Es ist zwar kaum zu glauben, aber Gütersloh ist tatsächlich eine „Großstadt“, zumindest wenn man sich an der Einwohnerzahl orientiert, denn offiziell wird eine Stadt dann als „Großstadt“ bezeichnet, wenn sie 100000 Einwohner hat.
Wenn man sich aber die Innenstadt anschaut, kommen Zweifel an dieser Bezeichnung. Immer wieder machen Einzelhändler ihre Läden dicht und selten eröffnen neue Geschäfte, abgesehen von Ein-Euro-Läden, Friseuren und Wettbüros. Und „Karstadt“, unser einziges großes Kaufhaus wird Ende Januar des nächsten Jahres geschlossen. Warum eigentlich?
Das Unternehmen hat schon lange wirtschaftliche Probleme und sich deshalb im Jahr 2018 mit dem „Kaufhof“ zusammengeschlossen. Aber auch das reichte nicht aus, um das Überleben aller Standorte zu gewährleisten, was unter anderem durch die Corona-Krise bedingt war. So wird nicht nur die Filiale hier in Gütersloh geschlossen, sondern viele Häuser in ganz Deutschland.
Und auch unser großes Kino, das CineStar am ZOB, musste schließen, allerdings aus anderen Gründen. Eine große britische Firma, die in Deutschland Kinos unter dem Namen Cinemaxx betreibt, wollte die Kette CineStar übernehmen.
Dies hat das Bundeskartellamt nur unter der Auflage erlaubt, dass an sechs Standorten die Kinos geschlossen werden, um eine zu große Marktkonzentration der Firma zu verhindern.
Und leider ist auch Gütersloh davon betroffen. Ein neuer Besitzer will das Kino zwar weiterführen, aber ob das klappt, wird man sehen.
Vergleichen wir mal Gütersloh mit einer anderen „Großstadt“, z.B. Recklinghausen, einer Stadt im Ruhrgebiet. Mit ungefähr 111.000 Einwohnern ist sie nur etwas größer als Gütersloh und ist ebenfalls Kreisstadt. Obwohl in Recklinghausen längst nicht so viele internationale Unternehmen angesiedelt sind wie in Gütersloh, gibt es eine sehr große Innenstadt mit vielen Einzelhandelsgeschäften. Und auch internationale Ketten und ein Kaufhaus bzw. eine Einkaufspassage sind in der Innenstadt zu finden. Von solchen Verhältnissen können wir in Gütersloh nur träumen.
Und Recklinghausen ist nur ein mögliches Beispiel von vielen. Es gibt in Deutschland viele andere Städte, die als echte Großstädte mit einem interessanten Angebot gelten und kaum größer oder sogar kleiner als Gütersloh sind.
Damit Gütersloh wirklich den Ruf einer echten Großstadt verdient, braucht es mehr als reine Zahlen und Fakten, die auf der offiziellen Internetseite der Stadt zu finden sind. Wir brauchen eine Weiterentwicklung der Innenstadt und unbedingt ein neues Kino. Im Bambi/Löwenherz werden zwar interessante Filme gezeigt, aber ein Kino alleine reicht einfach nicht aus.
Unser neuer Bürgermeister Norbert Morkes hat also einige große Aufgaben vor sich, die er bewältigen muss. Sein Fokus im Wahlkampf lag unter anderem darauf, neue Plätze als Treffpunkt für junge Leute zu schaffen. Das ist zwar eine gute Idee, aber ich hoffe, dass er nicht nur Neues baut, sondern sich auch dafür einsetzt, Altes und Bewährtes zu erhalten.
Stell dir vor, du musst mit deiner Mutter zu einem für dich fremden Mann in einen fremden Ort ziehen. Dein neues Zuhause liegt irgendwo am Wald, aber du weißt nicht so wirklich, wo du bist.
