Bewerbungstraining in Echt

Wer kennt nicht die Klagen Jugendlicher, sie wüssten nicht, welchen Beruf sie ergreifen sollten? Wer kennt nicht das Stöhnen der Ausbildungsbetriebe über unzureichend vorbereitete Schulabgänger? Und wer kennt nicht das Lamento der Bildungspolitiker über die hohen Zahlen der Ausbildungsabbrecher?

Seit Jahren bildet die Vorbereitung auf den Berufseinstieg, an der AFS einen Schwerpunkt der Arbeit im 10. Jahrgang. Mehrfach bekam sie deshalb auch das Siegel „Berufswahlfreundliche Schule“.

Für eine Aktion der besonderen Art stellten sich erstmals Vertreter der Caritas, des Klinikums, der Volksbank und Sparkasse, der Stadtwerke und der Firmen Pfleiderer, Huga, Lidl und Teckentrup zur Verfügung: Alle 173 Schüler der sechs zehnten Klassen suchten sich einen der genannten Ansprechpartner aus und verfassten eine ernst gemeinte Bewerbung, die der Schüler dann in einem Bewerbungsgespräch gegenüber einem Vertreter der Firma zu vertreten hatte. Anschließend bekam er eine Rückmeldung zur Qualität seines Bewerbungsschreibens und zum Verlauf des Bewerbungsgesprächs, – v.a. aber Hinweise, welche Schwachpunkte zu verbessern seien.

„Organisatorisch ein enormer Aufwand für alle Beteiligten“, kommentierten die zuständigen Koordinatorinnen Katharina Heikel und Christin Bagusat, „aber die äußerst positiven Reaktionen bei Schülern und Firmenvertretern rechtfertigen ihn.“ Schulleiter Jörg Witteborg sah das genauso, Respekt und Dank gebühre vor allem den Firmen, die auf diese aufwändige Weise mithälfen, den Schülern einen zielgerichteten und erfolgreichen Berufseinstieg zu ermöglichen. „Große Klasse“, „Jetzt weiß ich, worauf es ankommt.“, „Zuerst war ich, auch wenn es noch nicht in Echt war, richtig aufgeregt, aber dann merkte ich, so schwer ist das gar nicht.“ So lauteten die Kommentare aus der Schülerschaft.

Die Vertreter von Caritas (Ann-Christin Kuhr), Pfleiderer (Olaf Eins), Huga (Günter Wittenborg und Eric Barteldrees), Stadtwerken (Linda Schwier und Anna Busche), Lidl (Matthias Neisemeier und S. Vetter), Sparkasse Henrik Menzefricke-Koitz und Dennis Slotta), Teckentrup (Stefan Tiemann), Volksbank (Pia Masmeier) und Klinikum (Katharina Fischer). Mit auf dem Bild auch einige Schüler und Schulleiter Jörg Witteborg.

(Photos Dr. Sebastian Schmeding)

Fahrt der Anne-Frank-AG II nach Budapest

Schweigen und Gleichgültigkeit sind die allergrößten Vergehen (Elie Wiesel, 1986)

Wer sich mit der Geschichte befasst, kann aus ihr lernen. Wer die Geschichten der Zeitzeugen hört, kann mitfühlen. Wer lernt und mitfühlt, kann dafür sorgen, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. Diesen Weg geht die Anne-Frank-AG II, bestehend aus  30 Schüler*innen aus den Jahrgängen 8-12,  schon seit vielen Jahren und besuchte unter anderem Städte wie Krakau, Wien oder Prag.

In diesem Jahr reiste sie vom 1.7.- 5.7.2018 in die ungarische Hauptstadt Budapest, um dort mehr über die Geschichte der ungarischen Juden und ihre Verfolgung durch die Nationalsozialisten sowie durch die ungarischen „Pfeilkreuzler“ (faschistische und antisemitische Partei Ungarns zwischen 1935 und 1945) zu erfahren.

Die Schüler*innen sahen die größte Synagoge Europas und besuchten den „Raoul-Wallenberg-Gedenkpark“, in dem ein aus Metall bestehender Gedenkbaum in Form einer Trauerweide errichtet wurde, der den entrechteten, gedemütigten, gequälten und ermordeten Juden Ungarns gewidmet ist – jedes Blatt dieses Baumes trägt den Namen eines Menschen, der durch den nationalsozialistischen Terror ums Leben kam.

