Klimablatt – Die Klimazeitung von Schüler*innen für Schüler*innen, Ausgabe 3






















Die Kunstlehrerin Regina Bökamp besuchte am Donnerstag zusammen mit der 6B den Schulgarten, um die ersten Frühlingsimpressionen genießen zu können. Bevor der „Klimagarten“ der Anne-Frank-Gesamtschule das Bild des Schulgartens verändert, konnten die Schüler*innen noch die alten Überbleibsel in Augenschein nehmen. Sichtlich Spaß hatten sie an den Pflanzen, dem gefrorenen Teich und der Baracke, die unbedingt mal entrümpelt werden muss ;-).





















Ab dem 18. März ist es dann so weit. Schüler*innen und Lehrer*innen werden den Schulgarten aufräumen, um ihn für eine erste Begehung samt Planungsansätzen vorzubereiten. Das Projekt „Klimagarten“ kann beginnen :-).

„Celine ist so nett“, strahlt der Fünftklässler Orges. Gemeint ist seine Patin aus der Oberstufe, die ihm jeden Dienstag in den Hauptfächern unterstützt, aber auch die Hälfte der Zeit nutzt, um mit Orges Gesellschaftsspiele zu spielen, in der Teestube mit ihm zu kickern oder sich einfach einmal in Ruhe mit ihm zu unterhalten. 15 Schüler*innen aus den Jahrgängen 5 und 6 kommen derzeit in den Genuss einer Patenschaft aus der Oberstufe. Die 15 Paten aus der Oberstufe wurden durch den Bildungspartner der Anne-Frank-Schule, die VHS in Gütersloh, eigens für diese Aufgabe qualifiziert. An drei Nachmittagen wurden sie darin geschult, wie Lernprozesse im Gehirn ablaufen, was Lernen hemmt und was es befördert, wie sie ihre Schützlinge motivieren und wie sie sie bei der Selbstorganisation unterstützen können.
Felix, Aleyna und die anderen Schüler*innen aus der Oberstufe stellen fest, dass es vieles zu bedenken gibt, wenn man mit Kindern arbeitet. Ihr großer Vorteil ist es, dass sie keine Lehrer sind, sondern ebenfalls Schüler*innen, die näher am Leben der Kinder dran sind und sie nicht bewerten oder benoten müssen. „Der Vorteil der Unterstützung durch junge Menschen liegt auch darin, dass die Oberstufenschüler*innen als Role-Models dienen. Uns ist es wichtig, dass unsere neuen Schüler*innen in ihrem Lern- und Leistungsbewusstsein gestärkt werden und einen guten Schulabschluss als ein wichtiges Ziel erkennen. Mit ihren Paten lernen sie Menschen kennen, die dieses Ziel selbst gerade verwirklichen – das motiviert“, erklärt Sabine Hollmann, die zuständige Lehrkraft für das Patenprojekt, die Idee des Konzepts. „Uns ist es wichtig, dass die Schüler*innen aus der Sekundarstufe I gut bei uns ankommen und nicht nur Nachhilfe, sondern auch eine psychosoziale Betreuung erhalten. Viele Kinder haben nicht nur leistungsmäßig unter Corona gelitten, sondern auch sozial. Mit diesem Projekt möchten wir die Kinder unserer Schule stärken“, betont Jan Rüter, Schulleiter der Anne-Frank-Schule.
Finanziert wird das Projekt dementsprechend auch aus den Landesmitteln des Programms „Aufholen nach Corona“. Die betreuenden Oberstufenschüler*innen erhalten neben dem Einblick in die Arbeit mit Kindern auch einen Arbeitslohn aus diesen Mitteln. Einige nutzen diese, um ihre digitale Ausstattung in der Oberstufe zu bezahlen. „Es gab viel mehr Anmeldungen als Plätze für das Projekt. Wir hätten mehr als 15 Patentandems aufstellen können, sind aber froh, dass wir in diesem Jahr endlich beginnen konnten“, betont Sabine Hollmann. Insgesamt sei das Projekt ein voller Erfolg und die Schule hoffe, auch eine Finanzierung für das nächste Jahr organisieren zu können.
Text: Sabine Hollmann
Fotos: Sabine Hollmann und Fabian Flöper














Die Verlängerung der Bildungspartnerschaft ist unter Dach und Fach. Archivleiterin Julia Kuklik und Schulleiter Jan Rüter unterzeichnen den Vertrag.
Die erfolgreiche Bildungspartnerschaft zwischen dem Stadtarchiv Gütersloh und der Anne-Frank-Schule ist jetzt um zwei weitere Jahre verlängert worden. Schulleiter Jan Rüter und Archivleiterin Julia Kuklik unterzeichneten jetzt dazu den Vertrag im Beisein von Michael Schüthuth, Fabian Flöper und Sabine Stephan-Beckmann aus dem Kollegium der Anne-Frank-Schule. Ziel dieser Partnerschaft ist, die Schülerinnen und Schüler in die Recherche und Analyse von Archivquellen einzuführen und ihnen einen lebendigen Zugang zur Stadt, in der sie leben und zur eigenen Herkunft zu ermöglichen. „Damit wird den Schülerinnen und Schülern auch zukünftig eine Möglichkeit des außerschulischen Lernens geboten, um Geschichte nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch erfahrbar zu machen“, sagt Julia Kuklik, Leiterin des Stadtarchivs Gütersloh.

