter, Kommissionieren in der
Lagerlogistik und Beratung im Direktverkauf – das Praktikum bot ihr viel
Abwechslung. Nicht nur am Schreibtisch, sondern aktiv mittendrin im
mittelständischen Unternehmen für Ersatzteile, ergaben sich für die Gütersloher
Schülerin ganz besondere Erfahrungen. Und auch im persönlichen Austausch mit
den Kollegen konnte Celine Waschke viel über Land und Leute lernen. Dabei war
der Gütersloherin die Stadt Preston nicht unbekannt, denn ihre Mutter kommt
gebürtig dort her. Für ihre berufliche Zukunft kann Celine einiges aus ihrem
Praktikum für sich mitnehmen. Sie möchte einen Job, bei dem sie nicht nur am
Schreibtisch sitzt: „Mir hat die Abwechslung während des Praktikums gefallen“,
sagt sie.
Mitschüler Finn
Auf der Heide wechselte in seinem Praktikum von der Schülerperspektive in die
Lehrerrolle. Am 3. Lyzeum Johannes Paul II, einer weiterführende Schule in der
Gütersloher Partnerstadt Grudziądz, lernte er als Aushilfslehrer das polnische
Schulsystem kennen. Im Deutsch- und im Englischunterricht half er beim
Korrigieren von Tests und Hausaufgaben, unterstützte bei Grammatikübungen und
durfte sogar eigenen Unterricht erteilen. Einige der Schüler und Lehrer kannte
Finn Auf der Heide bereits durch zwei Schüleraustausche zwischen der
Anne-Frank-Schule und ihrer polnischen Partnerschule. So wohnte er wieder bei
seiner ehemaligen Gastfamilie und konnte die bestehenden Kontakte und
Freundschaften vertiefen. Auch die polnische Sprachbarriere war kein Problem:
„Wenn es mit Deutsch und Englisch nicht geklappt hat, haben wir andere Wege der
Kommunikation gefunden“, erklärt er. Ob in Richtung Lehramtsstudium gehen will,
da ist er sich noch nicht sicher, aber das Praktikum hat ihm einen guten ersten
Eindruck vermittelt. Und zunächst steht für ihn und Celina Waschke im nächsten
Schuljahr die Vorbereitung auf das Abitur an.
Celine Waschke und Finn auf der Heide
Auch Schulleiter Jan Rüter zeigte sich begeistert von dem mutigen Schritt der beiden Schüler, Berufserfahrung im Ausland zu sammeln. „Da wir uns aktuell im Zertifizierungsverfahren zur Europaschule befinden, freuen wir uns sehr über die tolle Kooperation und die Förderung durch die Stadt Gütersloh und die Osthushenrich-Stiftung“, so Rüter. „Wir als Schule unterstützen es und freuen uns, wenn sich künftig weitere Schüler für ein Praktikum im Ausland entscheiden.“
Weitere Informationen für die Teilnahme an der Europäischen Praktikumsbörse sowie zur Förderung von Gruppenreisen unter dem Motto „Übergang Schule-Beruf“ in Güterslohs Partnerstädte gibt es unter: www.guetersloh.de
Freuen sich über eine gelungene Premiere der ersten Auslandspraktika: (v.l.) Jörg Möllenbrock (Projektleiter „Europäische Praktikumsbörse“, Stadt Gütersloh), Celine Waschke, Beate Hinrichs (Sprachenkoordinatorin, Anne-Frank-Gesamtschule), Finn Auf der Heide und Jan Rüter (Schulleiter der Anne-Frank-Gesamtschule).
Text: Isabel Rüschoff, Stadt Gütersloh, Fachbereich Zentrale Öffentlichkeitsarbeit
Am Montag, dem 16.12. 2019, erscheint die neue Ausgabe der
Schülerzeitung „Virus“. Diese Zeitung ist eine Extraausgabe zu dem Thema
„Europäische Werte“. Da die Ausgabe neben den Texten auch einige
selbstgestaltete Illustrationen enthält, wird sie komplett in Farbe gedruckt,
weshalb unsere „Virus“ ausnahmsweise einen Euro statt 50 Cent kostet.
