„AFS Big Band” ist jetzt offen für alle (Die Glocke)

Von SUSANNE ZIMMERMANN (Die Glocke)
Gütersloh (gl). Zum Abschied ein fulminant vertontes Bekenntnis als Zugabe: „Music was my first love“. Aber halt: Niemals geht man so ganz, und das ist die gute Nachricht des Konzerts der AFS Big Band am Donnerstagabend im Forum der Anne-Frank-Gesamtschule. Gudrun Pollmeier, Gründerin, Chefin, Musiklehrerin und kreativer Motor der Band, verabschiedet sich vom aktiven Unterrichtsgeschehen.
Ihrer Big Band allerdings will sie treu bleiben. Die wird ab dem kommenden Schuljahr aus dem Unterrichtsangebot gelöst und ins Freizeitangebot überführt. „AFS Big Band and Friends“ heißt sie dann.
Gleichzeitig werde sie sich für alle öffnen, die Freude haben an Big-Band-Sound, an Swing, Jazz

und Latin, kündigte Pollmeier am Donnerstag an. „Schauen Sie sich mal die Gesichter an“, forderte die Dirigentin das Publikum auf. „Zwei Drittel der Mitglieder sind bereits jetzt Ehemalige.“ Die jedoch kennt Pollmeier wohl alle noch von den Anfängen in den fünften Klassen. So wurde die „eine Stunde Musik“ auch zum „Familientreffen“ der großen Fangemeinde, die sich die AFS Big Band in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu Recht erspielt hat, darunter auch Mitglieder der befreundeten Big Band des Evangelisch-Stiftischen Gymnasiums.
Auf dem Programm stand am Donnerstag eine Art „Best of“ der letzten drei Jahre, die für die Bandmitglieder mit vielen außergewöhnlichen Erlebnissen und besonderen Konzerten verbunden waren, denn längst hat sich die Band einen Namen außerhalb der Schule gemacht. Charmant erzählten Aurora Aronica und Gabriel Fuchs als Moderatoren-Duo die Geschichten zu den einzelnen Stücken und gaben so einen Einblick ins Bandleben.

Auf dem 60-Minuten-Programm, seit 18 Jahren als „Big Band Hour“ ein festes Konzertformat, stand so zum Beispiel Michael Jacksons „Man in the Mirror“ mit dem Hinweis, dass eine Bandfahrt nach Hamburg zum Jackson-Musical ansteht. „Beyond the Sea“ („La Mer“) weckt bei den Mitgliedern Erinnerungen an eine Reise zur Mecklenburgischen Seenplatte inklusive Konzerten dort. Und ganz große Gefühle kommen auf, wenn mit „Mac the Knife“ in einem Arrangement der WDR Big Band der Workshop mit dem berühmten Orchester in Köln und das darauffolgende Konzert in der Anne-Frank-Gesamtschule im vergangenen Jahr wieder auflebt.
An Kurt Weills unverwüstlichem Klassiker konnten die jungen Musiker und Musikerinnen einmal mehr ihr wirklich erstaunliches Können beweisen. Schulleiter Jan Rüter brachte es auf den Punkt: „Ich sag mir immer wieder: Das ist eine Schulband. Aber das kann ich kaum glauben.“
Den wesentlichen Anteil an diesem Niveau hat Gudrun Pollmeier. Ihre Freude an dieser Form der Musik, ihr empathisches Dirigat und ihre Zugewandtheit aktuellen und ehemaligen Schülern gegenüber überträgt sich offensichtlich auf den Sound der Band, der auch bei anspruchsvollen Arrangements wie „Chamäleon“ von Herbie Hancock nicht schwächelt. Warm und präzise auch die zahlreichen Solopassagen, bei denen den Saxofonisten eine besondere Rolle zukommt.

Kleines Team unterstützt in Zukunft die Chefin

Gütersloh (sz). Und auch die Mischung macht’s. Sinatra ( „Fly me to the Moon“), Stevie Wonder („Isn’t she lovely“), „I will follow him“, „Birdland“ oder ein sehr gefühlvoll interpretiertes „Imagine“ lassen die 60 Minuten wie im Flug vergehen. Nicht im Juni-Programm: „Christmas-Swing“. Den gibt es nämlich ab sofort mit zehn Titeln auf CD und als Streaming-Angebot. Im Tonstudio von Henning Strandt, ebenfalls ein Ehemaliger der Anne-Frank-Gesamtschule, hat die Big Band eine hochprofessionelle Aufnahme erstellt und am Donnerstag eifrig dafür geworben.