Die Zusammenarbeit des Stadtarchivs und der Anne-Frank-Schule zur historischen und politischen Bildung setzt sich aus zahlreichen Aktivitäten zusammen. Dazu gehören beispielsweise die Planung und Durchführung von thematischen Führungen und Projekttagen sowie Hilfe bei Facharbeiten im Rahmen der Geschichtskurse.
Die Kooperation wurde 2017 von Lehrer Michael Schüthuth initiiert. Beide Partner profitieren durch vielfältige Aktivitäten seit dieser Zeit von der Kooperation. „Das Stadtarchiv ist ein großer Schatz, und ich bin sehr froh, dass es uns weiterhin als außerschulischer Lernort zur Verfügung steht“, freut sich Schulleiter Jan Rüter. Im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung gab es für die Lehrer eine persönliche Führung durch das Haus an der Hohenzollernstraße, bei der sie sich mit ausgewählten Archivalien vertraut machen konnten. Auch mit dem Städtischen Gymnasium wurde die Bildungspartnerschaft im vergangenen Oktober verlängert.
Text und Foto oben: Stadt Gütersloh







Fotos: Fabian Flöper
Wird es im Jahr 2022 endlich besser? Die Krise begann Anfang 2020. Wir haben nun fast zwei Jahre unter besonderen Umständen verbracht, mussten uns einschränken, Verluste einstecken – zu vielen Zeitpunkten blieb uns nur die Hoffnung auf baldige Besserung. Ständig hofften wir, dass es bald besser werden würde, ständig träumten wir von einer Zeit nach Corona und der Rückkehr zum Status quo ante; ständig wurden wir enttäuscht, denn unsere Hoffnungen blieben unerfüllt.
Die Pandemie hält länger an, als wir es zu Beginn erwartet hatten. Wahrscheinlich wird es ein Leben nach der Pandemie gar nicht mehr geben. Vielmehr wird sie zu einem Teil unseres alltäglichen Lebens werden und wir müssen lernen, mit ihr zu umzugehen.

Anstelle jetzt alles als hoffnungslos zu deklarieren, sollten wir aufhören, uns zu sehr auf die Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu konzentrieren und mehr die Gegenwart in den Blick nehmen. Denn dort findet sich immer etwas Positives, auch wenn die Situation noch so aussichtslos erscheint. Oftmals sind es eben die kleinen Dinge, die einen zum Lächeln bringen und den Moment ausmachen. Und wenn es nur der Duft von Kaffee am Morgen ist oder die winzigen Sonnenstrahlen. So werden diese Elemente, indem wir sie wahrnehmen und wertschätzen, leicht zu etwas Besonderem.
Natürlich können wir uns auch weiter im Kreis drehen und auf ein Besser hoffen, wir können aber auch anfangen, das Beste aus der Situation zu machen und anfangen für die kleinen Momente zu leben.
Lasst uns das Jahr also damit beginnen, uns mehr auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren und ganz nach folgendem Motto zu leben: „Im Leben geht es nicht darum zu warten, dass das Unwetter vorbeizieht, sondern zu lernen, im Regen zu tanzen.“ Somit wird die obige Frage, ob es 2022 besser werden wird, überflüssig. Es geht vielmehr darum, was wir aus dem machen, was uns das Jahr 2022 bringt und welche Tanzschritte wir uns an Unwettertagen ausdenken.
Anna Kötter, Q2
Der Klassenentscheid
Am diesjährigen Vorlesewettbewerb haben einige Schüler*innen des 6. Jahrgangs teilgenommen. Mit Buchvorstellungen und dem Vorlesen ausgewählter Textstellen haben die Kinder beim Klassenentscheid das Publikum unterhalten. Die Jury bewertete Lesetechnik, Textverständnis sowie die Textgestaltung. Sie war von den Beiträgen beeindruckt.
Die Klassensieger sind:
6a: Sara Maroki
6b: Maria Nasser
6c: Sarah Kutscher
6d: Lisa-Marie Hainc
6e: Vivian Witts
Der Schulentscheid

Der Schulentscheid fand am Mittwoch, dem 19. Januar 2022 in der Mediothek statt. So konnten sich alle Teilnehmer von der Richtigkeit ihrer Klassenentscheidungen überzeugen und ihre Favoriten anfeuern. Die Jury (B. Witte und S. Brinkmann aus der Mediothek, sowie 2 Schüler*innen) kam zu folgendem Ergebnis:
Schulsiegerin des diesjährigen Vorlesewettbewerbs wurde:
Sarah Kutscher (6c) mit „Schokolowski – Der Geburtstags-Trüffelhund“ von A. Sommer Bodenburg. Sarah bestach durch Ihre mitreißende Buchvorstellung des herzerfrischenden Hundebuchs sowie der hervorragenden Leistung beim Vorlesen des fremden Textes. Sie überzeugte die Jury auf ganzer Linie.
Den zweiten Platz belegte Vivien Witts aus der 6e.
Text und Foto: Britta Witte
Über das Buch „Schokolowski: Der Geburtstags-Trüffelhund“:
