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2. Platz – Projektbasiertes Lernen (sofatutor): Selbststeuerung und Medienkompetenz

Lebenslanges Lernen gehört zu den Grundvoraussetzungen für ein gelingendes und selbstbestimmtes Leben. In dieser Kategorie wurden Projekte ausgezeichnet, in denen Kinder und Jugendliche mithilfe digitaler Tools lernen, ihren Lernprozess selbstwirksam zu gestalten sowie ihre Produkte zu präsentieren. Ein besonderes Augenmerk lag auf Projekten, in denen die Medienkompetenz der Schüler*innen gefördert wird.

Nominiert in der Kategorie 2021

Klasse 7D und AG Klima und Umwelt

Auszeichnung

Das nominierte Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass die Schule den Schüler*innen ermöglicht, selbst eine Multiplikator-Rolle einzunehmen, ihre Schulgemeinschaft zu unterstützen und dadurch ihr Selbstvertrauen zu stärken. Auf kreative Weise bringen Sie lebensnahe Fragen und Situationen, hier zum Thema Klima- und Umweltschutz näher. Die Schüler*innen konzipierten, planten und führten eigenverantwortlich ihre Projekte durch und konnten den Lernprozess dadurch sehr intensiv und bereichernd wahrnehmen.

Die Schüler*innen des projektorientierten Lernens im Fach Biologie der Anne-Frank-Gesamtschule dürfen auf Ihre Leistungen stolz sein und haben vor allen Dingen das Schulleben mit dem projektorientierten Lernen um innovative Ideen erweitert.

Kurzbeschreibung des Projekts

Anne-Frank-Gesamtschule

Im Schuljahr 2020/2021 wurden während des Distanzlernens im Biologieunterricht unter Anleitung der Biologielehrerin Elke Wenzel in der Jg. Stufe 7 von Schüler*innen im Rahmen eines Projekts an der Anne-Frank-Gesamtschule Ideen und Handlungsplanung zum Thema “Wie werden wir eine umwelt- und klimafreundliche Schule?” digital ausgearbeitet (mit PowerPoint, EBook-Creator oder als Word-Dokument) und mithilfe von Padlet gesammelt sowie auf Umsetzbarkeit hin geprüft. Die schuleigene AG Klima und Umwelt greift nun die von Schüler*innen der Klasse 7 digital gesammelten Projekt-Ideen auf und hat mit deren Umsetzung begonnen.

(Viginia Wegner, Sofatutor-Magazine, Sofatutor GmbH Berlin)

Hand in Hand für den Frieden – Ansprache der Schüler*innenvertretung

Ansprache „Hand in Hand für den Frieden“, 10. März 2022

Liebe Schulgemeinde,

Am 3. Mai 1944 schrieb unsere Namensgeberin Anne Frank, folgendes in ihr Tagebuch:

„Warum gibt es jeden Tag Millionen an Geld für den Krieg und keinen Cent für […] die armen Menschen? Warum müssen die Menschen Hunger leiden, wenn in anderen Teilen der Welt die überflüssige Nahrung wegfault? Oh, warum sind die Menschen so verrückt? Ich glaube nicht, dass der Krieg nur von den Großen, von den Regierenden und Kapitalisten gemacht wird. Nein, der kleine Mann ist ebenso dafür. Sonst hätten sich die Völker doch schon längst dagegen erhoben! Im Menschen ist nun mal ein Drang zur Vernichtung, ein Drang zum Totschlagen, zum Morden und Wüten.“

Dies gehört zu einem der pessimistischen Zitate, die Anne Frank in ihr Tagebuch schrieb. In Anbetracht der Erfahrungen, die sie machte und dem, was sie durchstehen musste, ist es nur verständlich, dass sie derart über die Menschheit dachte. Trotzdem war sie sich sicher, dass auch Gutes im Menschen existiert; trotzdem glaubte sie immer an das Gute im Menschen und hoffte auf Ruhe und Frieden in der Welt.

Am 24. Februar griff Russland die Ukraine an. – Seit zwei Wochen herrscht wieder Krieg in Europa. Das Schlechte im Menschen, das Anne Frank mit ihrem Zitat ausdrückte, ist wieder einmal zum Vorschein getreten. Wir, die Schulgemeinde, möchten auch weiterhin an das Gute im Menschen glauben und wünschen uns Respekt, Wertschätzung, Menschlichkeit und Frieden in der Welt.

Wir möchten uns erheben gegen den Krieg aktuell in der Ukraine, aber auch im Rest der Welt, und friedlich “Hand in Hand” dagegen protestieren.

Deshalb sind wir heute zusammengekommen. Gemeinsam wollen wir zeigen, dass wir als Schule für den Frieden einstehen und schwere Zeiten gemeinsam durchstehen. Gemeinsam malten wir für den Frieden das Symbol der Taube und weitere Friedensbotschaften in den Farben des Regenbogens, als Zeichen für Hoffnung. Gemeinsam bildeten wir eine Menschenkette um die Schule, „Hand in Hand für den Frieden“. Gemeinsam stehen wir jetzt hier, um unserer Friedensbekundung mit Gesang Ausdruck zu verleihen.

Wir wollen allerdings nicht nur Zeichen setzen, sondern uns aktiv für die vom Krieg betroffenen Menschen mit einer Spendenaktion einsetzen. Am kommenden Montag können alle von 8.00 bis 13.00 Uhr Sachspenden zum Ankerplatz bringen. Gesammelt werden Handschuhe, ISO Matten, Schlafsäcke, Desinfektionsmittel, Taschenlampen und Babynahrung… Informationen dazu findet ihr auf Plakaten im Eingangsbereich oder auf der Schulhomepage.

