Ausstellungseröffnung: »1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«

Die Ausstellung »1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland« wurde am 1. Dezember 2021 um 18 Uhr im Forum der Anne-Frank-Schule eröffnet.

Das Video zeigt einige Impressionen des Abends.

Die Wanderausstellung bildet auf 23 großformatigen Tafeln die jüdische Geschichte der vergangenen 1.700 Jahre in Deutschland ab. Im Mittelpunkt stehen Porträts bekannter und weniger bekannter Persönlichkeiten, die die Vielfalt gegenwärtigen jüdischen Lebens in unserem Land erfahrbar machen. Darüber hinaus gewähren weitere Tafeln einen Überblick über die wechselhafte Geschichte des Judentums in #Deutschland, speziell auch über die Zeit des Nationalsozialismus und den #Holocaust.

Die Ausstellung wird bis zum 16. Februar 2022 im Forum der Schule zu sehen sein. Konzipiert und erstellt wurde sie von der Zeitbild-Stiftung in Kooperation mit dem Leo Baeck Institute for the Studies of German-Jewish History and Culture. »Dass die Ausstellung in der Anne-Frank-Schule gezeigt werden kann, verdanken wir der großzügigen finanziellen Unterstützung der Bertelsmann-Stiftung.«

Text: Michael Schüthuth – Videoschnitt und Ideen: Felix Janßen-Müller – Fotos und Videos: Fabian Flöper

Video von funk: So fühlen sich junge Juden in Deutschland

Offizielle Seite: https://2021jlid.de

Eröffnung des neuen AFS-TONSTUDIOS an der Anne-Frank-Schule

Pünktlich zum Tag der offenen Tür 2021 wurde am vergangenen Samstag das neue AFS-Tonstudio eröffnet. Verantwortlich zeichnen die beiden Lehrkräfte Felix Janßen-Müller und Fabian Zodrow, die das räumliche Konzept erstellten und die technische Ausstattung auf die Anforderungen einer vielfältigen schulischen Nutzung hin ausgerichtet haben.

Ursprünglich entstand die Idee aus dem projektorientierten Unterricht des Faches Musik in der Jahrgangsstufe 7. Im Modul „kreatives Songwriting“ erschaffen die Schülerinnen und Schüler eigene kreative Lernprodukte, vom unbegleiteten Lied bis hin zu eigenen Raps. Bisher fehlte jedoch eine adäquate Aufnahmetechnik, um die Unterrichtsergebnisse technisch angemessen zu realisieren. Somit reifte die Idee, ein eigenes Tonstudio einzurichten, das den Ansprüchen an eine professionelle Aufnahmetechnik gerecht wird.

Besonders gewinnbringend ist die technische Innovation an der Anne-Frank-Schule für den projektorientierten Unterricht, dessen Gelingen auch von einer zeitgemäßen technischen Ausstattung abhängt. Mit dem AFS-Tonstudio können sowohl (musik-)praktische Projekte (Rap- und Songwriting, professionelle Vertonung eigener Audioprojekte wie Hörspiele uvm.), als auch Live-Formate wie Podcasts produziert werden.

Mithilfe der Software Ableton Live Suite 10 kommt im Tonstudio der AFS eine moderne DAW (digital audio workstation) zum Einsatz. Die technische Ausstattung ermöglicht es, mehrere Mikrofone oder Instrumente gleichzeitig aufzunehmen. Die räumliche Lage des Tonstudios gestattet auch die Aufnahme größerer Gruppen und Bands im angrenzenden Klassenraum der 5c, der durch eine Glasscheibe mit dem Studio verbunden ist.

Für alle Schülerinnen und Schüler der AFS, die ihren eigenen Song schreiben und aufnahmen wollen, besteht seit diesem Schuljahr die Möglichkeit an der „Creating Music AG“ teilzunehmen. Diese findet ab sofort in den Räumlichkeiten des Tonstudios statt. Interessierte Schülerinnen und Schüler können sich beim Leiter der Creating Music AG Herrn Zodrow melden.

