Vorlesewettbewerb in der Anne-Frank-Gesamtschule – Der Klassenentscheid

Am diesjährigen Vorlesewettbewerb haben zahlreiche Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Mit Buchvorstellungen und dem Vorlesen ausgewählter Textstellen haben die Kinder beim Klassenentscheid das Publikum unterhalten. Die Jury bewertete Lesetechnik, Textverständnis sowie die Textgestaltung. Sie war von den Beiträgen beeindruckt.

Die Klassensieger sind:

6a: Tim Schweinhirt, 6b: René Stickling, 6c: Jouline Duly,

6d: Pauline Wolff, 6e: Julian Esen, 6f: Tasnia Akhter

Der Schulentscheid

Der Schulentscheid fand in stimmungsvoller Atmosphäre am 11. Dezember in der Mediothek statt.  So konnten sich alle Teilnehmer von der Richtigkeit ihrer Klassenentscheidungen überzeugen und ihre Favoriten anfeuern. Die Jury kam zu folgendem Ergebnis:

Schulsieger des diesjährigen Vorlesewettbewerbs wurde:

Julian Esen (6e)

mit Gregs Tagebuch 12: Und Tschüss

2. Platz: René Stickling (6b)                     

3. Platz: Jouline Duly (6c)

Der Schulsieger am Tisch sitzend: Julian Esen
(v. l. n. r.): Tasnia Akhter, Pauline Wolff, Tim Schweinhirt,
vorne: Jouline Duly (links) & René Stickling (rechts)

Text und Foto von Britta Witte (Schulbibliothekarin)

Zwei tolle Veranstaltungen am Nikolaustag: das Grundschul-Fußball-Turnier und das NW-Projekt „Müllvermeidung“.

Arminia Bielefeld unterstützt Grundschul-Fußballturnier am Nikolaustag

Im Rahmen der Schulkooperationspartnerschaft mit den Grundschulen hat die Anne-Frank-Gesamtschule mit ihrer Fußball-AG und den Arminen am Nikolaustag zum zweiten Mal ein Grundschul-Fußballturnier organisiert. Knapp 80 fußballbegeisterte Mädchen und Jungen aus fünf verschiedenen Grundschulen aus Gütersloh (Altstadtschule, Blankenhagen, Kattenstroth, Paul-Gerhardt und Pavenstädt) waren zugegen. Nach einer kurzen Begrüßung des Schulleiters wurde auch schon losgekickt. Die vier Jungen- und die vier Mädchenmannschaften kämpfen in den zwei parallel laufenden Turnieren um die ersten Plätze. Das Turnier war geprägt von Kampfgeist, Spaß und vor allem Fair Play. Hinzu kam die hohe Spannung in beiden Turnieren. Die Blankenhagener Mädels konnten sich am Ende mit nur einem Punkt Vorsprung vor die Kattenstrother an der Spitze platzieren. Bei den Jungs war es noch spannender. Bis zum letzten Spiel kämpften die Pavenstädter und die Paul-Gerhardt-Schule um den ersten Platz. Am Ende setzten sich die Pavenstädter aufgrund des besseren Torverhältnisses durch. Entsprechend groß waren Freude und Jubel bei den jungen Kickern und den vielen mitgereisten Zuschauern der Pavenstädter.

Die Siegerehrung durch das Maskottchen „Lohmann“ der Arminen bildete ein weiteres Highlight dieses Vormittags. Alle Kinder wurden mit Weihnachtsmännern und einer Mannschaftsurkunde belohnt. Die Sieger dürfen sich zudem auf einen Besuch in der SchücoArena am 09.02.2020 beim Heimspiel gegen Jahn Regensburg freuen.

Zwischen den Spielen konnten die Kinder außerdem auf die mitgebrachte Torwand schießen und Arminia Schals gewinnen.

Die Aspekte „Fußball begeistert“ und „Fußball verbindet“ sind bei dieser Veranstaltung allgegenwärtig. Alle Anwesenden erlebten einen herausragenden Tag und freuen sich bereits auf das folgende Turnier.

Text: Manuel Gök

Warum veranstaltet die Fußball-AG ein Grundschul-Turnier?

Zusammensein – Zusammenkommen – Zusammenfinden – Zusammenhalten

Fußball ist das beliebteste und das am meisten gespielte Ballspiel von Kindern und Jugendlichen. Vor allem auch und gerade, weil es ihnen einen breiten Beteiligungsspielraum bietet. Ein solches Sportevent, wie wir es an der Anne-Frank-Gesamtschule veranstalten, schließt im hohen Maße an die Lebenswelt der Kinder an.