Die Arbeitsgemeinschaft hatte immer wieder die Gelegenheit, die Perspektive der heutigen Ungarn kennenzulernen. Wir begegneten aufgeschlossenen, der ungarischen Politik und der sich verändernden Erinnerungskultur kritisch gegenüberstehenden Fachleuten, die uns vielschichtig und umfassend informierten und durch Budapest führten.

Ein für alle Beteiligten besonders bewegender Moment war der Besuch des Mahnmals „Schuhe am Donauufer“, an dem die Schüler*innen Teelichter anzündeten und eine Gedenkminute abhielten. An diesem Ufer starben Budapester Juden, als sie dort zusammengebunden erschossen wurden oder verletzt in der Donau ertranken.

Dieses Mahnmal wurde am Folgetag erneut ins Gedächtnis gerufen, als die Gruppe auf eine Zeitzeugin und Überlebende der Shoah traf, die berichtete, dass auch sie, damals als kleines Mädchen, an dieser Stelle des Donauufers gestanden habe und miterleben musste, wie am anderen Ende der Reihe bereits Menschen hinabstürzten – sie habe diesen Alptraum dank der Hilfe des schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg überlebt, erzählte sie.

Genau wie der Auschwitz-Überlebende Elie Wiesel appelliert auch die ungarische Überlebende an die Schüler*innen, niemals zu vergessen, was geschehen ist, dafür zu sorgen, dass diese Verbrechen sich nicht wiederholen und aufzustehen, wenn sie Intoleranz und Hass erleben.

Insgesamt blicken wir alle auf eine interessante, informative, aber vor allem auch bewegende Zeit in Budapest zurück.

„Wissenschaft trifft Schule“ – Die Wissenschaftsakademie von VHS und AFS

Am 1. Oktober 2018 findet im Rahmen der gemeinsamen Wissenschaftsakademie von VHS und AFS ein Gastvortrag von Prof. Dr. Winnenburg zum Thema „Einstein und die Expansion von Raum und Zeit“ statt. Ort der Veranstaltung unter dem Motto „Wissenschaft trifft Schule“ ist das Forum der Anne-Frank-Schule. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr und endet um 20.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 2,- € pro Person. Sämtliche Einnahmen kommen dem Schulverein zugute.

Zum Inhalt:

Eine Folgerung aus Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie lautet: Das Universum dehnt sich aus. Trotz mathematischer Beweise wollte Einstein an die Expansion des Alls lange Zeit nicht glauben. Bis der Astronom Edwin Hubble einen tiefen Blick ins rote Licht der Galaxien warf und damit die zuvor theoretisch entwickelten Modelle einer nichtstatischen, evolutionären Welt bekräftigte.

Die Aussage „Das Universum expandiert!“ klingt einfach. Aber schon die Fragen „In Bezug auf welches System und wie können wir überhaupt die Expansion messen?“ oder „Wohin expandiert es und braucht der Raum dazu eine weitere Dimension?“ sind nicht einfach zu beantworten. Prof. Dr. Wolfram Winnenburg versucht es dennoch, und er tut dies in einer für Jugendliche und Laien angemessenen und anschaulichen Sprache.

Großes Finale beim BOBBY CAR SOLAR CUP 2018

Bevor wir am Sonntag (16. September) beim großen Abschlussrennen des Bobby Car Solar Cup 2018 auf dem Gelände der Stadtwerke Bielefeld an den Start gehen können, haben wir in dieser Woche noch einige Restarbeiten an unserem Bobby Car erledigt. Unser Fahrer Tim Jannik hatte beim Run & Roll Day festgestellt, dass unsere Lenkung noch zu viel Spiel hatte. Diese haben wir nun korrigiert. Außerdem mussten wir noch einen Schlauch austauschen, da unser Bobby Car einen Platten hatte. Unser größtes Projekt aber war die Verkleidung der Technik. Nachdem wir intensiv gearbeitet hatten, war gestern Abend um 18 Uhr endlich der letzte Pinselstrich geschafft. Nun sind wir alle sehr gespannt wie es beim großen Rennen am Sonntag für uns läuft. Um 11 Uhr startet der Geschicklichkeitsparcour und um 13 Uhr schließlich das finale Kopf-an-Kopf-Rennen. Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei unserem Kooperationspartner der Firma Teckentrup, die uns tatkräftig beim Bau unterstützt hat.