Sie wird ab dem 16.12. in allen Pausen im Foyer der Schule verkauft.
Inhalt
Vorwort
Europäische Werte
Zusammenhalt
für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte
Gefangen in
Algorithmen
Asyl – ein
wichtiges Menschenrecht
Frieden,
Freiheit und Demokratie – nicht für alle eine Selbstverständlichkeit
Am
diesjährigen Vorlesewettbewerb haben zahlreiche Schülerinnen und Schüler
teilgenommen. Mit Buchvorstellungen und dem Vorlesen ausgewählter Textstellen
haben die Kinder beim Klassenentscheid das Publikum unterhalten. Die Jury
bewertete Lesetechnik, Textverständnis sowie die Textgestaltung. Sie war von
den Beiträgen beeindruckt.
Die
Klassensieger sind:
6a:
Tim Schweinhirt, 6b: René Stickling, 6c: Jouline Duly,
Der
Schulentscheid fand in stimmungsvoller Atmosphäre am 11. Dezember in der Mediothek
statt. So konnten sich alle Teilnehmer
von der Richtigkeit ihrer Klassenentscheidungen überzeugen und ihre Favoriten
anfeuern. Die Jury kam zu folgendem Ergebnis:
Schulsieger des
diesjährigen Vorlesewettbewerbs wurde:
Julian
Esen (6e)
mit
Gregs Tagebuch 12: Und Tschüss
2.
Platz: René Stickling (6b)
3. Platz: Jouline Duly (6c)
Der Schulsieger am Tisch sitzend: Julian Esen (v. l. n. r.): Tasnia Akhter, Pauline Wolff, Tim Schweinhirt, vorne: Jouline Duly (links) & René Stickling (rechts)
Text und Foto von Britta Witte (Schulbibliothekarin)
Arminia Bielefeld unterstützt Grundschul-Fußballturnier am Nikolaustag
Im Rahmen der Schulkooperationspartnerschaft mit den Grundschulen hat die Anne-Frank-Gesamtschule mit ihrer Fußball-AG und den Arminen am Nikolaustag zum zweiten Mal ein Grundschul-Fußballturnier organisiert. Knapp 80 fußballbegeisterte Mädchen und Jungen aus fünf verschiedenen Grundschulen aus Gütersloh (Altstadtschule, Blankenhagen, Kattenstroth, Paul-Gerhardt und Pavenstädt) waren zugegen. Nach einer kurzen Begrüßung des Schulleiters wurde auch schon losgekickt. Die vier Jungen- und die vier Mädchenmannschaften kämpfen in den zwei parallel laufenden Turnieren um die ersten Plätze. Das Turnier war geprägt von Kampfgeist, Spaß und vor allem Fair Play. Hinzu kam die hohe Spannung in beiden Turnieren. Die Blankenhagener Mädels konnten sich am Ende mit nur einem Punkt Vorsprung vor die Kattenstrother an der Spitze platzieren. Bei den Jungs war es noch spannender. Bis zum letzten Spiel kämpften die Pavenstädter und die Paul-Gerhardt-Schule um den ersten Platz. Am Ende setzten sich die Pavenstädter aufgrund des besseren Torverhältnisses durch. Entsprechend groß waren Freude und Jubel bei den jungen Kickern und den vielen mitgereisten Zuschauern der Pavenstädter.
Die Siegerehrung durch das Maskottchen „Lohmann“ der Arminen bildete ein weiteres Highlight dieses Vormittags. Alle Kinder wurden mit Weihnachtsmännern und einer Mannschaftsurkunde belohnt. Die Sieger dürfen sich zudem auf einen Besuch in der SchücoArena am 09.02.2020 beim Heimspiel gegen Jahn Regensburg freuen.
Zwischen den Spielen konnten die Kinder außerdem auf die mitgebrachte Torwand schießen und Arminia Schals gewinnen.
Die Aspekte „Fußball begeistert“ und „Fußball verbindet“ sind bei dieser Veranstaltung allgegenwärtig. Alle Anwesenden erlebten einen herausragenden Tag und freuen sich bereits auf das folgende Turnier.