Rückblick Nachhaltigkeits- und Klimawoche AFS

Nachhaltigkeitswoche der Klassen

Unter den Zukunftsthemen „Ressourcen sparen – Umwelt schonen – Klima schützen“ hatte die AG „Klima und Umwelt der AFS“ die Klassen zu einer Nachhaltigkeitswoche aufgerufen. Schüler*innen konnten eine Woche lang nachhaltiger den Alltag gestalten. Z.B. mit dem Fahrrad statt mit dem Auto fahren, weniger Fleisch essen, bewusst den eigenen Energieverbrauch einschränken etc. Ziel war es, alle Schulmitglieder mehr für das Thema Klimaschutz zu sensibilisieren und zu zeigen, dass jeder mit geringfügigen Einschränkungen etwas zum Schutz des Klimas beitragen kann.
Am Ende der Woche sollten die Klassen ihre Erfahrungen, Eindrücke, Bewertungen zur Nachhaltigkeitswoche gemeinsam reflektieren und festhalten. Die Ergebnisse, die eingereicht wurden, zeigen, dass es im Alltag Möglichkeiten des Verzichts gibt und Klima- und Umweltschutz die Kinder und Jugendlichen auf vielfältige Art und Weise beschäftigte.

Wir finden, das Mitmachen hat sich gelohnt. Herausgekommen sind Botschaften von Schüler*innen, die hier nur auszugsweise vorgestellt werden.

Wir machen weiter: Unsere nächste Aktion im Oktober ist schon in Planung. Es soll ein „Buntes Band um die Schule“ entstehen. Wobei es sich darum handelt, wird noch nicht verraten. Gerne wollen wir auch andere Schulen mit ins Boot bekommen und werden zu gegebenem Zeitpunkt dazu aufrufen.

AFS – Zelt „Klima-Baumpflanzaktion“
Unser Beitrag zur Klimawoche in Gütersloh

Ein „Klima-Baumpflanzaktion-Zelt“ war unsere Anlaufstation für Besucherinnen der Klimawoche am 04.09.2021. Von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr gab es Informationen zu unserer AG und der Spendenaktion „Bäume für den Bürgerwald Gütersloh“. Zusätzlich konnten Besucherinnen auf Leinwänden Bilder, Symbole oder Botschaften zum Thema „Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit, Zukunft“ festhalten. Entstandene Werke hängen jetzt als Erinnerung und Anregung in unserer Schule.
Besonders gefallen haben den Schülerinnen die vielen Gespräche mit dem Besucher. Dabei erhielten die Schülerinnen Immer wieder anerkennende zugleich motivierende Worte mit ihrem Engagement für Klima und Umwelt weiterzumachen. Insgesamt war es ein gelungener Tag, der zudem Spaß gemacht hat.

Berufsforum der Gütersloher Oberstufen

500 Oberstufenschüler*innen aus Gütersloh nahmen am 2. September die Chance wahr, sich über Ausbildungs- und Studienwege zu informieren. Zu Gast an der Anne-Frank-Schule waren 40 Unternehmen, Freiberufler und Vertreter von Universitäten, um „Berufsorientierung aus erster Hand“ zu bieten. Viele Berufsfelder von der Technik, über den öffentlichen Dienst, die Betriebswirtschaft, den kulturellen Bereich und den Gesundheitssektor bis zu den Geisteswissenschaften präsentierten im gesamten Schulgebäude ihre Angebote. Sowohl Schüler*innen als auch Unternehmen zogen am Ende ein sehr positives Fazit der Veranstaltung.

Text: KleD

Fotos: FlöF

„Sonne im Tank“ – Photovoltaik für E-Autos nutzen

Beim Vortrag „Sonne im Tank“, der in Kooperation mit dem Solarförderverein AFS im Forum der AFS stattfand, ging es um folgende Themen:

  • Wie funktioniert „Sonne im Tank“?
  • Wie viel Solarstrom kommt in den Tank?
  • Wie groß muss die Reichweite für mich sein?
  • Auslegungsempfehlungen für Anlagengrößen
  • Was kostet das und lohnt es sich?
  • Worauf soll ich bei Planung und Kauf achten?

Im Rahmen der Gütersloher Klimawoche und auf Veranlassung des Solarenergiefördervereins der Anne-Frank-Gesamtschule stellte Architekt u. Dipl.-Ing. Ulrich Honigmund die wichtigsten Aspekte einer Photovoltaik-Anlage im Kombination mit der Nutzung eines E-Autos vor.