Fußball spielen bedeutet, ständig neue bzw. veränderte Spielsituationen erfolgreich zu lösen. In einer Mannschaft zu spielen bedeutet, die unterschiedlichen Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder eines Teams in eine Form zu bringen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen, nämlich möglichst oft Tore zu erzielen und möglichst wenige Tore hinzunehmen. Jeder Mitspieler soll seinen Spaß und seine Freude am Spielen finden. Vor diesem Hintergrund bedeutet in einer Mannschaft zu spielen, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Toleranz, Respekt und Fair Play. Das ist uns – den aktiven Mitgliedern der Fußball-AG der AFS – wichtig und dafür setzen wir uns gerne ein!

Text: Elke Wenzel

„Gib Abfall einen Korb“ – NW-Projekttag in Klasse 5 und 6

„Gib Abfall einen Korb” ist ein bundesweites Unterrichts- und Mitmachprojekt, mit dem der Zeitbild Verlag und die Agentur für Kommunikation GmbH die Anne-Frank-Gesamtschule unterstützt, Bildung für nachhaltige Entwicklung am Beispiel Abfall und Abfallvermeidung umzusetzen.

Klimawandel, Nachhaltigkeit, Müllvermeidung: Immer mehr Menschen versuchen der Umwelt zuliebe ihr Verbraucherverhalten zu ändern. Aber oft ist das gar nicht so leicht. Beim NW-Projekt in der Anne-Frank-Gesamtschule wurden Schüler*innen aus dem 5. und 6. Jahrgang darüber informiert, an welchen Stellen im Alltag, sie ihr Verhalten durch Mülltrennung und nachhaltigen Umgang mit Müll verbessern können.

Müllvermeidung bedarf einiger Kreativität und des Willens, Dinge einmal anders als gewohnt zu machen. Dies konnte teilnehmenden Schüler*innen am 06.12.19 durch Anregungen und Mitmach-Aktionen nähergebracht werden.

Nach einer Einführungsphase, in denen die Schüler*innen durch Gespräche und Filmbeiträge für das Thema Verhaltensweisen beim Umgang mit Müll (Müllentsorgung und Mülltrennung) sensibilisiert wurden, gab es Aktionen wie eine Müll-Rallye, in der Schülergruppen unter Wettbewerbscharakter Müll richtig sortieren und entsorgen lernten.

Anschließend startete eine kreative Phase. Mädchen und Jungen wurde gezeigt, Wegwerf-Artikel mit anderen Augen zu sehen. Zum Einsatz kamen mitgebrachte alte Papierreste, Konservendosen, Marmeladengläser, Tetrapack-Tüten und ausrangierte T-Shirts. Man nennt das „Upcycling“. Das Wort “Recycling“, die Wiederverwertung von Abfallprodukten, ist mittlerweile den meisten geläufig. “Upcycling“ ist dagegen noch eher neu. Die Schüler*innen hatten sichtlich Freude und funktionierten ausrangierte T-Shirts zu Taschen um. Aus den „Tetrapack-Behältern“ bastelten sie individuell gestaltete Portemonnaies und aus Dosen und Marmeladengläsern wurden schön dekorierte Teelichter und Dosen zum Aufbewahren von z.B. Stiften erstellt.

Die Schüler*innen staunten nicht schlecht, als sie sahen, welch „schmucke Kunstwerke“ aus vermeintlichen Abfallprodukten hergestellt werden können. Nicht anders erging es den begleitenden Lehrkräften der Klassen. Die Aufwertung der Alltags-Produkte, was übrigens die Wortbedeutung von „Upcycling“ ist, ist nach Meinung aller Beteiligten in diesem Projekt eindeutig gelungen.

Text: WenE

Fotos: FlöF

Praktikum im Ausland

Vielen ist sicher bekannt, dass die SchülerInnen unserer Schule im Jahrgang 9 ein dreiwöchiges Praktikum absolvieren, manche von euch wissen aber vielleicht nicht, dass ein weiteres Praktikum  für die ZwölftklässlerInnen Pflicht ist. Dieses liegt meistens eine Woche vor den Herbstferien, sodass die Möglichkeit besteht, den Aufenthalt in die Ferienzeit hinein zu verlängern.

Das Praktikum allein ist für die meisten schon eine aufregende Erfahrung, da sie in eine neue Umgebung kommen, mit völlig neuen Leuten zusammenarbeiten und eine neue Situation kennenlernen. Wenn jedoch noch dazu kommt, dass das gewohnte Zuhause Kilometer weit entfernt liegt und man in ein anderes europäisches Land reist, wird aus einem gewöhnlichen Schulbetriebspraktikum ein kleines Abenteuer.