Berührende Abschiedsworte der stellvertretenden Schulleiterin Gudrun Hönemann („Jetzt muss ich fast weinen“) an Gudrun

Pollmeier, Blumen, Geschenke und Umarmungen beschließen diesen besonderen Konzertabend, nach dem klar ist, dass und wie es weitergeht mit der AFS Big Band.

Zur Entlastung hat sich Gudrun Pollmeier ein kleines Team an die Seite geholt. Merle Antonia Rahmann und Gabriel Fuchs werden die Orchesterarbeit in Zukunft unterstützen. Erstere nennt Gudrun Pollmeier „die Seele der Big Band“. Gabriel Fuchs, hat gerade sein Abi ge­macht, und wird ein freiwilliges soziales Jahr im Musikbereich der ASF absolvieren, bevor er selbst ein Musikstudium aufnehmen will. Seine Erfahrungen in der Big Band werden bei dieser Entscheidung wohl nicht ganz unbeteiligt gewesen sein.

Metall- und Elektro-Industrie: M+E-InfoTruck an der Anne-Frank-Schule – Berufsorientierung zum Anfassen

Volle Kraft für den Nachwuchs der Metall- und Elektro-Industrie!

Auch in diesem Jahr war die Anne-Frank-Schule wieder Gastgeber des M+E-InfoTrucks – einer Initiative des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall und seiner Mitgliedsunternehmen. Die modern ausgestatteten, zweigeschossigen Präsentationsfahrzeuge bieten auf 80 m² eine einzigartige Möglichkeit, die Vielfalt und Faszination der Metall- und Elektro-Industrie hautnah zu erleben.

Ein Highlight für unsere Schüler*innen

Drei Tage lang hatten die 8. Klassen, die Oberstufe sowie die Praktikumsklasse die Gelegenheit, sich an interaktiven Experimentierstationen und einer CNC-Fräsmaschine ausprobieren. Der InfoTruck ist längst ein fester Bestandteil unserer Berufsorientierung und eine bewährte Tradition an unserer Schule.

Was die M+E-InfoTrucks bieten:

  • Praktische Einblicke in die M+E-Arbeitswelt
  • Aktuelle Informationen zu Berufschancen und Ausbildungsmöglichkeiten
  • Entscheidungshilfe bei der Berufswahl
  • Technik zum Anfassen – von Multimedia bis zur CNC-Fräsmaschine
  • Neutrale Berufsinformation statt Werbung

Begeisterte Rückmeldungen

Die Resonanz der Schüler*innen war durchweg positiv. Besonders die praktischen Anwendungen und die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen, haben für Begeisterung gesorgt. Viele konnten sich so ein konkreteres Bild von den Berufsfeldern in der Metall- und Elektro-Industrie machen.

Tradition mit Zukunft

Die M+E-InfoTrucks sind an der Anne-Frank-Schule seit Jahren ein fester Termin im Kalender. Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft unsere Schüler*innen auf diese Weise für technische Berufe zu begeistern und ihnen praktische Einblicke in einen der wichtigsten Industriezweige Deutschlands zu ermöglichen.

 

Europawoche 2026 im Jahrgang 7

Mit ihrer Europawoche im Jahrgang 7 beteiligte sich die Anne-Frank-Schule nun bereits zum 9. Mal an der Europawoche im Kreis Gütersloh. Im Vorfeld zum zentralen Europa-Feier- und Gedenktag am 9. Mai gestalteten die Schülerinnen und Schüler „ihren“ ganz eigenen Europatag vom 4. bis 5. Mai 2026 an der AFS. Dazu beschäftigten sie sich im Rahmen eines Projekttages (4. Mai) mit aktuellen und drängenden Fragen und Entwicklungen der Europäischen Union und konnten dabei ihren ganz individuellen Interessen nachgehen, die sich von naturwissenschaftlichen bis hin zu gesellschaftswissenschaftlichen Themen erstreckten. Gemeinsam mit ihren Klassenlehrkräften gingen sie beispielsweise in „Europas Parklandschaften“ der Frage nach der Balance von Naturschutz und Freizeitnutzung nach (7a), erstellten ein Würfelspiel zu den Biotopen in Europa (7e) oder trugen einen digitalen Reiseführer durch die Metropolen Europas zusammen (7b). Gerahmt vom musikalischen Schwerpunkt der Klasse 7c und der 7d, welche die Esskulturen in Europa beleuchtete (inklusive köstlicher Kostprobe!) ergab sich in diesem Jahr ein besonders buntes und abwechslungsreiches Programm, was das Ausstellen und Anschauen lohnend machte. Der Einladung, dem nachzukommen und Einblick in die Arbeit und die Ergebnisse der Schüler*innen zu nehmen, folgten zahlreiche Eltern und Verwandte, Vertreter*innen der Schulöffentlichkeit und auch der Leiter des Europe Direct Zentrums im Kreis Gütersloh, Herr Piesch. Der Präsentationstag am 5. Mai begann mit einem feierlichen Auftakt mit Musik im Forum. Danach erkundeten die Schüler*innen eigenständig in einem Rundlauf die als Präsentationsräume gestalteten Klassen ihrer Mitschüler*innen. Ein Biparcours-Quiz leitete sie auf ihrem Weg und forderte ihre Aufmerksamkeit beim Lösen von Fragen zu den einzelnen Präsentationen. Zur Preisverleihung trafen sich alle wieder im Forum zu einem gemeinsamen Abschluss. Den ersten Preis konnte ein Team aus der 7a erringen, herzlichen Glückwunsch wünscht der Arbeitskreis Europa!