Weitere Informationen bei der Verbraucherzentrale: https://www.verbraucherzentrale.nrw/sonnenseite

Auch geht es im Hintergrund um das Projekt des Solarvereins, den Kolleg*innen, Eltern und Schüler*innen die Möglichkeit zu verschaffen, E-Autos auf dem Parkplatz der AFS aufladen zu können. Der Verein ist dazu seit fünf Jahren in Gesprächen mit der Stadt. Da der Verein es geschafft hat, unter Mithilfe der gesamten Schulgemeinde mittlerweile zwei- bis dreimal soviel Sonnenstrom zu erzeugen wie die Schule überhaupt verbraucht, ist es gut möglich, entweder über Speicher oder Eigenverbrauch nachzudenken.

Foto: FlöF, 31.08.2021

Eyes of Gaza – Perspektive auf und aus Gaza

Ausstellungseröffnung in der Anne-Frank Gesamtschule/Fotografische Projekte und digitale Begegnungen verbinden Jugendliche in Gaza und Gütersloh

Was soll ich heute machen? Wie geht es meinen Freunden? Was will ich einmal werden?

Solche und weitere Fragen gehören zu den alltäglichen Dingen, die Jugendliche beschäftigen. Dass diese Fragen eine universelle Bedeutung haben, zeigt die Fotoausstellung „Eyes of Gaza“, die am 18. Juni im Forum der Anne Frank Gesamtschule feierlich eröffnet worden ist.

Wenige Gäste und Beteiligte waren bei diesem ganz besonderen Anlass zur Ausstellungseröffnung live anwesend, andere hatten sich digital zugeschaltet. Digitale Konferenzen und virtuelle Treffen sind für viele von uns in Zeiten von Corona Gewohnheit geworden, für die Menschen in Gaza sind sie jedoch in der Regel die einzige Möglichkeit, um mit Menschen außerhalb von Gaza Kontakt zu haben.

Cora Josting, Vorsitzende des Ibn Rushd Fund for Freedom of Thougt e.V., hatte das Projekt und die Arbeit mit den Jugendlichen in Gaza federführend begleitet und den virtuellen Austausch initiiert. Durch die Kooperation zwischen der Ibn Rushd Stiftung und der Gütersloher Stiftung Begegnung, für die Dr. Bashar Shammout als Vorstandsmitglied ebenfalls anwesend war, entstand die Idee, mit Schüler*innen der AG Israel/Palästina des 11. und 12. Jahrgangs der AFS und den jungen Fotograf*innen aus Gaza einen digitalen Austausch zu gestalten. Auf digitalem Weg lernten sich die Jugendlichen über alle Grenzen hinweg kennen und gewannen Einblicke in die jeweiligen Lebenswirklichkeiten.

Besonders anschaulich und spürbar wurde dies während der Ausstellungseröffnung, als zunächst die Schüler*innen der AFS ihre Austauschpartner*innen vorstellten und von ihren Erfahrungen berichteten. Aus ersten noch etwas zurückhaltenden Kontaktaufnahmen wurden zum Teil richtige Freundschaften. Eine Schülerin erzählte von der gemeinsamen Leidenschaft für Musik und das gemeinsame Hobby des Gitarrenspielens, was sie zukünftig in digitalen Jam-Sessions online zusammen machen möchten. Große Freude und Begeisterung unter den Jugendlichen brach aus, als sie ihre Austauschpartner*innen aus Gaza in der Videokonferenz begrüßen konnten. Die jungen Fotograf*innen aus Gaza waren digital zur Ausstellungseröffnung ihrer künstlerischen Arbeiten zugeschaltet, um natürlich auch persönlich von ihren Projekten zu berichten.

Die Jugendlichen in Gaza wurden bei ihren Fotoprojekten vor Ort von dem Fotografen Amjad Al Fayoumi begleitet. Der Fotograf half den Jugendlichen dabei ausdrucksstarke Motive für ihre Lebenswirklichkeit zu finden und diese künstlerisch-fotografisch zu gestalten. Die Ausstellung gewährt Besuchern Perspektiven von Jugendlichen aus und auf Gaza, die ihren Alltag, ihre Lebenswelt zeigen und durch ihre Fotografien eine Stimme bekommen haben.

Die Ausstellung kann noch bis zum 6. Juli im Forum der Anne-Frank-Schule Gütersloh nach vorheriger Terminabsprache, die über das Sekretariat telefonisch oder per E-Mail erfolgen kann, besichtigt werden. Danach wird die Ausstellung weiterreisen und als nächstes Station in Freiburg machen. Je mehr Menschen die Fotografien sehen, desto lauter können die Stimmen der Jugendlichen aus Gaza werden.

Text und Fotos: Gunar Weykam und Regina Bökamp

Consent Management Platform von Real Cookie Banner