So beginnt die Geschichte der 13-jährigen Ofelia aus dem Roman „Das Labyrinth des Fauns“ von Cornelia Funke, die mit ihrer hochschwangeren Mutter zu ihrem Stiefvater zieht und nur etwas Kleidung und einige ihrer Lieblingsbücher mitnimmt. Der Ort, an dem sie jetzt wohnt, ist etwas Besonderes.
Foto: Alexandra Wlasnew
Denn seit mehreren Jahrhunderten suchen die Königin und der König eines unterirdischen Reiches vergebens nach ihrer Tochter. Niemand weiß davon bis auf einige Wesen aus dem unterirdischen Reich, die bei der Suche helfen. Hierbei stoßen sie auf Ofelia und haben große Hoffnung, dass das Mädchen die verlorene Prinzessin ist.
Daher muss Ofelia drei Aufgaben bestehen, um zu beweisen, dass sie die verlorene Tochter des Königspaares ist.
Wird sie es schaffen? Das findest du heraus, wenn du das Buch liest.
Das Buch basiert auf dem Film „Pans Labyrinth“ und ist geeignet für Fans eher düsterer Fantasybücher.
Ich würde dieses Buch allerdings nicht für jüngere Leser empfehlen, da es in manchen Passagen recht brutal ist.
Lieblingsfächer als Schülerin: Deutsch und Pädagogik
Beschreiben Sie sich in drei Worten: Das ist unmöglich.
Womit beschäftigen Sie sich in Ihrer Freizeit? Mit der Parkplatzsuche in der Bielefelder Innenstadt – anschließend verbringe ich meine Freizeit gerne mit meiner Familie und meinen Freunden, lese und zeichne gerne und gehe manchmal auch zum Fitness.
Warum wollten Sie unbedingt Lehrerin werden? Ich glaube, als ich Weihnachten 1998 eine kleine aufstellbare Tafel geschenkt bekommen habe, war es um mich geschehen. Während anfangs meine jüngere Schwester (zwangsweise) dafür herhalten musste, von mir „unterrichtet“ zu werden, habe ich später in der weiterführenden Schule „Nachhilfe geben“ als Wahlpflichtfach belegt. Mir hat es einfach schon immer Spaß gemacht, Wissen zu vermitteln und Kontakt zu jungen Menschen zu haben.
Was wäre Ihre berufliche Alternative? Bestseller-Autorin
Haben Sie besondere Merkmale, wenn ja, welche? Gelten kleine Ohren als besonderes Merkmal?
Wenn Sie ein Tier wären, welches wären Sie und warum? Ein Adler – dann würde ich alles, auch in der hintersten Reihe, sehen… Und fliegen könnte ich auch.
Wenn Sie eine Zeitreise machen könnten (sowohl in die Zukunft als auch in die Vergangenheit), in welche Zeit würden Sie dann reisen und warum? Ich würde mit meinem Wissen von heute zurück in meine Kindheit reisen, in der ich nichts lieber als erwachsen sein wollte.
Welche Gedanken hatten Sie einen Tag vor Ihrem ersten Arbeitstag an der AFS? „Hoffentlich werde ich mich an der AFS wohlfühlen…“ – ich bin nämlich ein Bauchmensch. Mein Bauchgefühl ist ausschlaggebend dafür, wie meine Zukunft an einem Ort oder mit anderen Menschen aussieht. Zum Glück hatte ich ein gutes Bauchgefühl und daran hat sich bis heute auch nichts geändert.
Wie waren Ihre ersten Eindrücke von der Schule und den Menschen dort? Herzlich und aufgeschlossen! Außerdem habe ich schnell erkannt, dass die Menschen an der AFS keine Angst davor haben, neue Wege zu gehen.
Wie haben Sie den Lockdown erlebt? Beruflich als stressig und belastend. Mir haben vor allem die direkten sozialen Kontakte mit meinen SuS und meinen Kollegen gefehlt. Im privaten Bereich habe ich diese Zeit aber auch als angenehm „entschleunigend“ empfunden. So konnte ich einfach mal zu Hause bleiben, puzzeln und Hörbücher hören – ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen.