Lesen gegen das Vergessen: Stimmen der Erinnerung in Wort und Musik

Die Veranstaltung am 9. Mai um 11 Uhr in der Martin-Luther-Kirche verknüpfte Lesung, Musik und Gedenken.

Lesungen:
Renate Welsh: Die Ohrfeigen – Mila Markovic (Anne-Frank-Schule)
Ilse Losa: Die Welt, in der ich lebte – Lilian Wohnhas (FB Kultur)
Cato Bontjes van Beek: Leben will ich, leben, leben – Nicole Beck (AFS)
Ellinor Wohlfeil: Kein menschlicher Makel – Maja Suchoka (Anne-Frank-Schule)
Gamze Kubasik / Semiya Simsek / Christine Werner:
Unser Schmerz ist unsere Kraft – Aliya Akgün (AFS)
Hildegard Knef: Der geschenkte Gaul – Almuth Wessel
Hanna Arendt: Kindheitserinnerungen – Astrid Kusch (Omas gegen Rechts)
Mariella Mehr: Daskind (Gedicht) – Elke Volkmann (Seniorenbeirat)
Anna Achmatowa: Requiem – Ludger Funke (Forum russische Kultur)
Hans Rosenthal: Zwei Leben in Deutschland – Melina Wilms (AFS)
Wilfried Schäfer: Tagebuch – Almuth Wessel
Christina Christiansen: Brief an Nikolaus Groß
Rita Fleiter-Wurg (Seniorenbeirat / Omas gegen Rechts)

Grußworte: Markus Kottmann, Stellvertr. Bürgermeister Stadt Gütersloh
Musik am Cello: Felix Janßen-Müller, Anne-Frank-Schule
Friedensgebet: Erika Engelbrecht
Moderation: Lilian Wohnhas, Fachbereich Kultur Stadt Gütersloh

Fotos: Fabian H. Flöper

v.l.n.r.: Felix Janßen-Müller (Anne-Frank-Schule), Christina Gößling-Arnold (VHS Gütersloh), Michael Schüthuth (Anne-Frank-Schule), Anja Krokowski (Stadtbibliothek Gütersloh), Lena Jeckel (Fachbereich Kultur Stadt Gütersloh), Almuth Wessel (Mitinitiatorin von Lesen gegen das Vergessen), Elke Volkmann (Seniorenbeirat Stadt Gütersloh), Erika Engelbrecht (Pfarrerin a.D.), Lilian Wohnhas (Fachbereich Kultur Stadt Gütersloh) freuen sich auf „Lesen gegen das Vergessen“ am 9. Mai, in der Martin-Luther-Kirche. Foto: Stadt Gütersloh.