Text: Manuel Gök
Warum veranstaltet die Fußball-AG ein Grundschul-Turnier?
Fußball ist das beliebteste und das am meisten gespielte Ballspiel von Kindern und Jugendlichen. Vor allem auch und gerade, weil es ihnen einen breiten Beteiligungsspielraum bietet. Ein solches Sportevent, wie wir es an der Anne-Frank-Gesamtschule veranstalten, schließt im hohen Maße an die Lebenswelt der Kinder an.
Fußball spielen bedeutet, ständig neue bzw. veränderte Spielsituationen erfolgreich zu lösen. In einer Mannschaft zu spielen bedeutet, die unterschiedlichen Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder eines Teams in eine Form zu bringen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen, nämlich möglichst oft Tore zu erzielen und möglichst wenige Tore hinzunehmen. Jeder Mitspieler soll seinen Spaß und seine Freude am Spielen finden. Vor diesem Hintergrund bedeutet in einer Mannschaft zu spielen, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Toleranz, Respekt und Fair Play. Das ist uns – den aktiven Mitgliedern der Fußball-AG der AFS – wichtig und dafür setzen wir uns gerne ein!
Text: Elke Wenzel
„Gib Abfall einen Korb“ – NW-Projekttag in Klasse 5 und 6
„Gib Abfall einen Korb” ist ein bundesweites Unterrichts- und Mitmachprojekt, mit dem der Zeitbild Verlag und die Agentur für Kommunikation GmbH die Anne-Frank-Gesamtschule unterstützt, Bildung für nachhaltige Entwicklung am Beispiel Abfall und Abfallvermeidung umzusetzen.
Klimawandel, Nachhaltigkeit, Müllvermeidung: Immer mehr Menschen versuchen der Umwelt zuliebe ihr Verbraucherverhalten zu ändern. Aber oft ist das gar nicht so leicht. Beim NW-Projekt in der Anne-Frank-Gesamtschule wurden Schüler*innen aus dem 5. und 6. Jahrgang darüber informiert, an welchen Stellen im Alltag, sie ihr Verhalten durch Mülltrennung und nachhaltigen Umgang mit Müll verbessern können.
Müllvermeidung bedarf einiger Kreativität und des Willens, Dinge einmal anders als gewohnt zu machen. Dies konnte teilnehmenden Schüler*innen am 06.12.19 durch Anregungen und Mitmach-Aktionen nähergebracht werden.
Nach einer Einführungsphase, in denen die Schüler*innen durch Gespräche und Filmbeiträge für das Thema Verhaltensweisen beim Umgang mit Müll (Müllentsorgung und Mülltrennung) sensibilisiert wurden, gab es Aktionen wie eine Müll-Rallye, in der Schülergruppen unter Wettbewerbscharakter Müll richtig sortieren und entsorgen lernten.
Anschließend startete eine kreative Phase. Mädchen und Jungen wurde gezeigt, Wegwerf-Artikel mit anderen Augen zu sehen. Zum Einsatz kamen mitgebrachte alte Papierreste, Konservendosen, Marmeladengläser, Tetrapack-Tüten und ausrangierte T-Shirts. Man nennt das „Upcycling“. Das Wort “Recycling“, die Wiederverwertung von Abfallprodukten, ist mittlerweile den meisten geläufig. “Upcycling“ ist dagegen noch eher neu. Die Schüler*innen hatten sichtlich Freude und funktionierten ausrangierte T-Shirts zu Taschen um. Aus den „Tetrapack-Behältern“ bastelten sie individuell gestaltete Portemonnaies und aus Dosen und Marmeladengläsern wurden schön dekorierte Teelichter und Dosen zum Aufbewahren von z.B. Stiften erstellt.
Die Schüler*innen staunten nicht schlecht, als sie sahen, welch „schmucke Kunstwerke“ aus vermeintlichen Abfallprodukten hergestellt werden können. Nicht anders erging es den begleitenden Lehrkräften der Klassen. Die Aufwertung der Alltags-Produkte, was übrigens die Wortbedeutung von „Upcycling“ ist, ist nach Meinung aller Beteiligten in diesem Projekt eindeutig gelungen.