Was würden Sie gerne an unserer Schule verändern? Da sich an der AFS gerade sehr viel verändert, ist diese Frage schwer zu beantworten. Ich schaue gespannt in die Zukunft!
Lachgummis, Dickmann’s und Werthers Originale – wer kennt die beliebten Süßigkeiten von Storck nicht? Das zu den größten Süßwarenherstellern weltweit gehörende Unternehmen hat sein Hauptwerk in Halle (Westf.). Die Firma wurde 1903 in Werther gegründet und zog nach dem Zweiten Weltkrieg nach Halle. Aufgrund eigenständiger Aufforstungen in der Umgebung des Unternehmens galt Storck immer als „Industrieanlage im Grünen“ und so bezeichnet sich die Firma auch heute selbst noch gerne. Aber wird das in Zukunft auch noch so sein? Seit über 110 Jahren kann das Unternehmen ein kontinuierliches Wachstum vorweisen, was dazu geführt hat, dass eine Expansion in Halle geplant ist. Da dafür aber etliche Bäume gefällt werden müssen, stößt das Unternehmen mit seinen Planungen auf großen Widerstand bei vielen BürgerInnen in Halle sowie bei der örtlichen Fridays for Future Gruppe des Altkreises Halle.
Foto: Bennet de Boer
Aber warum sollten auch Menschen aus Gütersloh und alle, die im Umkreis wohnen, sich für die Erweiterung des Storck-Werkes interessieren? Und ist der massive Protest wirklich gerechtfertigt?
Die Erweiterung lässt sich von zwei Seiten betrachten – wirtschaftliche Interessen wie Steuern für die Kommune und Arbeitsplätze stehen dem Umweltschutz gegenüber. Diese beiden Aspekte sind immer wieder Gegenstand strittiger Auseinandersetzungen und seit Beginn der Industrialisierung hat in der Regel immer die Wirtschaft gewonnen. Einerseits beschäftigt Storck aktuell rund 3.200 MitarbeiterInnen und würde durch die Erweiterung noch weitere Arbeitsplätze schaffen, die natürlich gerade jetzt, da bedingt durch Corona viele Menschen um ihren Arbeitsplatz bangen, sehr wichtig ist. Die Erweiterung könnte daher für viele Familien und auch für uns junge Leute perspektivisch von existenzieller Bedeutung sein. Andererseits hätte die Erweiterung aber negative Auswirkungen auf das Grundwasser und den Wald. Der Grundwasserverbrauch würde stark ansteigen, was bei Trockenheit verheerende Folgen haben kann. Zudem sollen sieben Hektar Wald gerodet, das Biotop Laibach verlegt und zwei Teiche trockengelegt und überbaut werden. Selbstverständlich würde Storck für Ausgleichsflächen sorgen, da dies gesetzlich vorgeschrieben ist; ein Wald wächst jedoch nicht so schnell, sodass es viele Jahre dauern würde, bis der durch die Rodung verlorene Baumbestand ersetzt würde. Auf regionaler Ebene sprachen sich die meisten PolitikerInnen für das Vorhaben der Firma Storck aus – trotz unzähliger Bedenken und Einwände. Allerdings ist noch nicht endgültig entschieden, ob den Plänen des Unternehmens zugestimmt wird, aber ich befürchte, die Wirtschaft wird wieder einmal gewinnen. Und dann wird Storck seine Süßwarenproduktion natürlich erheblich steigern. Aber sollte der zugegebenermaßen leckere Geschmack von Bonbons wirklich wichtiger sein als der Erhalt der Bäume, die durch ihre Fotosynthese für uns lebensnotwendig sind.
Wie schwer war für dich die Umstellung von der Arbeit in der Schule auf das Homeschooling?
Es lief super, ich hatte null Probleme. (3)
Es hat ein paar Tage gebraucht, bis ich angefangen habe zu arbeiten. (2)
Ich konnte nicht arbeiten, da ich das Gefühl hatte, es seien Ferien. (1)
Wie gut war deine Arbeitsorganisation während des Lockdowns?