Lateinunterricht im „Rom am Rhein“

Am 4.3.2026 genossen die Lateinkurse der Jahrgäge 9 bis 11 ihren Lateinunterricht in Xanten, dem sog. „Rom am Rhein“. Nach komfortabler Anreise im Kleinbus, welcher uns dank freundlicher Unterstützung durch den LWL-Mobilitätsfonds kostenlos zur Verfügung stand, empfing uns der Archäologische Park bei strahlendem Frühlingswetter. Für die Schülerinnen und Schüler war es zunächst gewiss schwer vorstellbar beim Anblick der enormen freien, parkähnlichen Fläche, dass die Straßen der ehemaligen Colonia Ulpia Traiana, in der Antike eine der größten Metropolen in den germanischen Provinzen des Römischen Reiches, einst zehntausende Männer, Frauen und Kinder mit Leben füllten. So führte uns unser erster Weg ins LVR-Römermuseum, um dort den Spuren nachzugehen, die ebendiese Menschen im Boden hinterließen und die von ihrem Leben an der nördlichen Grenze des Imperiums zeugen. Bei einer einstündigen Führung (welche tatsächlich 75 Minuten andauerte, ohne dass jemand auf die Uhr geblickt hätte) erfuhren wir über das alltägliche Leben der Römer am Rhein hinaus noch zahlreiches Interessantes und Unterhaltsamens, etwa was der Flügel einer Statuette der griechischen Siegesgöttin mit dem Logo eines bekannten amerikanischen Turnschuhherstellers zu tun hat. All das konnte während einer kurzen Mittagspause verdaut werden, um anschließend die Rollen zu tauschen: Die Schüler*innen schlüpften selbst in die Rollen von Museumsführern, geleiteten uns zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten im Außengelände des Parkes und referierten eigenständig über den Hafentempel, das Amphitheater oder die Handwerkerhäuser.

Anne-Frank-Gesamtschule gewinnt den 4. „One World Cup“

Schulübergreifendes Fußballturnier der Schulsozialarbeit schafft Begegnungen und Fairplay.

Sechs Fußballteams Gütersloher Schulen sind direkt nach Schulschluss beim vierten „One World Cup“ gegeneinander angetreten. Austragungsort des schulübergreifenden Turniers war die All-In-Soccerhalle in Gütersloh. Teilgenommen haben in diesem Jahr die Elly-Heuss-Knapp-Schule (EHK), die Geschwister-Scholl-Realschule (GSS), die Mosaikschule, die Anne-Frank-Gesamtschule (AFS), die Janusz-Korczak-Gesamtschule (JKS) sowie die GadA-Gesamtschule an der Ahornallee.

Für besondere Spannung sorgte das vorletzte Spiel des Turniers: In der Partie zwischen der Geschwister-Scholl-Schule und der Anne-Frank-Gesamtschule war schnell klar, dass der Sieger dieses Spiels auch den Turniersieg erringen würde. Lange führte die Anne-Frank-Gesamtschule mit 4:2, ehe der GSS kurz vor Abpfiff noch der Anschlusstreffer gelang. Am Ende blieb es jedoch beim 4:3-Endstand zugunsten der Anne-Frank-Gesamtschule.

Damit sicherte sich die AFS erstmals den Turniersieg. In den vergangenen drei Jahren hatte stets die Geschwister-Scholl-Schule den ersten Platz belegt.

Platzierung Schule Punkte
1. Platz Anne-Frank-Gesamtschule 15
2. Platz Geschwister-Scholl-Schule 12
3. Platz Elly-Heuss-Knapp-Schule 6
4. Platz Janusz-Korczak-Gesamtschule 6
5. Platz GadA-Gesamtschule 6
6. Platz Mosaikschule 0

Überglücklich: Das Siegerteam der Anne-Frank-Gesamtschule: (v.l.) Marek Kuczkowiak, Daniyal Chaundhry-Muhammed, Nihat Özdogan, Dlkhwaz Haider Salih, Helene Holtkamp (Schulsozialarbeiterin), Amer Jamal, Salan Faysal, Olasunkanmi Abdulai Egbedeyi, Mohammed Shnan und Ahmad Alhasan.

Organisiert wurde das Turnier von den Schulsozialarbeitern Fadi Matusch und Christian Schäper-Rummel. Unterstützt wurden sie von weiteren Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern sowie Lehrkräften der teilnehmenden Schulen.
„Mit dieser Kooperation sollen Begegnungen zwischen den Schülerinnen und Schülern sowie den Schulen geschaffen und Vernetzung ermöglicht werden“, erklärt Fadi Matusch von der Schulsozialarbeit der Geschwister-Scholl-Schule.

Neben spannenden Spielen trug auch die Verpflegung mit Pizza und Getränken zur positiven Atmosphäre in der Halle bei. Trotz sportlicher Rivalität stand während des gesamten Turniers der faire Umgang miteinander im Vordergrund.
„Bei aller sportlichen Konkurrenz war die Stimmung durchweg wertschätzend und fair“, betont Christian Schäper-Rummel von der Schulsozialarbeit der Elly-Heuss-Knapp-Schule.

Ein Beitrag der Stadt Gütersloh. Vielen Dank!

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