In solch ein kleines Abenteuer haben sich vier SchülerInnen des diesjährigen zwölften Jahrgangs gestürzt, zu denen auch ich gehörte. Zwei von uns erhielten hierbei die Unterstützung durch die Osthushenrich-Stiftung, die die Fahrtkosten bezahlt hat.

In dem folgenden Interview möchten wir euch unseren ganz Individuellen Erlebnissen und Eindrücke nahebringen.

Wo bist du gewesen und in welchem Bereich hast du dein Praktikum absolviert?

Celine: Ich war in Preston, das ist in England, und zwar bei der Firma Direct Heating Spares, einer Firma für Ersatzteile, zum Beispiel von Heizkesseln oder Duschen. Tätig war ich in verschiedenen Bereichen, wie zum Beispiel in der IT, im Call Centre, im Wareneingang, im Lager usw.

Finn: Ich war in „Graudenz”, der polnischen Partnerstadt Güterslohs und habe dort als Lehrer an unserer Partnerschule gearbeitet, die ich schon durch den Schüleraustausch kannte.

Finn auf der Heide als „Lehrer“ in Polen.

Lisa: Ich war zusammen mit Anna in Dänemark. Dort haben wir auf einem kleinen Reiterhof gearbeitet.

Anna: Der Ort, an dem wir waren, hieß Hvide Sande und wir haben in den Bereichen Pferdewirtschaft und Touristik gearbeitet. Den Hof kenne ich schon sehr lange und bin auch schon oft da gewesen.

Welche Aufgaben hast du übernommen?

Celine: Bei den Bürotätigkeiten durfte ich nur zuschauen beziehungsweise bei den Anrufen zuhören und im Lager durfte ich dann alles Mögliche machen, wie zum Beispiel den Wareneingang kontrollieren, also zuschauen, ob alles da ist, die Papiere für den weiteren Verlauf drucken oder die Produkte etikettieren. Außerdem musste ich auch durch das gesamte Lager laufen und Produkte „einsammeln”. Das sind allerdings nur einige der vielen Aufgaben, die ich hatte.

Finn: Ich habe den Lehrern dabei geholfen, ihren Unterricht zu gestalten, mit den SchülerInnen Deutsch geredet, aber auch eigene Deutschstunde gestaltet, zum Beispiel durch Vorträge über meinen Aufenthalt in Argentinien.

Lisa und Anna: Wir haben uns um das Füttern der Pferde und der restlichen Tiere gekümmert, haben sauber gemacht, Reitstunden gegeben und sind bei Strandausflügen vorgeritten.

Freiheit, Demokratie und Menschenrechte – Inwieweit werden diese Werte in dem Land umgesetzt, in dem du warst?

Celine: Ich kann natürlich nicht für das ganze Land sprechen, aber in dem Betrieb, in dem ich war, wurden alle gleich behandelt, egal, ob jemand im Büro oder im Lager arbeitet. Jeder hat jeden akzeptiert und auch der Chef hat sich nicht so aufgeführt, wie man es sich manchmal vorstellt. Alle konnten sagen, wenn sie ein Problem hatten, solange es sich um berufliche Belange handelte. Und in England selbst habe ich mich sehr frei gefühlt.

Finn: Soweit ich es mitbekommen habe, wurden diese Werte gut umgesetzt, aber man müsste sich länger in Polen aufhalten, um eine vollständige Antwort auf die Frage geben zu können. Aufgefallen ist mir aber, wie gastfreundlich die Polen sind, was dazu geführt hat, dass ich mich nie fremd oder als nicht willkommen gefühlt habe. Alles schien mir von der ersten Sekunde an sehr vertraut.

Lisa: Ich war zum ersten Mal in Dänemark und da wir sehr lange Arbeitszeiten hatten, war ich fast immer auf dem Hof und hatte nur wenig Zeit, das Land kennenzulernen.

Anna: Da ich schon häufiger in Dänemark war, habe ich das Land etwas besser kennengelernt. Ich würde sagen, dass die Werte gut umgesetzt werden. Vor allem die Freiheit ist in Dänemark sehr wichtig. Zwar ist es schwer zu beschreiben, wie sie direkt umgesetzt wird, aber jedes Mal, wenn ich nach Dänemark komme, habe ich ebenfalls dieses Gefühl von Freiheit, von dem mein Chef auch schon oft gesprochen hat. Auffällig ist auch, dass die Dänen ausgesprochen tolerant sind.