Welche Arbeit? Hatten wir Aufgaben? (1).
Ich habe mich jeden Morgen sofort an die Aufgaben gesetzt und sie zügig erledigt (3).
Irgendwie habe ich es geschafft, die Aufgaben zu machen, auch wenn es verdammt schwer war. (2)
Hast du die Deadlines für die Abgabe eingehalten?
Ich habe die Ergebnisse immer mehrere Tage vor der Frist abgegeben. (3)
Ich habe sie meistens kurzfristig geschickt, aber manchmal auch zu spät. (2)
Deadline? Was ist das? (1)
Wie sind für dich die Videokonferenzen verlaufen?
Videokonferenzen? Habe ich irgendetwas verpasst? (1)
Es lief ganz gut. (2)
Ich habe mich immer gefreut, bekannte Menschen zu sehen, und war immer voll dabei. (3)
Fiel es dir leicht, ein neues Thema ohne die Hilfe der Lehrer zu verstehen?
Natürlich, das war kein Problem für mich. (3)
Es ging so, Gott sei Dank gibt es YouTube. (2)
Ich hatte sowieso keine Lust, mich damit zu befassen. (1)
Hast du dich während der Arbeit zu Hause gerne ablenken lassen?
Die Verlockung war groß, aber irgendwie ist es mir gelungen zu arbeiten. (2)
Ich habe mich nie ablenken lassen. (3)
Alles andere war einfach spannender als die Aufgaben. (1)
Wie hast du die lern- und aufgabenfreie Zeit verbracht?
Ich bin jeden Tag einen Marathon vom Bett zum Kühlschrank und wieder zurückgerannt. (1)
Ich war manchmal draußen, aber nicht wirklich oft. (2)
Ich war täglich draußen und bin Fahrrad gefahren, gelaufen etc. (3).
Wie oft warst du zu Hause in Streit verwickelt?
Streit kenne ich gar nicht. Bei uns lief alles super. (3)
Das kam schon vor, aber nur wegen wichtiger Dinge. (2)
Es gab jeden Tag Streit, auch wegen der kleinsten Kleinigkeiten. (1)
Konntest du dich nach dem Lockdown wieder in den normalen Unterricht integrieren?
Die ersten Tage fielen mir schwer, danach ging es aber, weil die Lehrer sehr auf uns eingegangen sind. (2)
Ich will weiter Coronaferien haben. (1)
Damit hatte ich kein Problem. (3)
Wie gut findest du den jetzigen Mix aus Präsenzunterricht und Distanzlernen?
Es ist furchtbar! Ich komme völlig durcheinander und kann mich weder zu Hause noch in der Schule konzentrieren. (1)
Das läuft super, ich kann mich auf jede Art von Unterricht einstellen. (3)
Na ja geht so. Es hätte schlimmer kommen können. (2)
Auswertung
10-16 Punkte: Du brauchst den normalen Alltag und die Kontrolle, um eine tägliche Routine beizubehalten. Sonst nimmst du das Leben auf die leichte Schulter. Denke einfach mal über diese Einstellung nach und versuche dich mehr anzustrengen, denn davon wirst du spätestens im neuen Schuljahr profitieren.
17-23 Punkte: Du kannst sowohl in der Schule als auch zu Hause arbeiten, scheinst aber dennoch Fan eines geregelten Alltags zu sein. Du bist flexibel und belastbar, jedoch nur bis zu einem gewissen Punkt. Versuche diese goldene Mitte zwischen Arbeit und Leben beizubehalten, dann wirst du den Schulalltag in der Regel gut bewältigen.
24-30 Punkte: Du glänzt sowohl zu Hause als auch in der Schule mit deinen Fähigkeiten und deinem Wissen und kannst dich schnell auf neue Situationen einlassen. Dennoch solltest du dir mehr Freizeit gönnen und dich nicht zu sehr unter Druck setzen.