Die heutigen Aktionen: die SV-Kreideaktion, die Menschenkette und die Spendenaktion, stehen zugleich für Werte unserer Schule: Respekt, Toleranz, Menschlichkeit, Frieden und Freiheit. Werte, die wir im täglichen Schulalltag leben, die uns ausmachen und bewegen, uns aber insbesondere in schwierigen Zeiten zusammenhalten und für das Gute in der Welt hoffen lassen. Für diese Werte stehen wir als Schule ein, um sie in die Welt zu tragen und unseren Beitrag zu leisten, um diese zu verändern. Ganz nach dem Auftrag unserer Namensgeberin, die in ihr Tagebuch schrieb: „Wie herrlich es ist, dass niemand auch nur eine einzige Minute zu warten braucht, um damit zu beginnen, die Welt zu verändern.“ Heute setzen wir als Schule aktiv ein Zeichen für Solidarität, Hilfsbereitschaft und für den Frieden in der Welt. Denn „[w]as die Welt braucht, sind nicht mehr erfolgreiche Menschen, sondern mehr Menschen, die Frieden stiften, heilen [und] wiederherstellen“.

Text: Anna Kötter, Q2
Grafik: Christin Bagusat, Lehrerin

Spaß im Schul(Klima)garten – Die Klasse 6B begrüßt den Frühling

Die Kunstlehrerin Regina Bökamp besuchte am Donnerstag zusammen mit der 6B den Schulgarten, um die ersten Frühlingsimpressionen genießen zu können. Bevor der “Klimagarten” der Anne-Frank-Gesamtschule das Bild des Schulgartens verändert, konnten die Schüler*innen noch die alten Überbleibsel in Augenschein nehmen. Sichtlich Spaß hatten sie an den Pflanzen, dem gefrorenen Teich und der Baracke, die unbedingt mal entrümpelt werden muss ;-).

Ab dem 18. März ist es dann so weit. Schüler*innen und Lehrer*innen werden den Schulgarten aufräumen, um ihn für eine erste Begehung samt Planungsansätzen vorzubereiten. Das Projekt “Klimagarten” kann beginnen :-).

Gemeinsam wachsen – das Patenprojekt an der Anne-Frank-Schule

„Celine ist so nett“, strahlt der Fünftklässler Orges. Gemeint ist seine Patin aus der Oberstufe, die ihm jeden Dienstag in den Hauptfächern unterstützt, aber auch die Hälfte der Zeit nutzt, um mit Orges Gesellschaftsspiele zu spielen, in der Teestube mit ihm zu kickern oder sich einfach einmal in Ruhe mit ihm zu unterhalten. 15 Schüler*innen aus den Jahrgängen 5 und 6 kommen derzeit in den Genuss einer Patenschaft aus der Oberstufe. Die 15 Paten aus der Oberstufe wurden durch den Bildungspartner der Anne-Frank-Schule, die VHS in Gütersloh, eigens für diese Aufgabe qualifiziert. An drei Nachmittagen wurden sie darin geschult, wie Lernprozesse im Gehirn ablaufen, was Lernen hemmt und was es befördert, wie sie ihre Schützlinge motivieren und wie sie sie bei der Selbstorganisation unterstützen können.

Felix, Aleyna und die anderen Schüler*innen aus der Oberstufe stellen fest, dass es vieles zu bedenken gibt, wenn man mit Kindern arbeitet. Ihr großer Vorteil ist es, dass sie keine Lehrer sind, sondern ebenfalls Schüler*innen, die näher am Leben der Kinder dran sind und sie nicht bewerten oder benoten müssen. „Der Vorteil der Unterstützung durch junge Menschen liegt auch darin, dass die Oberstufenschüler*innen als Role-Models dienen. Uns ist es wichtig, dass unsere neuen Schüler*innen in ihrem Lern- und Leistungsbewusstsein gestärkt werden und einen guten Schulabschluss als ein wichtiges Ziel erkennen. Mit ihren Paten lernen sie Menschen kennen, die dieses Ziel selbst gerade verwirklichen – das motiviert“, erklärt Sabine Hollmann, die zuständige Lehrkraft für das Patenprojekt, die Idee des Konzepts. „Uns ist es wichtig, dass die Schüler*innen aus der Sekundarstufe I gut bei uns ankommen und nicht nur Nachhilfe, sondern auch eine psychosoziale Betreuung erhalten. Viele Kinder haben nicht nur leistungsmäßig unter Corona gelitten, sondern auch sozial. Mit diesem Projekt möchten wir die Kinder unserer Schule stärken“, betont Jan Rüter, Schulleiter der Anne-Frank-Schule.

Finanziert wird das Projekt dementsprechend auch aus den Landesmitteln des Programms „Aufholen nach Corona“. Die betreuenden Oberstufenschüler*innen erhalten neben dem Einblick in die Arbeit mit Kindern auch einen Arbeitslohn aus diesen Mitteln. Einige nutzen diese, um ihre digitale Ausstattung in der Oberstufe zu bezahlen. „Es gab viel mehr Anmeldungen als Plätze für das Projekt. Wir hätten mehr als 15 Patentandems aufstellen können, sind aber froh, dass wir in diesem Jahr endlich beginnen konnten“, betont Sabine Hollmann. Insgesamt sei das Projekt ein voller Erfolg und die Schule hoffe, auch eine Finanzierung für das nächste Jahr organisieren zu können.

Text: Sabine Hollmann

Fotos: Sabine Hollmann und Fabian Flöper