Die große Bedeutung der Freiheit ist wahrscheinlich auch der Grund, für einen weiteren Wert, der außerhalb Skandinaviens noch wenig bekannt ist. Er wird als “hygge” bezeichnet und lässt sich schwer übersetzen, beschreibt jedoch treffend das Land, die Menschen und deren Lebensweise. Die deutsche Übersetzung des entsprechenden Adjektivs ist vielleicht  “gut”, “gemütlich” oder “nett”. Jedoch wird diese Übersetzung dem Begriff nicht gerecht, da sich eigentlich viel mehr hinter ihm verbirgt, was sich jedoch nicht erklären, sondern nur selbst erleben lässt. Fakt ist, man fühlt sich in diesem Land einfach nur wohl.

Hast du landesspezifische Rituale oder Traditionen kennengelernt?

Celine: Ich habe schon des Öfteren gehört, dass die Engländer viel Tee trinken würden und das kann ich definitiv unterschreiben. Die Mitarbeiter trinken den ganzen Tag Tee und Kaffee und ich glaube, ich habe in der Woche mehr Tee getrunken als in meinem ganzen Leben.

Finn: Ich hatte leider keine Möglichkeit, an Traditionen, die ausschließlich in Polen praktiziert werden, teilzunehmen. Ich habe aber gehört, dass religiöse Feste von großer Bedeutung sind. Besonders Weihnachten wird in dem katholisch geprägten Polen sehr aufwändig gefeiert. An Heiligabend werden zwölf Gerichte serviert, allerdings aus einer alten Tradition heraus alle ohne Fleisch.

Lisa: An den Wochenenden gab es mittags immer selbstgebrannten Schnaps und es war sehr familiär, da alle Mahlzeiten immer zusammen mit allen menschlichen Bewohnern des Hofes eingenommen wurden.

Können wir Deutschen von den Menschen in deinem Gastgeberland etwas lernen?

Celine: Definitiv. Ich konnte nicht glauben, wie offen die Menschen in meinem Betrieb nach nur wenigen Sekunden waren. Außerdem hatte ich überhaupt keine Probleme, lustige Gespräche führen, was mir normalerweise sehr schwer fällt. Ich habe dort auch Leute kennengelernt, mit denen ich noch in Kontakt stehe. Da ich mein dreiwöchiges Praktikum in der neunten Klasse auch im Büro und Lager absolviert habe und es deswegen vergleichen kann, weiß ich, dass die Kontaktaufnahme in Deutschland viel einfacher ist.

Anna: Die Dänen sind immer sehr offen und sehr entspannt. Außerdem hatte man mit ihnen immer etwas zu lachen, trotz mancher Verständigungsprobleme. Davon könnten wir Deutschen uns ruhig etwas abschauen.

Text: Anna Kötter, Q1

Fotos von Finn auf der Heide und Anna Kötter

„Winterwonderland“

Nach den Erfolgen von „Winterwonderland“ in den letzten beiden Jahren – beide Veranstaltungen waren bis auf den letzten Platz ausverkauft – haben wir auch für dieses „Jahresende“ einen vorweihnachtlichen, besinnlichen Konzertabend mit dem gleichen Titel gestaltet.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 18.12.2019 um 19.00 Uhr im Forum statt.
Außer den schulbekannten Gruppen wie den „Young Voices“ und der Bläserklasse des 7. Jahrgangs, haben wir zahlreiche weitere MusikerInnen für diesen Abend gewinnen können. Neben einem Oberstufenchor und einem Bläsersextett werden auch verschiedene solistische Beiträge zu hören sein.

Auch das gesprochene Wort wird in dieser vorweihnachtlichen Melange nicht zu kurz kommen. Von mehreren Vorlesenden werden wieder nachdenklich stimmende und unterhaltsame kurze Texte vorgetragen.

Da wir bei den letzten Konzerten – wie bereits oben erwähnt – restlos ausverkauft waren, erscheint es sinnvoll, sich rechtzeitig um Karten für diesen bestimmt schönen weihnachtlichen „Musikabend“ zu kümmern.

Die Karten sind ab Dienstag, den 26.11. bei den Musiklehrkräften Gudrun Pollmeier, Stephan Paulus, und Felix Janßen-Müller und im Papershop erhältlich. Ab dem 9. Dezember wird auch im Foyer der Anne-Frank-Gesamtschule  in jeder 2. Pause ein Verkaufsstand sein.

Schülerkarten kosten 2 Euro und die Karten für Erwachsene 4 Euro. Von dem Erlös jeder Karte geht ein Euro an eine soziale Einrichtung. Für weitere Spenden wird am Ausgang eine Spendenbox bereitstehen.

Das Organisationsteam und alle Beteiligten freuen sich auf Ihren/deinen Besuch.

Text: PauS

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